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Mi 3.12.2025 — 19 Uhr — Stadthaus St. Gallen, Festsaal — Gallusstrasse 14
Rainer Moritz: «Mögen Sie Madame Bovary? – Lieblingsfiguren der Weltliteratur»

Nach einem facettenreichen, breit gefächerten Programm verabschiedet sich das Literaturhaus aus diesem Jahr mit einem kurzweiligen Literaturabend: Der Autor, Literaturkritiker und langjährige Leiter des Literaturhauses Hamburg Rainer Moritz, manchen auch bekannt als Mitstreiter im Schweizer Literaturclub des SRF, flaniert mit uns über die Avenuen der Literaturgeschichte und stellt uns raunend all jene vor, deren Wege wir kreuzen. Eine Hommage auf die Menschen aus Papier und Druckerschwärze, ohne die unsere Welt nur halb so bunt wäre – und ein Füllhorn von Literaturtipps in der Vorweihnachtszeit.

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Eine einzige Begegnung kann unser Leben verändern – das gilt auch für Begegnungen mit Figuren aus der Literatur. Manchmal kommen wir ihnen so nahe, dass sie uns vertrauter erscheinen als die Menschen in unserer Nachbar- oder Verwandtschaft. Wir finden uns in ihnen wieder, nehmen Anteil an ihren Schicksalen, reiben uns an ihnen und wollen sie nicht mehr missen. Sie bringen uns zum Nachdenken, zum Lachen oder zum Brodeln, nehmen uns mit in fremde Welten und erweitern unseren Horizont.

Rainer Moritz lädt ein zu einem Spaziergang durch die Weltliteratur, begleitet von einer äusserst vielfältigen und höchst subjektiven Auswahl seiner Lieblingsfiguren – von Dagobert Duck über Emma Bovary, Troubadix, Dubslav von Stechlin und den Kleinen Nick bis hin zu Emily Grimes. (Wussten Sie zum Beispiel, dass Goethes Gattin geohrfeigt, Anna Seghers beschimpft oder Samuel Beckett mit einem Zahnstocher konfrontiert wurde?) Für den Abend in St. Gallen setzt Moritz zudem einen besonderen Fokus auf die Frauen in der Weltliteratur.

»Rainer Moritz‘ neues Werk versprüht den Charme des Spezialisten und Trüffelsuchers, der volksnah Lesetipps gibt.« Hamburger Abendblatt

Rainer Moritz, geboren 1958 in Heilbronn. Studium der Germanistik, Philosophie und Romanistik. Promotion 1988. Von 1989 bis 2004 im Verlagswesen tätig. Seit 2005 Leiter des Literaturhauses Hamburg. Literaturkritiker, Autor und Übersetzer.

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

VORVERKAUF über Eventfrog.ch.

ABENDKASSE ab 18.30 Uhr; für unsere Planung danken wir für Ihre Anmeldung über reservierung@wyborada.ch

Foto: ©Brigitte Friedrich

 

Fr 21.11.2025 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost — Eingang St. Leonhard-Strasse 40, 3. Etage
Elisabeth Joris: «Mattmark 1965»

Am 30. August 1965 donnerte eine Eislawine auf die unter dem Allalingletscher liegenden Arbeiterbaracken für den Bau des Staudamms Mattmark und begrub 88 Menschen unter sich; 56 kamen aus Italien…

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Die Herausgeberin lässt die in den Bau involvierten Frauen zu Wort kommen und beleuchtet die Unterschiede in der Erinnerungskultur: In der Schweiz steht Mattmark heute vorwiegend für einen beliebten Wanderweg vom Saastal ins italienische Macugnaga.

Elisabeth Joris (Hg.), freischaffende Historikerin in Zürich, hat zahlreiche Beiträge und mehrere Bücher zum Forschungsschwerpunkt Geschlechtergeschichte im 19. und 20. Jahrhundert veröffentlicht, u. a. zu geschlechtsspezifischen Aspekten der sozialen Bewegungen, der Migration, der Entwicklung im Alpengebiet, der politischen Partizipation und der Arbeit. Sie ist Vizepräsidentin der Stiftung für Erforschung der Frauenarbeit.

Moderation: Marina Widmer

Begrüssung: Maria Pappa

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

VORVERKAUF über Eventfrog.ch.

ABENDKASSE ab 19 Uhr; für unsere Planung danken wir für Ihre Anmeldung über reservierung@wyborada.ch

Foto: ©Florian Bachmann

 

Ostschweizer Literaturgespräch #21 — Mi 12.11.2025 — 19 Uhr — DenkBar — Gallusstrasse 11
Viviane Egli & Jolanda Piniel: «Spurwechsel»

Zwei Autorinnen, die neben und/oder nach einem vielseitigen beruflichen Leben Lyrik und Prosa schreiben, stellen ihr heutiges literarisches Schaffen vor und sprechen über ihren Weg hin zur Dichtung.

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Von der Ethnologie, Publizistik, Redaktion, wissenschaftlichen Mitarbeit und von der Archäologie, Theaterkritik, Geschäftsleitung, der Tätigkeit als Unternehmerin, Veranstalterin und vielem mehr zur Schriftstellerin.

Mehr zu Jolanda Piniel…

Mehr zu Viviane Egli hier und hier…

Gesprächsleitung: Ruth Erat

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada), Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS an der Abendkasse ab 18.30 Uhr. Anmeldung nicht zwingend, aber hilfreich über reservierung@wyborada.ch

 

Fotos:

Viviane Egli (li.) ©Alberto Venzago

Jolanda Piniel (re.) ©Ayse Yavas

STELLENAUSSCHREIBUNG — Bewerbungsfrist: 10. November 2025
Fundraising und Assistenz Geschäftsleitung Literaturhaus St. Gallen (30%)

Das Literaturhaus St. Gallen wurde 2019 aus der bereits seit 1986 bestehenden Bibliothek Wyborada heraus gegründet. Nach einer fünfjährigen Aufbauphase soll das Literaturhaus weiter ausgebaut werden. Für diese attraktive Aufgabe suchen wir eine literaturbegeisterte Person im Bereich Fundraising und als Assistenz der Geschäftsleitung.

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Seit 1986 betreibt der Verein Wyborada die Bibliothek und Fonothek Wyborada, heute ansäsig an der Davidstrasse 42 in St. Gallen. Im Zuge einer Neuausrichtung wurde die Fachbibliothek im Herbst 2019 um ein Literaturhaus erweitert. Ein kuratiertes Programm bietet heute Raum für regionale, nationale und internationale Autor*innen, Performer*innen und Wortschaffende.

Das Literaturhaus St. Gallen ist im Auf- und Ausbau. Für diese attraktive Arbeit suchen wir per 1. Januar 2026 oder nach Vereinbarung eine literaturbegeisterte Person für

Fundraising und Assistenz Geschäftsleitung Literaturhaus St.Gallen (30%)

Aufgabenbereiche:

  • Fundraising
  • Ausbau und Betreuung der ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen
  • Mitarbeit bei Veranstaltungen
  • Ankündigung von Veranstaltungen auf diversen Plattformen

 

Zusätzlich zu den Kernaufgaben übernehmen Sie bei Bedarf weitere Aufgaben, die an die Präsenz vor Ort gebunden sind.

 

Anforderungen:

  • Begeisterung für Literatur und genreübergreifende Formate
  • Erfahrung im Fundraising
  • Arbeitserfahrung in kulturellem Umfeld
  • kommunikative, gut vernetzte Persönlichkeit
  • ausgezeichnetes Organisationsvermögen
  • Kenntnisse im Umgang mit Social Media

 

Wir bieten:

  • eine anspruchsvolle, abwechslungsreiche Tätigkeit in einem attraktiven und profilierten Kulturprojekt
  • ein kleines Team
  • viel Eigenverantwortung und Gestaltungsfreiraum
  • zentral gelegener Arbeitsort in der Nähe des Hauptbahnhofs St. Gallen

 

Für Fragen steht Anya Schutzbach, Geschäftsleitung Literaturhaus St. Gallen, telefonisch unter +41 79 251 3954 oder per Mail unter literaturhaus@wyborada.ch zur Verfügung.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung per Mail bis 10. November 2025 an literaturhaus@wyborada.ch.

Do 6.11.2025 — 19 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost — Eingang St. Leonhard-Strasse 40, 3. Etage
Zsuzsanna Gahse: «Spielbeginn»

In ihrem neuen Buch erzählt die im Thurgau lebende Autorin von Sprache, von ihrer klanglichen Vielfalt, von ihrer Fähigkeit, sich stets neuen Zeiten und Umständen anzupassen, sowie vom unerschöpflichen Archiv, das in jeder Sprache eingelagert ist.

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Und ganz nebenbei zeigt sie, wie modernes Theater zugleich erzählend und szenisch sein kann: Eine  zwölfköpfige Theatertruppe erprobt auf einer Bühne, was Theater sein kann. Sie atmen, wittern, schlucken und pusten, spielen mit ihren Stimmen und Bewegungsmöglichkeiten, dann reden sie los, später singen sie sogar.

Mit auf der Bühne ist eine Erzählfigur, die die Handlung kommentiert und kurze Anweisungen gibt, doch auch die Schauspieler mischen sich mit Improvisationen ein, sodass fortwährend neue Fragen und überraschende Situationen entstehen, mal komisch, mal bedrohlich.

In einem zweiten Teil notiert Anton einzelne Beobachtungen bei einer Reise mit dem Schauspielkollegen Oskar in der Bodensee-Gegend. Beide staunen über die Unterschiede von Aussprache, Tonfall und Tempo in den einzelnen Regionen, zudem versuchen sie, die Sprachen von Reisenden und Migranten wahrzunehmen, sodass auch fremde Sprachen mitspielen.

Moderation: Ruth Erat

Zsuzsanna Gahse, geb. 1946 in Budapest, aufgewachsen in Wien und Kassel, lebte längere Zeit als Schriftstellerin in Stuttgart und Luzern, zurzeit wohnt sie in Müllheim, Schweiz. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen, u. a. aspekte-Literaturpreis (1983), Adelbert-von-Chamisso-Preis (2006), Italo-Svevo-­Preis (2017), Werner-Bergengruen-Preis (2017), Schweizer Grand Prix Literatur (2019).

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

VORVERKAUF über Eventfrog.ch.

ABENDKASSE ab 18.30 Uhr; für unsere Planung danken wir für Ihre Anmeldung über reservierung@wyborada.ch

Foto: ©Maurice Haas

Mi 29.10.2025 — 20 Uhr — Theater St. Gallen — Lokremise LOK 1 — Grünbergstrasse 7
LꝏT #11: Sibylle Berg, «PNR – La Bella Vita» und «Viel gut essen»

Sibylle Berg hat ein Wohlfühlbuch geschrieben. Ein Wohlfühlbuch für Menschen, die sich extrem ungern wohlfühlen. – Oder: «Manchmal braucht es Utopien, um zu verstehen, wie sehr unsere Welt aus den Fugen geraten ist.» (Sibylle Peine, news.at)

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Die Autorin und Dramatikerin Sibylle Berg galt bislang als «die freundlich unbestechliche Chronistin des alltäglichen Elends», als «die Meisterin des Spotts, eine Virtuosin der Verachtung und des Zorns». Ihre Romane – und auch ihre Stücke – sind der analytische, oft gnadenlose Spiegel einer Gesellschaft, die wir nur zu gut kennen. Was aber passiert, wenn der gutgelaunte Hass von einst einer radikalen Hoffnung gewichen ist?

Hat da jemand Utopie gesagt?

Ja!

Im Rahmen der Reihe LooT, wo Literatur und Theater sich treffen, ist also endlich auch einmal Sibylle Berg zu Gast – pünktlich mit Erscheinen Ihres neuen Buchs. In dem es um Revolutionen geht. Nicht solche, die (fast) jede oder jeder machen kann. Sondern eine, die nur ein paar Nerds schaffen, nämlich: Eine neue Gesellschaftsordnung aufbauen. Nach einer solcherart gelungenen Revolution, die das Finanz- und Gesellschaftssystem sanft beseitigt hat, wird sie endlich errichtet: die schöne neue Welt nach dem Kapitalismus.

Gleichzeitig kommt die Dramatikerin Berg zu Wort, natürlich selbst und im Gespräch mit einem Gegenüber, aber auch durch Auszüge aus einem ihrer Theatertexte, «Viel gut essen», auf die Bühne gebracht von Mitgliedern des Ensembles des Schauspiel St. Gallen.

Im Gespräch mit Andreas Tobler (Tages-Anzeiger) wird so der Bogen gespannt vom Dunklen («Viel gut essen») ins Helle nach der Revolution: «PNR – La Bella Vita».

»Berg knüpft präzise bis ins Detail an unsere Gesellschaft und Gefühle an – und packt dadurch den Leser von innen her, direkt. Michel Houellebecq ist ein lieblicher Chorknabe im Vergleich mit der hochbegabten Kaputt-Schreiberin Sibylle Berg.« Tages-Anzeiger

Sibylle Berg lebt in Zürich. Ihr Werk umfasst 27 Theaterstücke, 15 Bücher und wurde in 34 Sprachen übersetzt. Berg ist Herausgeberin von drei Büchern und verfasst Hörspiele und Essays. Sie erhielt diverse Preise und Auszeichnungen, u. a. den Schweizer Buchpreis, den Grand Prix Literatur, den Bertolt-Brecht-Preis und den Johann-Peter-Hebel-Preis. Seit 2024 ist sie Mitglied des Europäischen Parlaments. Bei Kiepenheuer & Witsch erschienen zuletzt die Romane »GRM/Brainfuck« (2019) und »RCE« (2022) sowie der Gesprächsband »Nerds retten die Welt« (2020) und der Gedichtband »Try Praying« (2024).

Eine Kooperation mit dem Theater St. Gallen im Rahmen der Gemeinschaftsreihe LooT.

Tickets Fr. 25.- / erm. 20.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); weitere Ermässigungen siehe im Warenkorb des Ticketshops Theater und Konzert St. Gallen.

Vorverkauf nur über das Theater St. Gallen über diesen Link. Wichtiger Hinweis: Die Ermässigungen sind erst ab Schritt 2 des Bestellvorgangs im Warenkorb anwählbar!

Restkarten an der Abendkasse des Theaters.

Foto: ©Heta Multanen

 

Di 28.10.2025 — 19.30 Uhr (!) — Palace — Zwinglistr. 3, Blumenbergplatz
Nadia Brügger, Valerie-Katharina Meyer: «Widerstand und Übermut»

Na­dia Brüg­ger und Va­le­rie-Ka­tha­ri­na Mey­er (Hg.) über be­kann­te und ver­ges­se­ne Schweizer Au­torin­nen der 1970er-Jah­re. Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe «Erfreuliche Universität» des Palace St. Gallen. ACHTUNG: Türöffnung 19 Uhr, Beginn 19.30 Uhr – nicht, wie im gedruckten Programmheft ausgeschrieben, 20 Uhr.

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Die 70er waren für die Frauen in der Schweiz eine Aufbruchszeit: sie erkämpften das Frauenstimmrecht, eröffneten das erste Frauenhaus, gründeten Verlage und Frauenbuchläden. Auch die literarische Produktion von Frauen nahm zu. Manche Autorinnen kennen wir bis heute, viele gingen in der Geschichte vergessen.

Die Herausgeberinnen blicken zurück und zeigen, wie Frauen wie Gertrud Leutenegger, Laure Wyss, Hanna Johansen oder die Ostschweizerin Helen Meier die Schweizer Literaturlandschaft verändert haben.

«Endlich gibt es auch in der Schweiz einen weiblichen Kanon.» Die Zeit

 

Nadia Brügger und Valerie-Katharina Meyer haben an der Universität Zürich in Germanistik promoviert. Neben ihrer akademischen Forschungsarbeit sind sie als Jurorinnen, Moderatorinnen und Lektorinnen im schweizerischen Literaturbetrieb tätig. «Widerstand und Übermut» ist ihr erstes gemeinsames Buchprojekt.

In Kooperation mit dem Palace St. Gallen und dem Archiv für Frauen- und Sozialgeschichte Ostschweiz.

Eintritt Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen, Bibliothek Wyborada und Archiv für Frauen- und Sozialgeschichte Ostschweiz); Kulturlegi Fr. 5.- (nur mit Ausweis gültig)

Tickets nur über das Palace St. Gallen.

Türöffnung: 19.00 Uhr, Beginn* 19.30 Uhr.

*Beginn nicht 20 Uhr, wie im gedruckten Programmheft ausgeschrieben

Foto: Nadia Brügger (li.), Valerie-Katharina Meyer (re.) ©Anja Fonseka

GLÜCKWUNSCH!
Wir gratulieren Dorothee Elmiger zum Deutschen Buchpreis 2025

…und erinnern uns noch gut an den wundervollen Abend mit ihr am 1. Oktober in der Lokremise St. Gallen. Wohl alle die dabei waren, würden es bestätigen: Der Preis ist absolut verdient. Alles Gute für den Weg, den sie und «Die Holländerinnen» jetzt nehmen!

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So 12.10.2025 — 19.30 Uhr — Forum Pfalzkeller St. Gallen — Klosterhof
Christian Kracht: «Air»

Jedes Buch von Christian Kracht ist ein Ereignis. Es begann mit «Faserland» und fand seinen vorläufigen Höhepunkt mit «Eurotrash». In diesem Jahr erschien mit «Air» der nächste Roman des «wichtigsten Schweizers, den die deutsche Literatur hat», so das Literaturhaus Frankfurt in seiner Ankündigung. Um was geht es?

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In der kleinen schottischen Stadt Stromness auf den Orkney Inseln lebt Paul, ein Schweizer Dekorateur und Inneneinrichter. Als er von einem Design-Magazin einen obskuren, aber lukrativen Auftrag aus Norwegen erhält, begibt er sich auf eine Reise, die ihn an die Grenzen seiner Welt und weit darüber hinaus führt.

Der neue Roman des Kultautors ist «…ein aussergewöhnliches Stück Literatur, das wunderbar und wie ein Solitär aus der zeitgenössischen Produktion herausragt», so der Tagesspiegel. Kracht führt uns darin in eine Parallelwelt, in der ein rachsüchtiger Fürst die Bevölkerung einer geheimnisvollen Steinstadt unterjochen will.

Aus dem Geiste einer radikalen Romantik erzählt er eine faszinierende Geschichte vom Hier und vom Dort, die uns aus unserer spätmodernen, leerlaufenden Zivilisation in eine gleissende, verspiegelte Landschaft der Literatur. Unser Leben: ein Traum.

 

Christian Kracht, geb. 1966 in der Schweiz. Seine Romane »Faserland«, »1979«, »Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten«, »Imperium«, »Die Toten« und »Eurotrash« sind in über 30 Sprachen übersetzt. Hier gehts zur Website des Autors.

