Programm
Die Bibliothek Wyborada ist während der Frühlingsferien geschlossen.
Wir sind ab Mittwoch, 22. April wieder für Sie da.🌷
Die gefeierte Lyrikerin und Romanautorin erzählt von Hedda, Artistin im »Alkazar« auf der Reeperbahn in den 1930er Jahren. Als die neuen Uniformen erst vereinzelt im Publikum auftauchen, dann immer mehr werden, wird es für die Mädchen im Varieté gefährlich…
weiter ...Für die neuen Herren sind sie „moralisch verkommen“, die Frauen aus den Bars und Variétés der Hamburger Reeperbahn, von denen viele nichts haben außer ihrem Körper, den sie verkaufen können. Hedda lebt in diesem Milieu, als 1933 die Nazis an die Macht gelangen, sie hat es zur Tänzerin im „Alkazar“ gebracht und spürt nun, wie ihresgleichen unter Druck gerät. Ihr Geliebter wird erschlagen, Kolleginnen werden abgeholt, ins Heim gebracht, zwangssterilisiert. Doch Hedda gibt sich nicht geschlagen, sondern plant für sich und ihren kleinen Bruder die Flucht.
Anja Kampmann rückt Schicksale ins Licht der Aufmerksamkeit, die bisher kaum beachtet wurden: das Leiden der widerständigen kleinen und armen Leute in der NS-Zeit. „Viele Orte und Figuren sind historisch verbürgt“, sagt die Autorin. Sie erzählt von den Nöten in einem Ton, der die Kritiker begeistert. „Ein Roman wie ein literarischer Seiltanz“, lobt der SWR.
Kampmann erzählt die Geschichte einer weiblichen Selbstbehauptung in der patriarchalen Gesellschaft des Nationalsozialismus. Ein soghaftes Buch, historisch grundiert und dabei brandaktuell.
»Ein grosser Gegenwartsroman, der zu den literarisch herausragenden dieses Jahres gehört.« DeutschlandfunkKultur
Eintritt Fr. 20.- / erm. Fr. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis.
Vorverkauf über Eventfrog.ch.
Abendkasse ab 19 Uhr. Für unsere Planung danken wir für Ihre Anmeldung über reservierung@wyborada.ch
Foto ©Maximilian Gödecke
In der Reihe LooT (L-iteratur in Verbindung mit T-heater) werden Personen vorgestellt, die sowohl für die Bühne als auch für Leserinnen und Leser schreiben. Auffallend dabei immer wieder, wie kraftvoll und kühn die Texte dieser Multi-Talente sind! Der Gast unserer 13. Ausgabe der Reihe bespielt darüber hinaus noch ein ganz anderes Genre: Er schreibt Opernlibretti – und zählt zu den gegenwärtig besten und meistgespielten seiner Zunft.
weiter ...Der österreichische Schriftsteller, Dramatiker und Filmregisseur Händl Klaus schreibt für viele „Bühnen“: Neben Theaterstücken auch Hörspiele, Prosa und Drehbücher, die er selbst verfilmt. Ausserdem zählt er zu den wichtigsten Opernlibrettisten der Gegenwart und spielte nach einer Schauspielausbildung in Wien nicht nur am dortigen Schauspielhaus, sondern auch in mehreren Filmen, u. a. von Michael Haneke, Jessica Hausner und Dagmar Knöpfel.
Der Sound von Händel Klaus’ gefeierten Bühnentexten ist einzigartig: zart und rätselhaft, kraftvoll und verstörend. Der am Bielersee lebende Österreicher ist ein Meister der Suggestion, bei ihm ist das Ungesagte das eigentliche Ereignis. Ausgehend von seinem Stück Dunkel lockende Welt sprechen Anya Schutzbach und Martin Bieri mit Händel Klaus über die Kunst der Andeutung und das, was unter der Sprache liegt.
Gespräch plus Text- und Hörproben an der Schnittstelle zwischen Literatur und Inszenierungen, an der Grenze zur vielerlei lockendenden Welten.
Gespräch: Martin Bieri, Dramaturg am Theater St. Gallen und Anya Schutzbach, Literaturhaus St. Gallen
Eine Kooperation mit dem Theater St. Gallen im Rahmen der Gemeinschaftsreihe LooT.
Tickets Fr. 25.- / erm. 20.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); weitere Ermässigungen im Warenkorb des Ticketshops Theater und Konzert St. Gallen. Bestellung telefonisch unter +41 71 242 06 06 oder per E-Mail an kasse@konzertundtheater.ch.
