Programm
Von den Anfängen bis Heute: wyborada.ch/vierzig
Das Jubiläumsprogramm: DOWNLOAD
BOOK RELEASE. The artist is present: Gespräch und Lesung. — In Kooperation mit dem Vexer Verlag und der Kunst Halle Sankt Gallen.
weiter ...Die Reise – wie ich mir zu sterben wünsche erkundet den Raum der Wünsche – nicht nur für die letzten Momente, sondern für all das, was man vor dem Sterben noch erleben möchte. Alles ist möglich, auch das Unmögliche. Die Künstlerin Ingeborg Lüscher befragte hundertfünfzig Menschen, deren Antworten anonymisiert in dieser Buch-Preziose zu finden sind. Schwarz-Weiss-Fotografien der Künstlerin, die man vermutlich zuerst für Sterne am Nachthimmel hält, sich beim näheren Hinsehen aber als Flechten auf grossen dunklen Steinen zeigen, sind rhythmisch zwischen die Texte gestreut.
Begrüssung: Vera Ida Müller, Vexer Verlag
Ingeborg Lüscher im Gespräch mit Anya Schutzbach, Leiterin des Literaturhauses St. Gallen; Ingeborg Lüscher liest einzelne Passagen aus dem Buch.
Eine Kooperation mit dem Vexer Verlag zu Gast in der Kunst Halle Sankt Gallen.
Ingeborg Lüscher (*1936) ist eine deutschschweizerische Künstlerin. In den 70er und 80er-Jahren wurden ihre fotografischen Arbeiten und Menschenbilder abseits des künstlerischen Mainstreams immer ephemerer und spiritueller. Ihre Werke befassen sich stets mit grundlegenden Themen wie Feminismus, Leben und Tod, Licht und Dunkelheit und umfassen eine grosse künstlerische und mediale Bandbreite. 1992 bekam Lüscher ihre zweite Einladung zur documenta in Kassel, wo sie einen Teil ihrer Schwefelarbeiten präsentierte. 2011 erhielt sie den Prix Meret Oppenheim des Schweizer Bundesamtes für Kultur, die höchste künstlerische Auszeichnung der Schweiz. 2025 wurde sie mit dem Hans Platschek Preis ausgezeichnet.
EINTRITT
Sitzplatz: Fr. 20.- / erm. Fr. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen, Bibliothek Wyborada); Fr. 10.- Mitglieder Kunst Halle Sankt Gallen)
Stehplatz: Fr. 10.- regulär; Fr. 5.- Kultur-Legi
Vorverkauf über Eventfrog.ch.
Abendkasse ab 17:30 Uhr. Begrenzte Platzzahl – wir bitten um Reservierung: reservierung@wyborada.ch

Ingeborg Lüscher
Die Reise – wie ich mir zu sterben wünsche
Hg. Vera Ida Müller
Vexer Verlag St.Gallen/Berlin, 2026
ISBN: 978-3-907112-77-9
42 CHF


In einer Diskussionsreihe der «Erfreulichen Universität» im St. Galler Palace wird die Heilige Wiborada aus kultureller, feministischer und historisch-kritischer Sicht beleuchtet. Am 19. Mai treffen sich vier Frauen – zwei aus der 80er-Bewegung und zwei aus der Gegenwart – zu einem Podiumsgespräch.
weiter ...Am 19. Mai begegnen sich auf der Palace-Bühne zwei Frauen aus der 80er-Bewegung und zwei Frauen aus der Gegenwart zu einem generationenübergreifenden Podiumsgespräch. Gemeinsam diskutieren sie über die Entstehung der Bibliothek Wyborada und weiterer feministischer Projekte. Im Austausch zwischen damals und heute blicken wir auf die Anfänge des Vereins zurück und fragen, was die historische Wiborada und die wilden Frauen der 80er gemeinsam haben – und was sie uns für die Gegenwart zu sagen haben.
Intro:
Karin Karinna Bühler (Bibliothek Wyborada) & Judith Grosse (Archiv für Frauen- und Sozialgeschichte Ostschweiz).