EINTRITT Fr. 25.- / erm. 20.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

VORVERKAUF über Eventfrog.ch.

ABENDKASSE ab 19 Uhr. Zur besseren Planung danken wir für eine Anmeldung über reservierung@wyborada.ch

Foto: ©David Lieske

 

Mi 1.10.2025 — 20 Uhr — Theater St. Gallen — Lokremise LOK 1 — Grünbergstrasse 7
LꝏT #10 — Dorothee Elmiger: «Die Holländerinnen»

Ostschweizer Buchpremiere: Dorothee Elmiger präsentiert ihren neuen Roman im Rahmen Gemeinschaftsreihe «LooT» von Literaturhaus und Theater. Eine beunruhigende Geschichte von Menschen und Monstren, von Furcht und Gewalt, von der Verlorenheit im Universum und vom Versagen der Erzählungen.  

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Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Strassenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter Theatermacher, der sie für sein neuestes Vorhaben zu gewinnen versucht – ein in den Tropen angesiedeltes Stück, die Rekonstruktion eines Falls. Wenige Wochen später bricht sie auf, um sich der Theatergruppe auf ihrem Gang ins tiefe Innere des Urwalds anzuschliessen…

Wer diesen Text betritt, fällt in den Abgrund unserer Welt und blickt mit aufgerissenen Augen in die Finsternis.

 

Dorothee Elmiger, geb. 1985 im Appenzell, lebt als freie Autorin und Übersetzerin in New York. Ihre Bücher »Einladung an die Waghalsigen« (2010), »Schlafgänger« (2014) und »Aus der Zuckerfabrik« (2020) wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt, für die Bühne adaptiert und vielfach ausgezeichnet.

Moderation: Martin Bieri.

Eine Kooperation mit dem Theater St. Gallen.

TICKETS Fr. 25.- / erm. 20.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); weitere Ermässigungen.

VORVERKAUF nur über das Theater St. Gallen über diesen Link.

RESTKARTEN an der Abendkasse des Theaters.

Foto: ©Georg Gatsas

*** AUSVERKAUFT *** Mi 24.9.2025 — 19 Uhr — Stiftsbibliothek St. Gallen, Barocksaal, Klosterhof 6d
Sandra Richter: «Rainer Maria Rilke oder Das offene Leben»

Die Veranstaltung ist ausverkauft. Eine Warteliste wird nicht geführt.

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Rainer Maria Rilke – seine epochemachende Literatur hallt bis heute nach. Wer aber war Rainer Maria Rilke? – Anlässlich seines 150. Geburtstags widmen sich drei St. Galler Institutionen gemeinsam diesem rastlosen Geist, das Literaturhaus St. Gallen, die J.S. Bach-Stiftung und die Stiftsbibliothek St. Gallen. Bach trifft Rilke: Lesung, Musik, Gespräch.

Offen sein und schreiben, mehr wollte Rilke nicht: ein bescheidener und zugleich anspruchsvoller Wunsch. Als Autor erfuhr er »das ganze Leben […], als ob es mit allen seinen Möglichkeiten mitten durch ihn durchginge«.

Sandra Richter, Literaturwissenschaftlerin, Direktorin des Deutschen Literaturarchivs Marbach und Autorin der jüngst bei Insel erschienen Biografie arbeitet mit neuen Quellen, die mit Ankauf des grossen Rilke-Archivs nach Marbach gelangt sind. In ihrem Buch erscheint der Autor nicht als der weltabgewandte Einsiedler, sondern robust, durchsetzungsfähig, heiter und selbstironisch – und in Finanzdingen beschlagener, als man gemeinhin annimmt. Im Gespräch mit Anya Schutzbach, Leiterin des Literaturhauses St. Gallen, stellt sie diese Kultfigur einer ganzen Epoche in ein neues Licht.

Ein ganz eigenes Licht werfen Musiker/innen der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen auf Rilkes Werk und Wesen. Entlang zentraler Themen, die seine Texte durchziehen, interpretieren sie den Dichter auf ihre Weise – und spannen auch mittels ihrer historischen Instrumente einen zeitübergreifenden Bogen vom Barock bis ins späte 19. und frühe 20. Jahrhundert. Mit Jennifer Ribeiro Rudin (Gesang) und Daniel Rosin (Violoncello).

Literaturhaus und Bachstiftung freuen sich sehr, dass diese Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Stiftsbibliothek in deren Barocksaal stattfinden kann. Das Weltkulturerbe bietet den adäquaten Rahmen für eine Begegnung zweier künstlerischer Solitäre, die nur ausserhalb der gängigen Limitationen von Raum und Zeit möglich ist.

 

*** Die Veranstaltung ist ausverkauft ***

 

EINTRITT Fr. 30.- / erm. 25.-* (*Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada, Förderkreis J.S. Bach-Stiftung St. Gallen, Freundeskreis der Stiftsbibliothek St. Gallen)

VORVERKAUF nur über die J.S. Bach-Stiftung St. Gallen über diesen Link. RESTKARTEN an der Abendkasse ab 18:45 Uhr. Begrenzte Platzzahl, Tickets im Vorverkauf empfohlen.

Foto Sandra Richter: David Ausserhofer

Eine gemeinsame Veranstaltung von Literaturhaus St. Gallen, der J.S. Bach-Stiftung und der Stiftsbibliothek St. Gallen.

seit Di 23. September — Literaturhaus Lesekreis /2 — Gegenwartsliteratur
Vincenzo Todisco: «Der Geschichtenabnehmer» und Ulrike Ulrich: «Zeit ihres Lebens»

Der LL /2, geleitet von Gallus Frei-Tomic, befasst sich ab September mit Vincenzo Todiscos «Der Geschichtenabnehmer», ab November mit dem neuen Roman von Ulrike Ulrich, «Zeit ihres Lebens».

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Lesen ist das eine, aber mit andern unverkrampft über das Gelesene in Austausch treten und sich mit den entsprechenden Schriftstellerinnen und Schriftstellern austauschen ist noch viel, viel intensiver.

In diesem Lesekreis widmen sich die Teilnehmenden in fünf Treffen von September bis Januar aktuellen Neuerscheinungen. Neben Hintergrundinformationen zu den AutorInnen und ihren Büchern, informiert Gallus Frei-Tomic über weitere Perlen der Gegenwartsliteratur und Literaturrosinen im Veranstaltungskalender.
Das Besondere an diesem Lesekreis: Ein Abend mit der Autorin / dem Autor im kleinen Kreis bietet die seltene Gelegenheit zu einem quasi «privaten» Gespräch über das Buch, ihr Schreiben.

Anmeldung, Teilnahmegebühr

Um einen intensiven Austausch zu gewährleisten, ist die Anzahl der Teilnehmenden beschränkt (min. 10 / max. 12 Personen). Anfragen und Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Teilnahmegebühr: (5 Termine à 1.5 Std.) Fr. 200.-, zahlbar nach Anmeldung (Überweisung via Einzahlungsschein oder TWINT), vor Ort am ersten Teilnahmetermin oder in der Bibliothek Wyborada zu den Öffnungszeiten.

Termine

jeweils Dienstags, 19 Uhr im Studio der Bibliothek Wyborada. Ausnahmen: Die Veranstaltungen in Anwesenheit der Autorin, des Autors.

  • 23. September
  • 21. Oktober (mit Vincenzo Todisco, im Bürgerratssaal des Stadthauses)
  • 11. November
  • 16. Dezember
  • 13. Januar 2026 (mit Ulrike Ulrich, im Bürgerratssaal des Stadthauses)

 

Foto Gallus Frei-Tomic: © Yves Noir

*** Diese Veranstaltung fällt leider aus *** Di 23.9.2025 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur
A. L. Kennedy: «Alle freuen sich»

Die Veranstaltung mit A.L. Kennedy am 23. September 2025 muss wegen Erkrankung der Autorin leider abgesagt werden. Wir bedauern dies sehr. Bereits gekaufte Tickets werden zurückerstattet.

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Eine Panik-Attacke mitten in einem Londoner Bahnhof, eine frisch verheiratete Frau, die unsicher ist, ob sie nicht doch einen Fehler gemacht hat, oder eine Protagonistin, die sich nach dem Verlust von Mann, Tochter und Mutter in einem neuen Leben einrichten muss – die schottische Schriftstellerin ist bekannt dafür, sich mit den dunklen Seiten der Gesellschaft auseinanderzusetzen, den entsprechend unangenehmen Fragen aber mit Humor und leisem Optimismus zu begegnen. In den dreizehn in diesem Buch versammelten Erzählungen schreibt Kennedy mit so viel Mitgefühl, dass sie auch wenig optimistischen Leserinnen und Lesern Hoffnung gibt. Und auch der bekannte ironische, trockene Humor, den man von A. L. Kennedy kennt, fehlt in diesen Texten nicht.

Sprachlich eindrücklich und mit inhaltlichem Tiefgang beweist die Autorin einmal mehr, wie sehr ihr die dichte Form der Erzählung liegt.

Moderation: Marcy Goldberg.

Das Gespräch findet auf Englisch statt, Lesung in deutscher Sprache.

A. L. Kennedy, 1965 im schottischen Dundee geboren, Autorin, Filmemacherin, Dramatikerin, zählt zu den wichtigsten englischsprachigen Autorinnen und Autoren. Sie lebte lange in Glasgow, zog 2012 nach London und später nach Wivenhoe in der Grafschaft Essex. Sie wurde mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur, dem Somerset-Maugham-Award oder dem Heine-Preis.

Marcy Goldberg ist schweizerisch-kanadische Film- und Kulturwissenschaftlerin. Sie unterrichtet an mehreren Schweizer Kunsthochschulen, moderiert Gespräche und Podien an diversen Festivals und Kulturveranstaltungen und arbeitet als freie Publizistin, Übersetzerin und Medienberaterin. Sie ist regelmässiger Gast in der Talksendung Kultur-Stammtisch von Eric Facon und gelegentliche Gesprächspartnerin in der Sternstunde im Schweizer Fernsehen

 

*** Die Veranstaltung fällt aus! ***

 

EINTRITT Fr. 25.- / erm. 20.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

VORVERKAUF über Eventfrog.ch.

ABENDKASSE ab 19 Uhr; für unsere Planung danken wir für Ihre Anmeldung über reservierung@wyborada.ch

Foto: ©Miklós Klaus Rózsa

 

Sa 20.9.2025 — 20 Uhr — Palace — Zwinglistr. 3, Blumenbergplatz
Jessica Jurassica: «Gaslicht»

Ein #Me­Too-Ro­man, in­sze­niert als «per­for­ma­ti­ves Hei­lungs­mo­ment». Mit Jes­si­ca Ju­ras­si­ca (Text/Per­for­mance), Be­lia Win­ne­wis­ser (Sound/Vo­cal­de­sign) und An­na Dippert (Szen­o­gra­fie/Licht­de­sign).

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«Gaslicht», das neue Buch der Musikerin, Künstlerin, Autorin und Bloggerin Jessica Jurassica, dreht sich um eine Leerstelle in einem Leben, für die es nur unzulängliche Wörter zu geben scheint. Rundendrehend schält «Gaslicht» Zeitschichten ab, häutet das Raumzeitkontinuum, um der anachronistischen Natur des Traumas auf den Grund zu kommen.

Eine Gewalterfahrung hat die Protagonistin zu einer Art Seismograph gemacht. Das Geschehene hallt nach und will aufgezeichnet werden. Sie begibt sich auf eine Reise, New York, Wien, Lissabon, Meran und die Zentralschweiz, im «Gepäck» das fragmentarische Echo ihres Stammbaums: von Urgrossmüttern, die in den 1920ern in Manhattan arbeiteten bis zu Dorothea von Flüe im 14. Jahrhundert.

In der Performance und Inszenierung wird übers Buch hinaus ein Raum geschaffen zur Überwindung der Sprachlosigkeit, die der Erfahrung psychischer Gewalt folgt.

Jessica Jurassica (*1993) gelangte 2020 mit ihrer erotischen Fan-Fiction »Die verbotenste Frucht im Bundeshaus« über einen fiktiven Bundesrat in nahezu alle Schweizer Medien – und wurde von der Bundeskanzlei abgemahnt. Ihr Debütroman »Das Ideal des Kaputten« erschien 2021 und erhielt mehrere Preise. Mit dem Euro-Dance-Duo CAPSLOCK SUPERSTAR hat sie zwei Alben veröffentlicht, und unter dem Titel Jessica Jurassicas Lifestyle Blog schreibt sie über Popkultur und gesellschaftspolitische Themen. Jessica Jurassica lebt in Basel.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Palace. Mehr hier…
Eintritt Fr. 25.- / erm. 20.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada)
Tickets nur über das Palace per Klick auf diesen Link.
Türöffnung 19.30 Uhr
Foto: ©Mia Nägeli
Mi 10.9.2025 — 19 Uhr — DenkBar — Gallusstrasse 11
Ostschweizer Literaturgespräch #20: Brigitte Herrmann & Peter Zünd

Künstler/innen suchen ihren Weg in schwierigen politischen Zeiten auf unterschiedlichen Wegen. Im Gespräch mit Ruth Erat stellen die Autorin und der Kurator ihre Annäherungen an die politische Haltung zweier Malerinnen vor.

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Peter Zünd als Kenner der Textzeugnisse von Hedwig Scherrer, Brigitte Herrmann als Autorin von «Die Suche nach der eigenen Farbe. Das widersprüchliche Leben der Malerin Stephanie Hollenstein».

Brigitte Herrmann, geb. 1967 in München, lebt in Lutzenberg/CH. Sie studierte Geschichte in Köln und Florenz und absolvierte ein journalistisches Volontariat beim Münchner Merkur. Herrmann arbeitet als Dramaturgin und/oder Pressereferentin an Theatern in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie ist Geschäftsführerin von netzwerkTanz Vorarlberg.

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada), Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS an der Abendkasse ab 18.30 Uhr. Anmeldung über reservierung@wyborada.ch (nicht zwingnd, aber für unsere Planungen hilfreich).

Foto Brigitte Herrmann: ©@stefaniemomobeck

Foto Peter Zünd: ©V. Zünd

Do 4.9.2025 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost Eingang St. Leonhard-Strasse 40, 3. Etage
Dörte Hansen: «Zur See»

Zur Saisoneröffnung lädt das Literaturhaus ein zu einer Reise an die Nordsee: In ih­rem neu­en Ro­man er­zählt die Best­sel­ler­au­torin Dörte Hansen vom Wan­del ei­ner In­sel­welt, der Un­er­bitt­lich­keit des Mee­res, von ver­weh­ten Träu­men, von Brü­chen und Wun­den. Mit anschliessendem kleinen Apéro.

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Die Fähre braucht vom Festland eine Stunde auf die kleine Nordseeinsel, manchmal länger, je nach Wellengang. Hier lebt in einem der zwei Dörfer seit fast 300 Jahren die Familie Sander. Drei Kinder hat Hanne grossgezogen, ihr Mann hat die Familie und die Seefahrt aufgegeben. Nun hat ihr Ältester sein Kapitänspatent verloren, ist gequält von Ahnungen und Flutstatistiken und wartet auf den schwersten aller Stürme. Tochter Eske, die im Seniorenheim Seeleute und Witwen pflegt, fürchtet die Touristenströme mehr als das Wasser, weil mit ihnen die Inselkultur längst zur Folklore verkommt. Nur Henrik, der Jüngste, ist mit sich im Reinen. Er ist der erste Mann in der Familie, den es nie auf ein Schiff gezogen hat, nur immer an den Strand, wo er Treibgut sammelt. Im Laufe eines Jahres verändert sich das Leben der Familie Sander von Grund auf, erst kaum spürbar, dann mit voller Wucht.
Mit ihren Büchern «Altes Land» und «Mittagsstunde» begeisterte die Journalistin und Schriftstellerin zahlreiche Leser/innen und auch Jurys. Auch mit «Zur See» hat sie es sofort wieder auf die Bestsellerlisten geschafft. Darin wird die wunderbar atmosphärische Geschichte über eine kleine Nordseeinsel und ihre Bewohner erzählt.
Immer geht es in Hansens Büchern um Einsamkeit und Verlust – und um den ewigen Wandel von Mensch und Natur.
«Ein Gesellschaftsroman unserer Zeit, der von den modernen Verzweiflungen ebenso viel weiss wie vom Klimawandel und von den drohenden Katastrophen.» Volker Weidermann, Die Zeit
Moderation: Luzia Stettler.
Dörte Hansen, geboren 1964 in Husum, arbeitete nach ihrem Studium der Linguistik als Redakteurin und Autorin für Hörfunk und Print. Ihr Debüt „Altes Land” wurde zum „Lieblingsbuch des unabhängigen Buchhandels” und zum Jahresbestseller 2015 der SPIEGEL-Bestsellerliste. Ihr zweiter Roman „Mittagsstunde” erschien 2018, wurde wieder zum SPIEGEL-Jahresbestseller und mit dem Rheingau Literatur Preis sowie dem Grimmelshausen Literaturpreis ausgezeichnet.
Dörte Hansen lebt mit ihrer Familie in Nordfriesland.
EINTRITT Fr. 25.-/erm. 20.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis
VORVERKAUF über Eventfrog.ch.
ABENDKASSE ab 19 Uhr; für unsere Planung danken wir für Ihre Anmeldung über reservierung@wyborada.ch
Für die Betreuung des Büchertischs danken wir der Buchhandlung Comedia.
Foto der Autorin: ©Sven Jaax

Mi 27.8.2025 — 19 Uhr — Bibliothek Wyborada, Studio, Davidstrasse 42 — Eingang Restaurant, 1. Etage
Artist’s Choice #20: Hapiradi Wild

Zum 20. Mal ist der Bestand unserer Spezialbibliothek Ausgangspunkt für eine künstlerische Intervention – diesmal zum Thema Muttersprache.

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Für die Künstlerin Hapiradi Wild ist Muttersprache mehr als ein Mittel der Verständigung. Sie versteht Sprache als gelebte Haltung, als Resonanzraum innerer Welten. Worte sind für sie Träger von Freude, Neugier, Melancholie, Vision – und auch Illusion. Muttersprache klingt in jedem Menschen anders, ist aber stets Ausdruck einer Idee vom Leben. In ihrer künstlerischen Auslegeordnung erkundet Wild die Sprache als Macht, Gedanken und Vorstellungen zu teilen – eine wunderbare, widerständige Kraft, die sich selbst immer wieder neu verhandeln will.

«Ich habe keine Muttersprache», sagt Hapiradi Wild. In ihrem aktuellen Artist in Residence-Stipendium der Ausserrhodischen Kulturstiftung erforscht sie die Sprache ihrer thailändischen Mutter. Sie kehrt nach Rorschach zurück, dem Ort ihrer Ankunft in der Schweiz, um dort auch die Bücher ihrer thaisprachigen Mutter zu übersetzen.

