Programm

Mi. 23.6.2021 — 18 Uhr — DenkBar, Gallusstrasse 11
Simona Pfister (Vortrag): Über Weiblichkeit, Heiligkeit und Fasten

Ab dem Spätmittelalter häufen sich Berichte über weibliche Heilige, die wochen- oder gar monatelang gefastet haben. Die Zürcher Journalistin und Religionswissenschaftlerin Simona Pfister geht diesem Ideal der nicht-essenden, geistig vorbildhaften Frau nach, das auch in unserer Gegenwart und Literatur eine Rolle spielt.

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Über Weiblichkeit, Heiligkeit und Fasten

Sich der Nahrung zu verweigern – das scheint in der Geschichte des christlichen Westeuropas eine spezifisch weibliche Tugend zu sein. So häufen sich ab dem Spätmittelalter Berichte über weibliche Heilige, die wochen- oder gar monatelang gefastet haben sollen und damit ihre Wundertätigkeit und moralische Vorbildhaftigkeit bewiesen. Von männlichen Heiligen sind derartige Praktiken hingegen fast kaum überliefert.

In einem Vortrag mit anschliessendem Gespräch geht Simona Pfister diesem Ideal der nicht-essenden, geistig vorbildhaften Frau nach; von dessen Entstehung im Mittelalter, über die individuellen Geschichten der heiligen Frauen bis hin zur Frage, wie deren Fasten mit den Möglichkeiten des weiblichen Schreibens heute zusammenhängt.

Simona Pfister ist Autorin, Journalistin und Religionswissenschaftlerin. Sie lebt in Zürich und schreibt u.a. für „Das Magazin“ und die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“.

Eintritt Fr. 20.- / Mitglieder Wyborada und Kulturkreis DenkBar Fr. 15.- / Caritas Kulturlegi Fr. 5.- / Studierende Fr. 17.- / Geflüchtete gratis

Wegen begrenzter Platzanzahl Anmeldung unter literaturhaus@wyborada.ch