Programm

Do 2.12. 2021 — 19.30 Uhr — Kunstmuseum St. Gallen, Museumsstrasse 32
Lyrik: Levin Westermann liest aus «bezüglich der schatten»

Einer der Träger der Schweizer Literaturpreise 2021 zu Gast in St. Gallen: Der Lyriker Levin Westermann.

«du legst die hände / flach auf den tisch. / du sitzt / ganz still und langsam / wird es hell.»

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1980 in Meerbusch, geboren, studierte Levin Westermann am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel, wo er mittlerweile auch als freier Schriftsteller lebt und arbeitet. Er wurde für seine Lyrik mit diversen Preisen ausgezeichnet: dem Lyrikpreis «Orphil» (für seinen ersten Gedichtband «unbekannt verzogen»), dem Clemens-Brentano-Preis und dem Literaturpreis des Bundesamts für Kultur für «bezüglich der schatten».

In dieser vierteiligen Komposition schieben sich gegenläufige Realitäten ineinander. Sprechinstanzen – wir, ein Fuchs, Anne Carson, Roland Barthes oder Gott – stehen auf postapokalyptischem Grund, bewahren sich aber den Humor und ihre Ruhe, weil es ohnehin zu spät ist.

»›bezüglich der schatten‹ ist eine Reise ohne Umwege in die Apokalypse. Sprachmächtig beschreibt Levin Westermann die Welt in Auflösung, dem Untergang geweiht. Ein äußerst gelungenes, düsteres Meisterwerk. Aber keine Angst: Der Zustand der Welt birgt keinen wirklichen Grund zur Besorgnis – es ist alles nur Fiktion.« (Michael Ehlers, WDR5)

Moderation: Prof. Dr. Phillip Theisohn, Zürich

Musik (E-Gitarre): Michael Bucher

Im Anschluss an die Veranstaltung laden wir ein zu einem Apéro an der Bar des Cafés im Kunstmuseum St. Gallen

Eintritt Fr. 20.- / Mitglieder Wyborada und Kunstverein Fr. 15.- / Caritas Kulturlegi Fr. 5.- / Studierende Fr. 17.- / Mitglieder A*dS gratis / Geflüchtete gratis.

Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

Rezensionen zu «bezüglich der schatten» unter diesem Link.

Für einen Einblick in «farbe komma dunkel» empfehlen wir ein Gespräch zwischen Marion Regenscheit, Lucien Haug und Christoph Keller in ihrem Podcast Eins.Sieben.Drei (Folge 19) sowie diesen literarischen Buchblog.

Schutzmassnahmen: Für unsere Veranstaltungen gilt die sogenannte 3G-Regelung, d.h. zum Einlass ist der Nachweis eines Genesung, vollständigen Impfung oder eines negativen Testergebnisses in Form eines ausgedruckten oder elektronischen gültigen Covid-Zertifikats erforderlich. Wir folgen bei allen Veranstaltungen den neuesten Corona-Bestimmungen. Unser Schutzkonzept finden Sie hier.

Foto Levin Westermann: © Bettina Wohlfender

Durch Klick auf die Cover gelangen Sie auf die Website des jeweiligen Bandes.

Di 7.12.2021 — 19.30 Uhr — Kunstmuseum St. Gallen, Museumstrasse 32
Dana Grigorcea: «Die nicht sterben»

Dana Grigorcea erzählt eine politische Schauergeschichte und verbindet in atmospärischer Weise Vampir- und Ceaușescumythos mit dem postkommunistische Rumänien. Wir freuen uns, die vielbeachtete und preisgekrönte Schriftstellerin in St. Gallen begrüssen zu dürfen.

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Eine junge Bukarester Malerin kehrt nach ihrem Kunststudium in Paris in den Ferienort ihrer Kindheit an der Grenze zu Transsilvanien zurück. In der Kleinstadt B. hat sie bei ihrer grossbürgerlichen Großtante unter Kronleuchtern und auf Perserteppichen die Sommerferien verbracht. Eine Insel, auf der die kommunistische Diktatur etwas war, das man verlachen konnte. «Uns kann niemand brechen», pflegte ihre Großtante zu sagen. Inzwischen ist der Kommunismus Vergangenheit und B. hat seine besten Zeiten hinter sich. Für die Künstlerin ist es eine Rückkehr in eine fremd gewordene Welt, mit der sie nur noch wenige enge Freundschaften und die Fäden ihrer Familiengeschichte verbinden.