Auf dem Podium:
Claude Bühler (Künstlerin, u.a. Glitch-Festival, Salon Vert, Tender Photo), Jessica Jurassica (Autorin von u.a. Gaslicht, Das Ideal des Kaputten), Silvia Vetsch (Sozialarbeiterin, langjährige Leiterin Frauenhaus St.Gallen, Mitbegründerin Wendo und PFG)
Marina Widmer (Soziologin, Mitbegründerin des Vereins Wyborada, des Frauenarchivs Ostschweiz und der PFG)
Moderation:
Nadia Brügger (Literaturwissenschaftlerin, Autorin)
Tür 19:00
Beginn 19:30
10.- (Kulturlegi gratis)
Ein Projekt zum Jubiläum der Heiligen Wiborada in Kooperation mit dem Archiv für Frauen- und Sozialgeschichte Ostschweiz das bereits am 5.5. und am 12.5. an die Erfreuliche Uni ins Palace einlädt.
Kulinarisches, Nachdenkliches, Humoristisches und Bewegtes betten das Fest zum erinnerten und auf die Gegenwart bezogenen Aufbruch der 1980er Jahre ein. Es ist ein Fest mit Lesungen, Performances, Bildbeiträgen und Musik.
weiter ...Begrüssung und Prosecco — 18:00 Uhr
Karin Karinna Bühler (Leiterin Bibliothek Wyborada und
Mitbegründerin Literaturhaus St. Gallen) &
Anya Schutzbach (Leiterin Literaturhaus St. Gallen)
Inszenierung — 18:30 Uhr
50 Jahre Verena Stefan «Häutungen»:
«brüten wir die welt neu aus»
50 Jahre nach Erscheinen kommt ein ikonischer Text auf die Bühne, ein feministisches Manifest, persönlich, sprachmächtig, lesbisch, revolutionär – und hunderttausende Male verkauft. Maja Bagat, Mariann Bühler, Anouk Gyssler, Tabea Steiner und Dinah Wernli blättern Verena Stefans Roman neu auf. Mehr hier.
Eintopf und Zitate — 20:00 Uhr
Luzia Kappenthuler (Stör-Köchin)
Statements von Mitstreiterinnen der letzten 40 Jahre
zusammengetragen von Karin Karinna Bühler & Regula
Engeler (Team Bibliothek Wyborada)
Video-Essay — 20:45 Uhr
Morena Barra (Videokünstlerin)
Sibylla Giger (Audiokünstlerin, Initiatorin Fonothek)
Kurze Reden — 21:00 Uhr
DAMALS Marina Widmer (Mitbegründerin Bibliothek und
Literaturhaus, Vorstandsmitglied Verein Wyborada)
MITTENDRIN Susi Stieger (ehem. Mitglied Betriebsgruppe)
HEUTE Ruth Erat (Mitbegründerin Literaturhaus und
Vorstandsmitglied Verein Wyborada)
Live-Performance — 21:30 Uhr
Alice Köppel Superstar
Alice Köppel (Performance-Künstlerin)
Musik ab Plattenteller
DJ Scusi con Amore
Das «Wybo-Team» rund um Literaturhaus und Bibliothek:
Marie-Claire Baumann, Iris Bernet, Karin Karinna Bühler, Regula Engeler, Ruth Erat, Judith Gamma, Brunhilde Kritzer, Sandra Meier, Katrin Murezzan, Anya Schutzbach, Marina Schütz, Marina Widmer, Stefanie Wolf
Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
Eintritt frei, Kollekte.
Anmeldung zum Jubiläumsfest nicht zwingend, aber für unsere Planungen hilfreich: reservierung@wyborada.ch
![]()
Von den Anfängen bis Heute: wyborada.ch/vierzig
Das Jubiläumsprogramm: DOWNLOAD
Im Rahmen des Jubiläumsfests des Vereins Wyborada, das am 30. Mai ab 18 Uhr gefeiert wird, kommt ein ikonischer Text auf die Bühne: Verena Stefans legendäres Buch «Häutungen», dessen Erscheinen sich in diesem Jahr zum fünfzigsten Mal jährt.
weiter ...«Häutungen». Eine literarisch/politische Eruption, wegweisend für tausende Frauen und Männer. Kaum ein anderes Werk hat so viele Menschen zum Denken und Handeln ermuntert.
