Programm

Mi ab 2020 — 20.30 Uhr — Wyborada
Every Poem Begins as a Tree: The Meeting Places of Poetry & Ecology

JETZT ANMELDEN! Tipp: Weihnachtsgeschenk
English Reading Group mit der Schriftstellerin Jan Heller Levi.

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This class will grow and evolve as a tree does, and as poems do. The six-week conversation, led by award-winning poet Jan Heller Levi, is dedicated to exploring the ways in which poetry celebrates and contests nature. We’ll start with some of the seeds, taking a look at Hesiod’s Work and Days, at Native American ritual chants and poetry, at the Romantics poets’ passionate identification with the wild; at the political poet’s difficult self-interrogation.

«What kind of times are these, when
To talk about trees is almost a crime
Because it implies silence about so many horrors?»
– Bertolt Brecht

But what does this new term «eco-poetry» signify? Or is it an old term? American poets, for example, have been grappling with what is «part of nature/part of us» ever since their first encounters with what they called «the new world». We’ll be getting to know more about eco-poetry by reading and talking about some of it’s most interesting and varied flora of the last century. Readings may include works by Wallace Stevens, Lucille Clifton, Muriel Rukeyser, Sherman Alexie, Juliana Spahr, Anne Marie Macari, Gary Snyder, Wendell Berry, Natalie Diaz, Ross Gay, and others.

Kosten: 120 Franken für sechs Termine
ab 2020
Anmeldung erforderlich: info@wyborada.ch

Do im 2020 — 19.15 Uhr — Wyborada
Schreiben: gemeinsam statt einsam #1

JETZT ANMELDEN! Tipp: Weihnachtsgeschenk
Schreibgruppe mit Daniel Ammann, Autor und Dozent für Medienbildung.

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Sie schreiben literarische Texte und möchten sich gern mit anderen darüber austauschen? Die Schreibgruppe bietet Ihnen diese Möglichkeit. Sie treffen sich regelmässig im kleinen Kreis, bringen Ihre Texte mit und stellen sie zur Diskussion. Sie geben und erhalten Rückmeldungen dazu, wie ein Text «ankommt», welche Passagen die Lesenden hellhörig machen und wo sie sich allenfalls verlieren. Darüber hinaus sollen Fragen zu Erzähltechniken, Stilfragen, literarischer Qualität, Umgang mit Kritik u.a. vertieft werden.

Geleitet wird die Schreibgruppe von Daniel Ammann, Dozent für Medienbildung und Mitarbeiter des Schreibzentrums der Pädagogischen Hochschule Zürich, Leiter von Workshops für kreatives Schreiben, Journalist, Autor, Blogger, Verleger (www.magoria.ch).

Kosten: 240 Franken für 7 Termine; Anmeldung unter info@wyborada.ch
Termine am Donnerstag Abend im 2-Wochen-Rhythmus oder nach Vereinbarung in der Gruppe.
Anmeldung erforderlich: info@wyborada.ch

Sa 14.12.19 — 16 Uhr — Wyborada
Artist’s Choice #1: H. R. Fricker

Der Bestand der Bibliothek und Fonothek wird mit den Augen von Künstlerinnen und Künstlern aus der Ostschweiz durchforstet.

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Die Recherche vor Ort führt zu einer öffentlichen Präsentation. Mit welchen Augen schaut sich die/der Kunstschaffende den Bestand an? Welche Perlen werden gefischt?

So viel sei schon gesagt: Es werden Bücher zum Thema Frauenstimmrecht und Mythos im Zentrum stehen und der Trogener Künstler H.R. Fricker wird Ida Schläpfer vorstellen, die im Kampf um die Einführung des Frauenstimmrechts sehr prominent geworden ist und nicht an Aktualiät verloren hat.

Dazu gibt’s Glühwein und Brunsli

Mi 11.12.19 — 19 Uhr — Centro Culturale
Übersetzungswerkstatt #1: Tina Ginolfi –Elisabeth Heck

Croce e delizia della traduzione poetica – Freud und Leid der Lyrik-Übersetzerin: Die St.Galler Autorin Elisabeth Heck (1925-2017) war sparsam im Umgang mit Worten und konnte in ihrer Poesie gerade so das Unsagbare anrühren.

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Ihre Übersetzerin Liberata Ginolfi sagt dazu: „Tradurre in un’altra lingua dei testi così essenziali diventa un’avventura.“ Durante la serata conosceremo questo lavoro più da vicino. Im Gespräch wird Liberata Ginolfi an ausgewählten Beispielen Freud und Leid der Übersetzungsarbeit aufzeigen. Sie ermöglicht eine Begegnung mit der Poesie und der Prosa von Elisabeth Heck.

Veranstaltungsort: Centro Socio Culturale Italiano, Unterer Graben 1, St.Gallen

Die Veranstaltung ist zweisprachig italienisch / deutsch.