Als auf dem Grab Vlad des Pfählers, als Dracula bekannt, eine geschändete Leiche gefunden wird, begreift sie, dass die Vergangenheit den Ort noch nicht losgelassen hat – und der Leitspruch ihrer Großtante zugleich der Draculas ist.

«Die nicht sterben» ist Schauerroman, Fantasy, Satire und Gesellschaftsanalyse in einem. Dana Grigorcea poetische Sprachkraft schafft eine flirrende und sinnliche Atmosphäre und macht aus einem alten Stoff zeitlos starke Literatur.

Moderation: Anya Schutzbach

Im Anschluss an die Veranstaltung laden wir ein zu einem Glas an der Bar des Cafés im Kunstmuseum St. Gallen.

Dana Grigorcea wurde 1979 in Bukarest, Rumänien, geboren. Sie ist eine schweizerisch-rumänische Schriftstellerin und Philologin. Ausserdem ist sie journalistisch tätig, unter anderem für die NZZ, die FAZ und beim Fernsehsender ARTE in Strassburg und war Dozentin für Film an der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK.
Sie wurde mit mehreren Auszeichnungen geehrt, wie dem 3sat-Preis im Rahmen des Ingeborg-Bachmann-Preises 2015 und war auf der Shortlist zum Schweizer Buchpreis (2015).

Eintritt Fr. 20.- / Mitglieder Wyborada und Kunstverein Fr. 15.- / Caritas Kulturlegi Fr. 5.- / Studierende Fr. 17.- / Mitglieder A*dS gratis / Geflüchtete gratis.

Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

Mehr Informationen zum Buch finden Sie in diesem Beitrag des Deutschlandfunk sowie der NZZ. Durch Klick auf das Buchcover erhalten Sie weitere Informationen der Website des Verlags.

Und: Sie finden es auch in unserer Bibliothek in der Davidstrasse!

Schutzmassnahmen: Für unsere Veranstaltungen gilt die sogenannte 3G-Regelung, d.h. zum Einlass ist der Nachweis einer Genesung, vollständigen Impfung oder eines negativen Testergebnisses in Form eines ausgedruckten oder elektronischen gültigen Covid-Zertifikats erforderlich.
Wir folgen bei allen Veranstaltungen den neuesten Corona-Bestimmungen. Unser Schutzkonzept finden Sie hier.

Foto Dana Grigorcea: © Mardiana Sani

Einführung — Sa 11.12.2021 — 14 bis 16 Uhr — Studio Bibliothek Wyborada
Wybo Goes Wiki

Mit der Wikipedia-Schreibwerkstatt Frauen sichtbar machen.

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Denn Frauen sind auf Wikipedia nicht nur als Schreibende, sondern auch inhaltlich untervertreten.

Wikipedia.org ist an Zugriffen gemessen die sechstgrößte Website der Welt, eine der wichtigsten Quellen für unser kollektives Wissen. Obwohl sie eigentlich allen offensteht, sind neun von zehn Autor*innen weiß und männlich. Warum das ein Problem ist? Weil die Kriterien dafür, was überhaupt als relevantes Wissen gilt, so fast ausschließlich von dieser Gruppe definiert werden. Die Enzyklopädie ist damit ärmer an Erfahrungen, als sie es sein sollte. Das kann sich nur ändern, wenn mehr Frauen* an der Wikipedia mitwirken (Juliane Leopold, missy magazine).

Chris Regn und Daniela Brugger vom kollaborativen Projekt Who writes his_tory! führen deshalb bei uns im Studio der Bibliothek Wyborada eine Schreibwerkstatt für Wikipedia-Einträge durch.

Es werden Fragen rund um Wikipedia beantwortet und erste Schritte zum Erstellen und Editieren von Beiträgen aufgezeigt. Auf die Auftaktveranstaltung folgt ein Edit-a-thon im Januar 2022.

Ziel ist das Erstellen von Einträgen zu wichtigen Frauen* aus der Ostschweiz.

Platzzahl beschränkt.

Kosten keine.

Covid-Zertifikat erforderlich.

