Programm
Nach dem grossartigen Roman »Eine Liebe, in Gedanken« und dem Essay »Wasserzeiten« stellt die Hamburger Schriftstellerin ihres jüngstes Buch »Halbinsel« vor – das man in die Gattung der «Klimaromane» einordnen könnte. Sie lotet darin die Frage nach der Verantwortung der Älteren für den Zustand der Welt ebenso aus wie den Wunsch der Jüngeren, das eigene Leben mit Sinn zu füllen.
weiter ...Eine Mutter, eine Tochter und ein Haus am Wattenmeer. Die Mutter ist Bibliothekarin in einem kleinen Ort an der Nordsee, die Tochter arbeitet im Umweltschutz. Als sie bei einem Vortrag zusammenbricht wird, zieht sie sich zu ihrer Mutter zurück. Je länger sich die Tochter dort, am Meer, aufhält, desto schwieriger wird das Verhältnis der beiden; immer stärker tritt ein Unverständnis zwischen den Generationen hervor.
«Ein kluger, gerade in seiner Zurückhaltung aktueller Roman, dessen Stil, der typische, reduzierte Bilkau-Sound, das Verborgene und Unausgesprochene geschickt zwischen Zeilen platziert.» Rainer Moritz, NZZ
Kristine Bilkau, 1974 geboren, wuchs in Norddeutschland auf. Sie studierte Geschichte, Neuere deutsche Literatur und Amerikanistik an der Universität Hamburg und der Tulane University, New Orleans. Ihr Romandebüt »Die Glücklichen« erschien 2015 und fand ein begeistertes Medienecho, wurde mit dem Franz-Tumler-Preis, dem Klaus-Michael-Kühne-Preis und dem Hamburger Förderpreis für Literatur ausgezeichnet und in mehrere Sprachen übersetzt. Mit ihrem Roman »Nebenan« stand sie 2022 auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises, »Halbinsel« wurde mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2025 ausgezeichnet. Kristine Bilkau lebt mit ihrer Familie in Hamburg.
Moderation: Luzia Stettler.
Eintritt Fr. 20.- / erm. Fr. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis.
Vorverkauf über Eventfrog.ch.
Abendkasse ab 19 Uhr. Für unsere Planung danken wir für Ihre Anmeldung über reservierung@wyborada.ch
Foto: ©Thorsten Kirves

In Max Frischs Leben vermischte sich Privates mit Öffentlichem, Künstlerisches mit Politischem. Und dies weit mehr als bisher angenommen. Dies weist der Literaturwissenschafter Julian Schütt in der ersten umfassenden Max Frisch-Biografie nach. – Anya Schutzbach im Gespräch mit dem profiliertesten Kenner und Biografen von Max Frisch.
weiter ...Wie kein anderer hat er das Archiv des Autors durchforstet und nun nach «Biografie eines Aufstiegs» den zweiten Band seiner grossen Frisch-Biografie vorgelegt. Er umfasst die glamourösen Jahre, in denen Frisch «Homo faber», «Andorra», «Mein Name sei Gantenbein» und «Montauk» schrieb und in der Öffentlichkeit zu einer kritischen Instanz wurde. Auch die Beziehung mit Ingeborg Bachmann fällt in diese Zeit. Auf Basis bisher unveröffentlichter Briefe sowie zahlreicher Gespräche mit Weggefährt/innen erzählt Schütt auch von unbekannten Seiten Frischs.
»Dem Biografen gelingt es meisterhaft, die erzählerische Balance zwischen privaten Konflikten und literarischer Produktion zu halten und die Romane und Theaterstücke gebührend vorzustellen, ihre inhaltlichen und formalen Merkmale herauszuarbeiten, ohne dabei aus dem Rhythmus zu fallen, langfädig zu oder enzyklopädisch zu werden.« NZZ am Sonntag
Julian Schütt ist Literaturwissenschaftler und arbeitet als freier Autor und Journalist in Zürich. Er war Literaturredakteur der Weltwoche und Redakteur der Kulturzeitschrift Du. Er konzipierte die grosse Max-Frisch-Ausstellung 1998, ist Herausgeber der Bände Max Frisch. Jetzt ist Sehenszeit (Suhrkamp 1998) sowie jetzt: max frisch (Suhrkamp 2001).
