Programm

Mi 29.10.2025 — 20 Uhr — Theater St. Gallen — Lokremise LOK 1 — Grünbergstrasse 7
LꝏT #11: Sibylle Berg, «PNR – La Bella Vita» und «Viel gut essen»

Sibylle Berg hat ein Wohlfühlbuch geschrieben. Ein Wohlfühlbuch für Menschen, die sich extrem ungern wohlfühlen. – Oder: «Manchmal braucht es Utopien, um zu verstehen, wie sehr unsere Welt aus den Fugen geraten ist.» (Sibylle Peine, news.at)

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Die Autorin und Dramatikerin Sibylle Berg galt bislang als «die freundlich unbestechliche Chronistin des alltäglichen Elends», als «die Meisterin des Spotts, eine Virtuosin der Verachtung und des Zorns». Ihre Romane – und auch ihre Stücke – sind der analytische, oft gnadenlose Spiegel einer Gesellschaft, die wir nur zu gut kennen. Was aber passiert, wenn der gutgelaunte Hass von einst einer radikalen Hoffnung gewichen ist?

Hat da jemand Utopie gesagt?

Ja!

Im Rahmen der Reihe LooT, wo Literatur und Theater sich treffen, ist also endlich auch einmal Sibylle Berg zu Gast – pünktlich mit Erscheinen Ihres neuen Buchs. In dem es um Revolutionen geht. Nicht solche, die (fast) jede oder jeder machen kann. Sondern eine, die nur ein paar Nerds schaffen, nämlich: Eine neue Gesellschaftsordnung aufbauen. Nach einer solcherart gelungenen Revolution, die das Finanz- und Gesellschaftssystem sanft beseitigt hat, wird sie endlich errichtet: die schöne neue Welt nach dem Kapitalismus.

Gleichzeitig kommt die Dramatikerin Berg zu Wort, natürlich selbst und im Gespräch mit einem Gegenüber, aber auch durch Auszüge aus einem ihrer Theatertexte, «Viel gut essen», auf die Bühne gebracht von Mitgliedern des Ensembles des Schauspiel St. Gallen.

Im Gespräch mit Andreas Tobler (Tages-Anzeiger) wird so der Bogen gespannt vom Dunklen («Viel gut essen») ins Helle nach der Revolution: «PNR – La Bella Vita».

»Berg knüpft präzise bis ins Detail an unsere Gesellschaft und Gefühle an – und packt dadurch den Leser von innen her, direkt. Michel Houellebecq ist ein lieblicher Chorknabe im Vergleich mit der hochbegabten Kaputt-Schreiberin Sibylle Berg.« Tages-Anzeiger

Sibylle Berg lebt in Zürich. Ihr Werk umfasst 27 Theaterstücke, 15 Bücher und wurde in 34 Sprachen übersetzt. Berg ist Herausgeberin von drei Büchern und verfasst Hörspiele und Essays. Sie erhielt diverse Preise und Auszeichnungen, u. a. den Schweizer Buchpreis, den Grand Prix Literatur, den Bertolt-Brecht-Preis und den Johann-Peter-Hebel-Preis. Seit 2024 ist sie Mitglied des Europäischen Parlaments. Bei Kiepenheuer & Witsch erschienen zuletzt die Romane »GRM/Brainfuck« (2019) und »RCE« (2022) sowie der Gesprächsband »Nerds retten die Welt« (2020) und der Gedichtband »Try Praying« (2024).

Eine Kooperation mit dem Theater St. Gallen im Rahmen der Gemeinschaftsreihe LooT.

Tickets Fr. 25.- / erm. 20.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); weitere Ermässigungen siehe im Warenkorb des Ticketshops Theater und Konzert St. Gallen.

Vorverkauf nur über das Theater St. Gallen über diesen Link. Wichtiger Hinweis: Die Ermässigungen sind erst ab Schritt 2 des Bestellvorgangs im Warenkorb anwählbar!

Restkarten an der Abendkasse des Theaters.

Foto: ©Heta Multanen