Als Zwischenstation auf einem längeren Weg der Translation und Transformation gibt die Künsterlin im Studio der Bibliothek Wyborada Einblick in ihr aktuelles Projekt.

Hapiradi Wild, 1974 in Rorschach aufgewachsen, gründete 2011 «Das kleine Amt», agiert aktivistisch und wohnt heute in Trogen, wo sie die «Kleine Uni Trogen», eine Reihe mit öffentlichen Kolloquien zu gesellschaftlichen Fragestellungen realisiert.

 

Eintritt frei / Kollekte

Mit der Veranstaltungsreihe «Artist’s Choice» wird der Medienbestand der 1986 als Frauenbibliothek gegründeten Bibliothek Wyborada reflektiert. Artist’s Choice wird kuratiert von der Leiterin der Bibliothek Wyborada und Künstlerin Karin Karinna Bühler.

Portrait von Hapiradi Wild; Foto: ©Christian Sanwald

Erste Seite aus dem Buch ihrer Mutter.

Das Cover des Buches, das die Tochter der Autorin im Rahmen ihres Artist-in-Residence-Stipendiums übersetzt.

seit Di 26.8.2025 — Literaturhaus Lesekreis /1 — Klassiker der Weltliteratur — Stadthaus der Ortsbürgergemeinde — Gallusstrasse 14
John Williams: «Stoner»

Der LL /1 widmet sich unter der Leitung von Anya Schutzbach einem der grossen vergessenen Romane der amerikanischen Literatur. Der Lesekreis ist ausgebucht. Bei Interesse an unseren nächsten Lesekreis-Angeboten wenden Sie sich gern an literaturhaus@wyborada.ch.

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John Williams erzählt das Leben eines Mannes, der, als Sohn armer Farmer geboren, schliesslich seine Leidenschaft für Literatur entdeckt und Professor wird. Stoner ist kein Liebesroman, aber doch und vor allem ein Roman über die Liebe: über die Liebe zur Poesie, zur Literatur, auch über die romantische Liebe. Es ist ein Roman darüber, was es heisst, ein Mensch zu sein.

Termine jeweils 18.30 – 20 Uhr

  • Auftaktveranstaltung: 26. Aug., 18:30 Uhr
  • 30. September
  • 14. Oktober
  • 11. November
  • 16. Dezember

Eine Teilnahme an allen Terminen ist nicht zwingend.

Anmeldung, Teilnahmegebühr Um einen intensiven Austausch zu gewährleisten, ist die Anzahl der Teilnehmenden auf 10 Personen beschränkt. Anfragen und Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Teilnahmegebühr (5 Termine à 1.5 Std.) Fr. 150.-, zahlbar nach Anmeldung (Überweisung via Einzahlungsschein oder TWINT), vor Ort am ersten Teilnahmetermin oder in der Bibliothek Wyborada zu den Öffnungszeiten.

Das Buch Wir lesen die Sonderausgabe von dtv (ISBN: 978-3-423-28209-3). Es gibt verschiedene Ausgaben, Taschenbücher und Hardcover; zur besseren Abstimmung über die Seitenzahlen empfiehlt sich jedoch, dass allen Teilnehmenden die gleiche Ausgabe vorliegt. 

Foto John Williams: © Special Collections-University of Arkansas Libraries

Literaturhaus St. Gallen: Das Herbstprogramm 2025

Voilà! Unser Programm August bis Dezember. Wer es gern gedruckt nachhause geschickt bekommt, dem empfehlen wir eine Mitgliedschaft ;- ) Ab dem 13. August aber auch vor Ort erhältlich in der Bibliothek Wyborada im Lagerhaus, Davidstrasse 42 zu den Öffnungszeiten (Mi/Do 10-19 Uhr) – und an vielen anderen Orten in St. Gallen, an denen die Kultur zuhause ist: Buchhandlungen, Bibliotheken, Museen und allen KooperationspartnerInnen des Literaturhauses St. Gallen.

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Sommerpause Literaturhaus – und kleiner Ausblick Herbst

Mit der Lesung von Michael Köhlmeier am 1. Juli in der Stiftsbibliothek St. Gallen verabschiedete sich das Literaturhaus nach 17 Veranstaltungen, 2 Lesekreisen und einem Schreibkurs in die Sommerpause. Weiter gehts am 4. September mit…

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Dörte Hansen, gefolgt von einem Ostschweizer Literaturgespräch, mit Jessica Jurassica, der Rilke-Biografin Sandra Richter und A.L. Kennedy. Weitere Highlights des Herbstprogramms sind Dorothee Elmiger, Christian Kracht oder eine neuen Ausgabe von LooT mit Sibylle Berg.

Den eigentlichen Auftakt macht bereits am 27. August die Bibliothek Wyborada mit einer weiteren Folge der Reihe Artist’s Choice, zu Gast die Künstlerin Hapiradi Wild.

Das vollständige Herbstprogramm finden Sie ab Ende Juli auf dieser Homepage, unsere Mitglieder erhalten es ab etwa Mitte August auch postalisch zugeschickt. – Sie sind noch kein Mitglied? Über diesen Link gehts ganz leicht 😉

Wir freuen uns, wenn Sie nach den Ferien wieder unsere Gäste sind und wünschen eine schöne Sommerzeit!

Di 1.7.2025 — 19 Uhr — Stiftsbibliothek St. Gallen, Barocksaal, Klosterhof 6d
Michael Köhlmeier: «Das Schöne. 59 Begeisterungen»

Das Literaturhaus verabschiedet sich mit einer besonderen «Verführung» in die Sommerpause: Im Barocksaal der Stiftsbibliothek lädt der Autor Michael Köhlmeier ein zu einer ganz persönlichen Reise, von Tolstoi über Mozart bis zu Batmans Joker. Eine Verführung zum Lesen, Hören und Offen-in-die-Welt-Schauen.

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Zu wem spricht Kunst? Hat Shakespeare das Menschliche erfunden – oder gar den Menschen? Hat Bob Dylan die schönste Ausformung antiker Lyrik geschaffen? Was ist überhaupt das Schöne? Köhlmeier flaniert durch die Welt – und verbindet sein Staunen mit den grossen und kleinen Fragen der Gegenwart.

Moderation: Anya Schutzbach.

Michael Köhlmeier, geb. 1949, lebt in Hohenems/Vorarlberg und Wien. Er wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. 2017 mit dem Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung sowie dem Marie Luise Kaschnitz-Preis für sein Gesamtwerk oder 2019 mit dem Ferdinand-Berger-Preis.

EINTRITT Fr. 25.- / erm. 20.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada)

Eine Veranstaltung des Literaturhauses St. Gallen in Zusammenarbeit mit der Stiftsbibliothek St. Gallen.

TICKETS über diesen Link bis zum 30. Juni zum Ticketshop der Stiftsbibliothek

ABENDKASSE: Am 1. Juli ab 17 Uhr im Museumsshop der Stiftsbibliothek.

Foto: ©Peter Hassiepen

Eine Veranstaltung des Literaturhauses St. Gallen in Zusammenarbeit mit der Stiftsbibliothek St. Gallen.

Einsendeschluss: 30. Juni 2025
Wortmeldungen von Nachwuchautor/innen gesucht!

Die Crespo Foundation ruft junge Autor/innen dazu auf, sich für den mit insgesamt 15.000 Euro dotierten WORTMELDUNGEN-Förderpreis zu bewerben.

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„Die Sorge um die Sätze“ – Wie schreibt sich Arbeit in Körper und Texte ein und was kommt nach der Erschöpfung? lautet die Fragestellung, die in diesem Jahr von Josefine Soppa, Trägerin des WORTMELDUNGEN Ulrike Crespo Literaturpreises 2025, formuliert wurde.

Nachwuchsautor/innen sind aufgefordert, darauf literarisch und kritisch mit einem noch unveröffentlichten deutschsprachigen Prosatext oder literarischen Essay von 9.000 bis 20.000 Zeichen Länge zu antworten. Bewerben können sich volljährige Autor/innen, die weder eine eigenständige Buchpublikation (betrifft auch E-Books) veröffentlicht noch einen Vertrag mit einem Verlag oder einer Literaturagentur abgeschlossen haben.

Den vollständigen Aufruf und die Statuten zum Herunterladen hier… , und hier… geht es zum Einreichungsformular.

Fr 27.6 bis So 29.6.2025 — Hotel Linde in Heiden (AR)
Autobiografie Festival Heiden

Für alle, die sich fürs autobiografische Schreiben interessieren: Am letzten Juniwochenende findet im Hotel Linde in Heiden das fünfte Autobiografie Festival statt. Begegnen Sie spannenden Menschen und Lebensgeschichten! Vor dem Hintergrund des aktuellen Literaturhaus Schreibkurses weisen wir gern auf dieses Festival hin.

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Die Autor:innen Joe Bürli, Wolfram Schneider-Lastin, Antoinette Capitelli, Aldo Clerici, Sandra Findeisen, Verena Jordan-Culatti, Yvonne Schlatter, Hansjörg Häberli, Klara Obermüller, Walter Morgenthaler und Christoph Schönberger lesen aus ihren autobiografischen Texten und bekommen ein Echo von der Schriftstellerin Sabrina Habel und dem Philosophen Georg Kohler.

Den Rahmen des Festivals bilden drei Veranstaltungen, zu denen auch nicht Festivalteilnehmer:innen eingeladen sind:

27. Juni, 10.00 Uhr: Einführungsreferat von Karin Weber und Andreas Ennulat, «Catharina Sturzenegger (1854–1929) und das Rote Kreuz: Über die Lebensgeschichte einer initiativen und mutigen „Steh-auf-Frau“ mit Stationen im Appenzellerland, in Serbien und in Japan»

28. Juni, 20 Uhr: Der Volkskundler Alfred Messerli im Gespräch mit dem Schriftsteller und Essayisten Martin R. Dean.

29. Juni, 10 Uhr: Visionierung des Films Max Frisch, Journal I-III des kürzlich verstorbenen Regisseurs Richard Dindo (Kino Rosental).

Das Programm im Detail finden Sie hier.

Zur Anmeldung gelangen Sie hier, und zur Homepage des Festivals über diesen Link.

 

Sa 14.6. bis Sa 21.6.2025 — Haus Max Burkhardt — Rebenstrasse 33, 9320 Arbon
Literaturtage Arbon: «Wagnisse»

Am 14. Juni um 19.00 eröffnet das Haus Max Burkhardt in Arbon die Literaturtage 2025 – in diesem Jahr unter dem Motto «Wagnisse». Das Programm finden Sie in diesem Beitrag, unter hausmaxburkhardt.ch/aktuell, Auskunft und Reservation laufen über ruth.erat@gmx.ch oder andreagerster@gmx.ch. Kostenloser Eintritt zu allen Veranstaltungen, es gibt eine Kollekte.

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Die Woche unter dem Zeltdach im Garten und im Blauen Haus startet am Samstag, 14. Juni mit dem Schriftsteller und Performer Christian Uetz: Unter dem Titel «Das nackte Wort, pure Poesie» rezitiert Christian Uetz Romanpassagen, sowohl veröffentlichte und unveröffentlichte Gedichte.

Am Sonntag 15. Juni folgen ab 11 Uhr die lyrischen Wagnisse. Begleitet von Brigitte Meyer am Cello sind Gedichte von Ruth Erat, dem Songwriter Shqipton Rexhaj, Bettina Balàka, Erika Kronabitter, Fiona Feuz und Andrea Martina Graf zu hören. Dazwischen: Suppe und Brot, Süsses und Zeit zum Geniessen und Reden.

Am Mittwoch, 18. Juni um 19 Uhr liest Sunil Mann aus seinem Erzählband «Denn bleiben tun sie nie», am Donnerstag, 19. Juni Dagmar Schifferli aus ihrem Roman «Auch Fische können ertrinken».

Für Kinder und Familien warten die Literaturtage Arbon mit einem Figurentheater und einen Comic Workshop auf. Im «Kappeli», an der Kapellgasse 1, ist  am 14. Juni um 11 Uhr  das Figurentheater edthofer engel «Fundbüro im Wald» zu Gast. Am 21. Juni um 11 Uhr wird mit «Wehe, wenn sie losgelassen» in der Stadtbibliothek ein Comic Workshop zu eigenen Wagnissen anleiten.

 

Mi 11.6.2025 — 19 Uhr — DenkBar — Gallusstrasse 11
Ostschweizer Literaturgespräch #19: das.kollektiv

das.kollektiv: Marie-Claire Baumann, Judith Egger, Gabriele Clara Leist.
Beim Schreiben im Kollektiv entsteht eine gemeinsame Intuition, ein schöpferisches Vernetztsein, eine innere Verwandtschaft. Die Frage, wer den Text geschrieben hat, tritt in den Hintergrund und auf erzählerische Linearität wird bewusst verzichtet. Wie sich für die drei Frauen diese Art des literarischen Schreibens ergeben hat, ist Thema des von Ruth Erat geleiteten Gesprächs.

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Gemeinsam zu schreiben, ist eine langjährige Erfahrung für Marie-Claire Baumann, Judith Egger und Gabriele Clara Leist. So erkundeten die drei Frauen ab 2005 Themen wie «Labyrinth», «Erinnerung» oder «Kleider – Stoffe – Textiles». Die Texte dazu entstanden teils im gemeinsamen Atelier, teils auch an getrennten Schreiborten. Immer wieder erlebten sie, wie ein Schreiben miteinander – auch über eine Distanz hinweg – einen magischen Raum zu schaffen vermag, Themen breit auslotet und Texte innere Verwandtschaften offenlegen. Die Texte vernetzten sich quasi wie von selbst. Das warf die Frage auf: «Ist eine individuelle Autorschaft für solche Texte noch angemessen?»

Als Antwort darauf gründeten die Frauen «das.kollektiv». Sie experimentieren nun seit rund zwei Jahren mit Sprache, Genres und Formen. Eine personengebundene Autorschaft gibt es im kollektiven Schreiben nicht mehr. «Wir als Schreibende treten zurück, der Text hat Vorrang», sagen sie. «Als Folge davon schöpfen Texte ihre Spielräume eigenwillig aus. Diese Haltung ist für uns als Schreibende befreiend. Denn so gehören die Texte sich selbst, können ihre Kraft entfalten und sich ereignen.»

Der Abend ist Gespräch und Lesung zugleich. Die Frauen zeigen den Prozess hin zu «das.kollektiv» auch anhand von Textbeispielen und geben Einblick in ihren aktuellen Schaffensprozess; ein Weg mit offenem Ausgang.

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada), Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS an der Abendkasse ab 19 Uhr. Anmeldung gern über reservierung@wyborada.ch

Mi 4.6.2025 — 20 Uhr — Theater St. Gallen — Lokremise LOK 1 — Grünbergstrasse 7
LꝏT #9: Katja Riemann, «Nebel und Feuer»

Die gemeinsame Reihe mit dem Theater St. Gallen LooT (Literatur an der Schnittstelle zum Theater) präsentiert in ihrer 9. Ausgabe eine der bekanntesten deutschen Schauspielerinnen – die sich sowohl zwischen kommerziellem Kino und arthouse bewegt, als auch im Theater und der Musikwelt zuhause ist: Katja Riemann. Sie liest aus ihrem neuen Buch – und spricht über ihren Leben und Schreiben auf und für verschiedene Bühnen.

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Um was es geht: Die Musikerin Johaenne steht auf ihrem Fenstersims im fünften Stock, der Friedhof ist praktischerweise nebenan, der Mann ist aus ihrem Leben verschwunden, aber die Liebe zu ihm ist geblieben. Sie begreift, dass sie keine Selbstmörderin ist. Tastend setzt sie ihre Schritte in ein neues Leben.

Katja Riemann gelingt in ihrem Debüt «Nebel und Feuer» die eindringliche Beschreibung einer apokalyptischen Gegenwart (es ist unsere!), und ein mitreissendes Plädoyer gegen das Verschwinden von Menschen, Natur, Freiheit und Vertrauen.

Im Rahmen der Reihe LꝏT liest die Schauspielerin und Autorin aus ihrem Roman – und spricht über ihre Arbeit zwischen den Disziplinen auf und jenseits der Bühnen.

Zuletzt erschienen ihre Sachbücher «Jeder hat. Niemand darf. Projektreisen über humanitäre Arbeit» und «Zeit der Zäune» über Orte der Flucht.

Eine Kooperation mit dem Theater St. Gallen.

Tickets Fr. 25.- / erm. 20.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); weitere Ermässigungen siehe im Warenkorb des Ticketshops Theater und Konzert St. Gallen.

Vorverkauf nur über das Theater St. Gallen über diesen Link. Wichtiger Hinweis: Die Ermässigungen (Mitglieder, Studierende) sind erst ab Schritt 2 des Bestellvorgangs im Warenkorb anwählbar! Restkarten an der Abendkasse des Theaters.

Foto: ©Sabine Wiedenhofer

Di 27.5.2025 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost — Eingang St. Leonhard-Strasse 40, 3. Etage — BUCHVERNISSAGE
Ruth Erat: «Wintersee»

Ruth Erats neu­er Ro­man «Wintersee» ist ein Ab­tau­chen in die Er­in­ne­rung – auf meh­re­ren Zeit­ebe­nen, die auf- und ab­schau­keln wie Wel­len im See. Buchpremiere mit kleinem Apéro im Anschluss. Moderation: Eva Bachmann.

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Julia ist am Bodensee aufgewachsen, zum Studium weggegangen, doch immer wieder zurückgekehrt. Sie nahm auch die Beziehung zu dem Gefährten ihrer frühen Jugend, Pierre, wieder auf – doch während eines gemeinsamen Kajak-Ausflugs bei stürmischem Wetter ging er im Wintersee verloren… Erinnern und Vergessen, Verschwinden und Auftauchen, Lebenskampf und Resignation – Ruth Erats neuer Roman ist ein Abtauchen in die Erinnerung, auf mehreren Zeitebenen.

Mehr zu Buch und Autorin auf der Verlags-Homepage.

Die Autorin ist mit «Wintersee» eingeladen zu den diesjährigen Solothurner Literaturtagen.

Ruth Erat ist 1951 in Herisau geboren. Sie wuchs in Bern und Arbon auf. Heute lebt sie in St. Gallen. Studium der Germanistik, Kunstgeschichte und Philosophie an der Universität Zürich. 1985 Promotion mit einer Arbeit zur Lyrik von Mechthild von Magdeburg. Erat ist Verfasserin von Prosa, Lyrik und dramatischen Werken. Sie ist auch künstlerisch tätig: Zeichnungen, Malerei, Installationen.

Eine Veranstaltung des Literaturhauses St. Gallen in Zusammenarbeit mit der Kantonsbibliothek Vadiana im Rahmen des Jubiläumsprogramms «Sangallensien 2025».

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

ABENDKASSE ab 19 Uhr; für unsere Planung danken wir für Ihre Anmeldung über reservierung@wyborada.ch

Mehr zum Jubiläum «Sammeln – 200 Jahre Sangallensien» finden Sie hier…

Foto Ruth Erat: ©Silvia Wiegers-Meyer

Di 13.5.2025 — 19 Uhr — Stadthaus St. Gallen, Festsaal — Gallusstrasse 14
«Fliegen Tanzen Wirbeln Beben» – die Übersetzerin Irma Wehrli über Katherine Mansfield

Im Rahmen der Reihe «…was mit Büchern» und vor dem Hintergrund, dass sich der aktuelle Literaturhaus Lesekreis mit der Autorin Katherine Mansfield beschäftigt, nimmt uns die literarische Übersetzerin Irma Wehrli mit in die Welt dieser Ikone moderner Weiblichkeit, die ihre Frauenfiguren so sensibel wie unsentimental und nuanciert entwirft und zu den gossen Autorinnen und Autoren des 20. Jahrhunderts gehört.

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Für ihren brillanten Stil wurde Mansfield selbst von Virginia Woolf bewundert. Irma Wehrli, die von Thomas Wolfe bis Gertrude Stein zahlreiche Autor*innen der klassischen Moderne übersetzt hat, gibt im Gespräch mit Anya Schutzbach Einblicke in ihre Werkstatt, beantwortet Fragen und plaudert aus dem Nähkästchen ihrer vielfältigen Übersetzungserfahrungen mit den Schwerpunkten englische und amerikanische Literatur vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart.

Manfred Papst über den Kurzgeschichtenband «Die Gartenparty» (Manesse Verlag): «Splendide Neuübersetzung von Irma Wehrli, die der atmosphärischen Dichte der Originale sehr nahe kommt. Mansfield war eine Meisterin der Short Story in der Nachfolge Tschechows…. Es verwundert nicht, dass Virginia Woolf diese grandiose Erzählerin beneidete – und mit ihr befreundet war.» NZZ Bücher am Sonntag

Irma Wehrli wurde 1954 in Liestal geboren und studierte Anglistik, Germanistik und Romanistik an der Universität Basel. Seit 1984 arbeitet sie als freie Übersetzerin von englischsprachiger Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts und hat Texte von u. a. Rudyard Kipling, Thomas Hardy, Thomas Wolfe, Walt Whitman und Katherine Mansfield ins Deutsche übertragen.

Foto Irma Wehrli: ©Christoph Wehrli

 

Katherine Mansfield (1888 – 1923) war eine neuseeländisch-britische Schriftstellerin. Angeregt von frühen russischen Realisten, besonders Tschechow, und im regen Austausch mit ihren Freunden Aldous Huxley, Virginia Woolf und D.H. Lawrence, begann Katherine Mansfield Erzählungen zu schreiben, die die Tradition der modernen «Short Story» im angloamerikanischen Sprachraum begründeten. Ihren literarischen Ruhm hat sie nicht mehr auskosten können: Eine Lungenkrankheit zwang sie zu häufigen Aufenthalten in ausländischen Sanatorien, und erst 34-jährig starb sie am 9. Januar 1923 in Fontainebleau bei Paris.

Bewerbungen bis 10.5.2025
Ausschreibung: Das Literarische Forum Oberschwaben

Das Literarische Forum Oberschwaben lädt auch in diesem Jahr wieder ein, sich mit einem eigenen Text bis zum 10. Mai 2025 für die Werkstattlesungen am Samstag, dem 5. Juli 2025 in Wangen im Allgäu zu bewerben. Eingereicht werden können unveröffentlichte fiktionale Prosa und Lyrik.

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Die Ausschreibung richtet sich an Autorinnen und Autoren aus der alemannischen Sprachregion, das heisst auch aus der Schweiz, Liechtenstein und Vorarlberg.

Was genau das Literarische Forum Oberschwaben ist, das erfahren Sie über diesen Link. Dass das Forum auch einmal in St. Gallen stattfand, können Sie hier nachlesen.

 

Do 8.5.2025 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost Eingang St. Leonhard-Strasse 40, 3. Etage — BUCHVERNISSAGE
Monika Schnyder: «Tramontana». Gedichte

Der neue Lyrik-Band der St. Galler Autorin: Sechs Zyklen, die von ihren vielfältigen geographischen, archäologischen, historischen und kulturellen Interessen zeugen, erschienen im Caracol Verlag. Buchvernissage mit Apéro.

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In «Tramontana» hat Monika Schnyder Zyklen zusammengestellt, die von ihren vielfältigen geographischen, archäologischen, historischen und kulturellen Interessen zeugen. Die Autorin ist eine begeisterte Reisende. Ihre Gedichte sind ein bald furioser, bald heiterer Mix aus Er-lebtem und Er-lesenem.

Die Zyklen lauten: Gemachte Wetter, un gelato al limone, Störfrequenzen, Wie auf Schienen, Tief tiefer, Texel. Die Autorin berichtet von Sturm und Wetter, beschwört italienisches Ambiente, widmet sich den Gefiederten, taucht ein in Historie und Archäologie, besucht Texel, die Grösste der Westfriesischen Inseln.

SIE ERSCHEINEN ZUR

Mittagszeit sonnen sich auf den
Deichen kämmen ihr Haar und
sind verschwunden untergetaucht
die Nixen die Töchter Wotans
kaufen ein im Dorfladen den Korb
am Arm wie wir anderen auch
Du erkennst sie einzig an ihrem
nassen Kleidersaum

Moderation: Ruth Erat.

Helena Rüdisühli und Willi Häne begleiten den Abend mit Musik und Gesang.

Eine Veranstaltung des Literaturhauses St. Gallen in Zusammenarbeit mit der Kantonsbibliothek Vadiana im Rahmen des Jubiläumsprogramms «Sangallensien 2025».

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

ABENDKASSE ab 19 Uhr; für unsere Planung danken wir für Ihre Anmeldung über reservierung@wyborada.ch

Mehr zum Jubiläum «Sammeln – 200 Jahre Sangallensien» finden Sie hier…

Monika Schnyder im Caracol Verlag siehe hier…

Foto: ©Hanspeter Schiess

"Lieblingsbuch": Di 29.4.2025 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost — Eingang St. Leonhard-Strasse 40
Patrick Holzapfel: «Hermelin auf Bänken»

«In Patrick Holzapfels Debüt flaniert ein junger Mann durch Wien. Ein Jahr lang verbringt er fast all seine Tage auf Sitzmöbeln. Kaum Action, aber dennoch ein poetischer, existenzialistischer und oft auch urkomischer Roman. Ein Buch, das man auch politisch lesen kann – und dabei wunderbar entschleunigen.» Markus Tischer, SRF

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Als der Protagonist so durch den neunten Wiener Bezirk läuft, geschieht etwas für ihn ganz Unerhörtes: Er kommt vom geraden Weg ab und folgt den mäandernden Schritten eines in Hermelin gehüllten Obdachlosen. Fortan verbringt er als «Müßigsitzer» seine Zeit auf Bänken und mit Obdachlosen in der Stadt Wien und entwickelt eine regelrechte Philosophie des Sitzenbleibens. Es sind poetische und melancholische Szenen – ein Buch, das auf unaufgeregte Art existenzielle Fragen anspricht.

«Ein unfassbar wunderbares Buch!» Elke Heidenreich

Patrick Holzapfel, in Augsburg geboren, lebt in Österreich. Er arbeitet als Schriftsteller, Filmkritiker und freier Kurator.

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada) / Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS an der Abendkasse ab 19 Uhr. Anmeldung über reservierung@wyborada.ch

Foto: ©Viktor Sommerfeld

9.4. bis 17.4.2025
Frühlingsferien Bibliothek

Ab Mittwoch, 23. April ist die Bibliothek wieder zu den üblichen Öffnungszeiten (10 – 19 Uhr) besetzt. Wir freuen uns auf Sie, Dich und Euch!

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LESUNG & GESPRÄCH: Mi 2.4.2025 — 19 Uhr — SQUARE — Guisanstrasse 20, 9010 St. Gallen
Jonas Lüscher: «Verzauberte Vorbestimmung»

Die Kritiker knien reihenweise nieder vor dem neuen Roman von Jonas Lüscher: Ein «Donnerschlag» in der Welt der Literatur, (Andreas Platthaus, FAZ), ein «Jahrhundertroman» (Wiebke Porombka, Deutschlandfunk). – Im Anschluss an das «Artist in Residence»-Programm der Universität St Gallen (mit einem öffentlichen Panel am Dienstag, 1. April) liest der Autor auf Einladung des Literaturhauses, Moderation Anya Schutzbach. Mit anschliessendem Apéro.

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Wovon träumen wir Menschen des Kapitalismus, wovon unsere sich zunehmend gegen uns erhebenden Maschinen? – Klug und irrsinnig, komisch und scharf erzählt Lüscher von einer Gegenwart, die gern mehr über die Zukunft wüsste und nähert sich aus literarischer Perspektive den Fragen, die unsere Gegenwart – und Zukunft – prägen: Kapitalismus und Digitalisierung.

Worum es im Roman geht, ist gar nicht einfach zu sagen, denn Lüscher durchquert die Jahrhunderte und Schauplätze wie in einem Fiebertraum: Von der industriellen Revolution bis in die nahe Zukunft, von Flandern und Böhmen bis nach Ägypten. Zudem geht es um das komplexe Verhältnis von Mensch und Maschine; ein Thema, zu dem Lüscher, durch eine Corona-Erkrankung von ihn am Leben erhaltenden Apparaten abhängig gewesen, ein ganz persönliches Verhältnis entwickelte.

Eine Veranstaltung des Literaturhauses St. Gallen in Zusammenarbeit mit dem SQUARE der Universität St. Gallen. Anfahrt siehe hier…

EINTRITT Fr. 25.- / erm. 20.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

Vorverkauf über Eventfrog.ch, Abendkasse ab 18.30 Uhr (Anmeldung über reservierung@wyborada.ch hilfreich). Freie Platzwahl. Begrenzte Platzanzahl.

«KI und der Mensch»: Panel mit Jonas Lüscher am 1. April

Am Dienstag, 1. April um 18 Uhr findet ein öffentliches Panel mit Jonas Lüscher ebenfalls im Square statt. Mit Prof. Dr. Naomi Haefner, Dozentin für Computer Science, einem Studierenden aus dem Philosophie-Club und Melanie Osan, Dramaturgin am Square. Nähere Infos über diesen Link, Eintritt frei.

Foto Jonas Lüscher: ©Peter-Andreas Hassiepen

Das Literaturhaus-Programm April bis Juli 2025

Für alle, die beim Öffnen dieses Beitrags das Gefühl haben, sie hätten was an den Augen oder ihre Brille sei vielleicht nicht mehr ganz die richtige: Entwarnung. Hier hat uns die Tücke der Technik ein Schnippchen geschlagen, aber «wir arbeiten daran». Den gedruckten Programmleporello in gestochen scharf finden Sie in der Bibliothek Wyborada zu den Öffnungszeiten, sowie an vielen anderen Orten der Kultur in St. Gallen. Und natürlich überall dort, wo das Literaturhaus «zu Hause» ist.

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Was sich hinter diesen Namen verbirgt – zumindest, was ihre Lesungen im Literaturhaus St. Gallen betrifft – erfahren Sie auf dieser Homepage und über unseren Newsletter.

Noch nicht angemeldet? Es geht ganz leicht: per Klick auf diesen Link.

Das Literaturhaus zu Gast beim Wortlaut Literaturfestival St. Gallen: Sa 29.3.2025 — 18 Uhr — Lokremise — Grünbergstrasse 7
Leon de Winter: «Stadt der Hunde»

Der aktuelle Roman des Niederländers Leon de Winter ist eine virtuose Parabel über Liebe, Verlust, Hoffnung und den verschlungenen Weg im Labyrinth des Lebens.

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Seit seine Tochter zehn Jahre zuvor in Israel verschwunden ist, kehrt der renommierte niederländische Gehirnchirurg Jaap Hollander jedes Jahr dorthin zurück. Diesmal wird er vor Ort gebeten, eine äusserst riskante Gehirnoperation durchzuführen, die ihm vielleicht eine neue Spur zu seiner Tochter eröffnet.

Leon de Winter, geb. 1954 in ’s-Hertogenbosch als Sohn niederländischer Juden, gehört zu den international bekanntesten niederländischen Schriftstellern. Er wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem ›Welt‹-Literaturpreis (2002). Seine Romane wurden in 20 Sprachen übersetzt.

Eine Veranstaltung des Literaturhauses St. Gallen im Rahmen des Wortlaut Literaturfestival St. Gallen.

Moderation: Anya Schutzbach. Lesung: Christian Hettkamp (Ensemblemitglied des Theaters St. Gallen).

EINTRITT / TICKETS

Es gelten gesonderte Eintrittspreise. Tickets über das Wortlaut Literaturfestival . Begrenzte Platzanzahl.

Personen mit Festivalpass: Eintritt frei, bevorzugter Einlass

Einzeltickets: Nur an der Abendkasse und nach Platzverfügbarkeit ab kurz vor 18 Uhr erhältlich.

Foto: ©Paul Tolenaar

 

Sa 22.3.2025 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost, Eingang St. Leonhard-Strasse 40, 3. Etage
Gaea Schoeters: «Trophäe»

Gaea Schoetersʼ preisgekrönter Roman ist von einer ausserordentlichen erzählerischen Wucht. Indem sie Elemente des Genres der «colonial hunting literature» aufgreift, entlarvt Schoeters den kolonialen weissen Blick auf den afrikanischen Kontinent. Man kann diesen Roman als Aufforderung lesen, Denkmuster zu hinterfragen – oder auch als mitreissenden Dschungel-Thriller.

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Eine der spannendsten Entdeckungen, der neue Roman der gefeierten flämischen Autorin und Librettistin:

Hunter White (sic!), die Hauptfigur dieses aussergewöhnlichen und verstörenden Romans, ein steinreicher Amerikaner, gehört zur erlauchten Clique der Grosswildjäger und hatte sie schon alle vor der Flinte, Elefant, Büffel, Löwe und Leopard. Jetzt will er endlich die «Big Five» vollmachen und in Afrika ein Nashorn schiessen, Artenschutz hin oder her. Aber Geld kennt wenig Grenzen, Hunter kommt zu seinem Ziel (wenn auch anders, als geplant), inklusive reinem Gewissen, denn: «Ethik hat überall auf der Welt die gleiche Farbe: die des Dollars».

Von der FAZ als «literarischer Wiedergänger von Joseph Conrads ‹Herz der Finsternis›» gefeiert, ist «Trophäe» ein Text von enormer erzählerischer Wucht, «eine grosse Parabel von der Natur des Menschen und der Natur im Widerstand gegen den Menschen» (Robert Menasse).

Moderation: Luzia Stettler.

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

VORVERKAUF über Eventfrog.ch.

ABENDKASSE ab 19 Uhr; für unsere Planung danken wir für Ihre Anmeldung über reservierung@wyborada.ch

Foto: ©Sébastien Van Malleghem

Do 13.3.2025 — 19.30 Uhr — Kunstmuseum St. Gallen, Museumstrasse 32
Martina Hefter: «Hey, guten Morgen, wie geht es dir?»

»Ein so trauriges und zugleich witziges Buch, so elegant und zart, wie ich es nicht nur auf Deutsch lange nicht gelesen habe, ein Roman über Krankheit und Alter und Einsamkeit und das Internet und die Schönheit der Fiktionen. Einen würdigeren Gewinner des Deutschen Buchpreises hat es lange nicht gegeben.« Daniel Kehlmann

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Juno ist Künstlerin, sie tanzt und spielt Theater. Tagsüber pflegt sie ihren kranken Mann, Jupiter. Und nachts, wenn sie wieder einmal nicht schlafen kann, chattet sie mit Love-Scammern im Internet – deren Masche sie natürlich durchschaut. Wer belügt hier wen?

Deutscher Buchpreis 2024, Grosser Preis des deutschen Literaturfonds 2024, Wiesbadener Literaturpreis 2024, Prix Grand Continent, nominiert für den Bayerischen Buchpreis: Klarsichtig und witzig, melancholisch und zuversichtlich zugleich erzählt Martina Hefter von den Bedürfnissen und Sehnsüchten eines Lebens, und darüber, wie weit man für die Liebe geht.

Die Pressestimmen zu diesem Buch sind so zahlreich und überwältigend, dass wir hier auf den Link zum Presseportal des Verlags verweisen 😉 Dort scrollen bis «Presse-Stimmen».

Moderation: Anya Schutzbach

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada, Kunstverein St. Gallen); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis / Geflüchtete gratis

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Foto: ©Maximilian Gödecke

Buchpremiere mit Apéro — Do 6.3.2025 — 19 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost Eingang St. Leonhard-Strasse 40, 3. Etage
Andrea Gerster: «Bleibender Schaden»

Verlust und Neuanfang – der neue Roman der Ostschweizer Autorin Andrea Gerster. Auf gekonnte Weise lässt sie uns die Metamorphose einer Frau miterleben, die sich ihren Dämonen stellen und nochmals neu anfangen muss. Eine innere Reise, die nach dem Verhältnis von Selbstbestimmung und Verantwortung fragt und sich spannend wie ein Krimi liest.

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Anda findet Luk bei ihrer Heimkehr bewusstlos auf dem Boden. Doch statt Hilfe zu holen, tut Anda – nichts. Sie ist wie gelähmt. Lang schon hat sie den Boden unter den Füssen verloren, die Ehe steckt seit Jahren in einer Dauerkrise. Als könnte Luks Zusammenbruch eine letzte Chance sein, versucht Anda mit aller Kraft, sich aus einem Leben zu befreien, dem sie nicht gewachsen ist – und das sie so nie wollte.
Anka muss sich ihren Dämonen stellen. Eine innere Reise, die nach dem Verhältnis von Selbstbestimmung und Verantwortung fragt und sich dabei so spannend wie ein Krimi liest.

Andrea Gerster, geboren 1959 in Schaffhausen, ist vielseitig künstlerisch tätig. Neben ihrer langjährigen Arbeit als Journalistin für Tageszeitungen und Magazine organisierte sie u.a. auch zahlreiche Literaturveranstaltungen. 2002 wandte sie sich überwiegend dem literarischen Schreiben zu. Andrea Gerster wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit einem Anerkennungspreis der UBS Kulturstiftung. Sie lebt im Kanton Thurgau. Zuletzt erschienen u.a. «Verlangen nach mehr» (Roman, 2014), «Alex und Nelli» (Roman, 2017).

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS an der Abendkasse ab 18.30 Uhr.

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Foto: ©Miklós Klaus Rózsa

*** AUSGEBUCHT*** — Schreibkurs Literaturhaus April-Juni 2025 — Stadthaus der Ortsbürgergemeinde — Gallusstrasse 14
Wer bin ich, wenn ich schreibe? Und wie schreibe ich über mich?

Schreibkurs mit Ariane Novel (Lektorin und Ghostwriterin). Auftaktveranstaltung am 4. April, 18:30 Uhr. Bis Ende Juni zweiwöchentliche Treffen à 2×50 min., insgesamt 6 Termine. Keine Vorkenntnisse erforderlich. Ende der Anmeldefrist: 18. März 2025. Teilnehmerzahl 8 bis maximal 10 Personen, Durchführung ab Mindestzahl 5 Personen.

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Wer an einem Scheidepunkt steht und nicht weiss, welche Richtung er einschlagen soll, sucht nach Antworten. Oder: Man stellt sich die Frage, wie man an den Punkt gelangt ist, an dem man nun steht. Für all diese tiefgreifenden Momente im Leben gibt es immer eine Praxis, die man ausüben kann, ohne gleich viel Geld für einen Therapeuten auszugeben: das literarische Schreiben.

«Man kann das Leben nur rückwärts verstehen, aber leben muss man es vorwärts.» Dieses Zitat von Søren Kierkegaard ist inzwischen eine abgedroschene Phrase – aber im Schreibprozess verhält es sich genau so: Ein Verständnis für das eigene Ich kann rückblickend erschrieben werden. Aber nicht nur das, es kann auch erneut erlebt werden. Schreiben mit allen Sinnen, Zugriff auf Erinnerungen, alte Gefühle rückblickend verstehen: All das kann zu neuen Erkenntnissen führen. Im Schreibkurs erkunden wir gemeinsam, was es alles benötigt, um über sich selbst zu schreiben.

Aufbau der Kurseinheiten

1. Ins Schreiben kommen. Wie fange ich an? Wo? – Schreibübungen helfen, um die ersten Hemmungen abzubauen.
2. Was ist eigentlich eine Autobiografie? Geschichte und Beispiele eines Genres und dessen Weiterentwicklung. (Mit Literaturliste.)
3. Wie gestalte ich den Text, damit ich ihn gerne lese? Oder: Meine Leser*innen sollen meinen Text gerne lesen. Wie gelingt mir ein Spannungsbogen, wenn es keinen «echten» Plot gibt?
4. Für wen schreibe ich eigentlich? – Über die eigene Zielgruppe nachdenken.
5. All about memories. Wie kann ich dem trauen, was ich erlebt habe? Anhand von Schreibübungen üben wir den Zugriff auf längst verblasste Erinnerungen.
6. Lesung! Die Teilnehmenden können ihre Texte vorlesen und im vertrauten Kreis diskutieren. Fragen, Schwierigkeiten und Themen des jeweiligen Textes werden gemeinsam diskutiert.

Feedback auf die eigenen Texte zu erhalten – von der Kursleiterin und den Kursteilnehmenden –, die Probleme des Schreibens zu benennen und den eigenen Text weiterzuentwickeln sind die Ziele dieses Schreibkurses. Das Programm wird im Detail an die Bedürfnisse der Kursteilnehmenden angepasst.

Über die Kursleitung

Ariane Novel, Studium der Komparatistik und Romanistik in Berlin, München und Montpellier. Anschliessend Sachbuch-Lektorin bei Droemer Knaur, später bei der Münchner Verlagsgruppe. Anfang
2022 machte sie sich als Lektorin und Ghostwriterin selbstständig. Aktuelle Co-Leiterin des Wortlaut – St.Galler Literaturfestivals.
Bereits während ihres literaturwissenschaftlichen Studiums legte sie ihren Schwerpunkt auf das autobiografische Schreiben, seit rund zwölf Jahren begleitet sie Autorinnen und Autoren beim Verfassen ihrer Memoirs und Autobiografien.

Zeitraum: April/Mai/Juni, mit einer Pause vom 19.-26. Mai
Zeitpunkt: abends von 18–20 Uhr oder samstag von 14–16 Uhr.
Geplant sind 6 Kurseinheiten. Auf Wunsch können diese auf 8 erweitert werden. Damit sich bei den Kursteilnehmenden ein Prozess entwickeln kann und eine Vertrautheit entsteht, um die eigenen Texte auch zu zeigen, hat sich ein längerer Kurs bewährt. Die Kurseinheiten können auch wöchentlich stattfinden. Termine und Frequenz werden beim Auftaktreffen am 4. April gemeinsam bestimmt. Wer am 4. April verhindert ist, kann im Vorfeld Terminpräferenzen bei der Kursleiterin anmelden.

Anmeldung und Kursgebühr 

Anmeldefrist bis 18. März 2025. Teilnehmerzahl 8 bis max. 10 Personen, Durchführung ab Mindestzahl 5 Personen. > Der Kurs ist ausgebucht.

Anmeldung und Auskünfte literaturhaus@wyborada.ch

Kursgebühr Fr. 450.- (zu bezahlen bis eine Woche vor Kursbeginn). Reduzierter Preis für Studierende, Arbeitslose, IV, AHV: Fr. 380.-; bitte einen entsprechend geeigneten Nachweis mit der Anmeldung per Mail an literaturhaus@wyborada.ch

Foto Ariane Novel: ©Regentaucher Fotografie

Mi 26.2.2025 — 19 Uhr — DenkBar, Gallusstrasse 11
Ostschweizer Literaturgespräch #18: Tabea Steiner und das Kollektiv HOT

Zum 18. Ostschweizer Literaturgespräch hat Ruth Erat das Kollektiv HOT (Johanna Gschwend, Simone Olivadoti, Tabea Steiner, Julia Trachsel und Adam Vogt) in die DenkBar eingeladen.

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Das Gespräch mit dem spartenübergreifenden Kollektiv bietet Einblicke in interdisziplinäre Kunstprojekte und fragt nach der Entstehung und der Darbietung. In diesem Fall zum Thema Feuer: zum Lodern, Fantasieren und Fabulieren gebracht von Tabea Steiner und Simone Olivadoti (Text), Julia Trachsel und Adam Vogt (Illustrationen) und Johanna Gschwend (Fotografien und Ausstellungsprojekte).

Das interdisziplinäre Kollektiv Hot, bestehend aus Johanna Gschwend, Simone Olivadoti, Julia Trachsel, Adam Vogt, Tabea Steiner und dem 7er Studio (Eva Wolf und Basil Linder), formierte sich 2023 im Rahmen des Förderprogramms Literatur Ost+ und spielt seither mit dem Feuer.

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS an der Abendkasse ab 18.30 Uhr.

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Erscheinungsdatum der unten abgebildeten Publikation: März 2025.

ca. 240 Seiten
16 × 24 cm, Hardcover
Zahlreiche Abbildungen
4-farbig und s/w
Deutsch,
Liechtensteiner Dialekt
CHF 45.–

Die Texte dieser Publikation handeln von der Symbolkraft des Feuers, das sowohl künstlerische Träumerei als auch als Energiequelle und Basis unserer menschlichen Entwicklung ist. Zeichnung, Illustration, Fotografie und Textelemente werden miteinander in Verbindung gesetzt, befeuern sich gegenseitig, treten in Kontakt, ergänzen und irritieren sich.

Aufgeteilt ist die Publikation in zwei Erzählstränge: einen narrativen Teil mit fiktiven Wundern und Sagen aus der Ostschweiz und dazugehörigen Illustrationen, und einen kontrastierenden Teil pseudowissenschaftlicher Erkenntnisse und realer Wahrnehmungen von Erlebnissen rund um Feuer.

Lesung & Gespräch — Mi 19.2.2025 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost Eingang St. Leonhard-Strasse 40, 3. Etage
Thomas Strässle: «Fluchtnovelle»

Thomas Strässle erzählt von der Suche seiner Eltern nach einem Schlupfloch aus dem DDR-System und von der illegalen Einreise seiner Mutter in die Schweiz. Ein Zeitdokument über zwei junge Menschen, die für ihr Glück ihr Möglichstes riskierten.

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Strässles literarisches Debüt ist eine wahre Geschichte, bei der einem regelmässig der Atem stockt. Es ist die Geschichte von Menschen, die alles aufs Spiel setzten, eine wahre Geschichte von der Macht der Liebe gegen die Übermacht eines totalitären Systems – und: die Geschichte seiner Eltern. 1966 lernen sie sich in Erfurt kennen; er ein Schweizer Student, sie Studentin in Dresden. Eine grosse Liebe, getrennt vom Eisernen Vorhang. Minutiös wird die Flucht geplant, und dann kommt am Prager Flughafen doch alles anders, und beinahe… und wer weiss…

»Es ist ein Buch zum Verlieben. Nicht weil im Kern eine Liebesgeschichte steckt, sondern weil die Fluchtnovelle eine kleine literarische Perle ist. … In 27 kurzen Kapiteln schildert Thomas Strässle mit vielen liebevollen Details die Vorbereitungen und den Ablauf dieser Flucht und bettet sie zugleich ins historische Umfeld der 60er-Jahre ein. … Es ist eine Mischung aus historischer Recherche und literarischer Erzählung, Herzschlagmomente inklusive. …« Markus Gasser, SRF

Thomas Strässle, geboren 1972 in Baden, Schweiz, studierte Literaturwissenschaft, Philosophie und Musikwissenschaft in Zürich, Cambridge und Paris. Parallel dazu ließ er sich zum Flötisten ausbilden. Heute ist er Leiter des transdisziplinären Y Instituts an der Hochschule der Künste Bern und Professor für Neuere deutsche und vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Zürich. Außerdem ist er Präsident der Max Frisch-Stiftung an der ETH Zürich.

Moderation: Anya Schutzbach

Büchertisch: Buchhandlung Zur Rose

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS

Vorverkauf über Eventfrog.ch.

Abendkasse Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über reservierung@wyborada.ch. (Anmeldung nicht zwingend, aber hilfreich für unsere Planungen.)

Die Abendkasse ist ab 19.0 Uhr besetzt.

Freie Platzwahl. Begrenzte Platzanzahl.

Foto: ©Ayse Yavas

Mi 12.2.2025 — 19 Uhr — Bibliothek Wyborada, Studio, Davidstrasse 42 — Eingang Restaurant, 1. Etage
Artist’s Choice #19: Brenda Osterwalder

Die Bibliothek Wyborada wird zum 19. Mal mit Kunst bespielt: Dieses Mal von der Malerin Brenda Osterwalder.

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Gesammeltes Bild- und Textmaterial – Fotos, Worte, einzelne Sätze – sind Ausgangspunkt für die intuitiven Bilder von Brenda Osterwalder. Oft sind es auch literarische Werke, die ihr als Inspirationsquelle für die künstlerische Auseinandersetzung dienen.

Für Artist’s Choice stellt die Künstlerin Gemälde zusammen, die von Frauengeschichten erzählen und offenbart im Gespräch mit Karin K. Bühler die Beweggründe zu ihren Bildfindungen.

 

Brenda Osterwalder, 1971 in Altstätten geboren, hat erst Grafik in St.Gallen, dann Film in Berlin studiert und wohnt heute in Speicher.

 

Eintritt frei / Kollekte

Mit der Veranstaltungsreihe «Artist’s Choice» wird der Medienbestand der 1986 als Frauenbibliothek gegründeten Bibliothek Wyborada reflektiert. Artist’s Choice wird kuratiert von der Leiterin der Bibliothek Wyborada und Künstlerin Karin Karinna Bühler.

Do 30.1.2025 — 19 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost Eingang St. Leonhard-Strasse 40, 3. Etage
Marlen Haushofer. «Alle meine Personen sind Teile von mir.»

Lesung und Gespräch mit der Herausgeberin der Werkausgabe Lilane Studer. – Die österreichische Schriftstellerin Marlen Haushofer (1920 – 1970) zählt heute zu den wichtigsten deutschsprachigen AutorInnen des 20. Jahrhunderts und wurde mit zahlreichen Literaturpreisen geehrt. Ihr wohl berühmtester Roman: «Die Wand».

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»Ich habe ‚Die Wand‘ schon dreimal gelesen und bin noch lange nicht fertig!« Nicole Krauss

Marlen Haushofer, eine «Meisterin ohne Illusionen» (Manfred Papst) führte ein Doppelleben: Tagsüber war sie die Zahnarztgattin, die Mann und Söhne versorgte, in den frühen Morgenstunden jedoch und wenn die Männer ausser Haus waren, schrieb sie Romane, Erzählungen, Kinderbücher und Hörspiele.

Trotz ihres herausragenden literarischen Werks geriet die Autorin allerdings schnell in Vergessenheit. Noch zu Lebzeiten oft als «Hausfrauenliteratur» abqualifiziert, wird erst mit der jüngst erschienenen sechsbändigen Werkausgabe deutlich, wie aktuell ihre Texte sind, in denen sie Themen wie zerstörerisches Wachstumsdenken, Geschlechterverhältnis, Männerdominanz u.a. aufgriff – und wie dringlich ihre Romane und Erzählungen sind.

Die Mitherausgeberin der Werkausgabe, Liliane Studer, gibt im Gespräch mit Anya Schutzbach Einblick in Haushofers literarisches Universum und umreisst ihr erzählerisches Genie.

Lesung: Pascale Pfeuti

»Das Grundthema der Geschichten Marlen Haushofers ist eine erträgliche Sinnlosigkeit des Lebens.« Frankfurter Allgemeine Zeitung

EINTRITT Fr. 20.- / erm. Fr. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS an der Abendkasse ab 18.30 Uhr. Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch nicht zwingend, aber hilfreich.

Foto: ©Sybille Haushofer-Steyr

*** Diese Veranstaltung fällt leider aus *** KLASSIKER NEU GELESEN: Di 21.1.2025
Goethes «Wahlverwandtschaften» mit Dr. Heike Brandstädter

Die Lektüre des Literaturhaus Lesekreises im Herbst 2024 gab den Anstoss: Man kommt nie zu Ende, diesen Roman zu ergründen, der als Goethes bester und zugleich rätselhaftester bezeichnet wird! Hilfe kommt aus der Literaturwissenschaft: Dr. Heike Brandstädter ist tief eingetaucht in den Wahlverwandtschafts-Kosmos. Im Fokus ihres Vortrags (mit Lesung): Ottilie, die komplexeste Figur des Romans.

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Der Roman sei «vorerst unerschöpflich», so Reinhard Baumgart in seinem Nachwort zur Ausgabe der Wahlverwandtschaften im Diogenes Verlag; «Vorerst, das heisst: Solange sich die beiden Geschlechter so fremd und süchtig begegnen, wie in diesem Musterfall beschrieben.» Und: «Von Männer- und Frauenrollen, so könnte man heute sagen, handelt dieser Roman, von Männerphantasien, Frauenphantasien und ihrer mörderischen Unvereinbarkeit.»

Die Hamburger Literaturwissenschaftlerin, die heute in Konstanz lebt, nimmt das Publikum mit in die Welt der Klassik und Romantik. Ihre Publikation Der Einfall des Bildes. Ottilie in den «Wahlverwandtschaften» verspricht, uns die Figuren dieser Goethe’schen Versuchsanordnung – Charlotte, Eduard, den Hauptmann und vor allem Ottilie – näherzubringen.

Für alle Leserinnen und Leser und alle Neu- und Wissbegierigen – auch ohne vorherige Teilnahme am Literaturhaus Lesekreis 2024 zu den Wahlverwandtschaften.

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen, TeilnehmerInnen Lesekreis Literaturhaus/1 und Mitglieder Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS an der Abendkasse ab 18.30 Uhr.

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Foto: © Franzis von Stechow

Mi 15.1.2025 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost, Eingang St. Leonhard-Strasse 40, 3. Etage
Petra Pellini: «Der Bademeister ohne Himmel»

Den Auftakt in die neue Saison macht die Vorarlberger Autorin Petra Pellini mit ihrem ‚Bademeister‘ – einem Lieblingsbuch der meisten Menschen, die es gelesen habe. Und es waren viele! Literaturkritikerin Christine Westermann sagt über den Roman: «Es gibt Bücher, die lange nachhallen. Dieses ist so eines. Steht auf meiner persönlichen Bestsellerliste ganz oben.» Denn:

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Hier wird ein schwergewichtiges Thema leichtfüssig erzählt: Wer Arno Geigers Erfolgsroman «Der alte König in seinem Exil» über seinen Vater gerne gelesen hat, wird auch diese, mit schnoddrigem Jugend-Ton, witzigen Dialogen und herzerwärmenden Szenen erzählte Geschichte über einen 86-Jährigen mögen, der Schwimmflügerln zählt und sich mit der Zahnbürste die Haare kämmen will. Petra Pellini schreibt über einen Menschen mit fortschreitender Demenz. Wie sie das tut, ist aber so berührend, heiter und zärtlich, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen mag. (Karin Waldner-Petutschnig)

Eine 15-Jährige und ein 86-Jähriger kommen beide auf ihre Art nicht klar mit dem Leben. Linda hat eine schwierige Kindheit hinter sich und Hubert, ein Bademeister im Ruhestand, seine Vergangenheit verloren. Dreimal wöchentlich verbringt Linda den Nachmittag bei Hubert, um die polnische Pflegerin Ewa zu entlasten, die mit durchaus eigenwilligen Mitteln ihren Beruf ausübt. Feinfühlig und spielerisch begegnet Linda Huberts fortschreitender Demenz und versucht, den alten Bademeister im Leben zu halten. Bis das Schicksal ihre Pläne durchkreuzt … Mit Wärme und Humor erzählt Pellini vom Erwachsenwerden, vom Vergessen und einer einzigartigen Freundschaft.

Eine ganz zarte, heiter-melancholische Geschichte und dabei so wunderbar präzise erzählt. (Ewald Arenz)

Petra Pellini, 1970 in Vorarlberg geboren, lebt in Bregenz. Sie war lange in der Pflege demenzkranker Menschen tätig. Für diesen Roman wurde sie mit dem Vorarlberger Literaturpreis ausgezeichnet.  

Moderation: Karsten Redmann

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS an der Abendkasse ab 19 Uhr

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Foto: ©Nina Bröll

AUSGEBUCHT — Lesekreis Literaturhaus/1 — Klassiker der Weltliteratur
Katherine Mansfield: «Die Gartenparty»

Der LL/1 widmet sich unter der Leitung von Anya Schutzbach der neuseeländisch-britischen Schriftstellerin Katherine Mansfield. Gelesen wird «Die Gartenparty» – eine Sammlung von 27 Kurzgeschichten.

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Nach fünf Romanen stehen für die neue Saison short stories von Katherine Mansfield auf dem Programm, versammelt in dem Band «Die Gartenparty».

Mit ihren Erzählungen schuf die neuseeländisch-britische Schriftstellerin eine moderne Form der englischen Kurzgeschichte und gleichzeitig ein Werk, das dank seiner psychologischen Raffinesse bis heute nichts von seiner Anziehungskraft eingebüsst hat. Wer moderne Literatur liebt, die unterhaltsam und raffiniert zugleich ist, kommt an dieser Autorin, die selbst Virginia Woolf als «die beste aller Schriftstellerinnen» bezeichnete, nicht vorbei.

Termine jeweils Dienstags, 18.30 – 20 Uhr

  • 11. Februar (Auftaktveranstaltung)
  • 25. März
  • 15. April
  • 13. Mai
  • 17. Juni

Eine Teilnahme an allen Terminen ist nicht zwingend.

Anmeldung, Teilnahmegebühr

Um einen intensiven Austausch zu gewährleisten, ist die Anzahl der Teilnehmenden beschränkt (minimum 10 / maximal 12 Personen). Anfragen und Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Teilnahmegebühr (5 Termine à 1.5 Std.) Fr. 150.-, zahlbar nach Anmeldung (Überweisung via Einzahlungsschein oder TWINT), vor Ort am ersten Teilnahmetermin oder in der Bibliothek Wyborada zu den Öffnungszeiten.

Das Buch: Wir lesen die Ausgabe der Manesse Bibliothek (im Handel die derzeit einzig verfügbare, aktuelle Ausgabe von Texten Katherine Mansfields (!). Ältere Ausgaben sind gewiss über die einschlägigen online-Antiquariate wie z.B. das ZVAB, booklooker oder momox im Netz aufzutreiben.

AUSGEBUCHT — Lesekreis Literaturhaus/2 — Gegenwartsliteratur
Tine Melzer: «Do Re Mi Fa So» und Urs Faes: «Sommerschatten»

Der LL/2, geleitet von Gallus Frei-Tomic, befasst sich ab Februar mit Tine Melzers «Do Re Mi Fa So», ab April mit dem neuen Roman von Urs Faes, «Sommerschatten».

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Lesen ist das eine, aber mit andern unverkrampft über das Gelesene in Austausch treten und sich mit den entsprechendne Schriftstellerinnen und Schriftstellern austauschen ist noch viel, viel intensiver.

In diesem Lesekreis widmen sich die Teilnehmenden sich in fünf Treffen von Februar bis Juli aktuellen Neuerscheinungen. Neben Hintergrundinformationen zu den AutorInnen und ihren Büchern, informiert Gallus Frei-Tomic über weitere Perlen der Gegenwartsliteratur und Literaturrosinen im Veranstaltungskalender.
Das Besondere an diesem Lesekreis: Ein Abend mit der Autorin / dem Autor im kleinen Kreis bietet die seltene Gelegenheit zu einem quasi «privaten» Gespräch über das Buch, ihr Schreiben.

Anmeldung, Teilnahmegebühr

Um einen intensiven Austausch zu gewährleisten, ist die Anzahl der Teilnehmenden beschränkt (minimum 10 / maximal 12 Personen). Anfragen und Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Teilnahmegebühr (5 Termine à 1.5 Std.) Fr. 200.-, zahlbar nach Anmeldung (Überweisung via Einzahlungsschein oder TWINT), vor Ort am ersten Teilnahmetermin oder in der Bibliothek Wyborada zu den Öffnungszeiten.

Termine

jeweils Dienstags, 19 Uhr im Studio der Bibliothek Wyborada. Ausnahmen: Die Veranstaltungen in Anwesenheit der Autorin, des Autors.

  • 4. Februar
  • 4. März
  • 22. April (mit Tine Melzer, im Bürgerratssaal des Stadthauses)
  • 20. Mai
  • 1. Juli (mit Urs Faes, im Bürgerratssaal des Stadthauses)

 

Foto Gallus Frei-Tomic: © Yves Noir

Literaturhaus St.Gallen: Das Programm Januar bis März 2025

Voilà! Unser Programm für die ersten drei Monate in der Übersicht. Wer es lieber gedruckt hätte, dem senden wir es auf Anfrage gerne zu. Auch erhältlich in der Bibliothek Wyborada im Lagerhaus an der Davidstrasse 42 zu den Öffnungszeiten (Mi/Do 10-19 Uhr) – und an vielen anderen Orten in St. Gallen, an dem die Kultur zuhause ist; Buchhandlungen, Bibliotheken, Museen…

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Do 12.12.2024 — 20 Uhr — Lokremise, Grünbergstrasse 7
LꝏT #8: Pedro Lenz

Auf die meistgestellte Frage danach, wie er zu seinen Ideen kommt, meint Pedro Lenz: «Sie fliegen mir zu.»

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LooT*, die Achte. Diese Ausgabe ziert einen schweizweit bekannten Namen: Zu Gast ist der Mundartpoet, Alltagsbeobachter und humorvolle Spoken-Word-Artist Pedro Lenz. 

Pedro Lenz, geb. 1965 in Langenthal, ist Dichter, Schriftsteller und Kolumnist – und zugleich mit seinen Stücken auch auf dem Theater präsent; im Oktober 2023 feierte sein jüngstes Stück «Längizyti – oder furtga isch immer fautsch» Uraufführung.

Pedro Lenz schreibt so, wie die Leute reden, im Zug, auf der Strasse, in der Beiz; er schaut den Menschen aufs Maul. Seine Romane, Kolumnen und Bühnenprogramme sprechen dem Alltag in der Schweiz aus der Seele. Dass Lenz einen wesentlichen Teil seines Werks in Oberaargauer Mundart schreibt, ändert nichts an der Weltläufigkeit dieser Geschichten; er ist der Chronist der grossen Dramen im Leben der kleinen Leute.
Das gesprochene Wort steht in Pedro Lenz’ Schaffen gleichberechtigt neben dem geschriebenen: Hert am Sound heisst eines zum Beispiel eines seiner Bücher. Ob im Film oder auf der Bühne: Lenz’ Sound ist unverwechselbar.

Das Gespräch führt Martin Bieri, Dramaturg bei Konzert und Theater St. Gallen.

Eintritt Fr. 25.- regulär / diverse Ermässigungen.

Tickets nur über das Theater St. Gallen – im Vorverkauf über diesen Link oder an der Abendkasse des Theaters.

!! Achtung: Die Anwahl ermässigter Tickets im Webshop des Theaters ist erst möglich im Warenkorb: Zunächst ein reguläres Ticket in den Warenkorb legen, anschliessend die jeweilige Ermässigung anwählen !!

*LooT – Literatur links with Theater: Im Rahmen einer Kooperation mit dem Theater St. Gallen stellen wir in dieser Reihe Autorinnen und Autoren vor, die sowohl im sogenannten Literaturbetrieb zuhause sind als auch im oder auf dem Theater. Und die mit kühnen, und immer bemerkenswert eigenwilligen Texten die Welt von uns Lesenden bereichern.

Bislang zu Gast: Kim de l’Horizon, Wolfram Lotz, Emine Sevgi Özdamar, Ariane von Graffenried und Martin Bieri, Lukas Bärfuss, Joachim Meyerhoff und Madame Nielsen.

Foto ©Liliane Holdener

*** SCHWEIZER BUCHPREIS 2024 *** Mi 4.12.2024 — 19.30 Uhr — Kunstmuseum, Museumsstrasse 32, St. Gallen
Zora del Buono: «Seinetwegen»

Die Zürcher Autorin Zora del Buono hat ihren Vater bei einem Verkehrsunfall verloren. Dieses Drama verarbeitet sie in dem Roman «Seinetwegen» – und erhält dafür nun den Schweizer Buchpreis. Wir gratulieren! Und freuen uns, sie bald bei uns zu Gast zu haben.

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Del Buono zählt zu den renommiertesten Autorinnen der Schweiz. Ursprünglich hat sie als Architektin gearbeitet, ehe sie zu schreiben begann. Ihre bekanntesten Werke: die Familiensaga «Die Marschallin», die Novelle «Gotthard» über den Bau des Gotthardtunnels – und nun eben das frisch prämierte, autofiktionale Memoir «Seinetwegen».

Zora del Buono war acht Monate alt, als ihr Vater 1963 bei einem Autounfall starb. Der tote Vater war die große Leerstelle der Familie, Mutter und Tochter sprachen kaum über ihn. Wenn die Mutter ihn erwähnte, brach die Tochter mit klopfendem Herzen das Gespräch ab. Sie konnte den Schmerz der Mutter nicht ertragen. Jetzt, inzwischen sechzig geworden, fragt sie sich: Was ist aus dem damals erst 28-jährigen E.T. geworden, der den Unfall verursacht hat?

«Seinetwegen» ist der Roman einer Recherche: Die Erzählerin macht sich auf die Suche nach E.T. «Ein packendes, lebenspralles Werk, das kunstvoll komponierte Journal einer Spurensuche, das mit verschiedenen Textsorten arbeitet.» NZZ; «Ein Buch über Schuld und Vergebung. Absolut lesenswert.» SRF

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada, Mitglieder Kunstverein); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS im Vorverkauf über Eventfrog oder an der Abendkasse ab 19 Uhr.

ABENDKASSE Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch

Moderation: Anya Schutzbach

Foto: ©Stefan Bohrer

Fr 29.11.2024 — 19 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost, Eingang St. Leonhard-Strasse 40
«Annemarie Schwarzenbach – Stationen einer Sehnsucht»

©Walter & Konrad Feilchenfeldt / Courtesy Fotostiftung Schweiz

Schriftstellerin, Weltreisende, Journalistin, Fotografin, Dichterin, melancholische Rebellin – ein musikalisch-literarisches Porträt von und mit Vera Bauer und Jelena Goldzycher.

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Abenteuerliche Reisen in alle Welt, leidenschaftlicher Erkenntnisdrang und rückhaltlose Liebe zu anderen Frauen – Annemarie Schwarzenbachs viel zu kurzes Leben (1908 – 1942) ist vor allem durchs eigene Schreiben protokolliert. Intensiv, sensibel und klug reagiert sie auf ihre Zeitumstände, schreibt gegen den Faschismus in Europa an und kämpft gegen ihre Traurigkeiten und Sehnsüchte.

Für ihr Programm zu Annemarie Schwarzenbach hat Vera Bauer Hunderte von unveröffentlichten Briefen aus Schwarzenbachs Nachlass recherchiert. In Zusammenarbeit mit der Musikerin und Komponistin Jelena Goldzycher schafft sie einen neuen, vertieften Zugang zu Leben und Werk dieser Autorin, die mit ihrem Lebensentwurf weit über ihre Zeit hinausweist, uns herausfordert, fasziniert und bewegt.

Vera Bauer ist Cellistin, Sprecherin und Bühnenautorin. Mit ihren Wort-und-Musik-Programmen bringt sie Werke und Visionen von Autorinnen, Schriftstellern und prägenden Persönlichkeiten verschiedener Zeiten auf die Bühne.

Jelena Goldzycher, geb. 1996 in Zürich, begann im Alter von sechs Jahren mit dem Violinspiel und wechselte bald zum Klavier. Heute ist sie Sängerin, Musiklehrerin und arrangiert daneben Lieder für das Theater.

Text & Sprache: Vera Bauer; Komposition & Musik: Jelena Goldzycher; dramaturgische Mitarbeit: Peter Schweiger

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Kantonsbibliothek Vadiana St. Gallen.

EINTRITT frei. Wir danken für eine Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch

TÜRÖFFNUNG 18.30 Uhr.

Foto Bauer / Goldzycher: ©Stephan Bösch

Mi 20.11.2024 — 19 Uhr — DenkBar, Gallusstrasse 11
Ostschweizer Literaturgespräch #17: Clemens Umbricht & Florian Vetsch

Im Gespräch zwischen dem Autor, Übersetzer und Herausgeber amerikanischer und deutscher Beat-Literatur Florian Vetsch und dem Lyriker Clemens Umbricht geht es um das Übersetzen von Literatur – und darum, welche Herausforderungen hierbei zu bewältigen sind.

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Moderation: Ruth Erat.

EINTRITT Fr. 20.- / erm. Fr. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St.Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.-; Kultur-Legi Fr. 5.-; Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis.

TICKETS an der Abendkasse ab 18.30 Uhr. Wir danken fürs Reservieren über literaturhaus@wyborada.ch

Clemens Umbricht, geb. 1960, schreibt Gedichte und arbeitet als Verlagsleiter in Teufen AR. Seit 1980 hat er mehrere Gedichtbände publiziert, wofür er mehrfach ausgezeichnet wurde. Zuletzt erschien der Gedichtband «Das Alphabet des Archaeopteryx» im Caracol Verlag, eine bildhafte, dichte und assoziative Sammlung an Reiseerinnerungen und -träumen. Während vieler Jahre war Clemens Umbricht ausserdem Mitherausgeber der St.Galler Literaturzeitschrift NOISMA.

Das Licht schien im Dunst der tosenden Wassermassen / aufgeladen von einer Helligkeit, in der selbst / die Schafe, wenn man sich nach ihnen umdrehte, / wie Gischtflocken über die Hänge stoben. (aus: «Das Alphabet des Archaeopteryx»)

Florian Vetsch, geb. 1960, ist Autor, Kenner der US-amerikanischen Beatliteratur und Übersetzer deren Vertreter wie Allen Ginsberg, Ira Cohen oder Paul Bowles. Ausserdem war der St. Galler Mitinitiant der Literaturzeitschrift NOISMA. Zuletzt erschien «Sapphische Flaschenpost – Vom entsetzlich aufschäumenden Eros» (2016) in Zusammenarbeit mit dem Künstler Peter Z. Herzog, die Zweitauflage des von ihm co-edierten Kult-Readers «Tanger Telegramm» (2017) sowie seine Kollaboration mit Ira Cohen und Jürgen Ploog «A Night in Zurich» (2018).

*** NUR NOCH WENIGE PLÄTZE *** Do 14.11.2024 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur — St. Leonhard-Strasse 40
Franziska Schutzbach: «Revolution der Verbundenheit»

Franziska Schutzbach

«Wie weibliche Solidarität die Gesellschaft verändert» – so der Untertitel des neuen Buchs der Basler Autorin und Soziologin. Inmitten einer scheinbar zerrütteten und krisengeschüttelten Gesellschaft fragt sie nach Perspektiven der Verbundenheit.

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«Wir müssen noch miteinander eine große Freiheit erringen.»

Das schrieb Bettina von Arnim an ihre Freundin Karoline von Günderode. Seither sind viele Jahre vergangen, die Emanzipation der Frauen ist vorangeschritten – vor allem dann, wenn sich Frauen aufeinander bezogen. Nach ihrem Bestseller «Die Erschöpfung der Frauen» macht sich Franziska Schutzbach in ihrem neuen Buch auf die Suche nach starken und nährenden Frauenbeziehungen, nach Liebe und Freundschaft unter Frauen, nach politischer Schwesternschaft und Solidarität, nach emanzipatorischen Mutter-Tochter-Beziehungen und weiblichen Familiengenealogien.

Nach einer feministischen Streitschrift hat sie hier ein starkes Plädoyer für stärkende, ermutigende weibliche Beziehungen geschaffen.

»Frauen können hier und heute damit beginnen, ihre Orientierung an der Männerwelt zu lösen und überkommenen Mustern wie Hierarchie und Konkurrenz ihre Sehnsucht nach Kooperation und Freundschaft entgegensetzen.« Franziska Schutzbach

Franziska Schutzbach, geboren 1978, ist promovierte Geschlechterforscherin und Soziologin, Publizistin, feministische Aktivistin und Mutter von zwei Kindern. Im Jahr 2017 initiierte sie den #SchweizerAufschrei, seither ist sie eine bekannte und gefragte feministische Stimme auch über die Schweiz hinaus. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Geschlechterthemen wie Misogynie und Sexismus, darüber hinaus befasst sie sich mit den Kommunikationsstrategien von Rechtspopulisten.

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS im Vorverkauf über Eventfrog oder an der Abendkasse ab 19 Uhr.

ABENDKASSE Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch

Moderation: Corinne Riedener

Foto: ©Anne Morgenstern

Mo 28.10.2024 — 20 Uhr — Literaturhaus & Theater St.Gallen, Lokremise Lok 1—Grünbergstrasse 7
LꝏT #7: Madame Nielsen. Lesung & Gespräch

„Das Leben ist eine ständige Verwandlung. Und ich finde, die meisten Menschen leben ihr Leben als wäre es nur eine Möglichkeit, ein Leben. Aber in einem Körper, in einer Seele gibt es so viele mögliche Menschen oder nicht nur Menschen, Wesen. Und ich sehe es als meine Aufgabe, nicht nur in der Schrift, sondern auch im tatsächlichen Leben, so viele Daseinsformen wie möglich zu leben.“ (Madame Nielsen im Interview mit Dorothea Westphal, Deutschlandfunk Kultur)

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LooT*, die Siebte. Diesmal eingeladen uns zu elektrisieren ist eine der eigenwilligsten Figuren der gegenwärtigen Literaturszene: Die dänische Performancekünstlerin, Musikerin und Schriftstellerin Madame Nielsen.

Geboren als Claus Beck-Nielsen 1963 in Aalborg, Dänemark, inszenierte er 2003 seinen Tod als Schriftsteller und wurde für tot erklärt. In seinem Namen entstand das Unternehmen „Das Beckwerk“, das in der Grauzone zwischen politischer Realität und Fiktion arbeitete und weltweit Interventionen in politischen Brennpunkten unternahm, u. a. im Irak, Iran, in Afghanistan, Ägypten und der Ukraine. 2011 schloss das Unternehmen und der ehemalige männliche Körper erlebte eine Wiederauferstehung als das weibliche Wesen Madame Nielsen.

Das Spiel mit Identitäten und (Geschlechter-)Rollen ist nicht nur Thema des künstlerischen Schaffens von Madame Nielsen – sei es im Theater, in der Literatur, in der Musik oder Performance –, sie lebt es auch. Als lebende Figur verwandelt Madame Nielsen die Räume, die sie betritt: Die Welt wird zur Bühne und die Realität entpuppt sich als Spiel.

Für ihre künstlerische Arbeit, zu der neben Prosa auch Theaterstücke, Lieder und Performances zählen, wurde Madame Nielsen in Dänemark und Deutschland vielfach mit bedeutenden Preisen ausgezeichnet und war mehrfach für den Literaturpreis des Nordischen Rates nominiert.

Ihre Romane „Der endlose Sommer”, „Das Monster” oder „Lamento” sind in Deutschland Bestseller, zuletzt erschien „Mein Leben unter den Großen“, und für die Münchner Kammerspielen entwickelte Madame Nielsen mit „Very Rich Angels” ein «intergalaktisches Musical», das dort Anfang Juni Premiere feierte.

Das Gespräch mit Madame Nielsen über ihren jüngsten Roman «Mein Leben unter den Grossen» führt Philipp Theisohn, Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Direktor des Zentrums für literarische Gegenwart an der Universität Zürich.

Als die Madame noch ein junger Autor war, traf sie manchmal mehr und manchmal weniger verhofft auf die wichtigsten Schrifsteller*innen dieser Zeit (meistens waren es aber Schriftsteller, sind wir mal ehrlich). Das Leben unter den Grossen wollte aber nicht ganz gelingen und schnell wurde klar, dass literarischer Erfolg kein Leumundszeugnis ist. – Sehr unterhaltsam, sehr vielschichtig, genauso wie man Nielsen kennt.

Eintritt Fr. 25.- regulär / diverse Ermässigungen.

Tickets nur über das Theater St. Gallen – im Vorverkauf oder an der Abendkasse des Theaters – und über diesen Link zum Online-Shop von Konzert und Theater St. Gallen.

** Achtung!, die Anwahl ermässigter Tickets im Online-Shop des Theaters ist erst im Warenkorb möglich, d.h.: Zuerst ein reguläres Ticket in den Warenkorb legen, anschliessend die jeweilige Ermässigung anwählen 😉 **

LooTLiteratur links with Theater: Im Rahmen einer Kooperation mit dem Theater St. Gallen stellen wir in dieser Reihe Autorinnen und Autoren vor, die sowohl im sogenannten Literaturbetrieb zuhause sind als auch im oder auf dem Theater. Und die mit kühnen, und immer bemerkenswert eigenwilligen Texten die Welt von uns Lesenden bereichern.

Bislang zu Gast: Kim de l’Horizon, Wolfram Lotz, Emine Sevgi Özdamar, Ariane von Graffenried und Martin Bieri, Lukas Bärfuss und Joachim Meyerhoff.

Foto Madame Nielsen ©Dirk Skiba

** AUSVERKAUFT ** Fr 25.10.2024 — 19.30 Uhr — Zeughaus Teufen, Zeughausplatz 1, 9053 Teufen
Gabriele von Arnim: «Der Trost der Schönheit. Eine Suche»

Nach dem Spiegel-Bestseller «Das Leben ist ein vorübergehender Zustand» ein neuer bewegender Bericht aus dem Innern. Ein Buch, das den Blick weitet für die Welt um uns und ihre Vergänglichkeit, das Mut macht zum Aushalten von Ambivalenz. ** Die Veranstaltung ist leider ausverkauft – bleibt, das Buch selbst zu lesen! **

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Gabriele von Arnim schreibt über Schönheit und Trost in einer Welt, die überwältigend, ängstigend und fordernd ist. Die literarische Spurensuche führt zurück in die Kindheit, zu einem Mädchen aus kühl geführtem Haus, das erst lernen muss, zu fühlen. Die Wahrnehmung und Empfindung von Schönheit, ihren Formen und Wirkungen ist bei der renommierten Autorin und Journalistin keine Attitüde, sondern Lebenspraxis:

«Ich brauche Schönheit. Den Trost der Schönheit. Denn, wenn ich Schönheit sehe, höre, lese, spüre, dann glaube ich an Möglichkeiten. An Wege, Räume, Purzelbäume.»

«Die Schönheit ist hier nicht blosses Wohlfühlprogramm, sondern Teil einer Lebenspraxis. […] Die Stimme einer nachdenklichen und lebenshungrigen Frau.» NZZ

«Von der Kindheit in die Reife, manchmal auch die Verzweiflung des Alters, von der Freude in die Angst, vom Persönlichen ins Politische. Eine Suche so voller Anregungen, dass sie zu lesen sich unbedingt lohnt.» WDR

Gabriele von Arnim wurde 1946 in Hamburg geboren. Sie hat studiert, promoviert und zehn Jahre als freie Journalistin in New York gelebt. Danach schrieb sie u.a. für Die Zeit und Süddeutsche, BR und WDR und arbeitete als Moderatorin für Arte, SWR und SRF. Sie schreibt Rezensionen für Zeitungen und Hörfunk, moderiert Lesungen, hat mehrere Bücher veröffentlicht und lebt in Berlin.

Moderation: Anya Schutzbach

DIE VERANSTALTUNG IST AUSVERKAUFT

EINTRITT Fr. 20.- / erm. Fr. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen / Bibliothek Wyborada, Zeughaus Teufen und Lesegesellschaft Teufen). Studierende Fr. 10.-, Kultur-Legi Fr. 5.- . Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS an der Abendkasse im Zeughaus Teufen ab 19 Uhr. Reservierung über literaturhaus@wyborada.ch

Eine Veranstaltung des Literaturhauses St. Gallen in Zusammenarbeit mit dem Zeughaus Teufen und der Lesegesellschaft Teufen

Foto: ©Ralf Hiemisch

 

Das Literaturhaus St. Gallen informiert:
Die Veranstaltung mit Laura Leupi am 15. Oktober muss leider ausfallen.

Wir bemühen uns um einen neuen Termin und halten Sie über unsere Homepage und den Newsletter informiert. Über Eventfrog gekaufte Tickets können verrechnet werden. Bitte melden Sie sich dazu über literaturhaus@wyborada.ch.

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Nähere Informationen zur Veranstaltung mit Laura Leupi und dem Buch «Das Alphabet der sexualisierten Gewalt» finden Sie hier… .

Foto: ©Claude Bühler

Di 15.10.2024 — 20.15 Uhr — Palace St. Gallen, Blumenbergplatz. Türöffnung 19.45 Uhr
***ABGESAGT*** Laura Leupi: «Das Alphabet der sexualisierten Gewalt»

Die Veranstaltung muss leider ausfallen. Wir bemühen uns um einen neuen Termin und halten Sie über unsere Homepage und den Newsletter informiert. Über Eventfrog gekaufte Tickets können verrechnet werden. Bitte melden Sie sich dazu über literaturhaus@wyborada.ch.

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Laura Leupi erzählt entlang von Schlagworten in alphabetischer Reihenfolge eine Geschichte über einen Raum, der zu Schimmel neigt. Beissende Gerüche, starrende Stühle und leise Lakenworte sind die stummen Zeugen einer Gewalt, für die das Buch eine Sprache sucht. Doch nicht nur die erlebte Gewalt will beschrieben werden, auch die Folgen, die Dissoziation, der Verlust des Vertrauens in die Welt. Wie verändert sich die Wahrnehmung des Zuhauses, wenn eine Person in diesem vermeintlichen «Safe Space» sexualisierte Gewalt erfährt? Wie können wir über Vergewaltigung sprechen, wenn wir selbst das Wort nicht unbefangen aussprechen können?

«Das Alphabet der sexualisierten Gewalt» ist eine autofiktionale Spurensuche. Es versammelt Begriffe, fantastische Geschichten und politische Zaubersprüche, die als Ausgangspunkt dienen, um über sexualisierte Gewalt und ihre Auswirkungen nachzudenken. Es ist ein Versuch, der prekären Erinnerung ein Gefäss zu geben – und an eine selbstbestimmte Zukunft zu denken.

«Das ist ein mutiges Buch. Zumal eines – dafür ist man heutzutage dankbar –, das eine präzise Form für das sucht, was erzählt werden soll, und sich mit den auf der Hand liegenden Lösungen nicht zufriedengibt.» Neue Zürcher Zeitung

Laura Leupi, geb. 1996 in Zürich, arbeitet fürs Theater und als Kulturjournalist*in, schreibt Prosa- und Performancetexte. Zuletzt war Leupi Artist in Residence in der Dogo Residenz für Neue Kunst in Lichtensteig, wo auch dieser Roman entstand. Für einen Auszug aus «Das Alphabet der sexualisierten Gewalt» erhielt sie 2023 in Klagenfurt den 3sat-Preis.

EINTRITT Fr. 20.- / erm. Fr. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen, Bibliothek Wyborada, Archiv für Frauen-, Geschlechter- und Sozialgeschichte Ostschweiz, Palace); Studierende Fr. 10.-; Kultur-Legi Fr. 5.-; Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS im Vorverkauf über Eventfrog oder an der Abendkasse ab 19.45 Uhr.

ABENDKASSE Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch – nicht zwingend, aber hilfreich.

In Zusammenarbeit mit dem Archiv für Frauen-, Geschlechter- und Sozialgeschichte Ostschweiz und der «Erfreulichen Universität» des Palace St.Gallen.

Foto: ©Claude Bühler

Buchpremiere mit Apéro — Mi 9.10.2024 — 19.30 Uhr — Stadthaus St. Gallen, Festsaal, Gallusstrasse 14
Christoph Keller: «Blauer Sand»

Buchpremiere des neuen Romans von Christoph Keller und der fantastischen Geschichte einer aussergewöhnlichen Insel. Mit anschliessendem Apéro.

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Seit siebzehn Jahren versteckt sich Leo auf der Sandinsel in der Flensburger Förde. Nur im Oktober verlässt er sie, um seinen jährlichen Mord zu begehen. Er tötet Menschen, die der Welt Schaden zufügen und vom Elend anderer profitieren wie der Katastrophenkapitalist A. J. Hicks. Als Leo von seinem jüngsten Mord auf die Sandinsel zurückkehrt, erwartet ihn Thea. Sie ist die Tochter seines vierzehnten Mordopfers, eines Mannes, der einst dafür sorgte, dass der seltene blaue Sand von der Insel verschwand. Thea ist fest entschlossen, ihren Vater zu rächen. Doch je mehr sie in den Sog der magischen Sandinsel gerät, umso mehr kommt ihr Plan ins Wanken. Poetisch und mit viel Witz erzählt Christoph Keller von zwei Menschen, die angesichts der Klimakatastrophe Ungerechtigkeiten radikal bekämpfen und sich dabei ständig fragen: Muss man nicht töten, wer der Welt so viel Leid zufügt?

Christoph Keller, geboren 1963, ist der Autor zahlreicher Romane, Theaterstücke und eines Essaybandes. Dazu gehören u.a. der Erinnerungsroman «Der beste Tänzer», «Jeder Krüppel ein Superheld», wie auch «Der Boden unter den Füssen», der 2020 mit dem Alemannischen Literaturpreis ausgezeichnet wurde. Keller verbrachte über zwanzig Jahre in New York und schreibt auf Deutsch und Englisch. Heute lebt er in St. Gallen.

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen, Bibliothek Wyborada und mit Lüthy-Kundenkarte); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS im Vorverkauf über Eventfrog oder an der Abendkasse ab 19 Uhr.

ABENDKASSE Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über stgallen@buchhaus.ch / Tel. 071 221 06 90 oder literaturhaus@wyborada.ch / Tel. 071 222 65 15

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Bücher Lüthy St. Gallen.

Foto: ©Ayşe Yavaş

Mo 7.10.2024 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost, Eingang St. Leonhard-Strasse 40, 3. Etage
Arno Geiger: «Reise nach Laredo»

Was bleibt, wenn ich alles hinter mir gelassen habe? – In seinem neuen Roman schreibt Arno Geiger über das Loslassen und darüber, worauf es im Leben ankommt. Ein Historienroman und «Road Novel» zugleich.

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Es ist 1558, und der bereits abgedankte Habsburger Kaiser Karl V. erkrankt an starkem Fieber. Während der Hof darauf wartet, dass er stirbt, zieht Karl sich in ein abgelegenes spanisches Kloster zurück. Karl erkennt, was er trotz Macht, Ruhm und Reichtum bisher nicht hatte: Freundschaft, Liebe, Unbeschwertheit und die Freiheit, die es bedeutet, nur im Moment zu leben.

Yuste. Er ist seit anderthalb Jahren in Yuste und wartet auf eine Veränderung. Seit anderthalb Jahren ist er in dem verdammten Yuste und wird hierbleiben, bis er tot ist. Also hoffentlich nicht mehr lange. Der Ort verursacht ihm Unbehagen, aber er wüsste nicht, wo er lieber wäre. Manchmal geht er in Gedanken andere Orte durch, ohne viel dabei zu empfinden. Er sieht die Orte, aber er sieht nicht sich selbst an diesen Orten. Sich am falschen Ort zu fühlen, ohne dass man weiß, wo man lieber wäre, Mathys hat recht, das ist Verzweiflung.» (aus: «Reise nach Laredo»)

«Ein geglückter, thematisch beinahe zeitloser Roman über einen alten Mann, der loslassen will.» Süddeutsche Zeitung

«Eine spannende Mischung aus klassischer Erzählung im Stil eines Guy de Maupassant und Dramaturgien moderner Feelgood-Movies. … Ein Roman, der Altes und Heutiges sehr gekonnt und gewitzt durcheinanderschäumt.» Der Standard

Arno Geiger, 1968 in Bregenz geboren, lebt in Wien und Wolfurt/Vorarlberg. Für seine Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Buchpreis (2005) für «Es geht uns gut». Zuletzt erschienen bei Hanser «Selbstporträt mit Flusspferd» (2015), «Unter der Drachenwand» (2018) und «Das glückliche Geheimnis» (2023).

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS im Vorverkauf über Eventfrog oder an der Abendkasse ab 19 Uhr.

ABENDKASSE Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch

Moderation: Anya Schutzbach

Foto: ©Heribert Corn

So 6.10.2024 — 18 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost, Eingang St. Leonhard-Strasse 40, 3. Etage
Being Human. Writers against Hate

Monica Cantieni, Ruth Loosli, Ilma Rakusa, Usama Al Shahmani und Ralph Tharayil: Schweizer Schriftstellerinnen und Schriftsteller lesen gegen Antisemitismus und die Bedrohung einer offenen, toleranten und demokratischen Gesellschaft.

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Die Welt hat sich verändert – nicht erst seit dem 7. Oktober des vergangenen Jahres. Gewaltverherrlichung, Hassparolen, Gleichgültigkeit oder Relativierung von Massakern, der Missbrauch von Menschen als Schutzschildern oder als Mittel zur Spaltung der Bevölkerung – diese Entwicklungen sind äusserst beunruhigend. Empathie, Rücksicht und Respekt gegenüber anderen Menschen und Lebenswelten sind schwindende Werte.

Schweizer Schriftstellerinnen und Schriftsteller reagieren und wenden sich gegen Antisemitismus und die Bedrohung einer offenen, toleranten und demokratischen Gesellschaft: mit differenzierter literarischer Sprache, Geschichten, narrativer Reflexion, mit Texten, die sich der Menschlichkeit in all ihren Facetten widmen.

Es lesen:

Monica Cantieni, geb. 1965, Schriftstellerin und Mitinitiantin von Writers against Hate. Ihr Roman «Grünschnabel» (Schöffling & Co, 2011) war für den Schweizer Buchpreis nominiert und in sechs Sprachen übersetzt.

Ruth Loosli, geb. 1959, lebt und arbeitet in Winterthur. Sie hat mehrere Bücher (Lyrik, Prosa) veröffentlicht sowie in Anthologien und Literaturzeitschriften publiziert, zuletzt «Ein Reiskorn auf meiner Fingerkuppe» (Caracol Verlag, 2023).

Ilma Rakusa, geb. 1946, lebt als Schriftstellerin, Übersetzerin und Kritikerin in Zürich. Für ihr umfangreiches literarisches Werk, das Gedichte, Erzählungen, Essays und das Erinnerungsbuch «Mehr Meer» (Literaturverlag Droschl, 2009) umfasst, erhielt sie zahlreiche Preise.

Usama Al Shahmani, geb. 1971 in Bagdad, hat arabische Sprache und moderne arabische Literatur studiert. Der Autor von «In der Fremde sprechen die Bäume arabisch» (Limmat Verlag, 2018) übersetzt auch ins Arabische und ist seit 2021 Literaturkritiker beim SRF-«Literaturclub». 

Ralph Tharayil, geb. 1986 als Sohn indischer Migranten in der Schweiz, arbeitet spartenübergreifend mit und zwischen Literatur, Audio und Theater. Zuletzt erschienen: «Nimm die Alpen weg» (edition Azur, Dresden, 2023).

EINTRITT Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS an der Abendkasse (Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch hilfreich, aber nicht zwingend)

Fotos: ©Ayşe Yavaş, ©Giorgio von Arb, ©Severin Bigler, ©Malte Seidel

Mi 25.9.2024 — 19 Uhr — DenkBar, Gallusstrasse 11
Ostschweizer Literaturgespräch #16: «Mauerläufer» – 10 Jahre literarisches Jahresheft

Zum 16. Ostschweizer Literaturgespräch sind anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Literaturzeitschrift die Autorinnen Tina Stroheker und Alice Grünfelder (siehe Foto, von li nach re) sowie die Autorin und Mitherausgeberin Chris Inken Soppa und der Illustrator Ralf Staiger eingeladen.

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Der Mauerläufer ist ein Vogel, der in felsigen Bergregionen lebt – und seit 2014 der Name eines aussergewöhnlichen künstlerischen Basisprojekts: Das literarische Jahresheft «Mauerläufer» siedelt in der Region zwischen Allgäu und Hegau, Oberschwaben, dem deutschen, österreichischen und Schweizer Bodenseeufer. Und weit darüber hinaus: Unter dem Motto regional – radikal – randständig wurden Schreibende (nicht nur) aus dem Bodenseeraum eingeladen, Texte beizusteuern. Was das heisst, was dieses literarische Jahresheft konkret auszeichnet, das erleben wir mit den Autorinnen Tina Stroheker, Eislingen, und Alice Grünfelder, Zürich, und dem Gestaltungs-Team.

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.-, Kultur-Legi Fr. 5.-. Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis.

TICKETS im Vorverkauf über Eventfrog und an der Abendkasse ab 18.30 Uhr.

ABENDKASSE Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch

Moderation: Ruth Erat

Mi 18.9.2024 — 19 Uhr — Bibliothek Wyborada, Studio, Davidstrasse 42 — Eingang Restaurant, 1. Etage
Artist’s Choice #18: Mark Staff Brandl

Der «Blitzkurs Kunstgeschichte – Künstlerinnen, Frauen: Das volle Programm von der Vorgeschichte zur Postmoderne» von Dr Great Art Mark Staff Brandl ist eine Performance in gemalter Kulisse. Der Künstler und Kunsthistoriker fokussiert für die Bibliothek Wyborada Frauen in der Kunst.

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Was hat Sexismus mit Kunstgeschichte zu tun? Das, und vieles mehr, erklärt Dr. Great Art alias Mark Staff Brandl in seinem Performance-Vortrag zu Frauen in der Kunst.

Dr. Mark Staff Brandl nimmt sein Publikum mit auf eine faszinierende Reise durch die Kunst und ihre Geschichte. In einer Mischung aus Unterhaltung, Bildung und Ästhetik analysiert, beschreibt und diskutiert er die unterschiedlichen Epochen und erklärt, was ein Kunstwerk denn genial macht. Mit seiner «Dr Great Art»-Serie zeigt der passionierte Künstler und Kunsthistoriker hingebungsvolles Sehen in Aktion und erklärt, warum es sich lohnt, mehr als nur einen flüchtigen Blick zu riskieren.

Brandl steht für ein Kunstverständnis ein, bei dem sich kunstgeschichtliches Wissen und ästhetischer Genuss zum modernen Kunstereignis vereinen. Die Performance-Vorträge sind selbst zur Kunst, besonders weil die Referate auf der Bühne von Gemälde und «Malerei-Installationen» zur Aufführung kommen.

 

Mark Staff Brandl, geboren 1955, ist ein Künstler aus Chicago. Nach seinem Studium in Kunst, Kunstgeschichte und Literaturtheorie zog er 1988 in die Schweiz, wo er Dozent Emeritus an der Kunstschule Liechtenstein und der Schule für Gestaltung St. Gallen ist. Er wurde  an der Universität Zürich in der Geschichte der Kunst zum Doktor promoviert. Seit 1980 ist der promovierte Kunsthistoriker auch als Künstler tätig. Seine Arbeiten zählen zu der sogenannten «Mongrel Art» – «Mischlingskunst» und sind international in zahlreichen Museen und Galerien vertreten.

EINTRITT gratis

Bild: ©Mark Staff Brandl

Bild: Giorgia O’Keeffe (Joan Allen), 2015, ©Mark Staff Brandl

Bild: Dr Great Art at Work ©Mark Staff Brandl

Do 12.9.2024 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost, Eingang St. Leonhard-Strasse 40, 3. Etage
Mit Ursula Gräfe in Haruki Murakamis Welten

«…was mit Büchern»: Die neue Reihe des Literaturhauses St. Gallen ermöglicht die Begegnung mit Menschen, deren Leben von der Arbeit mit und für Bücher geprägt ist. Die Übersetzerin Ursula Gräfe ist der erste Gast. Sie überträgt seit mehr als 20 Jahren Haruki Murakamis Bücher ins Deutsche und kennt sich aus im Kosmos des japanischen Bestseller-Autors.

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Übersetzen ist wie über-setzen – an ein anderes Ufer gelangen. So definierten die Brüder Grimm diese Praxis und so begreift auch Ursula Gräfe ihr Handwerk, wie sie im Interview mit der TAZ berichtet. Man transportiert nicht nur etwas anderes in den eigenen, sondern auch sich und seine Sprache in den anderen Raum.

Seit mehr als 20 Jahren überträgt Ursula Gräfe Haruki Murakamis Bücher ins Deutsche und kennt sich aus im Kosmos des japanischen Bestseller-Autors. Zusammen mit der Übersetzerin betreten wir Murakamis Welten – die sich fliessend im magischen Raum zwischen Wirklichkeit und Irrealem bewegen. Was macht seine Literatur aus? Wie ist der scheue Autor so, wenn man ihn persönlich trifft? Und was macht die Arbeit von Ursula Gräfe besonders knifflig? Darüber unterhält sich Anya Schutzbach mit der Frankfurter Japanologin – begleitet von kleinen Lese-Häppchen mit den interessantesten und skurrilsten Beispielen.

Ursula Gräfe lebt und arbeitet in Frankfurt am Main, wo sie 1956 geboren wurde. Sie hat Japanologie und Anglistik studiert und übersetzt, neben Murakami, auch Yukio Mishima, Hiromi Kawakami oder Sayaka Murata aus dem Japanischen ins Deutsche. Für ihre Arbeit erhielt sie 2019 gemeinsam mit Nora Bierich den japanischen Noma Award for the Translation of Japanese Literature.

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.-, Kultur-Legi Fr. 5.-. Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis.

TICKETS im Vorverkauf über Eventfrog oder an der Abendkasse ab 19 Uhr.

ABENDKASSE Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch. Die Abendkasse ist eine halbe Stunde vor Beginn der Veranstaltung besetzt.

Foto Ursula Gräfe: ©Fotofabrik

Foto Haruki Murakami: ©Noriko Hayashi

Sa 31.8.2024 — 20 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost, Eingang St. Leonhard-Strasse 40, 3. Etage
Saša Stanišić: «Möchte die Witwe angesprochen werden, platziert sie auf dem Grab die Gießkanne mit dem Ausguss nach vorne.»

Was wäre, wenn man nicht diese eine Entscheidung getroffen hätte, sondern eine ganz andere? Was wäre, wenn uns das Schicksal ein besseres Ich beschert hätte, ein größeres Glück, oder die hübscheren und lustigeren Haustiere und Partner? – In seinem neuen Buch zeigt Saša Stanišić einmal mehr, warum er zu den wichtigsten deutschsprachigen Autoren der Gegenwart zählt.

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Das Buch, dessen bemerkenswerten Titel der Autor auch selbst mit MDWAWPSADGDGMDANV abkürzt, hat eine Rahmenhandlung: Es ist Sommer 1994. Vier Freunde, «Ausländerjungs in Deutschland», denen nach eigener Prognose eine «Kackzukunft» winkt, treffen sich in den Weinbergen, und Fatih entwickelt einen Plan:

«Wie super wäre es, wenn es einen Proberaum für das Leben gäbe? Du gehst in den rein und probierst zehn Minuten aus der Zukunft? Wie bei Deichmann, nur nicht mit Schuhen, sondern mit dem Schicksal. Kostenpunkt: hundertdreißig Mark. Falls dir dann gefällt, was du siehst, kannst du es direkt einloggen und dich gleich darauf freuen, weil diese zehn Minuten werden hundertpro irgendwann kommen. Das Einloggen kostet hundertdreißigtausend Mark.» (aus: «Möchte die Witwe angesprochen werden…»)

Furios und mit Witz erzählt Saša Stanišić von unterschiedlichen Menschen, die auf wundersame Weise miteinander verbunden sind. Es sind keine Held*innen, sondern normale Menschen, verwickelt in ihre Alltagsgeschichten, die sich fragen, was wohl noch kommen wird. Und darunter liegen die grossen Themen: Wo komme ich her? Wo gehöre ich hin? «Alle schreiben darüber, aber keiner so wie Saša Stanišić. Der Ton, den er in die deutsche Gegenwartsliteratur eingebracht hat, ist einzigartig – ganz ungekünstelt, aber hochkünstlerisch, verspielt und traurig, zart und zupackend.» NDR Buch des Monats Juni

«Experimentell und komisch verbindet Saša Stanišić zwölf Geschichten über Träume und Schicksal zu einem Buch, das sich jeder Festlegung entzieht.» Süddeutsche Zeitung

Saša Stanišic wurde 1978 im bosnischen Višegrad geboren. 1992, während des Jugoslawienkriegs, floh die Familie vor den bosnisch-serbischen Truppen nach Heidelberg. Die Heimat im Zustand äusserster Zerbrechlichkeit hat Stanišić 2006 in seinem Debütroman «Wie der Soldat das Grammofon repariert» beschrieben. Es waren die Sprache und die Einbildungskraft, mit denen der Erzähler die Welt zusammenhalten konnte. Seine Werke wurden in mehr als vierzig Sprachen übersetzt und viele Male ausgezeichnet, für den Roman «Herkunft» erhielt er 2019 den Deutschen Buchpreis.

EINTRITT Fr. 25.- / erm. 20.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS im Vorverkauf über Eventfrog oder an der Abendkasse ab 19.30 Uhr.

ABENDKASSE Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch

Moderation: Anya Schutzbach

Büchertisch: Buchhandlung Comedia. Vielen Dank!

Foto: ©Magnus Terhorst

SAISONERÖFFNUNG LITERATURHAUS — Sa 24.8.2024 — 20 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost — Eingang St. Leonhard-Strasse 40, 3. Etage
Margrit Schriber: «Maria Antonia Räss. Die Stickerin» – Der Roman als literarisches Musical

Vom Fädlermädchen über eine Schaustickerin zur erfolgreichen Unternehmerin in New York: Margrit Schriber hat in „Die Stickerin“ dem filmreifen Leben der Maria Antonia Räss ein Denkmal gesetzt. Zur Saisoneröffnung des Literaturhauses setzt es die Schauspielerin und Sängerin Karin Enzler zusammen mit Daniel Bösch am Akkordeon in Szene. In Anwesenheit der Autorin und mit anschliessendem Apéro. – Doch wer genau war „M.A.R.“?

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Maria Antonia Räss (1893-1980) ist – frei nach Virginia Woolf – vom Stamm der Pionierinnen, der Weltenöffnerinnen und Sternenpflückerinnen. Mit nicht viel mehr als einer Sticknadel und einem Ballen Leinen war sie aus den Wellenhügeln Appenzell Innerrhodens nach New York aufgebrochen.

MRA – so das Kürzel auf allen Stickereien, gern auch als «Miss Räss Appenzell» gelesen – empfing ihre Kundschaft im Rockefeller Center an bester Adresse am Central Park und verzeichnete bereits im ersten Jahr einen Rekord-Umsatz: mit Appenzeller Stickereien. Ihre Stickerinnen haben den Faden durchs feine Tuch gezogen, das von Berühmtheiten wie Eleonore Roosevelt, Julie Andrews und Isaac Stern bewundert und getragen wurde. Mit Coco Chanel und Walt Disney verband sie eine lebenslange Freundschaft.

Margrit Schriber erzählt das Leben von Maria Antonia Räss entlang ihrer Lebensdaten und den akribisch recherchierten historischen Fakten. Mit Empathie entwirft sie das Lebensgemälde einer unerschrockenen Frau,  einer erfolgreichen unabhängigen Unternehmerin und einer unglücklich Liebenden. Karin Enzler und Daniel Bösch setzen es in Form eines «literarischen Musicals» packend in Szene.

Im Anschluss Gespräch mit der Autorin.

EINTRITT Fr. 25.- / erm. 20.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.-, Kultur-Legi Fr. 5.-. Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis.

TICKETS im Vorverkauf über Eventfrog oder an der Abendkasse ab 19.30 Uhr.

ABENDKASSE Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Buchhandlung zur Rose.

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Pro Innerrhoden.

Foto Margrit Schriber: ©Marc Wyss

Lesekreis Literaturhaus/1 — Bürgerratssaal im Stadthaus, Gallusstrasse 14
LL/1: Johann Wolfgang Goethe, «Die Wahlverwandtschaften»

Der Lesekreis/1 des Literaturhauses St. Gallen widmet sich unter der Leitung von Anya Schutzbach wie «immer» (es gab Ausnahmen…) einem Klassiker der Weltliteratur. Für die neue Saison stehen «Die Wahlverwandtschaften» auf dem Programm, der Roman, der oft als Goethes bester und zugleich als sein rätselhaftester bezeichnet wird. Termine: August – Dezember, 1x monatlich; begrenzte Teilnehmerzahl.

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Um was es geht: Eduard und Charlotte, ein Paar, das spät zusammengefunden hat, empfängt zum ersten Mal Besucher auf dem Anwesen, auf das sie sich zurückgezogen hatten, um ganz füreinander zu leben. Mit Otto, einem Jugendfreund von Eduard, und Charlottes Nichte Ottilie beginnt ein verstörender Liebesreigen, und das Kräftemessen der ›Wahlverwandtschaften‹ nimmt seinen Lauf: Wie chemische Elemente ziehen sich die Protagonisten an und stossen sich wieder ab.

(Hier gehts es zu der so kompakten wie klamaukig-unterhaltsamen Kurzversion des Klassikers von Michael Sommer und seinem Playmobilensemble – wo es aber auch heisst: WARNHINWEIS: DIESES TO-GO-VIDEO ERSETZT NICHT DIE LEKTÜRE DES ORIGINALS. Dem kann das Literaturhaus nur zustimmen!)

Die Termine jeweils Dienstags, 18.30 – 20 Uhr

  • 27. August
  • 10. September
  • 22. Oktober
  • 5. November
  • 10. Dezember

 

  • 21. Januar 2025 (Zusatztermin): Zu Gast die Literaturwissenschaftlerin Dr. Heike Brandstädter.

 

Anmeldung, Teilnahmegebühr

Um einen intensiven Austausch zu gewährleisten, ist die Anzahl der Teilnehmenden pro Lesekreis auf auf 10 bis max. 12 Personen beschränkt. Anfragen und Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Teilnahmegebühr (5 Termine à 1.5 Std.) Fr. 150.-, zahlbar nach Anmeldung (Überweisung via Einzahlungsschein oder TWINT), vor Ort am ersten Teilnahmetermin oder in der Bibliothek Wyborada zu den Öffnungszeiten.

Das Buch: Wir lesen die Ausgabe im insel taschenbuch (im Handel derzeit mit unterschiedlichen Umschlagmotiven erhältlich).

Titelbild: Filmstill aus «Die Wahlverwandtschaften» von Siegfried Kühn, DDR 1973. Verfilmt wurde der Film später auch von Paolo und Vittorio Taviani im Jahr 1996.

Quelle Video: „Sommers Weltliteratur to go“

Lesekreis Literaturhaus/2 — Bibliothek Wyborada, Studio — Davidstrasse 42
LL/2, Gegenwartsliteratur: Jens Steiner, «Die Ränder der Welt» und Rebekka Salm, «Wie der Hase läuft»

Der Lesekreis Literaturhaus/2 befasst sich unter der Leitung von Gallus Frei-Tomic wieder mit zwei aktuellen Titeln der Gegenwartsliteratur. 5 Abende, maximal 12 Teilnehmer*innen, jeweils von 19 bis 21 Uhr bei Wein und Knabbereien – und der Gelegenheit, die ausgewählten Schriftsteller*innen auch persönlich kennenzulernen. Infos & Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch.

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Die Termine

  • 17. September („Die Ränder der Welt“, bitte bis und mit Seite 98 lesen)
  • 22. Oktober
  • 12. November (Gespräch mit Jens Steiner) Der Anlass findet im Bürgerratssaal des Stadthauses der Ortsbürgergemeinde statt.
  • 10. Dezember
  • 7. Januar (Gespräch mit Rebekka Salm) Der Anlass findet im Bürgerratssaal des Stadthauses der Ortsbürgergemeinde statt.

 

Teilnahmegebühr

Fr. 200.-, inkl. persönlichem Gespräch mit der Autorin, resp. dem Autor im Lesekreis, zahlbar nach Anmeldung (Überweisung via Einzahlungsschein oder TWINT), vor Ort am ersten Teilnahmetermin oder in der Bibliothek Wyborada zu den Öffnungszeiten.

Die Autor*innen

Jens Steiner (*1975), studierte Germanistik und Philosophie in Zürich und Genf. Sein erster Roman »Hasenleben« erschien 2011 und stand auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis. 2013 gewann er mit „Carambole“ den Schweizer Buchpreis und stand erneut auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. Es folgten die Romane „Junger Mann mit unauffälliger Vergangenheit“, „Mein Leben als Hoffnungsträger“ und „Ameisen unterm Brennglas“. Jens Steiner lebt heute als Schriftsteller und Journalist im Burgund.

„Statt geschmeidig den Markt zu bedienen, folgt Steiner als Autor seinen eigenen Interessen: mit einer gewissen Sturheit, aber auch mit Witz und sprachlichem Eigensinn.“ (Bettina Kugler, St. Galler Tagblatt)

 

Rebekka Salm (*1979), wohnhaft in Olten, studierte Islamwissenschaften und Geschichte in Basel und Bern, arbeitet als Texterin und Erwachsenenbildnerin im Migrationsbereich und ist Mutter einer Tochter. 2019 gewann sie den Schreibwettbewerb des Schweizer Schriftstellerwegs. Ihre Siegergeschichte ist im Buch „Das Schaukelpferd in Bichsels Garten“ (2021) erschienen. 2022 erschien ihr vielbeachtetes Debüt „Die Dinge beim Namen“ und in diesem Jahr „Wie der Hase läuft“. 2023 erhielt sie von den Kantonen Baselland und Solothurn je den Förderpreis Literatur sowie von der Hans und Beatrice Maurer-Billeter-Stiftung den Förderpreis Dreitannen.

„Rebekka Salm hat ein absolut tolles Gefühl für Dramaturgie, Aufbau, Erzählökonomie. Sie schreibt gute Dialoge und hält wunderbar die Spannungsfäden zusammen bis zum Ende.“ (Elke Heidenreich über das Debüt „Die Dinge beim Namen“)

Die Bücher

„Die Ränder der Welt“: Als Sohn estnischer Auswanderer wächst Kristian im Basel der Nachkriegszeit auf und freundet sich mit dem Nachbarsjungen Mikkel an. Mikkel rotiert wie ein Kreisel durchs Leben und macht sich, kaum erwachsen, auf nach Dänemark, wo er sich einer Gruppe junger Künstler anschließt. Und Kristian bald nachholt. Auch Kristian findet in Dänemark Inspiration für seine Bildhauerei. Aber dann schlägt Mikkel sein Leben aus den Fugen, indem er eine Affäre mit Kristians großer Liebe Selma beginnt. 

Die Wut jagt Kristian durch die Welt, bis ins ferne Patagonien, wo er neu anfangen kann. Erst viele Jahre später reist Kristian wieder zurück nach Europa und erhält einen mysteriösen Brief, der ihn auf die kleine Fähre nach Christansø schickt…

 

 

„Wie der Hase läuft“: Amsterdam, 1943. In einer Bäckerei fällt ein Schuss, hinter dem Tresen stirbt ein junger Mann. Seine Witwe, fast noch ein Kind, flieht in die Schweiz. Fünfzig Jahre später verlässt im Basler Hinterland ein Familienvater Frau und Kind, in der gleichen Nacht liegt eine Frau zwischen zwei Dörfern tot am Strassenrand.
Jahrzehnte später begegnen Teresa und Mirco einander. Sie verlieben sich und versuchen sich an ihre Kindheit zu erinnern, die geprägt war von Verlust und Schweigen.
Mirco hat Angst, dass die Vergangenheit sich wiederholt, wenn man sie nicht ruhen lässt. Aber Teresa begibt sich auf Spurensuche und erschafft Stück für Stück ihre gemeinsame Geschichte.

In ihrem neuen Roman entfaltet Rebekka Salm ein Panoptikum aus Geschichten und Erinnerungen zweier Familien, die sich nicht erinnern wollen – und die doch, ob’s ihnen gefällt oder nicht, Teil einer grossen Erzählung sind.

 

Foto Gallus Frei-Tomic © Bettina Schnerr

Foto Jens Steiner © privat

Foto Rebekka Salm © Frederike Asael

Das Programm: August bis Dezember 2024

Das Herbstprogramm 2024, auch als gedruckter Leporello erhältlich. Zu den Öffnungszeiten in der Bibliothek Wyborada – und an vielen anderen Orten in St. Gallen, an dem die Kultur zuhause ist.

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ab Mittwoch, 14. August, hat aber auch die Bibliothek wieder geöffnet. Dort liegt nicht nur das gedruckte Programmheft für Sie parat – Sie können sich dann auch mit neuem Lesestoff eindecken.

Auf bald also! Und: SAVE THE DATE zur Saisoneröffnung am 24. August im Raum für Literatur.

Sommerpause Literaturhaus St.Gallen & Bibliothek Wyborada

Die Bibliothek ist ab Mittwoch, dem 14. August wieder geöffnet. