Programm

Fr 7.6.2024 — 19 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost, Eingang St. Leonhard-Strasse 40, 3. Etage — 9000 St. Gallen
Erzählperformance mit Meike Rötzer: «Der Zauberberg» von Thomas Mann

Worum geht es im „Zauberberg“? Vielen Menschen würden dazu Stichworte einfallen, die mit Liegekur und Zeitempfinden, aber auch mit Philosophie zu tun haben. In diesem Jahr feiert das Buch seinen 100. Geburtstag.

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Die Schauspielerin und Autorin Meike Rötzer vollbringt das Kunststück, den Roman von Thomas Mann so zu erzählen, dass sie nicht nur dessen inhaltlich wichtigsten Punkte und Figuren unterbringt, sondern auch die passende Atmosphäre schafft. Sie reduziert den Text auf das Wesentliche, erzählt voller Spannung und verschafft dem Roman, der oft als ungelesener Backstein im Regal verstaubt, die ihm gebührende Aufmerksamkeit.

Sehen Sie hier einen kleinen Ausschnitt mit Interview aus der Erzählperformance von Meike Rötzer in der Hansestadt Lübeck.

Meike Rötzer wurde 1971 in Westfalen geboren. Ein Schuljahr in den USA. Abitur Internat Birklehof. Schauspielausbildung Otto-Falckenberg-Schule, München. Festengagements Badisches Staatstheater Karlsruhe, Städtische Bühnen Kiel. Freie Produktionen Berlin Sophiensæle, Theaterdiscounter, Festengagement TV-Serie, weitere Rollen folgten. 2008-2022 Lektorin für Belletristik Verlag Matthes & Seitz Berlin. Geburt der beiden Kinder. Lesungen, Sprecherin/Autorin für Radiofeatures & Hörbücher. Seit 2021 Produktion Podcast Naturerkunden. Aikido 4. Dan. 2022 Gründung des Erzählbuchverlags. 2023 nominiert für Deutschen Hörbuchpreis Kategorie beste Interpretin.

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Verein Wyborada, Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada // Studierende), Kultur-Legi Fr. 5.-, A*dS gratis, Geflüchtete gratis.

TICKETS im Vorverkauf über eventfrog.ch oder das Literaturhaus St. Gallen. Senden Sie uns Ihren Reservierungswunsch einfach per Mail an literaturhaus@wyborada.ch

ABENDKASSE ab 18.30 Uhr. Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir ebenfalls um Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch

Dauer der Veranstaltung: ca. 2 Stunden, mit kleinem Pausen-Apéro.

Einsendeschluss ist der 15.6.2024
Ausschreibung: CHRYSALIDE

Die Binding Stiftung vergibt alle zwei Jahre den «Chrysalide – Binding Förderpreis für Literatur» für die deutschsprachige Schweiz (vormals Studer/Ganz-Preis). 

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2024 schreibt die Sophie und Karl Binding Stiftung erstmals in der Deutschschweiz den Binding Preis Chrysalide für das beste unveröffentlichte Prosadebütmanuskript aus.

Mit dem Preis werden Autorinnen und Autoren gefördert, die noch keine eigene Buchpublikation vorweisen (ausgenommen Lyrik), auch nicht in digitaler Form oder auf eigene Kosten, und die das Schweizer Bürgerrecht besitzen oder ihren Wohnsitz in der Schweiz haben.

Der Wettbewerb wird anonym durchgeführt. Einsendeschluss: 15. Juni 2024. Alles Weitere hier.

Fr 14.6.2024 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost, Eingang St. Leonhard-Strasse 40, 3. Etage — 9000 St. Gallen
Deutscher Buchpreis 2023 – Tonio Schachinger: «Echtzeitalter»

Ein elitäres Wiener Internat, untergebracht in der ehemaligen Sommerresidenz der Habsburger, der Klassenlehrer ein antiquierter und despotischer Mann. Was lässt sich hier fürs Leben lernen? Till Kokorda kann weder mit dem Kanon noch mit dem snobistischen Umfeld viel anfangen. Seine Leidenschaft sind Computerspiele, konkret: das Echtzeit-Strategiespiel Age of Empires 2. Ohne dass jemand aus seiner Umgebung davon wüsste, ist er mit fünfzehn eine Online-Berühmtheit, der jüngste Top-10-Spieler der Welt. Nur: Wie real ist so ein Glück?

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Tonio Schachinger erzählt von einer Jugend zwischen Gaming und Klassikerlektüre, von Freiheitslust, die sich bewähren muss gegen flammende Traditionalisten – und von dem unkalkulierbaren Rest, der nicht nur die Abschlussklasse 2020 vor ungesehene Herausforderungen stellt. Dabei sind die Wendungen so überraschend, sein Humor so uneitel und nahbar: Echtzeitalter ist Beispiel und Beweis für die zeitlose Kraft einer guten Geschichte. Und ein großer Gesellschaftsroman.

Moderation: Luzia Stettler

«Ein Roman, der grundsätzlich den richtigen Ton trifft, zwischen spöttischer Distanz, Analyse und Einfühlung, sodass sich das herzerwärmende Tschick-Gefühl von Wolfgang Herrndorf einstellt.» ORF

«Schlicht bewundernswert … ein grossartiger Roman.» Adam Soboczynski, Zeit Literaturbeilage, 16. März 2023

Tonio Schachinger, geboren 1992 in New Delhi, studierte Germanistik an der Universität Wien und Sprachkunst an der Universität für Angewandte Kunst Wien. Nicht wie ihr, sein erster Roman, wurde mit dem Förderpreis des Bremer Literaturpreises ausgezeichnet und stand 2019 auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis, den er 2023 für seinen zweiten Roman, Echtzeitalter, erhielt. Tonio Schachinger lebt in Wien.

EINTRITT Fr. 25.- / erm. 20.- (Mitglieder Verein Wyborada, Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Fr. 15.- (Studierende, Kultur-Legi)

TICKETS im Vorverkauf über eventfrog.ch oder das Literaturhaus St. Gallen. Senden Sie uns Ihren Reservierungswunsch einfach per Mail an literaturhaus@wyborada.ch

ABENDKASSE ab 18.30 Uhr. Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch

 

 

15. – 22.6.2024 — Haus Max Burkhardt, Rebenstrasse 33, 9320 Arbon
Literaturtage Arbon «Literatur und Verbrechen»

Die Arboner Literaturtage finden 2024 zum 7. Mal in der Jugendstilvilla Haus Max Burkhardt statt. Entwickelt haben sich die Literaturtage Arbon aus einer lockeren Folge von Lesungen zu einer thematisch orientierten Literaturveranstaltung. Seit den Anfängen stehen dabei die Nähe zu Autorinnen und Autoren und die Begegnungen unter Schreibenden im Zentrum.

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PROGRAMMÜBERSICHT

Der Samstags-Auftakt: «Wine&Crime», 15. Juni, 19.00

Drei Kurzkrimis von Andrea Gerster, dargeboten von Michael Schraner.
mit Weindegustation und Brot

Der kreative Sonntag: «[…] in Arbon […]» 16. Juni 11.00 bis 15.00

Neue Texte: Cornelia Buder, Marie-Claire Baumann, Margot Burchert, Judith Egger, Ruth Erat, Andrea Gerster, Gabriele Clara Leist, Johanna Rossi, Laura Vogt, Jürg Rechsteiner, Karsten Redmann.

Musik: Ernst Waespe. Dazwischen: Suppe und Süsses und mehr.

Der szenisch-literarische Mittwoch: 19. Juni 19.00

Hans Rudolf Spühler präsentiert «Hunkeler in der Wildnis» von Hansjörg Schneider.

Danach: Ein Glas Rotwein und ein Stück Käse etc.

Der Donnerstag der Autorin, Lioba Happel, «Pommfritz aus der Hölle» 20. Juni 19.00

Schweizer Literaturpreis 2023.

Danach: Zeit und Wasser und Wein und mehr.

Literaturtage Arbon für Kinder

Familienlesung: Katja Alves, 15. Juni, 11.00 Stadtbibliothek Arbon

Interaktive Lesung: Mafalda mittendrin. Zwei Mäuse auf der Flucht.

Kinder-Workshop: Fingerprint-Comics, 22. Juni 11.00 bis 12.30
Freude schenken am Fischmarktplatz, Arbon

Workshop für Kinder ab 8 Jahren mit: Andrea Gerster, Ruth Erat, Autorin und Heidi Weh.

Anmeldungen an: ruth.erat@gmx.ch

Bewerbungsschluss ist der 30.6.2024
Ausschreibung: Ulrike Crespo Förderpreis

Der WORTMELDUNGEN Ulrike Crespo Förderpreis ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert. In einer ersten Auswahlrunde werden zehn Texte von einer fünfköpfigen Jury nominiert. Die Shortlist-Nominierung ist mit einer Dotierung von jeweils 500 € verbunden. In der zweiten und finalen Runde entscheidet sich die Jury für drei Preisträger:innentexte.

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„Es sind die nicht vollzogenen Abschiede, die unser Leben wie ein Gitternetz überlagern.“

Was erzählen Abschiede über Gegenwart und Vergangenheit? lautet die Fragestellung, die in diesem Jahr von Frank Witzel, Träger des WORTMELDUNGEN Ulrike Crespo Literaturpreises 2024, formuliert wurde.

Nachwuchsautor:innen sind aufgefordert, darauf literarisch und kritisch mit einem noch unveröffentlichten deutschsprachigen Kurztext (literarischer Essay, Rede, kurze Prosa, Erzählung) von 9.000 bis 20.000 Zeichen Länge zu antworten. Bewerben können sich Autor:innen, die noch keine eigenständige literarische Buchpublikation (betrifft auch E-Books) verfasst haben oder einen Vertrag mit einem Verlag oder einer Literaturagentur abgeschlossen haben.

Mehr Infos über diesen Link.

Di 18.6.2024 — 19 Uhr — Kunstmuseum St.Gallen — Museumstrasse 32
Rachel Lumsden: «Ritt auf der Wildsau – Manifest für die Malerei». Leseperformance & Gespräch

Die Malerin Rachel Lumsden liest zusammen mit der Schauspielerin Nicole Spiekermann aus ihrem Buch Ritt auf der Wildsau – Manifest für die Malerei. Auf Englisch und Deutsch. 

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Lumsdens Fusion aus Satire, Analyse und Gebrauchsanleitung für Malerinnen und Maler führt von den Eigenheiten der Kunstmächtigen über das schillernde Völkchen der Galeristinnen und Galeristen zu den nach wie vor geltenden Geschlechterrollen im Kunstbetrieb. Ihr grosses Anliegen aber bleibt immer der Akt des Malens selbst: Was geschieht eigentlich, wenn eine Pinselspitze – oder ein Wischmopp – die Leinwand berührt? Dieses Buch vereint alles, was Sie schon immer über die Malerei und den Kunstbetrieb wissen wollten, aber nie zu fragen wagten.

Im Anschluss an die Lese-Performance gibt’s ein Gespräch, moderiert von Kristin Schmidt.

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Verein Wyborada, Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada, Mitglieder Kunstverein, Studierende), Kultur-Legi Fr. 5.-, A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS im Vorverkauf über das Literaturhaus St. Gallen. Senden Sie uns Ihren Reservierungswunsch einfach per Mail an literaturhaus@wyborada.ch

ABENDKASSE ab 18.30 Uhr. Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch

 

«Rasend spannende Reflexion einer Praktikerin, unglaublich sprachmächtig, kämpferisch, witzig. Leseempfehlung!»

— Radio SRF2, Kultur

 

28. - 30.6.2024 — An Bord der MS MARS und im BLAUEN HAUS in Arbon, Schweiz
Bodensee-Sommerkurs: Literarisches Schreiben und Textgestaltung

Das blaue Haus in Arbon am Bodensee (Haus Max Burkhardt) ist das Gesamtkunstwerk eines Dekorationsmalers und Fotografen – ein Ort des Sehens und Gestaltens. Hier vermittelt Ruth Erat als Autorin und Kunstschaffende literarisches Schreiben und Textgestaltung mit dem Typographen Lukas Erat.