Als Verena Stefan 1975, noch keine dreissig, den Text publizierte, traf sie damit einen Nerv – und trifft ihn bis heute. Das Buch wurde hunderttausende Male verkauft, und indem es das Ordnungsgefüge der Sprache aufbricht, fügt es dem Diskurs über Geschlechterrollen und Begehrensstrukturen eine erweiterte Grammatik hinzu.
Ausgehend von “Häutungen” stellte Tabea Steiner eine Collage aus Verena Stefans Werk zusammen. Auszüge, Zitate, Sätze, vielleicht auch nur einzelne Wörter bilden einen dicht gewobenen Sprachteppich, der ergänzt wird mit Auszügen aus Verena Stefans späteren Werken.
Diese Collage bildet die Grundlage für die Text-Bild-Performance brüten wir die welt neu aus, die in der Grabenhalle auf die Bühne gebracht wird. Kathrin Veith (Sprecherin) wird begleitet von Dinah Wernli, die mit Bildern und Farbe die Sprachwelten erweitert. Es wird bewusst auf Musik verzichtet; Sprache, Licht und Farbe sind kraftvoll genug.
Kathrin Veith, Lesende
Kathrin Veith, geboren 1982 in Aarau, arbeitet seit ihrer Ausbildung an der Zürcher Hochschule der Künste (2004 – 2008) als freischaffende Schauspielerin und Sprecherin im In- und Ausland. U.a. an den Ruhrfestspielen Recklinghausen, Stadttheater Konstanz, Schauspielhaus Zürich, Theater Baden-Baden. Weitere Projekte in der freien Szene realisierte sie in der Alten Reithalle Aarau, Theater Roxy, Südpol Luzern, Schlachthaus Theater Bern, Theater Marie. Neben der Bühne arbeite sie auch für Film und Fernsehen, zuletzt war sie im Kinofilm «Sekuritas» von Carmen Stadler, in der Hauptrolle der Nora Falk zu sehen. 2006 und 2007 bekam sie den Studienpreis Migros Kulturprozent und der Friedl Waldstiftung. 2021 wurde sie für einen Atelieraufenthalt des Aargauer Kuratoriums in Berlin ausgewählt. Kathrin Veith lebt mit ihrer Familie in Aarau.
Dinah Wernli, Farbe
Dinah Wernli [*1983] arbeitete als Damenschneiderin in einem Basler Couture-Atelier und als Kindergärtnerin und Primarlehrerin an verschiedenen Schulen, ehe sie Illustration an der Hochschule Luzern Design+Kunst studierte. Seither ist sie als freischaffende Illustratorin und Autorin tätig. Ihr Debüt «Louise» erschien im Oktober 2024 bei Edition Moderne, 2022 erhielt sie den Förderpreis der zeugindesign-Stiftung.
Maja Bagat, Dramaturgie
Maja Bagat ist freischaffende Vermittlerin, Dramaturgin und Produktionsleiterin und wohnt in Basel. Sie hat von 2013 bis 2018 das Theater Junge Marie mitgeleitet und war für die Dramaturgie verantwortlich. Sie arbeitet als Autorin und immer wieder mit verschiedensten Institutionen zusammen, so mit dem Jungen Schauspielhaus Zürich oder dem Stapferhaus Lenzburg.
Eintritt frei, Kollekte.
Anmeldung zum Jubiläumsfest nicht zwingend, aber für unsere Planungen hilfreich: reservierung@wyborada.ch
Weitere Info zum 30. Mai 2026: Festprogramm
Foto Kathrin Veith ©Anka Fonseka
Eine sommerliche Autofahrt endet in einer tödlichen Eskalation. Was genau ist geschehen? – In ihrem neuen Roman lässt die englisch-ghanaisch-deutsche Autorin Sharon Dodua Otoo ein Gespräch zwischen einer schwarzen Frau und einem weissen Mann eskalieren. Sie erzählt von einer Frau, die sich gewaltsam aus alten Zuschreibungen löst und Freiheit als riskanten, aber notwendigen Akt der Selbstbehauptung erfahrbar macht.
weiter ...An der Tatsache, an der Tat gibt es nicht viel zu deuten: Amata Haller hat Heinz Brockhaus umgebracht. Am helllichten Tag. Auf offener Strasse. Hinter ihm im Auto sitzend, hat sie ihn am frühen Nachmittag des 3. Mai 2025 in Timmendorfer Strand mit einem Schal erwürgt. Und es tut ihr noch nicht einmal leid.