Sa 7.12.19 — 14 Uhr — Wyborada
Eveline Ketterer liest Weihnachtliches

Die Schauspielerin und Theaterproduzentin Eveline Ketterer liest Sami(n)chlaus von Dietmar Paul.

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Kollekte

Sa 30.11. — 19.30 Uhr — Raum für Literatur
Emmy Hennings: «Das Brandmal». Eine szenische Lesung mit Boglárka Horváth

Nach Erscheinen ihres zweiten Romans «Das Brandmal» im Jahr 1920 galt Emmy Hennings als eine der wichtigsten Schriftstellerinnen ihrer Generation.

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Nach Erscheinen ihres zweiten Romans «Das Brandmal» im Jahr 1920 galt Emmy Hennings als eine der wichtigsten Schriftstellerinnen ihrer Generation: «Was in meinen Papieren steht, nämlich daß ich Schauspielerin, Fabrikarbeiterin, Fotografin usw. bin, das besagt nicht viel. Auch ist es nicht wichtig, zu wissen woher ich gekommen bin. Was hat die geographisches Lage meiner Herkunft, mein Geburtsort, mit meiner Heimatlosigkeit zu tun?»

Eintritt: 10 CHF, ermässigt 5 CHF
Raum für Literatur. Hauptpost Eingang St.Leonhardstrasse 40, 3.Stock, 9000 St.Gallen

Mi 27.11. — 20 Uhr — Kult-Bau
Ostschweizer Literaturgespräche #1: Ruth Erat und Theres Roth-Hunkeler

Zum ersten Literaturgespräch treffen sich Ruth Erat und Theres Roth-Hunkeler. Wie lesen sie den Text? Was ist ihnen kostbar daran? Wie oder woraus ist er entstanden? Was bedeutet ihnen das Schreiben?

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Die Ostschweizer Literaturgespräche sind ein offener Dialog über literarisches Schreiben. Zwei Autor*innen lesen je eine Passage aus einem eigenen Text und kommen darüber ins Gespräch: Wie lesen sie den Text? Was ist ihnen kostbar daran? Wie oder woraus ist er entstanden? Was bedeutet ihnen das Schreiben? Zum ersten Literaturgespräch treffen sich Ruth Erat und Theres Roth-Hunkeler.

Eintritt frei, Bar und Kollekte
Kult-Bau. Konkordiastrasse 27, 9000 St.Gallen

Sa 23.11. — 19.30 Uhr — Raum für Literatur
Wiborada und Wyborada – notwendig radikal

Wer durch St. Mangen kommt, sieht vielleicht abseits des Hauptwegs die Tafel. Wiborada. Hier ummauert gelebt. Märtyrerin. Erste Heilige der römisch-katholischen Kirche. Sonnenlicht liegt auf dem kleinen Platz. Brunnenwasser plätschert vor sich hin. Auf der Bank sitzt ein einzelner Mensch. […]
Nett ist es hier, hübsch diese Figur, schmal wie eine Brunnensäule. Und so harmlos?

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Die Textcollage von Ruth Erat erzählt eine Gegen- und Parallelgeschichte zur Schutzheiligen der Bibliotheken und Bücherfreunde: Welche Fragen stellen sich mit Wiborada, mit der Inklusion, ihrer Rettung der Bücher, ihrem Tod? Und welche Verknüpfungen ergeben sich zur Bibliothek Wyborada, zu ihren Büchern und ihrer Geschichte?

Ruth Erat (Autorin, Kunstschaffende, Germanistin) führt ins 10. Jahrhundert, stellt fest, wie fremd uns diese Zeit ist, fragt nach der Gegenwart und dem radikalen Ernst, ohne den eine Wiborada undenkbar bleibt und den man dennoch bei Frauen nicht haben will, fragt nach der Inklusion «Wozu diese Grässlichkeit? Rund um den Körper die Mauer. Endgültig. Kein Schritt hinaus. Nie. Nie mehr. […] Ein Leben ohne schweifendes Vagabundieren, ohne hinauszutreten ins Licht der Sonne, in den Blätterschatten der Wälder, dem Wind entgegen, den Schiffen, die wegtragen.
Muss, wer eingemauert ist, nicht in der Enge ersticken, in der Reglosigkeit erstarren, im Ausweglosen verzweifeln?
Holt uns heraus, rufen die Gefangenen, lasst uns atmen, lasst uns den Himmel sehen, die Wolken, lasst uns hinaufsteigen auf die Hügel, die Welt sehen.»
Erzählt wird so mit Texten eine Gegen- und Parallelgeschichte. Was entsteht, sind die Fragen, die sich mit Wiborada stellen, mit der Inklusion, ihrer Rettung der Bücher, ihrem Tod. Und verknüpft wird dies mit den Büchern in der Bibliothek Wyborada und mit der Geschichte, die dazu führte.