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Zum Auftakt geht‘s auf den See, dann ins blaue Haus. in den drei Tagen wird intensiv geschrieben, zugehört, diskutiert, geht es um die Qualitäten der eigenen Arbeiten und um Wege, Neues zu wagen und Unerwartetes zu schaffen – Formen zu finden, dies miteinander und je einzeln, mit dem Laptop oder nur mit Papier und Stift.

Am Ende wird auch eine mögliche typografische Form gesucht. Dafür vermittelt Lukas Erat Grundlagen und hilft bei der Gestaltung des eigenen Textes.

So sollen, wozu das Haus gleichsam auffordert, ihre jeweils passende Gestalt erhalten: Sätze und Satzfolgen, die sich über die Ränder der eigenen Arbeit hinaus zu einer neuen Einheit fügen und diese auch wieder aufbrechen…

Kursgebühr pro Person:
733 Euro / 700 CHF

inklusive Apéro, Kaffee, Mittagessen am See

Die Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist sinnvoll begrenzt. Es zählt das Eingangsdatum Ihrer Buchung.

Anmeldungen über die Website: www.schreibkomplizen.net

Mi 3.7.2024 — 19 Uhr — Stadthaus St. Gallen, Festsaal — Gallusstrasse 14
Ostschweizer Literaturgespräch #15: Lisbeth Herger & Willi Keller

Die von Eva Bachmann ins Leben gerufene und heute von Ruth Erat kuratierte Reihe geht in ihre 15. Runde. Zu Gast sind diesmal die Autorin, Kulturjournalistin und Schreibcoach Lisbeth Herger und der bildende Künstler Willi Keller.

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Bilder, Fakten, Schilderung von Leben, das ausgegrenzt und weggesperrt wurde und wird: Was Lisbeth Herger mit «moralisch defekt» über den Umgang mit Pauline Schwarz (1918–1982) recherchiert hat, macht Willi Keller in seinen Schwarz-Weiss-Fotografien aus der Psychiatrie der frühen Siebzigerjahre des letzten Jahrhunderts sichtbar.

Herger veröffentlichte 2020 ihr akribisch recherchiertes Buch über das tragische Schicksal der in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsenen Pauline Schwarz. In einem Gutachten der Zürcher Klinik Burghölzli von 1942 wurde Pauline Schwarz als «moralisch defekt» bezeichnet. Herger sichtete die ausgezeichnete Quellenlage in Form von psychiatrischen Gutachten, Gerichtsurteilen, Vormundschaftsakten und Scheidungspapieren.

Keller stiess 2014 in seinem privaten Archiv auf Fotos, die er um 1970 herum als Pfleger in der psychiatrischen Klinik Burghölzli gemacht hatte. Sein Fund erwies sich als Glücksfall, gibt es doch nur wenige fotografische Dokumentationen des Alltags in psychiatrischen Anstalten. Im 2017 erschienenen Band «Eingeschlossen» der über 80 Abbildungen enthält, dokumentiert er gemeinsam mit Sabine Jenzer und Thomas Meier den Alltag und Aufbruch in der psychiatrischen Klinik Burghölzli zur Zeit der Brandkatastrophe von 1971.

Beider Bücher verweisen nicht nur auf Vergangenes. Im Mittelpunkt des Gesprächs über die Arbeit des Künstlers und die der Journalistin stehen natürlich Fragen nach Entstehung, Darstellung und Intention, doch zwangsläufig auch jene nach unserem Umgang mit Menschen, die überfordern.

Moderation: Ruth Erat
Eintritt: Fr. 20.- / erm. Fr. 15.- (Mitglieder Wyborada)
Anmeldung: nicht erforderlich, aber hilfreich über literaturhaus@wyborada.ch

Im Anschluss kleiner Apéro (Kollekte).

