Programm

Do 16.9.2021 — 19 Uhr — DenkBar, Gallusstrasse 11
«Meine Nacht schläft nicht». Ein Abend zu Annemarie von Matt mit Roger Perret

UND DIE NÄHTE MEINER STRÜMPFE ZIEHT MIR NIEMAND MEHR ZURECHT

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Die in Root im Kanton Luzern geborene Annemarie von Matt (1905-1967) lebte seit der Heirat mit dem Bildhauer Hans von Matt in Stans. Nach einer kunstgewerblichen Ausbildung schuf sie dort zuerst Arbeiten, die von der Volkskunst und von religiös-naiven Bildwelten beeinflusst sind. Mit ungewöhnlichen Objekten und Zeichnungen sprengte sie die Grenzen der Konvention.

Gleichzeitig entstand ein umfangreiches literarisches Werk aus zu Lebzeiten unveröffentlichten Aufzeichnungen, Gedichten und Briefen. Viele der Texte sind mit Bleistift auf kleinformatigen Zetteln notiert und der Moderne verpflichtet. Sie erinnern mit ihrer Sprachlust und -kritik zuweilen an die Erkundungen Robert Walsers im «Bleistiftgebiet».

 

Im Zentrum ihres literarischen Schaffens stehen die sprachmächtigen Schreiben an den geheimen Geliebten, den Luzerner Priester und Schriftsteller Josef Vital Kopp. Sie gehören zu den herausragenden Zeugnissen der Briefkunst in der Schweizer Literatur des 20. Jahrhunderts.

In den letzten Jahren ihres Lebens zog sich Annemarie von Matt aus der Öffentlichkeit zurück und verwahrloste zunehmend. Die Modernität ihres künstlerischen und literarischen Schaffens wird erst nach ihrem Tod erkannt.

Der Herausgeber Roger Perret stellt Leben und Werk der Stanser Künstlerin im Gespräch mit Ruth Erat vor und liest ausgewählte Texte und Briefe.

Das Buch «Meine Nacht schläft nicht» wurde übrigens von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung als Lyrik-Empfehlung 2020 ausgewählt. Mehr darüber auch über diesen Beitrag im Deutschlandfunk.

Foto Roger Perret: Erik Brühlmann

Eintritt Fr. 20.- / Mitglieder Wyborada und Kulturkreis DenkBar Fr. 15.- / Caritas Kulturlegi Fr. 5.- / Studierende Fr. 17.- / Geflüchtete gratis

Begrenzte Platzzahl, wir bitten um Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch.

In Kooperation mit der DenkBar im Zentrum von St. Gallen – wo man auch vorher das beliebte «Kulturplättli» essen kann.

Letzten Samstag im Studio Wyborada

Blut ist keines geflossen, als Isabel Rohner zur nächtlichen Stunde im schummrigen Studio Wyborada aus ihrem neusten Kicherkrimi «Gretchens Rache» las. Die ein oder andere Leiche im Keller blieb dabei dennoch nicht unbeobachtet…

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Gebannt haben wir Isabel Rohner bei ihrem erfreulich heiteren Einstieg in ihren Roman gelauscht. Zwischen dramaturgischem Figurenregister, dem einen oder anderen ostschweizerischen Ton und augenzwinkernden literarischen und persönlichen Querbezügen zeigte sich, wo die eigentlichen Leichen begraben liegen: in den Elfenbeintürmen eines kanonischen Patriarchats, die im Leben als Autor:in, Leser:in oder Romanfigur nicht nur den Literaturbetrieb vor die Herausforderungen architektonischer Dekonstruktionsarbeiten stellen.

Wen es schlussendlich in «Gretchens Rache» erwischt, wurde noch nicht verraten. Wir empfehlen daher sehr, einen eigenen Blick in das Buch zu werfen – selbstverständlich auch in unserer Bibliothek.

Wir danken dem Neustartfestival für die Kooperation und Freude an der Kultur, der Buchhandlung «Zur Rose» für die Bereitstellung der Bücher und natürlich Isabel Rohner für den wunderbaren Abend!