Eintritt Fr. 20.- / erm. Fr. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis.
Vorverkauf über Eventfrog.ch.
Abendkasse ab 19 Uhr. Für unsere Planung danken wir für Ihre Anmeldung über reservierung@wyborada.ch

Foto Max Frisch: ©Andrej Reiser
Foto Julian Schütt: ©Lucia Hunziker
Der Literaturhaus Lesekreis /1, «Klassiker der Weltliteratur», widmet sich anlässlich des 250. Geburtstags der berühmten britischen Autorin einem ihrer grossen Romane: «Stolz und Vorurteil». Zwischen Februar und Mai trifft man sich an insgesamt fünf Abenden, um gemeinsam ein Buch zu «erobern», an das man sich allein nicht so recht gewagt hätte – oder das man vielleicht einfach einmal wiederlesen möchte. Info und Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch, Start: 3. Februar.
weiter ...Seit 250 Jahren verzaubert Jane Austen ihre Leserinnen und Leser. Ihre Romane gehören längst zum literarischen Kanon. Mit Ironie, feiner Satire und intensiven Charakterzeichnungen gibt sie ein Bild der Gesellschaft, das bis heute fasziniert. Ihre Geschichten zählen zu den erfolgreichsten Liebesromanen der Weltliteratur – doch sie erzählen auch von Selbstbestimmung, Mut und der Suche nach dem eigenen Platz in der Welt.
Jane Austens beliebtester Roman «Stolz und Vorurteil» ist eine romantische Geschichte über gesellschaftliche Erwartungen, unausgesprochene Wünsche, Missverständnisse – und natürlich die Liebe. Mit feinem Humor und Scharfblick erzählt Austen von zwei Menschen, die sich zunächst nicht ausstehen können und ihre wahren Gefühle hinter Stolz und Vorurteilen verbergen.
Termine jeweils Dienstag, 18.30 – 20 Uhr (Änderungen vorbehalten)
- 3. Februar
- 24. Februar
- 31. März
- 21. April
- 26. Mai
Eine Teilnahme an allen Terminen ist nicht zwingend.
Anmeldung Der Kurs findet statt ab einer Teilnahme von 8 Personen. Um einen intensiven Austausch zu gewährleisten, ist die Anzahl auf max. 10 Personen beschränkt. Anfragen und Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Teilnahmegebühr (5 Termine à 1.5 Std.) Fr. 150.-, zahlbar nach Anmeldung (Überweisung via Einzahlungsschein oder TWINT), vor Ort am ersten Teilnahmetermin oder in der Bibliothek Wyborada zu den Öffnungszeiten.
Das Buch Wir lesen die Jubiläumsausgabe aus dem Reclam Verlag, in der Übersetzung von Christian Grawe. Es gibt darüber hinaus viele weitere Ausgaben, auch unterschiedlicher Übersetzerinnen und Übersetzer – zur besseren Abstimmung über die Seitenzahlen empfiehlt sich jedoch, dass allen Teilnehmenden die gleiche Ausgabe vorliegt.
Das Literaturhaus organisiert eine Sammelbestellung des Buchs durch die Buchhandlung «Zur Rose», St. Gallen. Bei Interesse bitte ein kurzes Mail bis Mittwoch, 21. Januar, 12 Uhr an literaturhaus@wyborada.ch.
Der LL /2, geleitet von Gallus Frei-Tomic, befasst sich ab Februar wie üblich an fünf Abenden mit zwei Titeln der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur: Zunächst mit dem jüngsten Roman von Jürg Beeler, gefolgt von jenem der österreichischen Schriftstellerin Eva Schmidt. An je einem Abend werden die Autorin / der Autor persönlich zu Gast sein und mit den Teilnehmenden über ihr Buch diskutieren. Info und Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch, Start: 3. Februar.
weiter ...Anmeldung Um einen intensiven Austausch zu gewährleisten, ist die Anzahl der Teilnehmenden beschränkt (min. 10 / max. 12 Personen). Anfragen und Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Teilnahmegebühr (5 Termine à 1.5 Std.) Fr. 200.-, inkl. Minimalhonorar und Spesen für die AutorInnen; zahlbar nach Anmeldung (Überweisung via Einzahlungsschein oder TWINT), vor Ort am ersten Teilnahmetermin oder in der Bibliothek Wyborada zu den Öffnungszeiten.