 

Fotos Lisbeth Herger und Willi Keller: privat

So 7.7.2024 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost, Eingang St. Leonhard-Strasse 40, 3. Etage — 9000 St. Gallen
Terézia Mora: «Muna». Lesung & Gespräch

Brillant beschreibt die Georg-Büchner-Preisträgerin in ihrem aktuellen Roman «Muna» das Leben einer Frau in emotionaler Abhängigkeit; ein Roman über Obsession und Hoffnung, Liebe und Schmerz. Das Buch war nominiert für den Deutschen Buchpreis 2023.

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Muna liebt Magnus. Ob und wen Magnus liebt, ist schwer zu sagen. Was geschieht mit einem Leben, das man in Abhängigkeit von einem anderen führt? Muna steht vor dem Abitur, als sie Magnus kennenlernt, Französischlehrer und Fotograf. Mit ihm verbringt sie eine Nacht. Mit dem Mauerfall verschwindet er. Erst sieben Jahre später begegnen sich die beiden wieder und werden ein Paar. Muna glaubt, in der Beziehung zu Magnus ihr Zuhause gefunden zu haben. Doch schon auf der ersten gemeinsamen Reise treten Risse in der Beziehung auf. Im Laufe der Jahre nehmen Kälte, Unberechenbarkeit und Gewalt immer nur zu. Doch Muna ist nicht gewillt aufzugeben.

»Wer diesen Roman liest, wird ihn nicht mehr los, wird sie nicht mehr los: die Ich-Erzählerin Muna.« Natascha Freundel / rbb Kultur (05. September 2023)

Terézia Mora wurde 1971 in Sopron, Ungarn, geboren und lebt seit 1990 in Berlin. Für ihren Roman »Das Ungeheuer« erhielt sie 2013 den Deutschen Buchpreis. Ihr literarisches Debüt, der Erzählungsband »Seltsame Materie«, wurde mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. Für ihr Gesamtwerk wurde ihr 2018 der Georg-Büchner-Preis zugesprochen. Terézia Mora zählt außerdem zu den renommiertesten Übersetzer*innen aus dem Ungarischen.

EINTRITT Fr. 25.- / erm. 20.- (Mitglieder Verein Wyborada, Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Fr. 15.- (Studierende, Kultur-Legi)

TICKETS im Vorverkauf über das Literaturhaus St. Gallen. Senden Sie uns Ihren Reservierungswunsch einfach per Mail an literaturhaus@wyborada.ch

ABENDKASSE ab 18.30 Uhr. Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir ebenfalls um Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch

Copyright Foto Autorin: Keystone/DPA/Frank Rumpenhorst

Januar bis Juni — Literaturhaus-Lesekreis/1 — Bürgerratssaal im Stadthaus, Gallusstrasse 14
Dante, «Die Göttliche Komödie» & Sibylle Lewitscharoff, «Das Pfingstwunder»

Der Lesekreis/1 des Literaturhauses St. Gallen widmet sich unter der Leitung von Anya Schutzbach wie «immer» (es gibt Ausnahmen…) einem Klassiker der Weltliteratur. In diesem Halbjahr hat man sich die grösste Komödie der Weltliteratur vorgenommen, die «Divina Commedia» von Dante Alighieri. Diese als Sprungbrett in die Gegenwart nehmend, beschäftigt sich der Kreis ab März mit Sibylle Lewitscharoffs Roman «Das Pfingstwunder», der ohne Dante nicht zu haben ist…

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Der Lesekreis trifft sich ein Mal pro Monat. Die Termine im aktuellen Halbjahr sind:

Dienstag, 30. Januar

Dienstag, 13. Februar

Dienstag, 26. März

Dienstag, 23. April

Dienstag, 28. Mai

Dienstag, 11. Juni

Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 10 Personen beschränkt, um einen konzentrierten und intensiven Austausch zu ermöglichen.

Der aktuelle Lesekreis ist ausgebucht. Anmeldungen und Informationen für die Lesekreis-Angebote ab September 2024 über literaturhaus@wyborada.ch.

