Programm

Di 7.12.2021 — 19.30 Uhr — Kunstmuseum St. Gallen, Museumstrasse 32
Dana Grigorcea: «Die nicht sterben»

Dana Grigorcea erzählt eine politische Schauergeschichte und verbindet in atmospärischer Weise Vampir- und Ceaușescumythos mit dem postkommunistischen Rumänien. Wir freuen uns, die vielbeachtete und preisgekrönte Schriftstellerin in St. Gallen begrüssen zu dürfen.

weiter ...

Eine junge Bukarester Malerin kehrt nach ihrem Kunststudium in Paris in den Ferienort ihrer Kindheit an der Grenze zu Transsilvanien zurück. In der Kleinstadt B. hat sie bei ihrer grossbürgerlichen Großtante unter Kronleuchtern und auf Perserteppichen die Sommerferien verbracht. Eine Insel, auf der die kommunistische Diktatur etwas war, das man verlachen konnte. «Uns kann niemand brechen», pflegte ihre Großtante zu sagen. Inzwischen ist der Kommunismus Vergangenheit und B. hat seine besten Zeiten hinter sich. Für die Künstlerin ist es eine Rückkehr in eine fremd gewordene Welt, mit der sie nur noch wenige enge Freundschaften und die Fäden ihrer Familiengeschichte verbinden.

Als auf dem Grab Vlad des Pfählers, als Dracula bekannt, eine geschändete Leiche gefunden wird, begreift sie, dass die Vergangenheit den Ort noch nicht losgelassen hat – und der Leitspruch ihrer Großtante zugleich der Draculas ist.

«Die nicht sterben» ist Schauerroman, Fantasy, Satire und Gesellschaftsanalyse in einem. Dana Grigorcea poetische Sprachkraft schafft eine flirrende und sinnliche Atmosphäre und macht aus einem alten Stoff zeitlos starke Literatur.

Moderation: Anya Schutzbach

Im Anschluss an die Veranstaltung laden wir ein zu einem Glas an der Bar des Cafés im Kunstmuseum St. Gallen.

Dana Grigorcea wurde 1979 in Bukarest, Rumänien, geboren. Sie ist eine schweizerisch-rumänische Schriftstellerin und Philologin. Ausserdem ist sie journalistisch tätig, unter anderem für die NZZ, die FAZ und beim Fernsehsender ARTE in Strassburg und war Dozentin für Film an der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK.
Sie wurde mit mehreren Auszeichnungen geehrt, wie dem 3sat-Preis im Rahmen des Ingeborg-Bachmann-Preises 2015 und war auf der Shortlist zum Schweizer Buchpreis (2015).

Eintritt Fr. 20.- / Mitglieder Wyborada und Kunstverein Fr. 15.- / Caritas Kulturlegi Fr. 5.- / Studierende Fr. 17.- / Mitglieder A*dS gratis / Geflüchtete gratis.

Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

Mehr Informationen zum Buch finden Sie in diesem Beitrag des Deutschlandfunk sowie der NZZ. Durch Klick auf das Buchcover erhalten Sie weitere Informationen der Website des Verlags.

Und: Sie finden es auch in unserer Bibliothek in der Davidstrasse!

Schutzmassnahmen: Für unsere Veranstaltungen gilt die sogenannte 3G-Regelung, d.h. zum Einlass ist der Nachweis einer Genesung, vollständigen Impfung oder eines negativen Testergebnisses in Form eines ausgedruckten oder elektronischen gültigen Covid-Zertifikats erforderlich.
Wir folgen bei allen Veranstaltungen den neuesten Corona-Bestimmungen. Unser Schutzkonzept finden Sie hier.

Foto Dana Grigorcea: © Mardiana Sani

#wearewyborada, die Achte

Im Rahmen unserer Aktion #wearewyborada stellen wir an dieser Stelle all jene vor, die Bibliothek & Literaturhaus Wyborada (aus)machen. Daher begrüssen wir hier herzlich Salome, die uns als Hospitantin bis Januar 2022 begleitet.

weiter ...