Anmeldung bitte an bibliothek@wyborada.ch

 

 

BESONDERE EMPFEHLUNG 28./29./30. 12. – jeweils ab 10 Uhr – Literaturhaus Liechtenstein, Poststrasse 27, 9494 Schaan
Schreibwerkstatt in Liechtenstein mit José F.A. Oliver

Zum Jahresende schon Pläne? Nach dem erfolgreichen Schreibseminar mit Tom Kummer, das Ende September in der Toskana stattfand, weisen wir gern hin auf die nächste Schreibwerkstatt der «schreibkomplizen»: Drei Tage mit José F. A. Oliver im Literaturhaus Liechtenstein.

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Kursleiter ist dismal der renommierte Essayist, Lyriker, Übersetzer und Kurator José F.A. Oliver. Neben einer Lesung der Texte «in Arbeit» steht dabei vor allem der produktive Austausch in der Gruppe sowie in konzentrierten Zweiergesprächen im Fokus. In anregender Atmosphäre auf Augenhöhe kann so den eigenen Stärken und Schwächen begegnet sowie weiterführende Wege des Schreibens besprochen werden.

Die Schreibwerkstatt findet in Kooperation mit den Kolleginnen und Kollegen des Literaturhaus Liechtenstein statt.

Weitere Informationen und Anmeldung über www.schreibkomplizen.net

Foto José F.A. Oliver: © B. Peterson

AUSSCHREIBUNG
Hospitanzen Literaturhaus ab 2022

Das Literaturhaus Wyborada St. Gallen wurde 2019 aus der bereits seit 1986 bestehenden Bibliothek Wyborada heraus gegründet. Dieses noch junge Literaturhaus bietet ab Oktober 2021 wieder neue Hospitanzen an, die auch Einblicke in den Bibliotheksbetrieb bieten.

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Zu besetzen sind zwei- bis dreimonatige Hospitanzen im Rahmen eines Pensums bis zu 50%. Dauer und Umfang richten sich nach den Möglichkeiten der Bewerberinnen und Bewerber.

Der Schwerpunkt der Mitarbeit liegt in den Bereichen Kommunikation, Programmkoordination und Veranstaltungsdurchführung. Erste Arbeitserfahrungen im Kultur/Literaturbetrieb sind von Vorteil, aber nicht zwingend. Ein grosses Herz für die Literatur allerdings setzen wir voraus.

Die Tätigkeit teilt sich auf in eine Mitarbeit vor Ort (in den Räumen der Bibliothek Wyborada im Lagerhaus an der Davidstrasse 42 in St. Gallen) und Arbeiten, die im Homeoffice übernommen werden können. Bei Interesse können HospitantInnen auch in die Bibliotheksarbeit hineinschnuppern.

Die Hospitanzen werden mit einem kleinen Honorar vergütet, allfällige Reisekosten können je nach persönlicher Situation übernommen werden.

Ihre Aufgaben

  • Unterstützung der Programmleitung in der Konzeption und Umsetzung von Kommunikations-Massnahmen (on- und offline)
  • Betreuung der Website
  • Bewirtschaftung der Social-Media-Kanäle
  • Eigenständiges Planen und Umsetzen von Teilprojekten
  • Mitarbeit bei Veranstaltungen und deren Organisation
  • AutorInnenbetreuung
  • Pflege der Adressdaten

 

Sie bringen mit

  • Interesse am Literaturbetrieb
  • Interesse an Kultur und an aktuellen gesellschaftlichen Fragen
  • ein (begonnenes oder absolviertes) Hochschulstudium oder
  • Ausbildung im Bereich Kulturmanagement oder Kommunikation
  • Affinität und Freude an digitalen Kanälen sowie dem
  • eigenständigen Verfassen redaktioneller Inhalte
  • Erfahrung mit online-Redaktionssystemen
  • eine rasche Auffassungsgabe und ein Gefühl fürs Wesentliche
  • eine genaue, zuverlässige und selbstständige Arbeitsweise
  • Flexibilität und die
  • Bereitschaft, auch an Abendveranstaltungen teilzunehmen

 

Darüber hinaus sind Sie offen und neugierig, kommunikativ, lesen gern und haben keine Scheu vor Telefonaten. Ausserdem sind Sie sattelfest im Deutschen, schriftlich wie mündlich.