Das ist der Punkt, auf den „So, in etwa, ist es geschehen“ zuläuft, der zweite Roman von Sharon Dodua Otoo. Vor zehn Jahren hat die Autorin mit ihrer zweiten in deutscher Sprache verfassten Geschichte den Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen, sie hiess „Herr Gröttrup setzt sich hin“, und schon hier hat Sharon Dodua Otoo das Klein-Klein des Alltags mit der grossen Geschichte verknüpft. Jetzt erzählt sie nicht nur einen Tathergang und seine Folgen, sondern afrodeutsche Lebensgeschichte und Lebenswirklichkeit bis in die Zeit des Nationalsozialismus, sie wirft einen Blick auf identitätspolitische Empfindlichkeiten der Gegenwart, auf menschliche Selbstgerechtigkeit und in menschliche Abgründe.
Sharon Dodua Otoo lebt seit 20 Jahren in Berlin. Sie ist leidenschaftlicher Fan der deutschen Sprache und schätzt zugleich die Freiheit, zwischen den Sprachen wechseln zu können. Bewusst bewegt sie sich zwischen Sprachen und kulturellen Räumen und verhandelt Fragen von Identität, Rassismus und Empowerment. Ihre Poetikvorlesungen, Sprachkolumnen und ihr neuer Roman loten die Möglichkeiten anschaulich und mitreissend aus.
Zuletzt erschien ihr Roman Adas Raum.
Gespräch: Tuğba Ayaz
Eintritt Fr. 20.- / erm. Fr. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis.
Vorverkauf über Eventfrog.ch.
Abendkasse ab 19 Uhr. Für unsere Planung danken wir für Ihre Anmeldung über reservierung@wyborada.ch
Foto: ©Francis Oghuma
Karin Michaëlis‘ Skandalbuch von 1910 ist vor kurzem in neuer Übersetzung erschienen – die Wiederentdeckung eines Klassikers der feministischen Literatur: Mit Anfang Vierzig bricht Elsie aus ihrer Ehe aus, lässt sich scheiden und zieht in ihre weisse Villa am Meer, um die Wechseljahre in Ruhe zu überstehen. Dort wird ihr bewusst, dass sie in Wahrheit vor ihrer Leidenschaft für einen jüngeren Mann geflohen ist…
weiter ...Karin Michaëlis war Anfang des 20. Jahrhunderts die bekannteste und erfolgreichste dänische Autorin. Mit einer Million verkaufter Exemplare war »Das gefährliche Alter« bei Erscheinen 1910 ein Bestseller.
Im Rahmen der dem Vereinsjubiläum «40 Jahre Wyborada» gewidmeten Veranstaltungen des Literaturhauses stellt uns die Radioautorin, Filmemacherin und Literaturkritikerin Manuela Reichart Buch und Autorin vor.
In der Reihe »Die Überlesenen« kann man übrigens einen Beitrag von ihr auf radio3 vom rbb über diesen Link nachhören.

Karin Michaëlis (1872–1950) begann zunächst ein Klavierstudium in Kopenhagen, wo ihr Kompositionslehrer ihr literarisches Talent erkannte und sie zum Schreiben ermunterte. Sie publizierte bald Texte in Zeitschriften. Ihren literarischen Durchbruch erlebte sie 1902 mit gleich zwei Romanen: »Barnet« (Das Kind) und »Lillemor« (Das Schicksal der Ulla Fangel). International bekannt machte sie 1910 der Roman »Das gefährliche Alter«, der in etliche Sprachen übersetzt und dreimal verfilmt wurde. Nach der »Machtergreifung« der Nationalsozialisten in Deutschland nahm Michaëlis Emigranten auf, darunter auch Helene Weigel und Bertolt Brecht. 1940 emigrierte sie nach Amerika, kehrte 1946 nach Dänemark zurück und starb 1950 verarmt und vergessen in Kopenhagen.

Eintritt Fr. 20.- / erm. Fr. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St.Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis.