«Von den Bergen komme ich her. Aus einem Dorf, in dem ein Ziegenbock mit einem Faible für Zierpflanzen, Hobbygärtnerinnen regelmässig schlaflose Nächte beschert. Weg von den Bergen nach St. Gallen zu Bibliothek & Literaturhaus Wyborada hat mich der Hunger nach Büchern getrieben und die Lust am stundenlangen Lesen. Die Bibliothek ist für mich ein Ort der Inspiration, das Literaturhaus bietet Autorinnen und Autoren eine Bühne und lädt das Publikum ein, am Diskurs über Literatur mitzudiskutieren. Momentan studiere ich Kommunikation in Winterthur und freue mich, dass nebst Vorlesungen an den Hochschulen auch Kulturveranstaltungen wieder live stattfinden können. Ich hoffe, es kann so bleiben.

Es gilt: An die Leselampen und hoch die Bücher!»

#hospitanzwyborada #wyboradasanktgallen #literaturhauswyborada #bibliothekwyborada #wearewyborada

Sa 11.12.2021 — 14 bis 16 Uhr — Studio Bibliothek Wyborada oder ONLINE
Wybo Goes Wiki

Mit der Wikipedia-Schreibwerkstatt Frauen sichtbar machen.

weiter ...

Denn Frauen sind auf Wikipedia nicht nur als Schreibende, sondern auch inhaltlich untervertreten.

Wikipedia.org ist an Zugriffen gemessen die sechstgrößte Website der Welt, eine der wichtigsten Quellen für unser kollektives Wissen. Obwohl sie eigentlich allen offensteht, sind neun von zehn Autor*innen weiß und männlich. Warum das ein Problem ist? Weil die Kriterien dafür, was überhaupt als relevantes Wissen gilt, so fast ausschließlich von dieser Gruppe definiert werden. Die Enzyklopädie ist damit ärmer an Erfahrungen, als sie es sein sollte. Das kann sich nur ändern, wenn mehr Frauen* an der Wikipedia mitwirken (Juliane Leopold, missy magazine).

Chris Regn und Daniela Brugger vom kollaborativen Projekt Who writes his_tory! führen deshalb bei uns im Studio der Bibliothek Wyborada eine Schreibwerkstatt für Wikipedia-Einträge durch.

Es werden Fragen rund um Wikipedia beantwortet und erste Schritte zum Erstellen und Editieren von Beiträgen aufgezeigt. Ziel ist das Erstellen von Einträgen zu wichtigen Frauen* aus der Ostschweiz.

Auf die Auftaktveranstaltung folgt ein Edit-a-thon (Schreibwerkstatt) am 23. Januar 2022. SAVE THE DATE

Covid: Wenn es die Situation erlaubt, wird der Wybo-Goes-Wiki-Auftakt im Studio durchgeführt, ansonsten Online. Wybo Goes Wiki findet auf jeden Fall statt!

Platzzahl beschränkt bei Durchführung vor Ort. Es gilt 3G; bringen Sie ihr Zertifikat mit. Beim Online-Workshop besteht keine Platzbeschränkung.

Kosten keine.

Anmeldung erforderlich: bibliothek@wyborada.ch

Wir halten Sie hier und nach Anmeldung auch per Mail auf dem Laufenden!

 

VERANSTALTUNGSHINWEIS So 12.12.2021 – 15 Uhr – Raum für Literatur, St.Leonardstrasse 40, St. Gallen
Buchvernissage mit Erica Engeler und Irène Bourquin

Gerne weisen wir auf eine Veranstaltung des Caracol Verlags hin: Die beiden Ostschweizer Autorinnen Erica Engeler und Irène Bourquin stellen ihre neuen Bücher vor:

weiter ...

Wie Drachenfliegen am Meer von Erica Engeler und Windrose von Irène Bourquin. Musikalisch begleitet werden die Autorinnen von Christian Berger mit seinem OUD, einer Kurzhalslaute aus dem Vorderen Orient. Anschliessend an die Lesung gibt es die Möglichkeit auf weitere Gespräche bei einem Glas Wasser oder Wein.

