Programm

16.3. — 19.4.2020
geschlossen & verschoben

Aufgrund der jüngsten Anordnungen des Bundes zur Corona-Pandemie bleibt die Bibliothek vorerst geschlossen. Die ausfallenden Veranstaltungen von Literaturhaus & Bibliothek Wyborada werden verschoben.

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Information Bibliothek:
Es werden keine Mahnungen ausgestellt. Die Fristen werden automatisch verlängert bis zum 20.5.2020. Auch aktuell ablaufende Mitgliedschaften werden bis zum 20.5.2020 verlängert. Bestellungen und Reservationen via Online-Katalog sind derzeit nicht möglich. Über Änderungen halten wir hier auf dem Laufenden.

Alternative Lese- oder Hör-Tipps und allerhand Wissenswertes erhältst du per Newsletter.


Wir hoffen, dich bald wieder bei uns zu begrüssen. Bleib gesund!

geplant: Mi 29.4.20 — 20 Uhr — Kult-Bau
Ostschweizer Literaturgespräch #4: Andrea Gerster und Daniel Ammann

«Wenn man schreibt, schreibt man immer über sich selbst.» (Doris Dörrie) – «stimmt so nicht», sagt Andrea Gerster. Daniel Ammann fällt das «so» in ihrer Antwort auf. Daraus entwickelt sich ein Gespräch über das Schreiben und davon leben und wie beides zusammengeht.

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Daniel Ammann liest aus seinem Erzählband Der weisse Schatten und präsentiert poetisch-prosaische Texte.
Andrea Gerster wird eine Passage aus dem Roman Alex und Nelli lesen und vielleicht einen kurzen Einblick in den sich noch in Arbeit befindenden neuen Roman geben.

geplant: Do 23.4.20 — 19 Uhr — A-F-O
Ruth Erat: «Wiborada und Wyborada»

Zum Welttag des Buches liest Schriftstellerin Ruth Erat ihre Collage aus literarischen, historischen, journalistischen und eigenen Texten zur Inklusin Wiborada und zur Bibliothek Wyborada.

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Zu Gast hinter der Bar: SALON NIGGLI’ ZHT mit Ueli Vogt und Gabriela Falkner. In Kooperation mit dem Zeughaus Teufen und der Kantonsbibliothek Appenzell Ausserrhoden.

Veranstaltungsort: Architektur Forum Ostschweiz (A-F-O). Davidstrasse 40, 9000 St.Gallen.

Di 21.4.20 — verschoben, neuer Termin folgt
Dragica Rajčić Holzner: «Glück»

«Glück» erzählt von Ana Jagoda, die aus einem kroatischen Dorf in die USA ausgewandert ist, und ihrer Suche nach der eigenen Geschichte.

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Dragica Rajčić Holzner ist in Split geboren und hat als Autorin 25 Jahre in St.Gallen gelebt. Für ihre Texte und Theaterstücke wurde sie u.a. mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis und dem Lyrikpreis Meran ausgezeichnet.

Sa 4.4.20 — verschoben, neuer Termin folgt
B_east noise: Zine-Workshop

Zines sind selbst produzierte Hefte, mit denen Inhalte ohne grosse Vorkenntnisse niederschwellig kommuniziert werden können. Im Workshop werden mit der Münchner Grafikdesignerin Julia Koschler eigene Zines entwickelt.

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Das queer*feministische, antirassistische Kollektiv B_east noise organisiert politische und kulturelle Veranstaltungen, die offen für alle Geschlechter sind.

In diesem Workshop lernt ihr, wie ihr euer eigenes Zine herstellen könnt! Die kleinen DIY-Hefte sind vor allem durch die Punk- und Riot-Grrrl-Bewegung bekannt, beschäftigen sich aber mit vielfältigen Themen. Wir wollen uns mit kreativen «Freiräumen» beschäftigen, die wir uns inhaltlich wie räumlich immer wieder neu erkämpfen müssen.