Abendkasse ab 19 Uhr. Für unsere Planung danken wir für Ihre Anmeldung über reservierung@wyborada.ch
Foto Manuela Reichart ©Ruth Walz
In ihrem neuen Buch folgt Judith Hermann den Spuren ihres Grossvaters, der während des Zweiten Weltkriegs für die SS im polnischen Radom stationiert war.
weiter ...Die Erinnerungen sind spärlich, zu seinen Lebzeiten war das Thema in der Familie tabu. Erst nach seinem Tod beginnt Judith Hermann mit ihren Recherchen dazu, welche Rolle er tatsächlich in der Nazizeit ausgeübt hat. Sie reist durch Polen, um Stationen dieser lange verleugneten Geschichte aufzusuchen. Welche Auswirkung hat das wenige Wissen und das Nicht-Darüber-Sprechen in der Familie, und wie kann darüber geschrieben werden?
Kurz darauf reist Hermann zu ihrer Schwester, nach Neapel ins italienische Frühlingslicht. In vielen Gesprächen geht sie dem Erinnern und Vergessen der folgenden Generationen nach. Ebenso magisch wie magnetisch erzählt sie davon, wie fragil wir uns in unseren Leben einrichten und welche Brüche und Beschädigungen so ein Leben mit sich bringt. Und sie zeigt, welche Schönheit sich darin verbergen kann.
Judith Hermann (*1970) wurde für ihr Werk mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der dänische Blixen-Preis für Kurzgeschichten, der Kleist-Preis, der Friedrich-Hölderlin-Preis, der Wilhelm Raabe-Literaturpreis und der Bremer Literaturpreis.
Moderation: Luzia Stettler
Eintritt Fr. 20.- / erm. Fr. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada, Kunstverein St.Gallen); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis.
Vorverkauf über Eventfrog.ch.
RESTKARTEN evtl. an der Abendkasse ab 19 Uhr.
Begreznte Platzzahl – wir empfehlen der Vorverkauf oder eine verbindliche Reservierung über reservierung@wyborada.ch
Foto ©Andreas Reiberg
In seinem neuen Buch zeigt Daniel Schreiber einen radikalen Weg auf: Die Rückbesinnung auf eine Idee der Liebe als politische Kraft. Anhand politischer, philosophischer und sozialhistorischer Beispiele zeigt er, dass diese Vorstellung die grössten politischen Revolutionen angestossen hat. Ein Buch über Widerstand und Trost – und das Wiederfinden einer eigenen politischen Stimme.
weiter ...Ohnmacht ist zum politischen Grundgefühl unserer Zeit geworden. Eine Rhetorik des Hasses und der Menschenverachtung hat den politischen Diskurs gekapert. Unser Zusammenleben ist wieder von mehr Gewalt geprägt. Kein Wunder, dass sich immer mehr Menschen vom Glauben an politisches Handeln verabschieden und ins Private zurückziehen. Dabei wissen wir genau, dass es gerade jetzt auf aktiven Widerstand ankommt, auf gemeinschaftliches Handeln. Doch wie kann es gelingen, zu einer politischen Haltung zu finden, die dem sich ausbreitenden Klima des Hasses etwas entgegenzusetzen vermag?
Gespräch: Anya Schutzbach
Daniel Schreiber (*1977) ist Schriftsteller. Mit seinen Texten hat er eine neue Form des literarischen Essays geprägt. Seine Bücher wurden vom Feuilleton begeistert aufgenommen und standen teils monatelang auf der SPIEGEL-Bestseller und Sachbuch-Bestenliste.
Eine Veranstaltung des Literaturhauses St. Gallen in Zusammenarbeit mit der Stiftsbibliothek St. Gallen.
EINTRITT Fr. 30.- / erm. 20.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada)
TICKETS über diesen Link bis 30. Juni zum Ticketshop der Stiftsbibliothek
ABENDKASSE am 1. Juli ab 17 Uhr im Museumsshop der Stiftsbibliothek.
