Programm
Ein #MeToo-Roman, inszeniert als «performatives Heilungsmoment». Mit Jessica Jurassica (Text/Performance), Belia Winnewisser (Sound/Vocaldesign) und Anna Dippert (Szenografie/Lichtdesign).
weiter ...«Gaslicht», das neue Buch der Musikerin, Künstlerin, Autorin und Bloggerin Jessica Jurassica, dreht sich um eine Leerstelle in einem Leben, für die es nur unzulängliche Wörter zu geben scheint. Rundendrehend schält «Gaslicht» Zeitschichten ab, häutet das Raumzeitkontinuum, um der anachronistischen Natur des Traumas auf den Grund zu kommen.
Eine Gewalterfahrung hat die Protagonistin zu einer Art Seismograph gemacht. Das Geschehene hallt nach und will aufgezeichnet werden. Sie begibt sich auf eine Reise, New York, Wien, Lissabon, Meran und die Zentralschweiz, im «Gepäck» das fragmentarische Echo ihres Stammbaums: von Urgrossmüttern, die in den 1920ern in Manhattan arbeiteten bis zu Dorothea von Flüe im 14. Jahrhundert.
In der Performance und Inszenierung wird übers Buch hinaus ein Raum geschaffen zur Überwindung der Sprachlosigkeit, die der Erfahrung psychischer Gewalt folgt.