Programm

Di 7.12.2021 — 19.30 Uhr — Kunstmuseum St. Gallen, Museumstrasse 32
Dana Grigorcea: «Die nicht sterben»

Dana Grigorcea erzählt eine politische Schauergeschichte und verbindet in atmospärischer Weise Vampir- und Ceaușescumythos mit dem postkommunistischen Rumänien. Wir freuen uns, die vielbeachtete und preisgekrönte Schriftstellerin in St. Gallen begrüssen zu dürfen.

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Eine junge Bukarester Malerin kehrt nach ihrem Kunststudium in Paris in den Ferienort ihrer Kindheit an der Grenze zu Transsilvanien zurück. In der Kleinstadt B. hat sie bei ihrer grossbürgerlichen Großtante unter Kronleuchtern und auf Perserteppichen die Sommerferien verbracht. Eine Insel, auf der die kommunistische Diktatur etwas war, das man verlachen konnte. «Uns kann niemand brechen», pflegte ihre Großtante zu sagen. Inzwischen ist der Kommunismus Vergangenheit und B. hat seine besten Zeiten hinter sich. Für die Künstlerin ist es eine Rückkehr in eine fremd gewordene Welt, mit der sie nur noch wenige enge Freundschaften und die Fäden ihrer Familiengeschichte verbinden.

Als auf dem Grab Vlad des Pfählers, als Dracula bekannt, eine geschändete Leiche gefunden wird, begreift sie, dass die Vergangenheit den Ort noch nicht losgelassen hat – und der Leitspruch ihrer Großtante zugleich der Draculas ist.

«Die nicht sterben» ist Schauerroman, Fantasy, Satire und Gesellschaftsanalyse in einem. Dana Grigorcea poetische Sprachkraft schafft eine flirrende und sinnliche Atmosphäre und macht aus einem alten Stoff zeitlos starke Literatur.

Moderation: Anya Schutzbach

Im Anschluss an die Veranstaltung laden wir ein zu einem Glas an der Bar des Cafés im Kunstmuseum St. Gallen.

Dana Grigorcea wurde 1979 in Bukarest, Rumänien, geboren. Sie ist eine schweizerisch-rumänische Schriftstellerin und Philologin. Ausserdem ist sie journalistisch tätig, unter anderem für die NZZ, die FAZ und beim Fernsehsender ARTE in Strassburg und war Dozentin für Film an der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK.
Sie wurde mit mehreren Auszeichnungen geehrt, wie dem 3sat-Preis im Rahmen des Ingeborg-Bachmann-Preises 2015 und war auf der Shortlist zum Schweizer Buchpreis (2015).

Eintritt Fr. 20.- / Mitglieder Wyborada und Kunstverein Fr. 15.- / Caritas Kulturlegi Fr. 5.- / Studierende Fr. 17.- / Mitglieder A*dS gratis / Geflüchtete gratis.

Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

Mehr Informationen zum Buch finden Sie in diesem Beitrag des Deutschlandfunk sowie der NZZ. Durch Klick auf das Buchcover erhalten Sie weitere Informationen der Website des Verlags.

Und: Sie finden es auch in unserer Bibliothek in der Davidstrasse!

Schutzmassnahmen: Für unsere Veranstaltungen gilt weiterhin die sogenannte 3G-Regelung, d.h. zum Einlass ist der Nachweis einer Genesung, vollständigen Impfung oder eines negativen Testergebnisses in Form eines ausgedruckten oder elektronischen gültigen Covid-Zertifikats erforderlich. Dazu kommt ab 6. Dezember die Maskenpflicht in Innenräumen, auch während der Veranstaltungen.

Wir folgen bei allen Veranstaltungen den neuesten Corona-Bestimmungen. Unser Schutzkonzept finden Sie hier.

Foto Dana Grigorcea: © Mardiana Sani