Weitere Informationen unter www.caracol-verlag.ch

Anmeldung an: sekretariat@caracol-verlag.ch

Mi, Do, Fr und Sa — Bibliothek Wyborada
Biografien

In der Bibliothek Wyborada findest du mehr als 1’500 Biografien von Frauen, die ihrer Zeit oft weit voraus waren – kühn, kritisch, verletzlich, klug, abenteuerlustig.

weiter ...

Die Bibliothek Wyborada, 1986 als Frauenbibliothek und Fonothek gegründet, hält 12’000 Medien für dich bereit. Neben fesselnden Biografien findest du bei uns Literatur zu Feminismus, Gender, Queerness, aktuellen und historischen Frauenthemen, dazu auch Krimis, Literatur von Ostschweizer Schriftstellerinnen und anregende Gegenwartsliteratur von und über Frauen*.

#wearewyborada, die Neunte

Im Rahmen unserer Aktion #wearewyborada stellen wir an dieser Stelle all jene vor, die Bibliothek & Literaturhaus Wyborada (aus)machen. Heute: Barbara, die unsere Abendveranstaltungen als Frau vor Ort tatkräftig unterstützt.

weiter ...

«Als langjährige Bewohnerin der Stadt St. Gallen unterstütze ich als Kultur- und Literaturwissenschaftlerin das Team des Literaturhauses in der Veranstaltungsorganisation.

Dabei erhalte ich Einblicke hinter die Kulissen der verschiedenen Bühnen, kulturellen Veranstaltern und der mir bestens vertrauten städtischen Institutionen. Parallel dazu arbeite ich als Pädagogische Mitarbeiterin für den Mittagstisch Oberstufe Ost in St. Gallen und kann dort mein Wissen als Lehrerin einbringen.

Beides, Bildung und Literatur, sind die Fundamente für eine kulturell empfindsame Gesellschaft, die ein Miteinander und kein Gegeneinander einfordert.

Dies durch meine beruflichen Tätigkeiten vorzuleben, ist mir ein persönliches Anliegen und kann sich in beiden Berufsfeldern optimal entfalten.»

Wir begrüssen Barbara herzlich in unserem Team, dem sie bereits seit Ende Oktober unter die Arme greift, und freuen uns auf die kommende gemeinsame Zeit!

 

#wearewyborada

BESONDERE EMPFEHLUNG 28./29./30. 12. – jeweils ab 10 Uhr – Literaturhaus Liechtenstein, Poststrasse 27, 9494 Schaan
Schreibwerkstatt in Liechtenstein mit José F.A. Oliver

Zum Jahresende schon Pläne? Nach dem erfolgreichen Schreibseminar mit Tom Kummer, das Ende September in der Toskana stattfand, weisen wir gern hin auf die nächste Schreibwerkstatt der «schreibkomplizen»: Drei Tage mit José F. A. Oliver im Literaturhaus Liechtenstein.

weiter ...

Kursleiter ist dismal der renommierte Essayist, Lyriker, Übersetzer und Kurator José F.A. Oliver. Neben einer Lesung der Texte «in Arbeit» steht dabei vor allem der produktive Austausch in der Gruppe sowie in konzentrierten Zweiergesprächen im Fokus. In anregender Atmosphäre auf Augenhöhe kann so den eigenen Stärken und Schwächen begegnet sowie weiterführende Wege des Schreibens besprochen werden.

Die Schreibwerkstatt findet in Kooperation mit den Kolleginnen und Kollegen des Literaturhaus Liechtenstein statt.

Weitere Informationen und Anmeldung über www.schreibkomplizen.net

Foto José F.A. Oliver: © B. Peterson

AUSSCHREIBUNG
Hospitanzen Literaturhaus ab 2022

Das Literaturhaus Wyborada St. Gallen wurde 2019 aus der bereits seit 1986 bestehenden Bibliothek Wyborada heraus gegründet. Dieses noch junge Literaturhaus bietet ab Oktober 2021 wieder neue Hospitanzen an, die auch Einblicke in den Bibliotheksbetrieb bieten.

weiter ...