19. bis 25.9.2021 — täglich — Tatti (Italien)
Schreibseminar in der Maremma

Ein Angebot für alle Schreibenden: fine stagione in den Bergen der Maremma, sechs Tage schreiben, diskutieren, Ruhe finden. Bringen Sie Texte mit, die Ihnen wichtig sind. Der Schweizer Schriftsteller Tom Kummer arbeitet mit Ihnen in kleiner Gruppe an Ihren Stoffen, Anya Schutzbach ergänzt das Schreibseminar um Blicke hinter die Kulissen der Verlegerei.

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Die herrliche Fattoria di Tatti, etwa 40 km. landein- nord- und bergwärts von Grosseto, liegt in erhöhter Lage mit sagenhafter Aussicht, die sich von den angrenzenden Olivenhainen und Wäldern bis zum Horizont des Meeres erstreckt. Organisiert von den schreibkomplizen, findet hier nach der Hauptsaison ein Schreibseminar statt, das in diesem Jahr der bekannte Autor Tom Kummer leitet. (Hier gehts zur Karte.)

Ergänzt wird die Arbeit am Text durch zwei Blöcke „Theorie“: Anya Schutzbach, langjährige Verlagsfrau, gibt Einblicke in das System Literarturbetrieb, erläutert den Weg vom Manuskript zur Veröffentlichung – und beantwortet auch ansonsten alle Fragen rund ums Buch.

Der Stundenplan lässt dennoch genügend Zeit für eigenes Schreiben in Ruhe, für Ausflüge ans Meer und den Genuss von Kulinarischem.

Kursgebühr pro Pers. 1.850,- Euro, inkl. Verpflegung und sechs Übernachtungen.

Bei Fragen schreiben Sie gern eine kurze Nachricht an literaturhaus@wyborada.ch, wir verabreden uns dann auf ein Telefonat. Sie können sich auch direkt an die schreibkomplizen wenden (Herrn Uwe Schneider) oder die Fattoria di Tatti:

Uwe Schneider, +49 (0)172 71 29 120, hallo@schreibkomplizen.net

Conny, Fattoria di Tatti, +39 0566 912001, fattoria@tattifattoria.it

Die fröhliche Frauengruppe, Lorella, Patricia, Cornelia, Sabrina und Alessia, freuen sich, Sie in der Fattoria di Tatti willkommen zu heissen. Das Bed&Breakfast entspringt einer Idee von Ruedi Gerber, Schweizer Filmemacher und Unternehmer, der sich vor vielen Jahren in die Maremma verliebt und das wenige Minuten vom Dorf Tatti entfernt liegende Landgut Sequerciani erworben hat.

DAS AKTUELLE PROGRAMM
Der Herbst im Literaturhaus

Mit einem üppigen Programm starten wir in den literarischen Herbst. Eine Übersicht finden Sie per Klick auf «weiter» am Ende dieses Beitrags, alle näheren Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen veröffentlichen wir kontinuierlich aktualisiert auf unserer Homepage. Wir freuen uns aufs Wiedersehen!

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Mi, Do, Fr und Sa — Bibliothek Wyborada
Biografien

In der Bibliothek Wyborada findest du mehr als 1’500 Biografien von Frauen, die ihrer Zeit oft weit voraus waren – kühn, kritisch, verletzlich, klug, abenteuerlustig.

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Die Bibliothek Wyborada, 1986 als Frauenbibliothek und Fonothek gegründet, hält 12’000 Medien für dich bereit. Neben fesselnden Biografien findest du bei uns Literatur zu Feminismus, Gender, Queerness, aktuellen und historischen Frauenthemen, dazu auch Krimis, Literatur von Ostschweizer Schriftstellerinnen und anregende Gegenwartsliteratur von und über Frauen*.

#wearewyborada, die Siebte

Literaturhaus & Bibliothek stellen sich vor. Heute: Karin K. Bühler. Sie leitet seit Herbst 2020 die Bibliothek Wyborada.

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«Die Bibliothek Wyborada ist eine überraschende, gesellschaftskritische, unterhaltsame Fundgrube an Medien zu diversen Aspekten von Frau* in der Gesellschaft. Neben den Fachbüchern zur historischen und aktuellen Frauengeschichte faszinieren mich im Moment gerade auch die Biografien. Endlich gibt es eine Wand voll Identifikationsfiguren – Vorbilder, die ich in meiner Jugend vermisst habe.»

