Chronik

Die Frauenbibliothek ist stolz auf ihre lange Geschichte. Im Jahr 2012 feierte sie ihr 25-jähriges Bestehen!

Chronik

Gründungsfrauen

Die Frauenbibliothek und Fonothek Wyborada ist im Mai 1986 von mehreren politisch und feministisch engagierten Frauen als Verein gegründet worden. Die Gründung war ein Produkt der frauenbewegten Achtzigerjahre.  

Dank eines allgemeinen Konsenses über die gesellschaftliche Relevanz der Frauenfrage und einer Koalition zwischen bürgerlicher und neuer Frauenbewegung konnte der Verein Wyborada als unabhängige Frauenbibliothek Wyborada im Februar 1987 in einer ehemaligen Bäckerei an der Harfenbergstrasse eröffnet werden. Die grosse Akzeptanz und der Zulauf bestätigten den Bedarf nach einer solchen bildungspolitischen Initiative. 1995 zog die Frauenbibliothek wegen Platzbedarfs ins ehemalige Zollfreilager an der Davidstrasse 42, heute eine Kulturmeile in der Nähe vom Bahnhof.

Bis 2003 war die Bibliotheksführung durch die Mitarbeit einer Generation ehrenamtlich und basisdemokratisch organisierter Frauen abgedeckt. Seit 1989 erhält die Wyborada von der Stadt St.Gallen Unterstützungsbeiträge, die seit 1991 regelmässig erfolgen, so dass die Kontinuität und das Wachstum der Bibliothek für die Frauenbildung gewährleistet wurde. Die neue Struktur ermöglichte eine Professionalisierung in den Bereichen Ankauf, Online-Ausleihe, Administration und Öffentlichkeitsarbeit. Heute wird die Wyborada von aktiven, immer noch basisdemokratisch organisierten Vorstandsfrauen und einer Bibliothekarin mit 40-prozentiger Anstellung geführt. 

Trotz der in den letzten Jahrzehnten markant fortgeschrittenen gesellschaftlichen Durchsetzung frauenpolitischer Postulate bleibt die Notwendigkeit einer Frauenbibliothek, um Frauengeschichte(n) sowie weibliche Perspektiven auf die Welt und gesellschaftliche Entwicklungen sichtbar zu machen. Darüber hinaus ist die Wyborada ein Ort und Hort des Gedächtnisses einer globalen Frauenszene und deren literarischer Werke geworden.