Termine jeweils Dienstags, 19 Uhr im Studio der Bibliothek Wyborada. Ausnahmen: Die Veranstaltungen in Anwesenheit der Autorin, des Autors.
- 3. Februar
- 10. März (mit Jürg Beeler, im Bürgerratssaal des Stadthauses)
- 28. April
- 26. Mai
- 30. Juni (mit Eva Schmidt, im Bürgerratssaal des Stadthauses)
Zu den Büchern, dem Autor und der Autorin
„Der blinde König und sein Narr“ von Jürg Beeler, Dörlemann
Drei Jahre lebte der Erzähler in der Norddeutschen Tiefebene, einer der seltsamsten Gegenden der Welt. Nun will er wieder zurück in den Süden, ans Meer. Kurz vor der Abreise verliebt er sich in eine Frau, die mit einem Papagei lebt. Fliegen kann er nicht, denn er ist auf einem Auge blind, dafür laut für zwei. Der Erzähler schreibt seit Jahrzehnten über Orte der Stille, jetzt soll ausgerechnet er mit einem solchen Krachmacher konkurrieren. Ein Albtraum. Er denkt sich Wege aus, den Schreihals aus dem Weg zu räumen, und ahnt nicht, dass dieser ihn längst durchschaut hat und seine eigenen Massnahmen ergreift. -Ein Roman darüber, wie ein Papagei das Leben eines Schriftstellers auf den Kopf stellt und sein Verhältnis zu den Menschen grundlegend verändert. Und ganz nebenbei und federleicht erzählt er eine Geschichte von Eifersucht, der Liebe zu Büchern, zu Cafés und zur Musik.
Jürg Beeler, geboren 1957 in Zürich, studierte Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft in Genf, Tübingen und Zürich. Lebt in Südfrankreich und Zürich. Für seine literarische Tätigkeit wurde er verschiedentlich ausgezeichnet, u.a. mit dem Schweizerischen Schillerpreis.
„Neben Fremden“ von Eva Schmidt, Jung und Jung
Rosa war Krankenpflegerin, seit sie in Pension ist, hat sie nur mehr wenig mit Menschen zu tun. Die einzige Freundin ist eine ehemalige Kollegin, die Nachbarn halten sie auf Distanz, dabei möchte sie nur helfen. Das Verhältnis zur Mutter war nie gut, es wird nicht besser, seit diese auf Hilfe angewiesen ist und die Tochter mehr und mehr zu vereinnahmen versucht. Und auch einen Mann gibt es, aber der ist verheiratet. Als er überraschend stirbt, bleibt Rosa nur der Campingbus, den er ihr einmal geschenkt hat. Doch was soll sie damit? Ist er eine Chance auf ein anderes Leben, vielleicht die letzte?
Als sie den Aufbruch wagt, erreicht sie ein Brief von ihrem Sohn, der vor Jahren den Kontakt zu ihr abgebrochen hat. Er wollte nichts mehr mit ihr zu tun haben – nun weiß sie immerhin, wo er lebt.
Eva Schmidt debütierte 1985 mit Erzählungen „Ein Vergleich mit dem Leben“, der erste Roman folgte erst zwölf Jahre später. Nach einer Unterbrechung von fast zwanzig Jahren erschienen weitere Romane und Erzählungen, von der Kritik gefeiert.
Foto Gallus Frei-Tomic: © Yves Noir
Zu Gast in der von Ruth Erat kuratierten und moderierten Gesprächsreihe diesmal zwei Autorinnen, deren Schaffen, so Ruth Erat, «denkend und musikalisch» genannt werden könnte.
weiter ...Als Schriftstellerin pflegte Elisabeth Wandeler-Deck nach ersten lyrischen Versuchen Ende der 60er Jahre die Verbindung von Text und Musik, 2025 erschienen «Anladebahnen für Geräusche» und «zarte listen» –
während Viviane Sonderegger – zu Studienzeiten eine der ersten Hospitantinnen des Literaturhauses und über diesen Weg als «Junges Talent» vom Internationalen Lyceum Club St. Gallen 2022 in der Sparte Literatur ausgezeichnet – mit journalistischer Kulturbereichterstattung im Magazin «Saiten» zu lesen war und, aus musikalischem Hause kommend, in Bern Musik studierte.
EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada), Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis
TICKETS an der Abendkasse ab 18.30 Uhr. Anmeldung nicht zwingend, aber hilfreich über reservierung@wyborada.ch
Foto Elisabeth Wandeler-Deck: ©Alain Barbéro

Foto Viviane Sonderegger: ©unbekannt / privat
Ein Roman wie eine Welt, die überwältigende Saga einer ungarischen Adelsfamilie, getrieben von der Liebe und der Sehnsucht nach ihr, in den Strudeln des 20. Jahrhunderts.
weiter ...In seinem zweiten Roman verarbeitet Nelio Biedermann die grosse Geschichte seiner Familie, die aus ungarischem Adel stammt und mit dem Untergang der Donaumonarchie alles verlor, was ihr vorheriges Leben ausgemacht hatte. Dem 22-jährigen Schweizer Schriftsteller Nelio Biedermann ist mit «Lázár» im vergangenen Herbst ein aussergewöhnlicher Erfolg gelungen; noch vor Publikation des deutschsprachigen Originals war klar: Der Roman wird in 20 Ländern erscheinen, eine Sensation für einen bislang noch unbekannten Schriftsteller.
Einige Auszeichnungen, viele Nominierungen und Lesungen später ist der Autor zu Gast im Literaturhaus St. Gallen und liest aus diesem oppulenten – und tatsächlich mitreissenden – «Lieblingsbuch der Unabhängigen Buchhandlungen» und vieler Leserinnen und Leser.
Im Gespräch mit Anya Schutzbach wird es aber auch um die Geschichte vor und nach diesem enormen Erfolg gehen. Eine seltene Gelegenheit, die eigene Leseerfahrung neu zu justieren.
Nelio Biedermann, geb. 2003, ist am Zürichsee aufgewachsen. Seine Familie stammt väterlicherseits aus ungarischem Adel, seine Grosseltern flohen in den 1950er Jahren in die Schweiz. Biedermann studiert Germanistik und Filmwissenschaft an der Universität Zürich.
Eintritt Fr. 20.- / erm. Fr. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis.
Vorverkauf über Eventfrog.ch.
Türöffnung und Abendkasse ab 18.30 Uhr. Für unsere Planung danken wir für Ihre Anmeldung über reservierung@wyborada.ch
Foto: ©Ruben Hollinger

Buchpremiere des Debüts einer St. Galler Autorin. Lesung und Gespräch mit Anya Schutzbach. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Kantonsbibliothek Vadiana. Mit kleinem Apéro im Anschluss.
weiter ...Das Sterben Schweizer Fichten, die Klimakrise und Spätfolgen von Monokulturen, der Tod der Mutter – die St. Galler Autorin schafft in ihrem feinfühligen Debüt ein atmosphärisch dichtes Porträt einer jungen Frau, die lernen muss, dass Verlust auch Anfang sein kann. Schonungslos nah an der Figur, jede Unebenheit lesend spürbar machend, schafft sie tiefe Einblicke in eine Familie, der plötzlich der Mittelpunkt fehlt. Und erzählt die Geschichte einer Person, die akzeptieren muss, dass das Leben im Privaten wie im Globalen nur eine Richtung kennt: vorwärts.
Mit kleinem Apéro.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Kantonsbibliothek Vadiana.