HINWEIS

Seit März 2024 bietet das Literaturhaus St. Gallen einen zweiten Lesekreis an: Unter der Leitung von Gallus Frei-Tomic (literaturblatt.ch) werden jeweils aktuelle Bücher der Gegenwartsliteratur gelesen, z.T. auch mehrere Bücher pro Saison.

Informationen auch hierzu über literaturhaus@wyborada.ch oder über diesen Link.

März bis Juli — Literaturhaus-Lesekreis/2 — Bibliothek Wyborada, Studio —Davidstrasse 42
Karl Rühmann, «Glasmurmeln, ziegelrot» & Mireille Zindel, «Fest»

Unter der Leitung von Gallus Frei-Tomic werden von Anfang März bis Juli zwei aktuelle Titel der Gegenwartsliteratur gelesen.

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Die Treffen finden ein Mal pro Monat im Studio der Bibliothek Wyborada statt.

Der aktuelle Lesekreis ist ausgebucht. Falls Sie Interesse an einem der kommenden Angebote haben, melden Sie sich gern per Mail an literaturhaus@wyborada.ch.

Zu den Büchern:

«Glasmurmeln, ziegelrot»: Das Kind wächst während des Kalten Krieges 
in einem osteuropäischen Land auf, wird als Fremdes von seinen Mitschülern gehänselt und von der Staatsmacht schikaniert. Es gibt vieles, was das Kind nicht verstehen kann 
und auch nicht verstehen soll. Um damit fertig zu werden, zieht es sich in seine Sprache zurück, die nur es selbst und die Mutter einschliesst. Es verwandelt alles in Geschichten und schafft so aus Bedrohlichem Interessantes, aus Ungewissem Vertrautes.

Karl Rühmann gelingt es in diesem Episodenroman, prägnante Sprachbilder für die Welt seiner Hauptfigur, «das Kind», zu formulieren. Zugleich zeichet er in feinen Szenen die Wirkungsmacht der Fantasie.

«Fest»: Noëlle befindet sich in einer psychiatrischen Klinik im Kanton Jura, in die ihr Gatte Bertram sie gefahren hat. Seit fünf Jahren ist sie einem Mann namens David verfallen, der sich seit Monaten nicht mehr bei ihr meldet. Noëlle, die nicht weiss, dass sie wahnkrank ist, wähnt sich im Ferienhaus von Bert­rams Mutter, wo sie sich von den letzten anstrengenden Jahren erholen will. Zwar erkennt sie, dass sie bei einem Psychiater in Behandlung ist, sieht jedoch weder den Klinikalltag noch die anderen Patienten um sich herum. Sie ist nicht gewillt, den Wahnsinn aufzugeben, denn das Spiel um Wirklichkeit und Einbildung hält eine ganz persönliche Form von Freiheit für sie bereit.

«Fest» ist der Roman einer schmerzhaften Liebe, die zu emotio­naler Abhängigkeit, Realitätsflucht und Identitätsverlust führt.

 

Sowohl Karl Rühmann als auch Mireille Zindel werden zu jeweils einem Termin des Lesekreises persönlich anwesend sein.

Das aktuelle Programm: April – Juli 2024

Mit den Farben der Jahreszeit startete das Literaturhaus im April in die neue Saison. Wenn Sie wissen möchten, wie es bis zu unserer Sommerpause weitergeht, klicken Sie auf «weiter»!

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Eröffnet wurde das Frühjahrsprogramm von der rumänisch-schweizerischen Autorin Dana Grigorcea am 4. April. Mit Sayaka Murata und dem Träger des Deutschen Buchpreises Tonio Schachinger folgen Stimmen aus Japan und Österreich, und neben der deutsch-ungarischen Schriftstellerin Terézia Mora wird auch die britische Künstlerin Rachel Lumsden bei uns zu Gast sein. Auf der Bühne des Theaters St. Gallen geht es weiter mit der schönen Reihe LooT und dem gefeierten Schauspieler und Bestsellerautor Joachim Meyerhoff, wir feiern 100 Jahre Zauberberg, indem wir ihn uns erzählen lassen (!), und natürlich fehlen auch die nächsten Folgen der Ostschweizer Literaturgespräche und Artist’s Choice nicht. Herzlich willkommen!