Vorverkauf nur über das Theater St. Gallen über diesen Link. Wichtiger Hinweis: Die Ermässigungen sind erst ab Schritt 2 des Bestellvorgangs im Warenkorb anwählbar!
Restkarten an der Abendkasse des Theaters.
Foto: ©Literaturtage Lana
Wer Richard Butz mit Gefolge durch die Stadt gehen sieht, hört da ein Gedicht, dort eine kleine Geschichte, anderswo ein Satzfragment, manchmal verbunden mit dem Klang seiner Stimme, oft aber auch mit jener von Nathalie Hubler. Rund 40 literarische Spaziergänge sind inzwischen zusammengekommen. Was diese den beiden bedeuten und welchen Dichterinnen und Dichtern sie auf der Spur sind, davon berichten sie im Gespräch mit Ruth Erat.
weiter ...EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada), Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis
TICKETS an der Abendkasse ab 18.30 Uhr. Anmeldung nicht zwingend, aber hilfreich über reservierung@wyborada.ch
Foto Richard Butz (li.): Johannes E. Schläpfer
Foto Nathalie Hubler (re.): Privatarchiv
Buchvernissage. In Kooperation mit dem Vexer Verlag und der Kunst Halle Sankt Gallen. The artist is present: Gespräch und Lesung.
weiter ...Ingeborg Lüscher (*1936) ist eine deutschschweizerische Künstlerin. In den 70er und 80er-Jahren wurden ihre fotografischen Arbeiten und Menschenbilder abseits des künstlerischen Mainstreams immer ephemerer und spiritueller. Ihre Werke befassen sich stets mit grundlegenden Themen wie Feminismus, Leben und Tod, Licht und Dunkelheit und umfassen eine grosse künstlerische und mediale Bandbreite. 1992 bekam Lüscher ihre zweite Einladung zur documenta in Kassel, wo sie einen Teil ihrer Schwefelarbeiten präsentierte. 2011 erhielt sie den Prix Meret Oppenheim des Schweizer Bundesamtes für Kultur, die höchste künstlerische Auszeichnung der Schweiz. 2025 wurde sie mit dem Hans Platschek Preis ausgezeichnet.
Ihr Buch Die Reise – wie ich mir zu sterben wünsche, an dem sie über Jahre arbeitete, erkundet den Raum der Wünsche. Nicht nur für die letzten Momente, sondern für all das, was man vor dem Sterben noch erleben möchte. Alles ist möglich, auch das Unmögliche. Dazu befragte sie hundertfünfzig Menschen, deren Antworten anonymisiert in dieser Buch-Preziose zu finden sind.
Schwarz-Weiss-Fotografien der Künstlerin, die man vermutlich zuerst für Sterne am Nachthimmel hält, sich beim näheren Hinsehen aber als Flechten auf grossen dunklen Steinen zeigen, sind rhythmisch zwischen die Texte gestreut.
Eine Kooperation mit dem Vexer Verlag zu Gast in der Kunst Halle Sankt Gallen.
Begrüssung: Vera Ida Müller, Vexer Verlag
Gespräch: Anya Schutzbach, Literaturhaus St. Gallen
Ingeborg Lüscher
Die Reise – wie ich mir zu sterben wünsche
Hg. Vera Ida Müller
Vexer Verlag St.Gallen/Berlin, 2026
ISBN: 978-3-907112-77-9
42 CHF


Im Rahmen des Jubiläumsfests des Vereins Wyborada, das am 30. Mai ab 18 Uhr gefeiert wird, kommt ein ikonischer Text auf die Bühne: Verena Stefans legendäres Buch «Häutungen», dessen Erscheinen sich in diesem Jahr zum fünfzigsten Mal jährt.
weiter ...«Häutungen». Eine literarisch/politische Eruption, wegweisend für tausende Frauen und Männer. Kaum ein anderes Werk hat so viele Menschen zum Denken und Handeln ermuntert.
Als Verena Stefan 1975, noch keine dreissig, den Text publizierte, traf sie damit einen Nerv – und trifft ihn bis heute. Das Buch wurde hunderttausende Male verkauft, und indem es das Ordnungsgefüge der Sprache aufbricht, fügt es dem Diskurs über Geschlechterrollen und Begehrensstrukturen eine erweiterte Grammatik hinzu.