Julia Sutter, geboren 1987, lebt mit ihrer Familie in St. Gallen. Sie absolvierte den Bachelor in Literarischem Schreiben am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel. Zur Förderung ihrer literarischen Projekte und für die Arbeit an »Und das wäre erst der Anfang« erhielt sie Atelierstipendien sowie Werkbeiträge von Stadt und Kanton St. Gallen. Neben dem Schreiben arbeitet sie in der Abteilung Kommunikation der reformierten Kantonalkirche.
Eintritt Fr. 20.- / erm. Fr. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis.
Vorverkauf über Eventfrog.ch.
Abendkasse ab 19 Uhr. Für unsere Planung danken wir für Ihre Anmeldung über reservierung@wyborada.ch
Foto ©Hanes Sturzenegger
Ein eindrücklicher Roman über ein Stück irakischer Geschichte und abgeschnittene Lebensfäden, untrennbar verbunden mit dem Nahostkonflikt, der kolonialen Vergangenheit Europas und dem Nationalsozialismus. Und ein Anlass, um über den aktuellen Nahostkonflikt zu diskutieren. Eine Kooperation mit der Gesellschaft Schweiz-Israel Sektion Ostschweiz.
weiter ...Gadi lebt als Dozent für hebräische Sprache in Zürich, als sein Vater in Israel im Sterben liegt. Über dreissig Jahre hatte er keinen Kontakt zu ihm. Wider Willen reist er ans Krankenbett des Vaters, nach dessen Tod bleibt ein unbequemes Erbe: eine Tasche mit Tagebüchern und Aufzeichnungen sowie der letzte Wunsch, seine Asche je zur Hälfte in Jerusalem im Grab von Gadis Mutter beizusetzen bzw. unter einer Brücke in Bagdad in den Tigris zu streuen.
Usama Al Shahmani, geboren 1971 in Bagdad und aufgewachsen in Qalat Sukar (Nasiriya), hat arabische Sprache und moderne arabische Literatur studiert. Er publizierte drei Bücher über arabische Literatur, bevor er 2002 wegen eines Theaterstücks fliehen musste und in die Schweiz kam. Heute lebt er in Zürich. Sein erster Roman «In der Fremde sprechen die Bäume arabisch» wurde mehrfach ausgezeichnet. Auch übersetzt er ins Arabische, u. a. «Fräulein Stark» von Thomas Hürlimann und «Der Islam» von Peter Heine.
Seine Bücher erscheinen in vielen Auflagen und wurden mehrfach ausgezeichnet. Seit 2021 ist er Literaturkritiker beim «Literaturclub» des Schweizer Fernsehen SRF.
Gespräch Max Lemmenmeier, Gesellschaft Schweiz-Israel Sektion Ostschweiz und Anya Schutzbach, Literaturhaus St. Gallen.
Eintritt Fr. 20.- / erm. Fr. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen, Bibliothek Wyborada und Gesellschaft Schweiz-Israel Sektion Ostschweiz); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis.
Vorverkauf über Eventfrog.ch
Abendkasse ab 19 Uhr. Für unsere Planung danken wir für Ihre Anmeldung über reservierung@wyborada.ch
Foto: ©Ayşe Yavaş
Eine Kooperation mit der Gesellschaft Schweiz-Israel Sektion Ostschweiz.
Aus dem Pilotprojekt «Literaturhaus Schreibkurs» ist eine «Offene Literaturhaus Schreibgruppe» entstanden: Seit Oktober 2025 trifft man sich ein Mal monatlich, um unter der Leitung von Ariane Novel neue Texte zu schreiben oder auch die mitgebrachten zu diskutieren. Die regelmässigen Treffen werden in 2026 fortgesetzt. Bei Interesse wenden Sie sich gern an Anya Schutzbach, literaturhaus@wyborada.ch. Nächster Termin: Mo., 2. Februar 2026.
weiter ...Wann muss eine Passage gestrichen werden? Was hilft bei einer Schreibblockade? Wie gehe ich mit Selbstzweifeln um? Wie finde ich meinen ganz persönlichen Stil? – Mit diesen grundlegenden Fragen setzen sich fast alle Schreibenden irgendwann auseinander. Schreiben ist per se eine einsame Tätigkeit und so kommt man schnell ins Hadern, doch das muss nicht immer so sein.