Wir bieten

  • eine vielseitige, anregende Arbeit in engem Austausch mit der Programmleiterin
  • die Weitergabe von Knowhow und Netzwerk im Literaturbetrieb
  • Einblick in die Bibliothekstätigkeit
  • die Freiheit selbstständigen Arbeitens
  • Mitspracherecht und Verantwortung für eigene Projekte
  • flexible Arbeitszeiten (auch home-office)
  • eine flache Hierarchie
  • die Möglichkeit, Erfahrung und Wissen in der Kommunikation zu sammeln und eigene Ideen einzubringen
  • einen Arbeitsplatz nur 5 Minuten vom Bahnhof St. Gallen
  • Einblicke in die kulturelle Landschaft St. Gallens durch die Begleitung vieler kooperativer Projekte

 

Wenn Sie während acht bis zwölf Wochen Einblicke in die Tätigkeiten eines Literaturhauses erhalten möchten und Lust haben, Ihre Energien einzubringen in unser kleines, engagiertes Team, freuen wir uns auf Ihre Bewerbungsunterlagen mit Angabe Ihres möglichen Arbeitsbeginns: literaturhaus@wyborada.ch

Bei Fragen und Unklarheiten wenden Sie sich gern an Anya Schutzbach:

+49 (0)173 344 70 33 (bis zum 24. September)

+41 (0)79 251 3954 (ab dem 27. September)

oder per eMail: literaturhaus@wyborada.ch

Mi, Do, Fr und Sa — Bibliothek Wyborada
Biografien

In der Bibliothek Wyborada findest du mehr als 1’500 Biografien von Frauen, die ihrer Zeit oft weit voraus waren – kühn, kritisch, verletzlich, klug, abenteuerlustig.

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Die Bibliothek Wyborada, 1986 als Frauenbibliothek und Fonothek gegründet, hält 12’000 Medien für dich bereit. Neben fesselnden Biografien findest du bei uns Literatur zu Feminismus, Gender, Queerness, aktuellen und historischen Frauenthemen, dazu auch Krimis, Literatur von Ostschweizer Schriftstellerinnen und anregende Gegenwartsliteratur von und über Frauen*.

/// VERSCHOBEN AUF 2022 ///
Judith Hermann, «Daheim»

/// Die Lesung mit Judith Hermann muss leider krankheitsbedingt ausfallen und wird ins Frühjahr verschoben ///

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Sie hat ihr früheres Leben hinter sich gelassen, ist ans Meer gezogen, in ein Haus für sich. Ihrem Exmann schreibt sie kleine Briefe, in denen sie erzählt, wie es ihr geht, in diesem neuen Leben im Norden. Sie schliesst vorsichtige Freundschaften, versucht eine Affaire, fragt sich, ob sie heimisch werden könnte oder ob sie weiterziehen soll.

Judith Hermann erzählt von einer Frau, die vieles hinter sich lässt, Widerstandskraft entwickelt und in der intensiven Landschaft an der Küste eine andere wird. Sie erzählt von der Erinnerung. Und von der Geschichte des Augenblicks, in dem das Leben sich teilt, eine alte Welt verlorengeht und eine neue entsteht.

«Mit ihren spröden Figuren, schrägen Bildern und noch mehr Aussparungen ist Judith Hermann ein sehr poetischer und zugleich zeitdiagnostischer Roman gelungen.» (Anne-Sophie Scholl, NZZ am Sonntag)

>>Weitere Einblicke in den Roman finden Sie in diesem Beitrag des Deutschlandfunk, sowie auf der Website des Verlags.

Judith Hermann, 1970 in Berlin geboren, erhielt auf die Veröffentlichung ihrer Romane und Erzählungen ausserordentliche Resonanz und ist unter anderem mit dem Kleist-Preis und dem Friedrich-Hölderlin-Preis ausgezeichnet worden. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Mehr zur Autorin finden Sie hier.

Eintritt Fr. 20.- / Mitglieder Wyborada Fr. 15.- / Caritas Kulturlegi Fr. 5.- / Studierende Fr. 17.- / Geflüchtete gratis. Ebenfalls kostenloser Eintritt für Mitglieder des A*dS.

Begrenzte Platzzahl, wir bitten um Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

>>Schutzmassnahmen: Bei dieser Veranstaltung gilt die 3G-Regel, d.h. für die Teilnahme ist am Einlass der Nachweis einer vollständigen Impfung, einer Genesung oder eines negativen Testergebnisses in Form eines ausgedruckten oder elektronischen Covid-Zertifikats erforderlich. Unser aktuelles Schutzkonzept finden Sie hier.