Ausgehend von “Häutungen” stellte Tabea Steiner eine Collage aus Verena Stefans Werk zusammen. Auszüge, Zitate, Sätze, vielleicht auch nur einzelne Wörter bilden einen dicht gewobenen Sprachteppich, der ergänzt wird mit Auszügen aus Verena Stefans späteren Werken.
Diese Collage bildet die Grundlage für die Text-Bild-Performance brüten wir die welt neu aus, die in der Grabenhalle auf die Bühne gebracht wird. Kathrin Veith (Sprecherin) wird begleitet von Dinah Wernli, die mit Bildern und Farbe die Sprachwelten erweitert. Es wird bewusst auf Musik verzichtet; Sprache, Licht und Farbe sind kraftvoll genug.
Kathrin Veith, Lesende
Kathrin Veith, geboren 1982 in Aarau, arbeitet seit ihrer Ausbildung an der Zürcher Hochschule der Künste (2004 – 2008) als freischaffende Schauspielerin und Sprecherin im In- und Ausland. U.a. an den Ruhrfestspielen Recklinghausen, Stadttheater Konstanz, Schauspielhaus Zürich, Theater Baden-Baden. Weitere Projekte in der freien Szene realisierte sie in der Alten Reithalle Aarau, Theater Roxy, Südpol Luzern, Schlachthaus Theater Bern, Theater Marie. Neben der Bühne arbeite sie auch für Film und Fernsehen, zuletzt war sie im Kinofilm «Sekuritas» von Carmen Stadler, in der Hauptrolle der Nora Falk zu sehen. 2006 und 2007 bekam sie den Studienpreis Migros Kulturprozent und der Friedl Waldstiftung. 2021 wurde sie für einen Atelieraufenthalt des Aargauer Kuratoriums in Berlin ausgewählt. Kathrin Veith lebt mit ihrer Familie in Aarau.
Dinah Wernli, Farbe
Dinah Wernli [*1983] arbeitete als Damenschneiderin in einem Basler Couture-Atelier und als Kindergärtnerin und Primarlehrerin an verschiedenen Schulen, ehe sie Illustration an der Hochschule Luzern Design+Kunst studierte. Seither ist sie als freischaffende Illustratorin und Autorin tätig. Ihr Debüt «Louise» erschien im Oktober 2024 bei Edition Moderne, 2022 erhielt sie den Förderpreis der zeugindesign-Stiftung.
Maja Bagat, Dramaturgie
Maja Bagat ist freischaffende Vermittlerin, Dramaturgin und Produktionsleiterin und wohnt in Basel. Sie hat von 2013 bis 2018 das Theater Junge Marie mitgeleitet und war für die Dramaturgie verantwortlich. Sie arbeitet als Autorin und immer wieder mit verschiedensten Institutionen zusammen, so mit dem Jungen Schauspielhaus Zürich oder dem Stapferhaus Lenzburg.
Eintritt frei, Kollekte.
Anmeldung zum Jubiläumsfest nicht zwingend, aber für unsere Planungen hilfreich: reservierung@wyborada.ch
Foto Kathrin Veith ©Anka Fonseka
Das nächste Programm des Literaturhauses startet nach den Osterferien mit einer der profiliertesten Stimmen der neueren deutschen Literatur – und spannt in Folge den Bogen von einem weiteren Ostschweizer Literaturgespräch, einer neuen Ausgabe der Reihe LooT über das Jubiläumsfest zu «40 Jahre Verein Wyborada», der Buchvernissage einer bemerkenswerten Künstlerin und der Wiederentdeckung eines Bestsellers der 1920er Jahre bis zur grossen «Dernière» der Saison am 1. Juli in der Stiftsbibliothek.
weiter ...Was links und rechts davon geboten wird und wer genau alles zu Gast sein wird, das steht in unserem neuen Programmflyer, der auch in gedruckter Form in der Bibliothek Wyborada aufliegt – und unseren Mitgliedern postalisch zugestellt wird.
(Wenn Sie auch Mitglied werden möchten: Mehr hier!)


In ihrem neuen Buch folgt Judith Hermann den Spuren ihres Grossvaters, der während des Zweiten Weltkriegs für die SS im polnischen Radom stationiert war.
weiter ...Die Erinnerungen sind spärlich, zu seinen Lebzeiten war das Thema in der Familie tabu. Erst nach seinem Tod beginnt Judith Hermann mit ihren Recherchen dazu, welche Rolle er tatsächlich in der Nazizeit ausgeübt hat. Sie reist durch Polen, um Stationen dieser lange verleugneten Geschichte aufzusuchen. Welche Auswirkung hat das wenige Wissen und das Nicht-Darüber-Sprechen in der Familie, und wie kann darüber geschrieben werden?