Seit Oktober 2025 trifft sich die Schreibgruppe einmal im Monat. Dieser regelmässige Austausch soll nicht nur helfen, am Ball zu bleiben und die Zeit zum Schreiben zu nutzen, sondern bietet auch Raum, eigene Texte vorzulesen und konstruktives Feedback zu erhalten. Diese Gruppe ist offen für alle, die an ihren Texten arbeiten möchten – unabhängig von Vorkenntnissen.
Geleitet wird die Schreibgruppe von der Lektorin Ariane Novel. Über zehn Jahre hat sie in grossen Verlagen Autor/innen auf dem Weg zur Veröffentlichung begleitet. In der Schreibgruppe teilt sie ihr Wissen, gibt Impulse für neue Schreibübungen und unterstützt die Teilnehmenden bei der Entstehung ihrer Texte.
Anmeldung und Kursgebühr
Die Teilnehmerzahl pro Termin ist auf 10 Personen begrenzt, um einen intensiven und konzentrierten Austausch zu gewährleisten.
Kursgebühr 10 Einheiten (18 Monate gültig), Fr. 350.- / erm. Fr. 300.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen / Bibliothek Wyborada).
Anmeldung und Auskünfte literaturhaus@wyborada.ch
Termine (jeweils 18-20 Uhr)
Montag, 2. Februar 2026
Montag, 2. März 2026
Montag, 20. April 2026
Montag, 4. Mai 2026
Montag, 1. Juni 2026
Montag, 29. Juni 2026
(Die Terminübersicht wird fortlaufend aktualisiert und ergänzt.)
Foto: ©Regentaucher Fotografie
Nach einem lebendigen und facettenreichen Literaturhaus-Jahr 2025 (und einer kleinen Verschnaufpause in der schönen Selberlese-Zeit zwischen den Jahren) öffnen sich ab dem 15. Januar 2026 wieder die Türen zu unseren diversen Literaturbühnen. Die gedruckte Fassung des Programms finden Sie in der Bibliothek Wyborada (ab dem 7. Januar wieder geöffnet), sowie an vielen anderen Orten in der Stadt, an denen die Kultur zuhause ist. Was gibts, wer kommt? Schauen Sie selbst!
weiter ...




Wir sind ab Mittwoch 7.1.2026 wieder für Sie da!
weiter ...
Dank eines im Treppenhaus installierten Medienrückgabekastens können die Bücher auch ausserhalb der Öffnungszeiten der Bibliothek zurückgebracht werden.
weiter ...Der Medienrückgabekasten steht im Treppenhaus des Lagerhauses.
Der Eingang an der Davidstrasse 42 (Restaurant Lagerhaus) ist jeweils offen:
Dienstag – Freitag 11.30 – 23.00
Samstag 13.00 – 23.00
Sonntag & Montag Ruhetag
Wir sind jeweils am Mittwoch und Donnerstag ab 10:00 Uhr durchgehend bis am Abend um 19:00 Uhr für Sie da.
weiter ...Im Frühling 2023 haben wir bei unseren Nutzer:innen eine Umfrage zu den Öffnungszeiten durchgeführt. Eine klare Mehrheit favorisierte Öffnungszeiten über Mittag und am Abend. In der Folge haben wir die bestehenden Stunden neu verteilt – et voilà!
Die 1986 als Frauenbibliothek gegründete Bibliothek Wyborada beherbergt neben Sachbüchern, Zeitschriften, Biografien, feministischen Krimis und Musik auch Belletristik und Lyrik.
weiter ...An die 4000 Bücher mit Geschichten und Gedichten aus Frauenhand stehen für Sie bereit. St.Galler Autorinnen sind dabei genauso vertreten wie andere wichtige Stimmen aus der ganzen Welt.

Eine Übersicht der bisherigen Veranstaltungen von Literaturhaus & Bibliothek Wyborada ab November 2019.
weiter ...