Karin K. Bühler übernahm im Herbst 2019 zusammen mit Patricia Holder die Co-Leitung von Literaturhaus & Bibliothek Wyborada. Seit November 2020 bringt die Informationswissenschaftlerin und Bildende Künstlerin in der Funktion als Leiterin der Bibliothek frischen Wind in die 1986 gegründete Frauenbibliothek.

#wearewyborada #bibliothekwyborada #literaturhauswyborada #wyboradasanktgallen

#wearewyborada, die Sechste

Im Rahmen unserer Aktion #wearewyborada stellen wir an dieser Stelle all jene vor, die Bibliothek & Literaturhaus Wyborada (aus)machen. Daher begrüssen wir hier herzlich Jakob, der uns ab August als Hospitant begleitet.

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«Seit 23 Jahren bin ich von Sprache umgeben, habe sprechen, lesen und schreiben gelernt und bin selbst ein Teil von Sprache geworden. Mich fasziniert an Literatur, dass sie sich scheinbar nur in meinem Geist befindet und gleichzeitig ein ganz eigenes Netz gelebter Kultur spannt. So kann ein Buch nicht nur kalten Novemberregen vergessen machen, sondern auch Grund und Gegenstand für produktiven Austausch sein.

In meinem derzeitigen Literatur-Kunst-Medien Studium gehe ich kreativen Phänomenen vor allem theoretisch nach. Die Hospitanz bei Literaturhaus und Bibliothek Wyborada bedeutet für mich eine Möglichkeit, an kulturellen Verflechtungen aktiv beteiligt zu sein. Ich möchte durch aktuelle literarische Prozesse gründeln, Kultur erfahren und Texte lesen, schreiben und sprechen. Ich freue mich darauf, zu erleben und erlebbar zu machen, wie Wörter unsere Welt mitgestalten. 

Damit ein herzliches Hallo und ab die Post!»

#hospitanzwyborada #wyboradasanktgallen #literaturhauswyborada #bibliothekwyborada #wearewyborada

Sa 25.09.2021 — 18 Uhr — Raum für Literatur Hauptpost, St. Leonhard-Strasse 40, 9000 St. Gallen
«Mutter, mach dir keine Sorgen, das ist eine ganz andere Welt» (Buchvernissage)

Ostschweizer Asylorganisationen präsentieren ihr neustes Buch, das elf unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden (UMA) ein Gesicht gibt und sie erzählen lässt von ihren Fluchterfahrungen und ihrem Alltag in der Schweiz.

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«Mutter, mach dir keine Sorgen, das ist eine ganz andere Welt» ist ein Buch über die Hoffnung. Es ist aber auch ein zutiefst erschütterndes Portrait von unvorstellbaren Erlebnissen auf der Flucht und lässt die weit entfernten Schlagzeilen und Zahlen zu realen Menschen werden. Elf Jugendliche berichten von Fluchtgründen, von der Ankunft in der Schweiz, wo sie nach ihrer grossen Willensleistung auf der Flucht auf einmal warten müssen und nichts tun können.

Wir freuen uns ganz besonders, dass einige der Jugendlichen sich bereit erklärt haben, auch an diesem Abend von ihren Erlebnissen zu berichten. Der Abend wird moderiert von Prof. Dr. Christine Lötscher.

 

Zu den Herausgeber*innen: Im Solidaritätsnetz Ostschweiz haben sich seit 2004 über 1200 Personen zusammengeschlossen, weil sie mit der heutigen Asylpolitik nicht einverstanden sind. Die Beobachtungsstelle für Asyl- und Ausländerrecht Ostschweiz wurde 2008 infolge der Verschärfungen der Asyl- und Ausländergesetze im September 2006 gegründet. Die Aufgabe der Beobachtungsstelle ist es, die Umsetzung der Gesetze und deren negative Folgen für die betroffenen Asylsuchenden, Migrantinnen und Migranten zu dokumentieren und die Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Solidaritätsnetz Ostschweiz und Beobachtungsstelle für Asyl- und Ausländerrecht Ostschweiz.