Foto: ©Paulina Hildesheim
Das nächste Programm des Literaturhauses startet nach den Osterferien mit einer der profiliertesten Stimmen der neueren deutschen Literatur – und spannt in Folge den Bogen von einem weiteren Ostschweizer Literaturgespräch, einer neuen Ausgabe der Reihe LooT über das Jubiläumsfest zu «40 Jahre Verein Wyborada», der Buchvernissage einer bemerkenswerten Künstlerin und der Wiederentdeckung eines Bestsellers der 1920er Jahre bis zur grossen «Dernière» der Saison am 1. Juli in der Stiftsbibliothek.
weiter ...Was links und rechts davon geboten wird und wer genau alles zu Gast sein wird, das steht in unserem neuen Programmflyer, der auch in gedruckter Form in der Bibliothek Wyborada aufliegt – und unseren Mitgliedern postalisch zugestellt wird.
(Wenn Sie auch Mitglied werden möchten: Mehr hier!)


Aus dem Pilotprojekt «Literaturhaus Schreibkurs» ist eine «Offene Literaturhaus Schreibgruppe» entstanden: Seit Oktober 2025 trifft man sich ein Mal monatlich, um unter der Leitung von Ariane Novel neue Texte zu schreiben oder auch die mitgebrachten zu diskutieren. Die regelmässigen Treffen werden in 2026 fortgesetzt. Bei Interesse wenden Sie sich gern an Anya Schutzbach, literaturhaus@wyborada.ch.
weiter ...Wann muss eine Passage gestrichen werden? Was hilft bei einer Schreibblockade? Wie gehe ich mit Selbstzweifeln um? Wie finde ich meinen ganz persönlichen Stil? – Mit diesen grundlegenden Fragen setzen sich fast alle Schreibenden irgendwann auseinander. Schreiben ist per se eine einsame Tätigkeit und so kommt man schnell ins Hadern, doch das muss nicht immer so sein.
Seit Oktober 2025 trifft sich die Schreibgruppe einmal im Monat. Dieser regelmässige Austausch soll nicht nur helfen, am Ball zu bleiben und die Zeit zum Schreiben zu nutzen, sondern bietet auch Raum, eigene Texte vorzulesen und konstruktives Feedback zu erhalten. Diese Gruppe ist offen für alle, die an ihren Texten arbeiten möchten – unabhängig von Vorkenntnissen.
Geleitet wird die Schreibgruppe von der Lektorin Ariane Novel. Über zehn Jahre hat sie in grossen Verlagen Autor/innen auf dem Weg zur Veröffentlichung begleitet. In der Schreibgruppe teilt sie ihr Wissen, gibt Impulse für neue Schreibübungen und unterstützt die Teilnehmenden bei der Entstehung ihrer Texte.
Anmeldung und Kursgebühr
Die Teilnehmerzahl pro Termin ist auf 10 Personen begrenzt, um einen intensiven und konzentrierten Austausch zu gewährleisten.
Kursgebühr 10 Einheiten (18 Monate gültig), Fr. 350.- / erm. Fr. 300.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen / Bibliothek Wyborada).
Anmeldung und Auskünfte literaturhaus@wyborada.ch
Termine (jeweils 18-20 Uhr)
Montag, 1. Juni 2026
Montag, 29. Juni 2026
SOMMERPAUSE
Montag, 24. August 2026
Montag, 7. September 2026
(Die Terminübersicht wird fortlaufend aktualisiert und ergänzt.)
Für den Herbst ist ein Wochenend-Workshop im Appenzellerland in Planung:
Samstag/Sonntag, Kursstunden 10 – 13 Uhr / 1 Stunde Mittagspause / 14 – 17 Uhr. Max. 6 Teilnehmende. Nähere Infos zu Terminen und Konditionen folgen.
Foto: ©Regentaucher Fotografie
Der Literaturhaus Lesekreis /1, «Klassiker der Weltliteratur», widmet sich anlässlich des 250. Geburtstags der berühmten britischen Autorin einem ihrer grossen Romane: «Stolz und Vorurteil». Zwischen Februar und Mai trifft man sich an insgesamt fünf Abenden, um gemeinsam ein Buch zu «erobern», an das man sich allein nicht so recht gewagt hätte – oder das man vielleicht einfach einmal wiederlesen möchte. Info und Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch, Start: 3. Februar.
weiter ...Seit 250 Jahren verzaubert Jane Austen ihre Leserinnen und Leser. Ihre Romane gehören längst zum literarischen Kanon. Mit Ironie, feiner Satire und intensiven Charakterzeichnungen gibt sie ein Bild der Gesellschaft, das bis heute fasziniert. Ihre Geschichten zählen zu den erfolgreichsten Liebesromanen der Weltliteratur – doch sie erzählen auch von Selbstbestimmung, Mut und der Suche nach dem eigenen Platz in der Welt.