Kurz darauf reist Hermann zu ihrer Schwester, nach Neapel ins italienische Frühlingslicht. In vielen Gesprächen geht sie dem Erinnern und Vergessen der folgenden Generationen nach. Ebenso magisch wie magnetisch erzählt sie davon, wie fragil wir uns in unseren Leben einrichten und welche Brüche und Beschädigungen so ein Leben mit sich bringt. Und sie zeigt, welche Schönheit sich darin verbergen kann.
Judith Hermann (*1970) wurde für ihr Werk mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der dänische Blixen-Preis für Kurzgeschichten, der Kleist-Preis, der Friedrich-Hölderlin-Preis, der Wilhelm Raabe-Literaturpreis und der Bremer Literaturpreis.
Moderation: Luzia Stettler
Eintritt Fr. 20.- / erm. Fr. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada, Kunstverein St.Gallen); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis.
Vorverkauf über Eventfrog.ch.
RESTKARTEN evtl. an der Abendkasse ab 19 Uhr.
Begreznte Platzzahl – wir empfehlen der Vorverkauf oder eine verbindliche Reservierung über reservierung@wyborada.ch
Foto ©Andreas Reiberg
Aus dem Pilotprojekt «Literaturhaus Schreibkurs» ist eine «Offene Literaturhaus Schreibgruppe» entstanden: Seit Oktober 2025 trifft man sich ein Mal monatlich, um unter der Leitung von Ariane Novel neue Texte zu schreiben oder auch die mitgebrachten zu diskutieren. Die regelmässigen Treffen werden in 2026 fortgesetzt. Bei Interesse wenden Sie sich gern an Anya Schutzbach, literaturhaus@wyborada.ch.
weiter ...Wann muss eine Passage gestrichen werden? Was hilft bei einer Schreibblockade? Wie gehe ich mit Selbstzweifeln um? Wie finde ich meinen ganz persönlichen Stil? – Mit diesen grundlegenden Fragen setzen sich fast alle Schreibenden irgendwann auseinander. Schreiben ist per se eine einsame Tätigkeit und so kommt man schnell ins Hadern, doch das muss nicht immer so sein.
Seit Oktober 2025 trifft sich die Schreibgruppe einmal im Monat. Dieser regelmässige Austausch soll nicht nur helfen, am Ball zu bleiben und die Zeit zum Schreiben zu nutzen, sondern bietet auch Raum, eigene Texte vorzulesen und konstruktives Feedback zu erhalten. Diese Gruppe ist offen für alle, die an ihren Texten arbeiten möchten – unabhängig von Vorkenntnissen.
Geleitet wird die Schreibgruppe von der Lektorin Ariane Novel. Über zehn Jahre hat sie in grossen Verlagen Autor/innen auf dem Weg zur Veröffentlichung begleitet. In der Schreibgruppe teilt sie ihr Wissen, gibt Impulse für neue Schreibübungen und unterstützt die Teilnehmenden bei der Entstehung ihrer Texte.
Anmeldung und Kursgebühr
Die Teilnehmerzahl pro Termin ist auf 10 Personen begrenzt, um einen intensiven und konzentrierten Austausch zu gewährleisten.
Kursgebühr 10 Einheiten (18 Monate gültig), Fr. 350.- / erm. Fr. 300.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen / Bibliothek Wyborada).
Anmeldung und Auskünfte literaturhaus@wyborada.ch
Termine (jeweils 18-20 Uhr)
Montag, 20. April 2026
Montag, 4. Mai 2026
Montag, 1. Juni 2026
Montag, 29. Juni 2026
SOMMERPAUSE
Montag, 24. August 2026
Montag, 7. September 2026
(Die Terminübersicht wird fortlaufend aktualisiert und ergänzt.)
Für den Herbst ist ein Wochenend-Workshop im Appenzellerland in Planung:
Samstag/Sonntag, Kursstunden 10 – 13 Uhr / 1 Stunde Mittagspause / 14 – 17 Uhr. Max. 6 Teilnehmende. Nähere Infos zu Terminen und Konditionen folgen.