 

Türöffnung 18 Uhr, Begin 18:30 Uhr.

Nach der Vernissage laden wir zu einem Apéro und Austausch mit den Referierenden ein.

Der Eintritt ist frei.

Begrenzte Platzzahl, wir bitten um Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

Mehr zum Buch finden Sie hier…

und natürlich auch in unserer Bibliothek!

Wir folgen bei allen Veranstaltungen den neuesten Corona-Bestimmungen. Unser Schutzkonzept finden Sie hier.

Fr 19.11.2021 — 18 bis 20 Uhr — Textilmuseum, Vadianstrasse 2, 9000 St. Gallen
Sandra Lemp / Jörg Kühni: «A POST-GLOBALIZED STYLE BOOK, VOL. 1» oder Wie aus Sprache Kleidung wird

Welche persönlichen Geschichten führen zu welchem Kleidungsstück? An welche körperlichen Empfindungen aus Ihrer Kindheit und Jugend können Sie sich in Bezug zu einem bestimmten Kleidungsstück erinnern? – Lesung, Performance und Austausch mit dem Publikum mit Sandra Lemp, Modedesignerin und Jörg Kühni, Grafikdesigner

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Wie aus Sprache Kleidung wird – das klingt wie ein Zaubertrick aus alter Zeit, als Herren mit gespenstisch weissen Fingern im schwarzen Anzug kunstvoll ein Ei in ihren Zylinder legten und kurz darauf eine Taube herausflatterte.

Doch das, was Sandra Lemp (sandralemp.ch) und Jörg Kühni (truc.ch) entwickelt haben, hat weniger mit Zauberei zu tun als vielmehr mit Handwerk, Alltag, Artikulation und körperlichen Empfindungen.

Gemeinsam haben sie einen experimentellen Ansatz für einen individuellen Design- und Herstellungsprozess entwickelt. Sie forderten verschiedene Menschen auf, ihren kindlichen und jugendlichen Vorstellungen über das eigene Erwachsensein nachzuspüren um daraus, unter Ausblendung der dominanten Social-Media-Kultur, persönliche Ausdrucksformen in der Bekleidung herauszubilden. Daraus gestalteten Lemp und Kühni «A Post-Globalized Style Book». Es zeigt fotografische Porträts von zwölf Proband*innen in ihren archetypischen Outfits, die Sandra Lemp – basierend auf deren Aussagen in einem eigens dafür ausgearbeiteten Fragebogen – als Prototypen geschneidert hat.

Über das Erinnern, das Nachspüren von Körperbefindlichkeiten, über das Aufschreiben und Artikulieren dieser Gefühle zum Kleidungsstück der eigenen Vorstellung von sich selbst zu kommen, also: Durch Text, durch Sprache, durch Körperlichkeit, darum wird es an diesem besonderen Abend gehen.

Wir freuen uns sehr, ihn gemeinsam mit dem Textilmuseum St. Gallen und vor dem Hintergrund der grossartigen Ausstellung „Robes Politiques“ durchzuführen.

Und wer sich einstimmen möchte: Auf Wunsch senden wir Ihnen bei Anmeldung einen Fragebogen zu, mit dem Sie sich selbst auf Spurensuche machen können nach den eigenen körperlichen und textilen Erinnerungen Ihrer Kindheit und Adoleszenz (Mail an literaturhaus@wyborada.ch)

PS: Die Ausstellung «A Post-Globalized Style Book, Vol. 1» war übrigens bislang zu sehen in der Galerie AFFSPACE in Bern und noch bis am 25. September 2021 an der Jahresausstellung der Schule für Gestaltung Bern. Das Buch selbst liegt derzeit erst als Prototyp vor und ist in der Bibliothek Wyborada einsehbar.

Mehr auch unter:

Radio SRF2, zum Nachhören

Edition Hochparterre, zum Nachlesen

Eintritt Fr. 20.- / Mitglieder Wyborada und Textilmuseum Fr. 15.- / Caritas Kulturlegi Fr. 5.- / Studierende Fr. 17.- / Geflüchtete gratis

Begrenzte Platzzahl, wir bitten um Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

Wir folgen bei allen Veranstaltungen den aktuellen Corona-Bestimmungen. Unser Schutzkonzept finden Sie hier.