Eintritt: 10 CHF, ermässigt 5 CHF
Raum für Literatur. Hauptpost Eingang St.Leonhardstrasse 40, 3.Stock, 9000 St.Gallen

Sa 16.11. — ab 13 Uhr — Wyborada
Auftaktfest

Jetzt geht’s los!
Zum Auftakt von Literaturhaus & Bibliothek Wyborada gibt es Lesungen, Gespräche und vieles mehr.

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ab 13.00 Uhr – Wyborada
Frauenbibliothek und Wybo-Bar

Bücher, Begegnungen, Kaffee & Kuchen,
Eintopf und Barbetrieb

16.00 Uhr
Treppengeschichten I – Gang

Literarische Kurzlesung von
Claudia Vamvas mit eigenen Texten
und Akkordeon

16.30 Uhr – Flon Atelier
Lese-Gesellschaft:
Die Daten, die ich rief

Diskussion zum Buch von Katharina Nocun mit
Christian Geiger, Chief Digital Officer Stadt St.Gallen
Franziska Ryser, designierte Nationalrätin und Big Data Analystin
Hilal Iscakar, Sozialarbeiterin und Psychologin Stadt St.Gallen, Kinder Jugend Familie
Michel Ketterle, Mitglied von Digitale Gesellschaft und FSFE (Free Software Foundation Europe)
Moderation: Karin K. Bühler

18.00 Uhr
Treppengeschichten II – Treppenhaus

Literarische Kurzlesung mit
Nathalie Hubler

18.30 Uhr – Kunst Halle St.Gallen
Debatte zu Häusern und Netzwerken

Gespräch mit
Isabelle Vonlanthen (Literaturhaus Zürich)
Roman Banzer (Literaturhaus Liechtenstein)
Moderation: Patricia Holder

20.00 Uhr
Treppengeschichten III – Treppenhaus

Literarische Kurzlesung mit
Nathalie Hubler

20.30 Uhr – Lagerhaus
Rat mal, wer zum Lesen kommt I

Menu Surprise mit Überraschungsgast*

21.30 Uhr – Architektur Forum
Rat mal, wer zum Lesen kommt II

Cloud-Literatur mit Jessica Jurassica

Kommt und feiert mit uns!

Orte:
Wyborada, Davidstrasse 42, 1. Stock
Flon Atelier, Davidstrasse 42, 4. Stock
Kunst Halle Sankt Gallen, Davidstrasse 40, Erdgeschoss
Architektur Forum, Davidstrasse 40, 2. Stock
Treppen & Gänge

Fr 8.11. — 19 Uhr — Raum für Literatur
Politische Krimis: Der Mörder ist niemals die Gärtnerin

Die Verlegerin Else Laudan betreut seit 1988 die Reihe «Ariadne Kriminalromane» im Argument Verlag, Hamburg. Im Vortrag und im Gespräch berichtet sie über ihre Arbeit und aktuelle Trends: Was macht einen feministischen, politisch engagierten Krimi aus? Was macht einen guten Krimi aus?

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In den 1980ern explodierte das Genre des Frauenkrimis und durchbrach die bisherigen Rollenmuster bei Agatha Christie und Dorothy L. Sayers. Im deutschsprachigen Raum wesentlich dazu beigetragen hat die 1988 gestartete Ariadne-Reihe im Argument-Verlag. Ihr Programm lautete: «eingängig und spannend Geschichten erzählen, die gesellschaftliche Widersprüche und Ungerechtigkeiten ausleuchten, Zweifel an kulturellen, moralischen, sozialen Selbstverständlichkeiten wecken, gängige Glücks-, Erfolgs- und Wohlstandsversprechen beargwöhnen und herrschende Ideologien, Dogmen und Normen kritisch hintertreiben.» Die Bewegung der Suche, der Aufdeckung entsprach einem genuin feministischen Anliegen. Die selbstkritisch auftretenden Polizistinnen und Detektivinnen sollten dabei den Leserinnen auch soziale und politische Handlungsanleitungen anbieten.

Else Laudan hat die Reihe seit ihren Anfängen geleitet. Sie hat hunderte von Krimis gelesen, lektoriert und betreut. Während zu Beginn Übersetzungen aus dem Englischen im Vordergrund standen, ging es bald um die Entwicklung einer eigenständigen feministischen Krimikultur in Deutschland. Anhand vieler Beispiele wird sie über ihre Arbeit berichten und aktuelle Trends vorstellen. Was macht einen feministischen, politisch engagierten Krimi aus? Was macht einen guten Krimi aus?

Eintritt: 10 CHF, ermässigt 5 CHF
Raum für Literatur, Hauptpost Eingang St.Leonhardstrasse 40, 3.Stock, 9000 St.Gallen