Bibliothek Wyborada und Frauenarchiv Ostschweiz
LeGENDERy Bookclub

Der Buchclub zu Sachbüchern aus Genderperspektive.
Im 2024 wird der Leseclub selbstorganisiert weitergeführt.

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Alles, was wir fühlen, denken und tun, ist durch unser Geschlecht bestimmt – denn unser Geschlecht ist massgeblich durch patriarchale gesellschaftliche Strukturen und Vorstellungen geprägt. Der LeGENDERy Bookclub nimmt dies zum Anlass, sich mit Themen wie Gender in der Ökonomie, der Medizin, am Arbeitsplatz oder Queer-Feminismus und Mental Load auseinanderzusetzen.

Gemeinsam werden Auszüge aus aktuellen Sachbüchern gelesen und diskutiert. Wir tauschen Erfahrungswelten aus und vernetzen uns.

Die Treffen sind offen für alle Geschlechter und für alle Menschen, die Freude am kollektiven Lesen und Denken haben.

Ort: Studio der Bibliothek Wyborada (Davidstrasse 42), St.Gallen.

In Ausnahmefällen findet das Treffen im Archiv für Frauen- Geschlechter- und Sozialgeschichte (Florastrasse 6) statt.

Termine: Jeweils am 2. Donnerstag des Monats um 19 Uhr.

Kosten: keine

Wer der Gruppe beitreten und sich aktiv engagieren möchte, kann sich gerne bei samira.bookclub@bluewin.ch melden.

Julia Gramlich (Psychologin), Judith Grosse (Leiterin Frauenarchiv) und Karin K. Bühler (Leiterin Bibliothek Wyborada) leiteten 2023 jeweils durch den Abend. Das Projekt wurde als Kooperation zwischen dem Archiv für Frauen-,  Geschlechter- und Sozialgeschichte Ostschweiz und der Bibliothek Wyborada initiiert.

Bibliothek Wyborada — Davidstrasse 42 — Treppenhaus im Lagerhaus
Medienrückgabe

Dank eines im Treppenhaus installierten Medienrückgabekastens können die Bücher können nun auch ausserhalb der Öffnungszeiten der Bibliothek zurückgebracht werden.

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Der Medienrückgabekasten steht im Treppenhaus des Lagerhauses.

Der Eingang an der Davidstrasse 42 (Restaurant Lagerhaus) ist jeweils offen:

Dienstag – Freitag 11.30 – 23.00

Samstag 13.00 – 23.00

Sonntag & Montag Ruhetag

seit August 2023 — Bibliothek Wyborada
Neue Öffnungszeiten

Wir sind neu jeweils am Mittwoch und Donnerstag ab 10:00 Uhr durchgehend bis am Abend um 19:00 Uhr für Sie da.

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Im Frühling dieses Jahres haben wir bei unseren Nutzer:innen eine Umfrage zu den Öffnungszeiten durchgeführt. Eine klare Mehrheit favorisierte Öffnungszeiten über Mittag und am Abend. In der Folge haben wir die bestehenden Stunden neu verteilt – et voilà!

Bibliothek Wyborada — IM FOKUS
Belletristik & Lyrik

Die 1986 als Frauenbibliothek gegründete Bibliothek Wyborada beherbergt neben Sachbüchern, Zeitschriften, Biografien, feministischen Krimis und Musik auch Belletristik und Lyrik.

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An die 4000 Bücher mit Geschichten und Gedichten aus Frauenhand stehen für Sie bereit. St.Galler Autorinnen sind dabei genauso vertreten wie andere wichtige Stimmen aus der ganzen Welt.

 

Eine Übersicht der bisherigen Veranstaltungen von Literaturhaus & Bibliothek Wyborada ab November 2019.

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Eine Übersicht der bisherigen Veranstaltungen von Literaturhaus & Bibliothek Wyborada ab November 2019.