Zu besetzen sind zwei- bis dreimonatige Hospitanzen im Rahmen eines Pensums bis zu 50%. Dauer und Umfang richten sich nach den Möglichkeiten der Bewerberinnen und Bewerber.

Der Schwerpunkt der Mitarbeit liegt in den Bereichen Kommunikation, Programmkoordination und Veranstaltungsdurchführung. Erste Arbeitserfahrungen im Kultur/Literaturbetrieb sind von Vorteil, aber nicht zwingend. Ein grosses Herz für die Literatur allerdings setzen wir voraus.

Die Tätigkeit teilt sich auf in eine Mitarbeit vor Ort (in den Räumen der Bibliothek Wyborada im Lagerhaus an der Davidstrasse 42 in St. Gallen) und Arbeiten, die im Homeoffice übernommen werden können. Bei Interesse können HospitantInnen auch in die Bibliotheksarbeit hineinschnuppern.

Die Hospitanzen werden mit einem kleinen Honorar vergütet, allfällige Reisekosten können je nach persönlicher Situation übernommen werden.

Ihre Aufgaben

  • Unterstützung der Programmleitung in der Konzeption und Umsetzung von Kommunikations-Massnahmen (on- und offline)
  • Betreuung der Website
  • Bewirtschaftung der Social-Media-Kanäle
  • Eigenständiges Planen und Umsetzen von Teilprojekten
  • Mitarbeit bei Veranstaltungen und deren Organisation
  • AutorInnenbetreuung
  • Pflege der Adressdaten

 

Sie bringen mit

  • Interesse am Literaturbetrieb
  • Interesse an Kultur und an aktuellen gesellschaftlichen Fragen
  • ein (begonnenes oder absolviertes) Hochschulstudium oder
  • Ausbildung im Bereich Kulturmanagement oder Kommunikation
  • Affinität und Freude an digitalen Kanälen sowie dem
  • eigenständigen Verfassen redaktioneller Inhalte
  • Erfahrung mit online-Redaktionssystemen
  • eine rasche Auffassungsgabe und ein Gefühl fürs Wesentliche
  • eine genaue, zuverlässige und selbstständige Arbeitsweise
  • Flexibilität und die
  • Bereitschaft, auch an Abendveranstaltungen teilzunehmen

 

Darüber hinaus sind Sie offen und neugierig, kommunikativ, lesen gern und haben keine Scheu vor Telefonaten. Ausserdem sind Sie sattelfest im Deutschen, schriftlich wie mündlich.

Wir bieten

  • eine vielseitige, anregende Arbeit in engem Austausch mit der Programmleiterin
  • die Weitergabe von Knowhow und Netzwerk im Literaturbetrieb
  • Einblick in die Bibliothekstätigkeit
  • die Freiheit selbstständigen Arbeitens
  • Mitspracherecht und Verantwortung für eigene Projekte
  • flexible Arbeitszeiten (auch home-office)
  • eine flache Hierarchie
  • die Möglichkeit, Erfahrung und Wissen in der Kommunikation zu sammeln und eigene Ideen einzubringen
  • einen Arbeitsplatz nur 5 Minuten vom Bahnhof St. Gallen
  • Einblicke in die kulturelle Landschaft St. Gallens durch die Begleitung vieler kooperativer Projekte

 

Wenn Sie während acht bis zwölf Wochen Einblicke in die Tätigkeiten eines Literaturhauses erhalten möchten und Lust haben, Ihre Energien einzubringen in unser kleines, engagiertes Team, freuen wir uns auf Ihre Bewerbungsunterlagen mit Angabe Ihres möglichen Arbeitsbeginns: literaturhaus@wyborada.ch

Bei Fragen und Unklarheiten wenden Sie sich gern an Anya Schutzbach:

