Programm

Mi. 2.6.2021 — 19:30 Uhr — DenkBar, Gallusstrasse 11
Ostschweizer Literaturgespräch #5: Dorothee Elmiger und Christoph Keller

Christoph Keller meets Dorothee Elmiger: In der fünften Ausgabe der beliebten Ostschweizer Literaturgespräche lädt der bekannte St. Galler Autor (und aktueller Träger des Alemannischen Literaturpreises) Dorothee Elmiger ein – die in Appezöll aufs Gymnasium ging und heute in Zürich lebt und arbeitet. Sie erhielt zahlreiche Literaturpreise, zuletzt war sie mit ihrem Roman «Aus der Zuckerfabrik» auf den Shortlist für den Schweizer und für den Deutschen Buchpreis 2020.

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Zwei Schreibende mit Bezug zur Ostschweiz und internationaler Ausrichtung, Preisträgerin und Preisträger, sind mit ihren neuen Büchern präsent: Es geht um welthaltige Bücher, grenzüberschreitende Texte und Formate und um denkende, recherchierende, erzählende, provozierende Schreibende. Das Wyborada-Format bringt ein Gespräch zwischen zwei Menschen, die etwas zu sagen und sich und uns zuhörend, lesend und diskutierend begegnen.

Dorothee Elmiger, die den Literaturbetrieb der konformen Romanprosa aufmischt – so dass wir von abgestiegenen Lottokönigen und psychisch Kranken ebenso lesen wie von Sklaverei und Kolonialismus  – und Christoph Keller, dessen Homepage uns warnt «Alles hier ist wirklich mit Ausnahme des Autors.» und zu dessen letztem Werk wir lesen: «… eine ebenso unorthodoxe wie provokative Befragung dessen, was es im 21. Jahrhundert bedeutet, ein Mensch mit körperlicher Behinderung zu sein. Was es bedeutet, den Alltag zu bewältigen, zu lieben, zu schreiben, zu reisen (oder eben nicht).»

 

Dorothee Elmiger, 1985 in Wetzikon geboren, studierte Geschichte, Philosophie und Literarisches Schreiben. Für ihr Debüt «Einladung an die Waghalsigen» wurde sie 2010 für den Schweizer Buchpreis nominiert, ihr zweites Werk «Schlafgänger» wurde 2014 mit dem Hermann-Hesse-Förderpreis ausgezeichnet und 2014 und 2020 erneut für den Schweizer Buchpreis nominiert. Zuletzt erschien ihr Buch «Aus der Zuckerfabrik» (Hanser).

 

Christoph Keller, 1963 in St. Gallen geboren, ist der Autor zahlreicher preisgekrönter Romane, unter anderem «Gulp», «Ich hätte das Land gern flach“ und «Der beste Tänzer». Seine Fantasie «Der Boden unter den Füssen» wurde mit dem Alemannischen Literaturpreis 2020 ausgezeichnet. Zuletzt erschien von ihm «Jeder Krüppel ein Superheld: Splitter aus dem Leben in der Exklusion» (Limmat Verlag) sowie als Herausgeber (mit Jan Heller Levi) «The Essential June Jordan» (Copper Canyon Press). Keller, der über zwanzig Jahre in New York gelebt hat, schreibt auf Deutsch und Englisch.

 

© Foto Dorothee Elmiger: Peter-Andreas Hassiepen

© Foto Christoph Keller: Ayşe Yavaş

 

Eintritt Fr. 20.- / Mitglieder Wyborada und Kulturkreis DenkBar Fr. 15.- / Caritas Kulturlegi Fr. 5.- / Studierende Fr. 17.- / Geflüchtete gratis

Begrenzte Platzzahl, wir bitten um Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch.

In Kooperation mit der DenkBar im Zentrum von St. Gallen – wo man auch vorher etwas Kleines essen kann.

Den Büchertisch zur Veranstaltung organisiert freundlicherweise die Buchhandlung zur Rose in St. Gallen. Dort erhalten Sie beide Bücher selbstverständlich auch schon vor dem 2. Juni. Von Dorothee Elmiger in unserer Bibliothek zu finden:

«Einladung an die Waghalsigen» (Roman, 2010) /«Schlafgänger» (Roman, 2014) / mehr zu den Büchern per Klick auf Titel