(Foto Judith Hermann: Michael Witte)

/// VERSCHOBEN AUF 2022 ///
Sandra Lemp / Jörg Kühni: «A POST-GLOBALIZED STYLE BOOK, VOL. 1 oder: Wie aus Sprache Kleidung wird»

Welche persönlichen Geschichten führen zu welchem Kleidungsstück? An welche körperlichen Empfindungen aus Ihrer Kindheit und Jugend können Sie sich in Bezug zu einem bestimmten Kleidungsstück erinnern? – Lesung, Performance und Austausch mit dem Publikum mit Sandra Lemp, Modedesignerin und Jörg Kühni, Grafikdesigner.

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Wie aus Sprache Kleidung wird – das klingt wie ein Zaubertrick aus alter Zeit, als Herren mit gespenstisch weissen Fingern im schwarzen Anzug kunstvoll ein Ei in ihren Zylinder legten und kurz darauf eine Taube herausflatterte.

Doch das, was Sandra Lemp (sandralemp.ch) und Jörg Kühni (truc.ch) entwickelt haben, hat weniger mit Zauberei zu tun als vielmehr mit Handwerk, Alltag, Artikulation und körperlichen Empfindungen.

Gemeinsam haben sie einen experimentellen Ansatz für einen individuellen Design- und Herstellungsprozess entwickelt. Sie forderten verschiedene Menschen auf, ihren kindlichen und jugendlichen Vorstellungen über das eigene Erwachsensein nachzuspüren um daraus, unter Ausblendung der dominanten Social-Media-Kultur, persönliche Ausdrucksformen in der Bekleidung herauszubilden. Daraus gestalteten Lemp und Kühni «A Post-Globalized Style Book». Es zeigt fotografische Porträts von zwölf Proband*innen in ihren archetypischen Outfits, die Sandra Lemp – basierend auf deren Aussagen in einem eigens dafür ausgearbeiteten Fragebogen – als Prototypen geschneidert hat.

Über das Erinnern, das Nachspüren von Körperbefindlichkeiten, über das Aufschreiben und Artikulieren dieser Gefühle zum Kleidungsstück der eigenen Vorstellung von sich selbst zu kommen, also: Durch Text, durch Sprache, durch Körperlichkeit, darum wird es an diesem besonderen Abend gehen. Mit von der Partie: Die in St. Gallen geborene Künstlerin Monica Germann (Performance).

Wir freuen uns sehr, ihn gemeinsam mit dem Textilmuseum St. Gallen und vor dem Hintergrund der grossartigen Ausstellung „Robes Politiques“ durchzuführen. Im Anschluss an das Programm besteht Gelegenheit zu Austausch und Diskussion bei einem Glas Wein in der Lounge des Textilmuseums.

Auf Wunsch senden wir Ihnen bei Anmeldung einen Fragebogen zu, mit dem Sie sich selbst auf Spurensuche machen können nach den eigenen körperlichen und textilen Erinnerungen Ihrer Kindheit und Adoleszenz (Mail an literaturhaus@wyborada.ch).

PS: Die Ausstellung «A Post-Globalized Style Book, Vol. 1» war übrigens bislang zu sehen in der Galerie AFFSPACE in Bern und noch bis am 25. September 2021 an der Jahresausstellung der Schule für Gestaltung Bern. Das Buch selbst liegt derzeit erst als Prototyp vor und ist in der Bibliothek Wyborada einsehbar.

Mehr auch unter:

Radio SRF2, zum Nachhören

Edition Hochparterre, zum Nachlesen

Eintritt Fr. 20.- / Mitglieder Wyborada und Textilmuseum Fr. 15.- / Caritas Kulturlegi Fr. 5.- / Studierende Fr. 17.- / Mitglieder A*dS gratis / Geflüchtete gratis

Begrenzte Platzzahl, wir bitten um Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

Wir folgen bei allen Veranstaltungen den aktuellen Corona-Bestimmungen. Unser Schutzkonzept finden Sie hier.

Fotos: Daniel Sutter (Cover-Motiv Prototyp Buch), Jörg Kühni (Ausstellungsraum affspace, Bern)

Eine Übersicht der bisherigen Veranstaltungen von Literaturhaus & Bibliothek Wyborada ab November 2019.

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Eine Übersicht der bisherigen Veranstaltungen von Literaturhaus & Bibliothek Wyborada ab November 2019.