Alle Materialien werden bereitgestellt, ihr müsst nur eure Ideen (und im besten Falle noch unendliche, übergalaktische Kreativität) mitbringen. Du hast Fotos, Bilder, Texte, Schnipsel, etc. die du gerne verarbeiten möchtest? Bring sie mit! Oder komm einfach so vorbei und mach spontan etwas. Wir schreiben, kleben, schneiden von 14 Uhr bis 18 Uhr im Archiv für Frauen-, Geschlechter- und Sozialgeschichte Ostschweiz. Es werden auch einige Zines ausliegen, in denen ihr schmökern und euch inspirieren lassen könnt.

Eintritt frei, Anmeldung erwünscht

Archiv
So 8.3.20 — 14 Uhr — Zeughaus Teufen
Salon Niggli: Z.B. Emanzipation

Lesung und Salongespräch zum Internationalen Frauentag mit Diana Dengler, H.R. Fricker, Corinne Gisel und Patricia Holder.

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Im «Salon Niggli» zeigt das Zeughaus Teufen bis Sommer rund 400 Bücher aus dem Verlagsprogramm von Arthur und Ida Niggli. Die Bände sind eine Leihgabe der Kantonsbibliothek Appenzell Ausserrhoden; die Themen reichen vom Appenzeller Bildwitz über Katzen oder die «Geschichte der Erotik» bis zur Zukunft des Wohnens.

Am Internationalen Frauentag liest Schauspielerin Diana Dengler einen Kommentar von Ida Niggli, der 1974 auf Einladung des Appenzeller Kirchenblatts «Magnet» entstanden ist: «Die Frau sei dem Manne untertan …»!? Im anschliessenden Gespräch geht es um den aktuellen Stand in Sachen Gleichberechtigung und die Frage, wo weiter Protest nötig ist und welche Formen er annehmen kann.

Diana Dengler ist Schauspielerin am Theater St.Gallen.
H.R.Fricker ist Künstler und hat mit Ida Schläpfer im Appenzell für die Einführung des Frauenstimmrechts gekämpft.
Corinne Gisel ist ist Kulturpublizistin und Designerforscherin und engagiert sich mit Nina Paim als «common-interest» in diversen queer-intersektionell-feministischen Projekten. Im Juli wird sie mit Nina Paim im Zeughaus auch ihre laufenden Forschungen zum Niggli-Verlag präsentieren.

Eintritt Normal: CHF 10.– / Ermässigt CHF 5.– / Museumspass, Raiffeisenkarte oder Mitglieder des Gönnervereins sind kostenlos.
Zeughaus Teufen, Zeughausplatz 1, 9053 Teufen

Mi 4.3.20 — 20 Uhr — Kult-Bau
Ostschweizer Literaturgespräch #3: Ruth Loosli und Irène Bourquin

Das Ostschweizer Literaturgespräch #3 bringt Ruth Loosli und Irène Bourquin zusammen, die beide mit ihrer Lyrik und Prosa aufgefallen sind.

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Von Ruth Loosli «Hungrige Tastatur», von Irène Bourquin: «Waldmelodie» und «Im Bauch des Hauses». Im Zentrum stehen damit Lyrik und Schreibbilder, Fotografien und Erzählungen.
«Sie beobachtet scharf, ergründet Widersprüchliches, Verluste, das Absurde und kontert mit Menschlichkeit.» So hiess es an den Solothurner Literaturtagen 2019 zu Irène Bourquins Texten. «[…] ich habe mich dem Dichten anvertraut als Handlauf meiner Gegenwart», liest man bei Ruth Loosli.
Mit Textpassagen und dem Gespräch lassen uns die Autor*innen teilnehmen und in diesem weiten Feld mitreden – am 4. März in der schönen KultBau-Atmosphäre nah beim Publikum. Die Gastgeber*innen freuen sich auf die Autor*innen und Gäste.

Dank an Kulturförderung Kanton St.Gallen

Eintritt frei, Bar und Kollekte
Kult-Bau. Konkordiastrasse 27, 9000 St.Gallen

Do 27.2.20 — 20 Uhr — Keller zur Rose
Beatrice Häfliger: «Das Mädchen mit dem Pagenschnitt»

Die Toggenburger Autorin liest aus ihrem Romandebüt.

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«Das Mädchen mit dem Pagenschnitt» erschien 2019 im Wolfbach-Verlag.
Neunundvierzigjährig kündigt Eva abrupt aus Wut ihren Job und fragt sich verstört, wie sie so ohne Rücksicht auf Verluste handeln konnte. Sie beginnt, aus der Erinnerung zu zeichnen. Mit den Augen eines kleinen Mädchens betrachtet sie die Welt der Grossen, in die sie hinein wuchs, und lädt die Leser*innen auf eine Reise in die ländliche Deutschschweiz der 1960er-Jahre ein.

Eintritt: 10 CHF, ermässigt 5 CHF
Keller der Rose. Gallusstrasse 18, 9000 St.Gallen

Sa 22.2.20 — 14 Uhr — Wyborada
«Die besonderen Kinder»: Lesung mit Eveline Ketterer

Die skurrile Kurzgeschichte von Dietmar Paul war ursprünglich ein Beitrag zur Grusellesung «Böse Nacht Geschichten» des St.Galler Theaterensembles «Das Klima».

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Ein idyllischer Weihnachtsmorgen gipfelt in Entsetzen und Ratlosigkeit: Der kleine Viktor trägt plötzlich eine Gasmaske auf dem Gesicht und will sie nicht mehr hergeben. Seine verzweifelten Eltern tun alles, um die «abscheuliche Monstrosität» loszuwerden, doch immer wieder findet sie ihren Weg zurück auf den Kopf des Jungen. Aber das ist erst der Anfang einer Kette von Ereignissen, die die Welt, wie wir sie kennen, für immer verändern werden. Die Schauspielerin und Theaterproduzentin Eveline Ketterer liest zum zweiten Mal im Studio der Wyborada.

Eintritt frei, Kollekte

Sa 15.2.20 — 16 Uhr — Wyborada
Artist’s Choice #2: Karin Karinna Bühler

Die Recherche vor Ort führt zu einer öffentlichen Präsentation.

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Mit «Artist’s Choice» wird der Bestand der Bibliothek und Fonothek mit den Augen von Künstlerinnen und Künstlern aus der Ostschweiz durchforstet. Die Fachbibliothek ist Ort, der zu vertiefter Auseinandersetzung rund um die Geschichte(n) der Frau und der sie prägenden Gesellschaft einlädt. Im Studio, der Schreib- und Lesestube in der Wyborada, hat Karin K. Bühler in Zusammenarbeit mit Sonja Hugentobler die Wandarbeit «Bertha & Brigitte» realisiert. Diese Arbeit dient der Künstlerin als Basis, um dazu mit verschiedenen medialen Mitteln Hintergründiges zu offenbaren.

Dazu gibt’s Brezel & Bier.

Eintritt frei, Kollekte

Bild: Installationsansicht, Karin Karinna Bühler

Mi 22.1.20 — 19 Uhr — Centro Culturale
Gemma Capone: Animaterra

Lesung mit der Rapperswiler Autorin Gemma Capone.

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Veranstaltungsort: Centro Socio Culturale Italiano, Unterer Graben 1, St.Gallen

Gemma Capone stammt aus Montella in Kampanien und lebt in Jona. Sie migrierte aus Italien in die Schweiz und war zunächst Fabrikarbeiterin. Später arbeitete sie für Radio LoRa und schrieb Kolumnen für die kampanische Regionalzeitung «Altirpinia». Ihr Buch «Animaterra» basiert zum Teil auf diesen Kolumnen.

Die Veranstaltung ist zweisprachig italienisch / deutsch.