Fotos: Daniel Sutter (Cover-Motiv Prototyp Buch), Jörg Kühni (Ausstellungsraum affspace, Bern)

GROSSE RÜCKBLENDE: So sahs im Frühjahrspogramm aus (eine Auswahl)
//// Neulich im Literaturhaus ////

Die erste live-Lesung vor Publikum nach dem Lockdown in diesem Jahr. Den Auftakt machte die Zürcher Autorin und Journalistin Simone Meier und las am 22. April aus ihrem jüngsten Roman «Reiz». Mit im Vortragssaal: Augusto Giacometti.

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Herzlichen Dank an unseren Kooperationspartner Kunstmuseum St. Gallen für diese schöne Geste – und der Buchhandlung Comedia für die Bereitstellung der Bücher. (Foto: Viviane Sonderegger)

 

Ostschweizer Literaturgespräch #4:

Andrea Gerster & Daniel Ammann

Nach dreimaligem Corona-bedingten Verschiebenmüssen war es am 28. April endlich soweit: Unter der Leitung von Ruth Erat (Mitte) konnte das Gespräch zwischen der Arboner Autorin und dem Publizisten aus Rorschach stattfinden. Ein lebendiger Austausch über das Leben und das Schreiben und wie beides zusammengeht. Wir danken der DenkBar für Gastfreundschaft und Partnerschaft. (Foto: Viviane Sonderegger)

 

Artist’s Choice #5:

Ines Marita Schärer & Lea Rüegg

(Foto: Karin Karinna Bühler)

 

Pia Solèr und Corin Curschellas

«Die Weite fühlen»

Am 2. Mai, dem Namenstag der Heiligen Wiborada, ein besonderer Anlass: Die Bündner Hirtin Pia Solèr verliess die Einsamkeit ihrer Welt im Lugnez, um für uns aus ihrem Buch «Die Weite fühlen» zu lesen. Mit auf der Bühne die bekannte Singer-Songwriterin Corin Curschellas.

Wir danken der Grabenhalle für die grosse, auch ton- und lichttechnische Unterstützung und der Buchhandlung Zur Rose. (Foto: CCBY, Patrik Eschle)

 

Autor/innen-Foyer

In Zeiten ohne Buchmessen, Lesungen, Festivals fehlt vielen Schreibenden der Austausch. Zusammen mit dem Aargauer Literaturhaus haben wir darum am 3. Mai einen virtuellen Think-and-Talk-Tank geöffnet, exklusiv für Autorinnen und Autoren.

Herzlichen Dank an die Inputs von Ruth Erat, Dana Grigorcea und Feridun Zaimoglu! (Fotos: Ruth Erat © Linda Bischof / Dana Grigorcea © Ayse Yavas / Feridun Zaimoglu © Melanie Grande)

 

Jessica Jurassica & special guest Kris Schneeberger

Buchpremiere! Am 6. Mai stellte die «Kunstfigur» Jessica Jurassica ihren Roman «Das Ideal des Kaputten» vor. Die Moderation übernahm Frau Schneeberger (deren alter ego heuer einen der Schweizer Literaturpreise erhielt). Die Location erwies sich als ideal auch ohne kaputt: Dank an den Jugendkulturraum flon (unsere Nachbarn in der Davidstrasse) – und die Kolleginnen von der Buchhandlung Comedia fürs Heranschleppen der Bücher. (Foto: Anya Schutzbach)

Literaturhaus & Bibliothek stellen sich vor:
#wearewyborada, die Dritte

Im Rahmen unserer Aktion #wearewyborada stellen wir an dieser Stelle all jene vor, die Bibliothek & Literaturhaus Wyborada (aus)machen. Heute: Viviane Sonderegger. Die Appenzellerin, die in Bern Musik- und Theaterwissenschaft studiert, ist die zweite Hospitantin in der Geschichte der Wyborada.