+49 (0)173 344 70 33 (bis zum 24. September)

+41 (0)79 251 3954 (ab dem 27. September)

oder per eMail: literaturhaus@wyborada.ch

Die ersten Veranstaltungen 2022

Ab hier finden Sie die ersten Veranstaltungen im Neuen Jahr. Corona-bedingt mussten einige Lesungen Ende 2021 ausfallen, einige davon konnten aber glücklicherweise ins nächste Jahr verschoben werden. Wir halten Sie auf dieser Homepage sowie über unseren Newsletter auf dem Laufenden. Und freuen uns, Sie bei der ein oder anderen Veranstaltung begrüssen zu können.

weiter ...
Do 13.01.2022 — 19 Uhr — Ort wird noch bekanntgegeben
Judith Keller liest, Sebastian Ryser liest mit: «Oder?»

Die aus dem November herübergerette Lesung der Zürcher Autorin und des aus St. Gallen stammenden Theatermanns eröffnet das Literaturhausprogramm 2022 mit einem kühnen Text, der «souverän auf der Grenze zwischen Nouveau Roman und Sesamstrasse balanciert».

weiter ...

Die junge Autorin Judith Keller ist das, was man einen Geheimtipp nennen könnte, obschon in der sogenannten Szene ihr Name bereits seit ihrem Debüt «Die Fragwürdigen» kursiert. Nun hat sie ihren ersten Roman vorgelegt: «Oder?».

Zusammen mit dem St. Galler Puppenspieler und Regisseur Sebastian Ryser stellt sie ihn (den Roman) und ihre Protagonistinnen Alice und Charli im Rahmen einer szenischen Lesung vor.

Um was es geht? Um Alice und Charli. Zwei schwierige Töchter, deren Leben schlecht verzählt sei, wie sie selbst finden. Also nehmen sie das Heft selbst in die Hand und begeben sich auf die Suche nach ihrem Autor. Damit wird «Oder?» zum Logbuch einer seltsamen Reise, die von den Luchswiesen über den Peloponnes und wieder zurück in die Fantasiewelt Oerlikon führt.

Moderation: Anya Schutzbach

Eintritt Fr. 20.- / Mitglieder Wyborada Fr. 15.- / Caritas Kulturlegi Fr. 5.- / Studierende Fr. 17.- / Mitglieder A*dS gratis / Geflüchtete gratis.

Mehr zu Judith Keller: hier...

Mehr zu Sebastian Ryser: hier…

Mehr zum Buch: hier...

Schutzmassnahmen: Für die Veranstaltung gelten die im Januar gültigen Corona-Regelungen. Unser aktuelles Schutzkonzept finden Sie hier.

Foto Judith Keller: © Ayse Yavas
Foto Sebastian Ryser: © Uwe Arens

Di 25.1.2022 – 19 Uhr – Theater Parfin de Siècle, Mühlensteg 3, St. Gallen
«Alma & Misia – Was tut man nicht alles für ein Genie»

In einer szenischen Lesung nach Ruth Werfel begegnen sich zwei Frauen, die von der regen Kultur des frühen 20. Jahrhunderts zu berichten wissen wie kaum zwei andere: Alma Mahler-Gropius-Werfel und Misia Natanson-Edwards-Sert. Ein Text für drei Personen, zwei Frauen und einen Mann, inszeniert auf der Bühne des Theaters «Parfin de Siècle».

weiter ...

Die Frauen Alma Mahler-Gropius-Werfel und Misia Natanson-Edwards-Sert erzählen sich in einer fiktiven Begegnung ihre aussergewöhnlichen Lebensgeschichten. Als Zeitzeuginnen und Protagonistinnen des kulturellen Lebens im Wien und Paris der Belle Epoque halten sie Rückschau.

Alma ist hinreichend bekannt. Sie plaudert aus dem Nähkästchen ihrer berühmten Bekanntschaften und Beziehungen, wie z.B. über Mahler, A.G. Gropius, Kokoschka, Werfel, Zemlinsky, Schönberg, Berg oder Klimt.