Musikalische Begleitung: Heinz Bärfuss (Querflöte)

Mi 15.1.20 — 20 Uhr — Kult-Bau
Ostschweizer Literaturgespräch #2: Frauke Jacobi und Julia Sutter

Die Ostschweizer Literaturgespräche sind eine neue Reihe von Literaturhaus & Bibliothek Wyborada: Zwei Autor*innen lesen je eine Passage aus einem eigenen Text und kommen darüber ins Gespräch.

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Frauke Jacobi ist künstlerische Leiterin des Figurentheaters St.Gallen, schreibt Stücke und Hörspiele und führt Regie. Julia Sutter verfasst Gebrauchstexte und schreibt Prosa. Sie hat in Zeitschriften und Anthologien veröffentlicht und arbeitet an ihrem ersten Roman.

Unterstützt durch Kulturförderung Kanton St.Gallen

Eintritt frei, Bar und Kollekte
Kult-Bau. Konkordiastrasse 27, 9000 St.Gallen

Sa 14.12.19 — 16 Uhr — Wyborada
Artist’s Choice #1: H. R. Fricker

Der Bestand der Bibliothek und Fonothek wird mit den Augen von Künstlerinnen und Künstlern aus der Ostschweiz durchforstet.

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Die Recherche vor Ort führt zu einer öffentlichen Präsentation. Mit welchen Augen schaut sich die/der Kunstschaffende den Bestand an? Welche Perlen werden gefischt?

So viel sei schon gesagt: Es werden Bücher zum Thema Frauenstimmrecht und Mythos im Zentrum stehen und der Trogener Künstler H.R. Fricker wird Ida Schläpfer vorstellen, die im Kampf um die Einführung des Frauenstimmrechts sehr prominent geworden ist und nicht an Aktualiät verloren hat.

Dazu gibt’s Glühwein und Brunsli

Bild: H.R. Fricker bei seinen Ausführungen zu Ida Schläpfer

Mi 11.12.19 — 19 Uhr — Centro Culturale
Übersetzungswerkstatt #1: Tina Ginolfi –Elisabeth Heck

Croce e delizia della traduzione poetica – Freud und Leid der Lyrik-Übersetzerin: Die St.Galler Autorin Elisabeth Heck (1925-2017) war sparsam im Umgang mit Worten und konnte in ihrer Poesie gerade so das Unsagbare anrühren.

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Ihre Übersetzerin Liberata Ginolfi sagt dazu: „Tradurre in un’altra lingua dei testi così essenziali diventa un’avventura.“ Durante la serata conosceremo questo lavoro più da vicino. Im Gespräch wird Liberata Ginolfi an ausgewählten Beispielen Freud und Leid der Übersetzungsarbeit aufzeigen. Sie ermöglicht eine Begegnung mit der Poesie und der Prosa von Elisabeth Heck.

Veranstaltungsort: Centro Socio Culturale Italiano, Unterer Graben 1, St.Gallen

Die Veranstaltung ist zweisprachig italienisch / deutsch.

Sa 7.12.19 — 14 Uhr — Wyborada
Eveline Ketterer liest Weihnachtliches

Die Schauspielerin und Theaterproduzentin Eveline Ketterer liest Sami(n)chlaus von Dietmar Paul.

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Kollekte

Sa 30.11. — 19.30 Uhr — Raum für Literatur
Emmy Hennings: «Das Brandmal». Eine szenische Lesung mit Boglárka Horváth

Nach Erscheinen ihres zweiten Romans «Das Brandmal» im Jahr 1920 galt Emmy Hennings als eine der wichtigsten Schriftstellerinnen ihrer Generation.

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Nach Erscheinen ihres zweiten Romans «Das Brandmal» im Jahr 1920 galt Emmy Hennings als eine der wichtigsten Schriftstellerinnen ihrer Generation: «Was in meinen Papieren steht, nämlich daß ich Schauspielerin, Fabrikarbeiterin, Fotografin usw. bin, das besagt nicht viel. Auch ist es nicht wichtig, zu wissen woher ich gekommen bin. Was hat die geographisches Lage meiner Herkunft, mein Geburtsort, mit meiner Heimatlosigkeit zu tun?»