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«Ich studiere zwar Musik- und Theaterwissenschaft, aber wenn sich mein Hirn wieder einmal wie ein Klotz am Körper anfühlt, ist das Schreiben mein Ventil und das Lesen ein tiefes Durchatmen. So hat es mich zum Literaturhaus gezogen. Ich freue mich auf diesen Reiz, bin gespannt auf die Debatte fastende Heilige vs. Plädoyer für Fleischkonsum, kann das alles hier, jetzt kaum erwarten und möchte die Weite fühlen – und wer weiss, vielleicht schon bald wieder live!»

#hospitanzwyborada #wyboradasanktgallen #literaturhauswyborada #bibliothekwyborada #wearewyborada

AUSSCHREIBUNG
Hospitanzen Literaturhaus ab Oktober

Das Literaturhaus Wyborada St. Gallen wurde 2019 aus der bereits seit 1986 bestehenden Bibliothek Wyborada heraus gegründet. Dieses noch junge Literaturhaus bietet ab Oktober 2021 wieder Hospitanzen an, die auch Einblicke in den Bibliotheksbetrieb bieten (Pensum 50%).

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Der Schwerpunkt der Mitarbeit liegt in den Bereichen Kommunikation, Programmkoordination und Veranstaltungsdurchführung. Erste Arbeitserfahrungen im Kultur/Literaturbetrieb sind von Vorteil, aber nicht zwingend, ein grosses Herz für die Literatur allerdings setzen wir voraus.

Eine Hospitanz ist zunächst auf jeweils acht Wochen befristet, und kann mit einem kleinen Betrag honoriert werden. Das Pensum liegt bei 50% (20 Wochenstunden).

Ihre Aufgaben

  • Unterstützung der Programmleitung in der Konzeption und Umsetzung von Kommunikations-Massnahmen (on- und offline)
  • Betreuung der Website
  • Bewirtschaftung der Social-Media-Kanäle
  • Eigenständiges Planen und Umsetzen von Teilprojekten
  • Mitarbeit bei Veranstaltungen und deren Organisation
  • Autor*innenbetreuung
  • Pflege der Adressdaten

 

Sie bringen mit

  • Interesse am Literaturbetrieb
  • Interesse an Kultur und an aktuellen gesellschaftlichen Fragen
  • ein (begonnenes oder absolviertes) Hochschulstudium oder
  • eine Ausbildung im Bereich Kulturmanagement oder Kommunikation
  • Affinität und Freude an digitalen Kanälen sowie dem
  • eigenständigen Verfassen redaktioneller Inhalte
  • Erfahrung mit online-Redaktionssystemen
  • eine rasche Auffassungsgabe und ein Gefühl fürs Wesentliche
  • eine genaue, zuverlässige und selbstständige Arbeitsweise
  • Flexibilität und die
  • Bereitschaft, auch an Abendveranstaltungen teilzunehmen

 

Darüber hinaus sind Sie offen und neugierig, kommunikativ, lesen gern und haben keine Scheu vor Telefonaten. Ausserdem sind Sie sattelfest im Deutschen, schriftlich wie mündlich.

 

Wir bieten

  • eine vielseitige, anregende Arbeit in engem Austausch mit der Programmleiterin
  • die Weitergabe von Knowhow und Netzwerk im Literaturbetrieb
  • Einblick in die Bibliothekstätigkeit
  • die Freiheit selbstständigen Arbeitens
  • Mitspracherecht und Verantwortung für eigene Projekte
  • flexible Arbeitszeiten (auch home-office)
  • eine flache Hierarchie
  • die Möglichkeit, Erfahrung und Wissen in der Kommunikation zu sammeln und eigene Ideen einzubringen
  • einen Arbeitsplatz nur 5 Minuten vom Bahnhof St. Gallen
  • Einblicke in die kulturelle Landschaft St. Gallens durch die Begleitung vieler kooperativer Projekte

 

Wenn Sie während acht Wochen Einblicke in die Tätigkeiten eines Literaturhauses erhalten möchten und Lust haben, Ihre Energien einzubringen in unser kleines, engagiertes Team, freuen wir uns auf Ihre Bewerbungsunterlagen mit Angabe Ihres möglichen Arbeitsbeginns: literaturhaus@wyborada.ch.

Bei Fragen wenden Sie sich gern an Anya Schutzbach:

+41 (0)79 251 3954 oder +49 (0)173 344 70 33.