Misia kennt man hierzulande weniger, sie ist gewissermassen das Gegenstück zu Alma und eng befreundet mit den Grossen der Musik- und Kunstszene in Paris: Cocteau, Toulouse-Lautrec, Renoir, Bonnard, Vuillard; sie gehörten zu ihrem engsten Kreis. Doch auch von Debussy, Fauré, Strawinsky oder Diaghilev, dem Gründer der Ballets Russes, weiss sie zu berichten.

Der Mann skizziert in Sequenzen das Verhältnis der jeweiligen Ehemänner oder Geliebten zu den beiden Frauen und zitiert dazu u.a. Gustav Mahler, Cocteau, Oskar Kokoschka, Fauré, A. G. Gropius und Strawinsky.

Als literarische Verkörperungen lesen und spielen (im Bild von links nach rechts): Pia Waibel (Alma), Graziella Rossi (Misia) und Helmut Vogel (alle Männer)

 

Eintritt: Fr. 35.– | Mitglieder Wyborada und Parfin de Siècle Fr 25.– | Studierende Fr. 20.– | Caritas Kulturlegi Fr. 5.– | Mitglieder A*dS und Geflüchtete gratis

Kartenvorverkauf: www.parfindesiecle.ch | Telefon: 071 245 21 10

Schutzmassnahmen: Für die Veranstaltung gilt das im Januar gültige Schutzkonzept. Unser aktuelles Schutzkonzept finden Sie hier.

Eine Veranstaltung des Literaturhaus Wyborada St. Gallen in Kooperation mit dem Theater Parfin de Siècle .

Mi 16.02. 2022 — 19.30 Uhr — Kunstmuseum St. Gallen, Museumsstrasse 32
Lyrik: Levin Westermann liest aus «bezüglich der schatten»

Einer der Träger der Schweizer Literaturpreise zu Gast in St. Gallen: Der Lyriker Levin Westermann.
«du legst die hände / flach auf den tisch. / du sitzt / ganz still und langsam / wird es hell.»

weiter ...

1980 in Meerbusch, geboren, studierte Levin Westermann am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel, wo er mittlerweile auch als freier Schriftsteller lebt und arbeitet. Er wurde für seine Lyrik mit diversen Preisen ausgezeichnet: dem Lyrikpreis «Orphil» (für seinen ersten Gedichtband «unbekannt verzogen»), dem Clemens-Brentano-Preis und dem Literaturpreis des Bundesamts für Kultur für «bezüglich der schatten».

In dieser vierteiligen Komposition schieben sich gegenläufige Realitäten ineinander. Sprechinstanzen – wir, ein Fuchs, Anne Carson, Roland Barthes oder Gott – stehen auf postapokalyptischem Grund, bewahren sich aber den Humor und ihre Ruhe, weil es ohnehin zu spät ist.

»›bezüglich der schatten‹ ist eine Reise ohne Umwege in die Apokalypse. Sprachmächtig beschreibt Levin Westermann die Welt in Auflösung, dem Untergang geweiht. Ein äußerst gelungenes, düsteres Meisterwerk. Aber keine Angst: Der Zustand der Welt birgt keinen wirklichen Grund zur Besorgnis – es ist alles nur Fiktion.« (Michael Ehlers, WDR5)

Moderation: Prof. Dr. Phillip Theisohn, Zürich

Musik (E-Gitarre): Michael Bucher

Im Anschluss an die Veranstaltung laden wir ein zu einem kleinen Apéro Riche an der Bar des Cafés im Kunstmuseum St. Gallen.

Eintritt Fr. 20.- / Mitglieder Wyborada und Kunstverein Fr. 15.- / Caritas Kulturlegi Fr. 5.- / Studierende Fr. 17.- / Mitglieder A*dS gratis / Geflüchtete gratis.

Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

Rezensionen zu «bezüglich der schatten» unter diesem Link.