Eintritt: 10 CHF, ermässigt 5 CHF
Raum für Literatur. Hauptpost Eingang St.Leonhardstrasse 40, 3.Stock, 9000 St.Gallen

Mi 27.11. — 20 Uhr — Kult-Bau
Ostschweizer Literaturgespräche #1: Ruth Erat und Theres Roth-Hunkeler

Zum ersten Literaturgespräch treffen sich Ruth Erat und Theres Roth-Hunkeler. Wie lesen sie den Text? Was ist ihnen kostbar daran? Wie oder woraus ist er entstanden? Was bedeutet ihnen das Schreiben?

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Die Ostschweizer Literaturgespräche sind ein offener Dialog über literarisches Schreiben. Zwei Autor*innen lesen je eine Passage aus einem eigenen Text und kommen darüber ins Gespräch: Wie lesen sie den Text? Was ist ihnen kostbar daran? Wie oder woraus ist er entstanden? Was bedeutet ihnen das Schreiben? Zum ersten Literaturgespräch treffen sich Ruth Erat und Theres Roth-Hunkeler.

Eintritt frei, Bar und Kollekte
Kult-Bau. Konkordiastrasse 27, 9000 St.Gallen

Sa 23.11. — 19.30 Uhr — Raum für Literatur
Wiborada und Wyborada – notwendig radikal

Die Textcollage von Ruth Erat erzählt eine Gegen- und Parallelgeschichte zur Schutzheiligen der Bibliotheken und Bücherfreunde.

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Welche Fragen stellen sich mit Wiborada, mit der Inklusion, ihrer Rettung der Bücher, ihrem Tod? Und welche Verknüpfungen ergeben sich zur Bibliothek Wyborada, zu ihren Büchern und ihrer Geschichte?

Ruth Erat (Autorin, Kunstschaffende, Germanistin) führt ins 10. Jahrhundert, stellt fest, wie fremd uns diese Zeit ist, fragt nach der Gegenwart und dem radikalen Ernst, ohne den eine Wiborada undenkbar bleibt und den man dennoch bei Frauen nicht haben will. Sie fragt nach der Inklusion: Wozu diese Grässlichkeit? Rund um den Körper die Mauer. Endgültig. Kein Schritt hinaus. Nie. Nie mehr. […] Ein Leben ohne schweifendes Vagabundieren, ohne hinauszutreten ins Licht der Sonne, in den Blätterschatten der Wälder, dem Wind entgegen, den Schiffen, die wegtragen. Muss, wer eingemauert ist, nicht in der Enge ersticken, in der Reglosigkeit erstarren, im Ausweglosen verzweifeln?

Wer durch St. Mangen kommt, sieht vielleicht abseits des Hauptwegs die Tafel. Wiborada. Hier ummauert gelebt. Märtyrerin. Erste Heilige der römisch-katholischen Kirche. Sonnenlicht liegt auf dem kleinen Platz. Brunnenwasser plätschert vor sich hin. Auf der Bank sitzt ein einzelner Mensch. […] Nett ist es hier, hübsch diese Figur, schmal wie eine Brunnensäule. Und so harmlos?

Eintritt: 10 CHF, ermässigt 5 CHF
Raum für Literatur. Hauptpost Eingang St.Leonhardstrasse 40, 3.Stock, 9000 St.Gallen

1. Veranstaltung — Raum für Literatur
Politische Krimis: Der Mörder ist niemals die Gärtnerin

Else Laudan: Was macht einen feministischen, politisch engagierten Krimi aus? Was macht einen guten Krimi aus?