Literaturhaus & Bibliothek stellen sich vor:
#wearewyborada, die Zweite

Im Rahmen unserer Aktion #wearewyborada stellen wir an dieser Stelle all jene vor, die Bibliothek & Literaturhaus Wyborada (aus)machen. Heute: Alice Weniger. Sie schreibt für den Blog und ist seit Herbst 2020 auch im Vorstand des Vereins.

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«Ich beschäftige mich lieber mit Texten von anderen Autor*innen, statt mit meinen eigenen, weshalb ich wohl auch Literatur in Basel studiere. Momentan zum Beispiel mit Sibylle Berg für ein Seminar. Texte in kollektiver Form zu besprechen gibt mir all die guten Feels und Teil dieses jungen Literaturhauses zu sein ebenso. Ein Ort, in dem verschiedene Generationen und Literaturverständnisse zusammen Prosecco trinken und Platz haben.»

(Anm. der Redaktion: Zu ihren Blogs gehts übrigens hier…. Demnächst findet Ihr sie auch auf Instagram @wyborada @alaliest)

#wyboradablog #wyboradasanktgallen #literaturhauswyborada #bibliothekwyborada #wearewyborada

Neu auf dem Blog
DREIMAL. // UNI UTOPIA.

Schon gesehen? Zwei neue Blog-Beiträge von Alice Weniger: «Dreimal eine Jugend» und «Androgyne Literatur?», online seit Mitte Februar. Come and read!

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Direkt zum Blog qua Klick auf den Titel:

«Androgyne Literatur?» 

«Dreimal eine Jugend»

A propos androgyne Literatur: Wer kennt weitere Bücher, die dazu gezählt werden könnten? Unter allen Einsender:innen verlosen wir drei signierte Exemplare von Anna Sterns «das alles hier, jetzt.»

Mails an literaturhaus@wyborada.ch.

Wir sind gespannt!

 

Di 9.11.2021 — 19 Uhr — Vortragssaal Kunstmuseum St.Gallen
Anne Weber liest

Die ursprünglich für den 14. März geplante Matinée mit der Trägerin des Deutschen Buchpreises 2020 wird auf den 9. November verschoben. Die Autorin liest aus ihrem Roman «Anette, ein Heldinnenepos» und nimmt uns mit in die Welt der Widerstandskämpferin Anne Beaumanoir.

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«Ein Leseglück von Anfang bis Ende.» – Süddeutsche Zeitung

 

Im Anschluss gibt es die Möglichkeit zu weiteren Gesprächen bei einem kleinen Apéro.

 

Eintritt: Normal Fr. 20.- / Mitglieder Wyborada Fr 15.- / Studierende Fr. 17.- / Caritas Kulturlegi Fr. 5.- / Geflüchtete gratis

Wir bitten um Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

Kunstmuseum, Vortragssaal, Museumsstrasse 32, St.Gallen

 

Mehr zum Buch hier.

Von Anne Weber in unserer Bibliothek zu finden (mehr durch Klick auf Titel):

Ahnen. Ein Zeitreisetagebuch (2016)

Kirio (2020)

 

© Foto: Thorsten Greve

Unser Schutzkonzept finden Sie hier.

 

 

Literaturhaus & Bibliothek stellen sich vor:
#wearewyborada

Das ist Rebecca, erste Hospitantin von Literaturhaus & Bibliothek Wyborada ever! Seit Anfang Februar ist sie mit von der Partie.

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«Ich bin Kunstgeschichtsstudentin und leidenschaftliche Leserin. Meine Begeisterung für die Literatur und die Organisation verschiedenster Projekte hat mich zum Literaturhaus Wyborada geführt. Mein persönliches Highlight? Die Sonntagsmatinée mit Anne Weber im März! Denn was gibt es Schöneres, als den Worten einer Buchpreisträgerin zu lauschen während draussen die ersten Vögel zwitschern?»

Eine Übersicht der bisherigen Veranstaltungen von Literaturhaus & Bibliothek Wyborada ab November 2019.

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Eine Übersicht der bisherigen Veranstaltungen von Literaturhaus & Bibliothek Wyborada ab November 2019.