Jane Austens beliebtester Roman «Stolz und Vorurteil» ist eine romantische Geschichte über gesellschaftliche Erwartungen, unausgesprochene Wünsche, Missverständnisse – und natürlich die Liebe. Mit feinem Humor und Scharfblick erzählt Austen von zwei Menschen, die sich zunächst nicht ausstehen können und ihre wahren Gefühle hinter Stolz und Vorurteilen verbergen.
Termine jeweils Dienstag, 18.30 – 20 Uhr (Änderungen vorbehalten)
- 3. Februar
- 24. Februar
- 31. März > verschoben auf 5. Mai
- 21. April
- 26. Mai
Eine Teilnahme an allen Terminen ist nicht zwingend.
Anmeldung Der Kurs findet statt ab einer Teilnahme von 8 Personen. Um einen intensiven Austausch zu gewährleisten, ist die Anzahl auf max. 10 Personen beschränkt. Anfragen und Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Teilnahmegebühr (5 Termine à 1.5 Std.) Fr. 150.-, zahlbar nach Anmeldung (Überweisung via Einzahlungsschein oder TWINT), vor Ort am ersten Teilnahmetermin oder in der Bibliothek Wyborada zu den Öffnungszeiten.
Das Buch Wir lesen die Jubiläumsausgabe aus dem Reclam Verlag, in der Übersetzung von Christian Grawe. Es gibt darüber hinaus viele weitere Ausgaben, auch unterschiedlicher Übersetzerinnen und Übersetzer – zur besseren Abstimmung über die Seitenzahlen empfiehlt sich jedoch, dass allen Teilnehmenden die gleiche Ausgabe vorliegt.
Das Literaturhaus organisiert eine Sammelbestellung des Buchs durch die Buchhandlung «Zur Rose», St. Gallen. Bei Interesse bitte ein kurzes Mail bis Montag, 26. Januar, 12 Uhr an literaturhaus@wyborada.ch.
Der LL /2, geleitet von Gallus Frei-Tomic, befasst sich ab Februar wie üblich an fünf Abenden mit zwei Titeln der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur: Zunächst mit dem jüngsten Roman von Jürg Beeler, gefolgt von jenem der österreichischen Schriftstellerin Eva Schmidt. An je einem Abend werden die Autorin / der Autor persönlich zu Gast sein und mit den Teilnehmenden über ihr Buch diskutieren. Info und Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch, Start: 3. Februar.
weiter ...Anmeldung Um einen intensiven Austausch zu gewährleisten, ist die Anzahl der Teilnehmenden beschränkt (min. 10 / max. 12 Personen). Anfragen und Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Teilnahmegebühr (5 Termine à 1.5 Std.) Fr. 200.-, inkl. Minimalhonorar und Spesen für die AutorInnen; zahlbar nach Anmeldung (Überweisung via Einzahlungsschein oder TWINT), vor Ort am ersten Teilnahmetermin oder in der Bibliothek Wyborada zu den Öffnungszeiten.
Termine jeweils Dienstags, 19 Uhr im Studio der Bibliothek Wyborada. Ausnahmen: Die Veranstaltungen in Anwesenheit der Autorin, des Autors.