Foto: ©Regentaucher Fotografie
Der Literaturhaus Lesekreis /1, «Klassiker der Weltliteratur», widmet sich anlässlich des 250. Geburtstags der berühmten britischen Autorin einem ihrer grossen Romane: «Stolz und Vorurteil». Zwischen Februar und Mai trifft man sich an insgesamt fünf Abenden, um gemeinsam ein Buch zu «erobern», an das man sich allein nicht so recht gewagt hätte – oder das man vielleicht einfach einmal wiederlesen möchte. Info und Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch, Start: 3. Februar.
weiter ...Seit 250 Jahren verzaubert Jane Austen ihre Leserinnen und Leser. Ihre Romane gehören längst zum literarischen Kanon. Mit Ironie, feiner Satire und intensiven Charakterzeichnungen gibt sie ein Bild der Gesellschaft, das bis heute fasziniert. Ihre Geschichten zählen zu den erfolgreichsten Liebesromanen der Weltliteratur – doch sie erzählen auch von Selbstbestimmung, Mut und der Suche nach dem eigenen Platz in der Welt.
Jane Austens beliebtester Roman «Stolz und Vorurteil» ist eine romantische Geschichte über gesellschaftliche Erwartungen, unausgesprochene Wünsche, Missverständnisse – und natürlich die Liebe. Mit feinem Humor und Scharfblick erzählt Austen von zwei Menschen, die sich zunächst nicht ausstehen können und ihre wahren Gefühle hinter Stolz und Vorurteilen verbergen.
Termine jeweils Dienstag, 18.30 – 20 Uhr (Änderungen vorbehalten)
- 3. Februar
- 24. Februar
- 31. März
- 21. April
- 26. Mai
Eine Teilnahme an allen Terminen ist nicht zwingend.
Anmeldung Der Kurs findet statt ab einer Teilnahme von 8 Personen. Um einen intensiven Austausch zu gewährleisten, ist die Anzahl auf max. 10 Personen beschränkt. Anfragen und Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Teilnahmegebühr (5 Termine à 1.5 Std.) Fr. 150.-, zahlbar nach Anmeldung (Überweisung via Einzahlungsschein oder TWINT), vor Ort am ersten Teilnahmetermin oder in der Bibliothek Wyborada zu den Öffnungszeiten.
Das Buch Wir lesen die Jubiläumsausgabe aus dem Reclam Verlag, in der Übersetzung von Christian Grawe. Es gibt darüber hinaus viele weitere Ausgaben, auch unterschiedlicher Übersetzerinnen und Übersetzer – zur besseren Abstimmung über die Seitenzahlen empfiehlt sich jedoch, dass allen Teilnehmenden die gleiche Ausgabe vorliegt.
Das Literaturhaus organisiert eine Sammelbestellung des Buchs durch die Buchhandlung «Zur Rose», St. Gallen. Bei Interesse bitte ein kurzes Mail bis Montag, 26. Januar, 12 Uhr an literaturhaus@wyborada.ch.
Der LL /2, geleitet von Gallus Frei-Tomic, befasst sich ab Februar wie üblich an fünf Abenden mit zwei Titeln der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur: Zunächst mit dem jüngsten Roman von Jürg Beeler, gefolgt von jenem der österreichischen Schriftstellerin Eva Schmidt. An je einem Abend werden die Autorin / der Autor persönlich zu Gast sein und mit den Teilnehmenden über ihr Buch diskutieren. Info und Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch, Start: 3. Februar.
weiter ...Anmeldung Um einen intensiven Austausch zu gewährleisten, ist die Anzahl der Teilnehmenden beschränkt (min. 10 / max. 12 Personen). Anfragen und Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Teilnahmegebühr (5 Termine à 1.5 Std.) Fr. 200.-, inkl. Minimalhonorar und Spesen für die AutorInnen; zahlbar nach Anmeldung (Überweisung via Einzahlungsschein oder TWINT), vor Ort am ersten Teilnahmetermin oder in der Bibliothek Wyborada zu den Öffnungszeiten.
Termine jeweils Dienstags, 19 Uhr im Studio der Bibliothek Wyborada. Ausnahmen: Die Veranstaltungen in Anwesenheit der Autorin, des Autors.