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Bild: Else Laudan, ©Argument Verlag

Die Verlegerin Else Laudan betreut seit 1988 die Reihe «Ariadne Kriminalromane» im Argument Verlag, Hamburg. Im Vortrag und im Gespräch berichtet sie über ihre Arbeit und aktuelle Trends. In den 1980ern explodierte das Genre des Frauenkrimis und durchbrach die bisherigen Rollenmuster bei Agatha Christie und Dorothy L. Sayers. Im deutschsprachigen Raum wesentlich dazu beigetragen hat die 1988 gestartete Ariadne-Reihe im Argument-Verlag. Ihr Programm lautete: «eingängig und spannend Geschichten erzählen, die gesellschaftliche Widersprüche und Ungerechtigkeiten ausleuchten, Zweifel an kulturellen, moralischen, sozialen Selbstverständlichkeiten wecken, gängige Glücks-, Erfolgs- und Wohlstandsversprechen beargwöhnen und herrschende Ideologien, Dogmen und Normen kritisch hintertreiben.» Die Bewegung der Suche, der Aufdeckung entsprach einem genuin feministischen Anliegen. Die selbstkritisch auftretenden Polizistinnen und Detektivinnen sollten dabei den Leserinnen auch soziale und politische Handlungsanleitungen anbieten.

Else Laudan hat die Reihe seit ihren Anfängen geleitet. Sie hat hunderte von Krimis gelesen, lektoriert und betreut. Während zu Beginn Übersetzungen aus dem Englischen im Vordergrund standen, ging es bald um die Entwicklung einer eigenständigen feministischen Krimikultur in Deutschland. Anhand vieler Beispiele wird sie über ihre Arbeit berichten und aktuelle Trends vorstellen. Was macht einen feministischen, politisch engagierten Krimi aus? Was macht einen guten Krimi aus?

Fr 8.11.2019 20 Uhr
Eintritt: 10 CHF, ermässigt 5 CHF
Raum für Literatur, Hauptpost Eingang St.Leonhardstrasse 40, 3.Stock, 9000 St.Gallen

Sa 16.11. — ab 13 Uhr — Wyborada
Auftaktfest

Jetzt geht’s los!
Zum Auftakt von Literaturhaus & Bibliothek Wyborada gibt es Lesungen, Gespräche und vieles mehr.

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ab 13.00 Uhr – Wyborada
Frauenbibliothek und Wybo-Bar

Bücher, Begegnungen, Kaffee & Kuchen,
Eintopf und Barbetrieb

16.00 Uhr
Treppengeschichten I – Gang

Literarische Kurzlesung von
Claudia Vamvas mit eigenen Texten
und Akkordeon

16.30 Uhr – Flon Atelier
Lese-Gesellschaft:
Die Daten, die ich rief

Diskussion zum Buch von Katharina Nocun mit
Christian Geiger, Chief Digital Officer Stadt St.Gallen
Franziska Ryser, designierte Nationalrätin und Big Data Analystin
Hilal Iscakar, Sozialarbeiterin und Psychologin Stadt St.Gallen, Kinder Jugend Familie
Michel Ketterle, Mitglied von Digitale Gesellschaft und FSFE (Free Software Foundation Europe)
Moderation: Karin K. Bühler

18.00 Uhr
Treppengeschichten II – Treppenhaus

Literarische Kurzlesung mit
Nathalie Hubler

18.30 Uhr – Kunst Halle St.Gallen
Debatte zu Häusern und Netzwerken

Gespräch mit
Isabelle Vonlanthen (Literaturhaus Zürich)
Roman Banzer (Literaturhaus Liechtenstein)
Moderation: Patricia Holder

20.00 Uhr
Treppengeschichten III – Treppenhaus

Literarische Kurzlesung mit
Nathalie Hubler

20.30 Uhr – Lagerhaus
Rat mal, wer zum Lesen kommt I

Menu Surprise mit Überraschungsgast*

21.30 Uhr – Architektur Forum
Rat mal, wer zum Lesen kommt II

Cloud-Literatur mit Jessica Jurassica

Kommt und feiert mit uns!

Orte:
Wyborada, Davidstrasse 42, 1. Stock
Flon Atelier, Davidstrasse 42, 4. Stock
Kunst Halle Sankt Gallen, Davidstrasse 40, Erdgeschoss
Architektur Forum, Davidstrasse 40, 2. Stock
Treppen & Gänge