- 3. Februar
- 10. März (mit Jürg Beeler, im Bürgerratssaal des Stadthauses)
- 28. April
- 26. Mai
- 30. Juni (mit Eva Schmidt, im Bürgerratssaal des Stadthauses)
Zu den Büchern, dem Autor und der Autorin
„Der blinde König und sein Narr“ von Jürg Beeler, Dörlemann
Drei Jahre lebte der Erzähler in der Norddeutschen Tiefebene, einer der seltsamsten Gegenden der Welt. Nun will er wieder zurück in den Süden, ans Meer. Kurz vor der Abreise verliebt er sich in eine Frau, die mit einem Papagei lebt. Fliegen kann er nicht, denn er ist auf einem Auge blind, dafür laut für zwei. Der Erzähler schreibt seit Jahrzehnten über Orte der Stille, jetzt soll ausgerechnet er mit einem solchen Krachmacher konkurrieren. Ein Albtraum. Er denkt sich Wege aus, den Schreihals aus dem Weg zu räumen, und ahnt nicht, dass dieser ihn längst durchschaut hat und seine eigenen Massnahmen ergreift. -Ein Roman darüber, wie ein Papagei das Leben eines Schriftstellers auf den Kopf stellt und sein Verhältnis zu den Menschen grundlegend verändert. Und ganz nebenbei und federleicht erzählt er eine Geschichte von Eifersucht, der Liebe zu Büchern, zu Cafés und zur Musik.
Jürg Beeler, geboren 1957 in Zürich, studierte Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft in Genf, Tübingen und Zürich. Lebt in Südfrankreich und Zürich. Für seine literarische Tätigkeit wurde er verschiedentlich ausgezeichnet, u.a. mit dem Schweizerischen Schillerpreis.
„Neben Fremden“ von Eva Schmidt, Jung und Jung
Rosa war Krankenpflegerin, seit sie in Pension ist, hat sie nur mehr wenig mit Menschen zu tun. Die einzige Freundin ist eine ehemalige Kollegin, die Nachbarn halten sie auf Distanz, dabei möchte sie nur helfen. Das Verhältnis zur Mutter war nie gut, es wird nicht besser, seit diese auf Hilfe angewiesen ist und die Tochter mehr und mehr zu vereinnahmen versucht. Und auch einen Mann gibt es, aber der ist verheiratet. Als er überraschend stirbt, bleibt Rosa nur der Campingbus, den er ihr einmal geschenkt hat. Doch was soll sie damit? Ist er eine Chance auf ein anderes Leben, vielleicht die letzte?
Als sie den Aufbruch wagt, erreicht sie ein Brief von ihrem Sohn, der vor Jahren den Kontakt zu ihr abgebrochen hat. Er wollte nichts mehr mit ihr zu tun haben – nun weiß sie immerhin, wo er lebt.
Eva Schmidt debütierte 1985 mit Erzählungen „Ein Vergleich mit dem Leben“, der erste Roman folgte erst zwölf Jahre später. Nach einer Unterbrechung von fast zwanzig Jahren erschienen weitere Romane und Erzählungen, von der Kritik gefeiert.
Foto Gallus Frei-Tomic: © Yves Noir
Dank eines im Treppenhaus installierten Medienrückgabekastens können die Bücher auch ausserhalb der Öffnungszeiten der Bibliothek zurückgebracht werden.
weiter ...Der Medienrückgabekasten steht im Treppenhaus des Lagerhauses.
Der Eingang an der Davidstrasse 42 (Restaurant Lagerhaus) ist jeweils offen:
Dienstag – Freitag 11.30 – 23.00
Samstag 13.00 – 23.00
Sonntag & Montag Ruhetag
Wir sind jeweils am Mittwoch und Donnerstag ab 10:00 Uhr durchgehend bis am Abend um 19:00 Uhr für Sie da.
weiter ...Im Frühling 2023 haben wir bei unseren Nutzer:innen eine Umfrage zu den Öffnungszeiten durchgeführt. Eine klare Mehrheit favorisierte Öffnungszeiten über Mittag und am Abend. In der Folge haben wir die bestehenden Stunden neu verteilt – et voilà!
Die 1986 als Frauenbibliothek gegründete Bibliothek Wyborada beherbergt neben Sachbüchern, Zeitschriften, Biografien, feministischen Krimis und Musik auch Belletristik und Lyrik.
weiter ...An die 4000 Bücher mit Geschichten und Gedichten aus Frauenhand stehen für Sie bereit. St.Galler Autorinnen sind dabei genauso vertreten wie andere wichtige Stimmen aus der ganzen Welt.

Eine Übersicht der bisherigen Veranstaltungen von Literaturhaus & Bibliothek Wyborada ab November 2019.
weiter ...