- 3. Februar
- 10. März (mit Jürg Beeler, im Bürgerratssaal des Stadthauses)
- 28. April
- 26. Mai
- 30. Juni (mit Eva Schmidt, im Bürgerratssaal des Stadthauses)
Zu den Büchern, dem Autor und der Autorin
„Der blinde König und sein Narr“ von Jürg Beeler, Dörlemann
Drei Jahre lebte der Erzähler in der Norddeutschen Tiefebene, einer der seltsamsten Gegenden der Welt. Nun will er wieder zurück in den Süden, ans Meer. Kurz vor der Abreise verliebt er sich in eine Frau, die mit einem Papagei lebt. Fliegen kann er nicht, denn er ist auf einem Auge blind, dafür laut für zwei. Der Erzähler schreibt seit Jahrzehnten über Orte der Stille, jetzt soll ausgerechnet er mit einem solchen Krachmacher konkurrieren. Ein Albtraum. Er denkt sich Wege aus, den Schreihals aus dem Weg zu räumen, und ahnt nicht, dass dieser ihn längst durchschaut hat und seine eigenen Massnahmen ergreift. -Ein Roman darüber, wie ein Papagei das Leben eines Schriftstellers auf den Kopf stellt und sein Verhältnis zu den Menschen grundlegend verändert. Und ganz nebenbei und federleicht erzählt er eine Geschichte von Eifersucht, der Liebe zu Büchern, zu Cafés und zur Musik.
Jürg Beeler, geboren 1957 in Zürich, studierte Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft in Genf, Tübingen und Zürich. Lebt in Südfrankreich und Zürich. Für seine literarische Tätigkeit wurde er verschiedentlich ausgezeichnet, u.a. mit dem Schweizerischen Schillerpreis.
„Neben Fremden“ von Eva Schmidt, Jung und Jung
Rosa war Krankenpflegerin, seit sie in Pension ist, hat sie nur mehr wenig mit Menschen zu tun. Die einzige Freundin ist eine ehemalige Kollegin, die Nachbarn halten sie auf Distanz, dabei möchte sie nur helfen. Das Verhältnis zur Mutter war nie gut, es wird nicht besser, seit diese auf Hilfe angewiesen ist und die Tochter mehr und mehr zu vereinnahmen versucht. Und auch einen Mann gibt es, aber der ist verheiratet. Als er überraschend stirbt, bleibt Rosa nur der Campingbus, den er ihr einmal geschenkt hat. Doch was soll sie damit? Ist er eine Chance auf ein anderes Leben, vielleicht die letzte?
Als sie den Aufbruch wagt, erreicht sie ein Brief von ihrem Sohn, der vor Jahren den Kontakt zu ihr abgebrochen hat. Er wollte nichts mehr mit ihr zu tun haben – nun weiß sie immerhin, wo er lebt.
Eva Schmidt debütierte 1985 mit Erzählungen „Ein Vergleich mit dem Leben“, der erste Roman folgte erst zwölf Jahre später. Nach einer Unterbrechung von fast zwanzig Jahren erschienen weitere Romane und Erzählungen, von der Kritik gefeiert.
Foto Gallus Frei-Tomic: © Yves Noir
Dank eines im Treppenhaus installierten Medienrückgabekastens können die Bücher auch ausserhalb der Öffnungszeiten der Bibliothek zurückgebracht werden.
weiter ...Der Medienrückgabekasten steht im Treppenhaus des Lagerhauses.
Der Eingang an der Davidstrasse 42 (Restaurant Lagerhaus) ist jeweils offen:
Dienstag – Freitag 11.30 – 23.00
Samstag 13.00 – 23.00
Sonntag & Montag Ruhetag
Wir sind jeweils am Mittwoch und Donnerstag ab 10:00 Uhr durchgehend bis am Abend um 19:00 Uhr für Sie da.
weiter ...Im Frühling 2023 haben wir bei unseren Nutzer:innen eine Umfrage zu den Öffnungszeiten durchgeführt. Eine klare Mehrheit favorisierte Öffnungszeiten über Mittag und am Abend. In der Folge haben wir die bestehenden Stunden neu verteilt – et voilà!
Die 1986 als Frauenbibliothek gegründete Bibliothek Wyborada beherbergt neben Sachbüchern, Zeitschriften, Biografien, feministischen Krimis und Musik auch Belletristik und Lyrik.
weiter ...An die 4000 Bücher mit Geschichten und Gedichten aus Frauenhand stehen für Sie bereit. St.Galler Autorinnen sind dabei genauso vertreten wie andere wichtige Stimmen aus der ganzen Welt.

Eine Übersicht der bisherigen Veranstaltungen von Literaturhaus & Bibliothek Wyborada ab November 2019.
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