Für einen Einblick in «farbe komma dunkel» empfehlen wir ein Gespräch zwischen Marion Regenscheit, Lucien Haug und Christoph Keller in ihrem Podcast Eins.Sieben.Drei (Folge 19) sowie diesen literarischen Buchblog.

Schutzmassnahmen: Wir folgen den zu diesem Zeitpunkt geltenden Schutzmassnahmen. Unser Schutzkonzept finden Sie hier.

Foto Levin Westermann: © Bettina Wohlfender

Durch Klick auf die Cover gelangen Sie auf die Website des jeweiligen Bandes.

VERSCHOBEN
Artist’s Choice #8: Vera Ida Müller

Im März 2022 wird Vera Ida Müller «nach den Sternen greifen» …

weiter ...

Im Halbjahresprogramm hatten wir  Artist’s Choice #8 mit Vera Ida Müller auf den 8. Dezember angekündigt. Der Anlass wird ins nächste Jahr verschoben.

Die in Berlin lebende St.Galler Künstlerin wird im Rahmen des Biblioweekends vom 25. bis 27.3.2022 im Studio der Bibliothek Wyborada eine Intervention realisieren.

Wir freuen uns und hoffen Sie dann vor Ort begrüssen zu dürfen!

/// VERSCHOBEN AUF 2022 ///
Judith Hermann, «Daheim»

/// Die Lesung mit Judith Hermann muss leider krankheitsbedingt ausfallen und wird ins Frühjahr verschoben ///

weiter ...

Sie hat ihr früheres Leben hinter sich gelassen, ist ans Meer gezogen, in ein Haus für sich. Ihrem Exmann schreibt sie kleine Briefe, in denen sie erzählt, wie es ihr geht, in diesem neuen Leben im Norden. Sie schliesst vorsichtige Freundschaften, versucht eine Affaire, fragt sich, ob sie heimisch werden könnte oder ob sie weiterziehen soll.

Judith Hermann erzählt von einer Frau, die vieles hinter sich lässt, Widerstandskraft entwickelt und in der intensiven Landschaft an der Küste eine andere wird. Sie erzählt von der Erinnerung. Und von der Geschichte des Augenblicks, in dem das Leben sich teilt, eine alte Welt verlorengeht und eine neue entsteht.

«Mit ihren spröden Figuren, schrägen Bildern und noch mehr Aussparungen ist Judith Hermann ein sehr poetischer und zugleich zeitdiagnostischer Roman gelungen.» (Anne-Sophie Scholl, NZZ am Sonntag)

>>Weitere Einblicke in den Roman finden Sie in diesem Beitrag des Deutschlandfunk, sowie auf der Website des Verlags.

Judith Hermann, 1970 in Berlin geboren, erhielt auf die Veröffentlichung ihrer Romane und Erzählungen ausserordentliche Resonanz und ist unter anderem mit dem Kleist-Preis und dem Friedrich-Hölderlin-Preis ausgezeichnet worden. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Mehr zur Autorin finden Sie hier.

Eintritt Fr. 20.- / Mitglieder Wyborada Fr. 15.- / Caritas Kulturlegi Fr. 5.- / Studierende Fr. 17.- / Geflüchtete gratis. Ebenfalls kostenloser Eintritt für Mitglieder des A*dS.

Begrenzte Platzzahl, wir bitten um Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

>>Schutzmassnahmen: Bei dieser Veranstaltung gilt die 3G-Regel, d.h. für die Teilnahme ist am Einlass der Nachweis einer vollständigen Impfung, einer Genesung oder eines negativen Testergebnisses in Form eines ausgedruckten oder elektronischen Covid-Zertifikats erforderlich. Unser aktuelles Schutzkonzept finden Sie hier.

(Foto Judith Hermann: Michael Witte)

/// VERSCHOBEN AUF 2022 ///
Sandra Lemp / Jörg Kühni: «A POST-GLOBALIZED STYLE BOOK, VOL. 1 oder: Wie aus Sprache Kleidung wird»

Welche persönlichen Geschichten führen zu welchem Kleidungsstück? An welche körperlichen Empfindungen aus Ihrer Kindheit und Jugend können Sie sich in Bezug zu einem bestimmten Kleidungsstück erinnern? – Lesung, Performance und Austausch mit dem Publikum mit Sandra Lemp, Modedesignerin und Jörg Kühni, Grafikdesigner.

weiter ...

Wie aus Sprache Kleidung wird – das klingt wie ein Zaubertrick aus alter Zeit, als Herren mit gespenstisch weissen Fingern im schwarzen Anzug kunstvoll ein Ei in ihren Zylinder legten und kurz darauf eine Taube herausflatterte.

Doch das, was Sandra Lemp (sandralemp.ch) und Jörg Kühni (truc.ch) entwickelt haben, hat weniger mit Zauberei zu tun als vielmehr mit Handwerk, Alltag, Artikulation und körperlichen Empfindungen.

Gemeinsam haben sie einen experimentellen Ansatz für einen individuellen Design- und Herstellungsprozess entwickelt. Sie forderten verschiedene Menschen auf, ihren kindlichen und jugendlichen Vorstellungen über das eigene Erwachsensein nachzuspüren um daraus, unter Ausblendung der dominanten Social-Media-Kultur, persönliche Ausdrucksformen in der Bekleidung herauszubilden. Daraus gestalteten Lemp und Kühni «A Post-Globalized Style Book». Es zeigt fotografische Porträts von zwölf Proband*innen in ihren archetypischen Outfits, die Sandra Lemp – basierend auf deren Aussagen in einem eigens dafür ausgearbeiteten Fragebogen – als Prototypen geschneidert hat.

Über das Erinnern, das Nachspüren von Körperbefindlichkeiten, über das Aufschreiben und Artikulieren dieser Gefühle zum Kleidungsstück der eigenen Vorstellung von sich selbst zu kommen, also: Durch Text, durch Sprache, durch Körperlichkeit, darum wird es an diesem besonderen Abend gehen. Mit von der Partie: Die in St. Gallen geborene Künstlerin Monica Germann (Performance).

Wir freuen uns sehr, ihn gemeinsam mit dem Textilmuseum St. Gallen und vor dem Hintergrund der grossartigen Ausstellung „Robes Politiques“ durchzuführen. Im Anschluss an das Programm besteht Gelegenheit zu Austausch und Diskussion bei einem Glas Wein in der Lounge des Textilmuseums.

Auf Wunsch senden wir Ihnen bei Anmeldung einen Fragebogen zu, mit dem Sie sich selbst auf Spurensuche machen können nach den eigenen körperlichen und textilen Erinnerungen Ihrer Kindheit und Adoleszenz (Mail an literaturhaus@wyborada.ch).

PS: Die Ausstellung «A Post-Globalized Style Book, Vol. 1» war übrigens bislang zu sehen in der Galerie AFFSPACE in Bern und noch bis am 25. September 2021 an der Jahresausstellung der Schule für Gestaltung Bern. Das Buch selbst liegt derzeit erst als Prototyp vor und ist in der Bibliothek Wyborada einsehbar.

Mehr auch unter:

Radio SRF2, zum Nachhören

Edition Hochparterre, zum Nachlesen

Eintritt Fr. 20.- / Mitglieder Wyborada und Textilmuseum Fr. 15.- / Caritas Kulturlegi Fr. 5.- / Studierende Fr. 17.- / Mitglieder A*dS gratis / Geflüchtete gratis

Begrenzte Platzzahl, wir bitten um Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

Wir folgen bei allen Veranstaltungen den aktuellen Corona-Bestimmungen. Unser Schutzkonzept finden Sie hier.

Fotos: Daniel Sutter (Cover-Motiv Prototyp Buch), Jörg Kühni (Ausstellungsraum affspace, Bern)

Eine Übersicht der bisherigen Veranstaltungen von Literaturhaus & Bibliothek Wyborada ab November 2019.

weiter ...

Eine Übersicht der bisherigen Veranstaltungen von Literaturhaus & Bibliothek Wyborada ab November 2019.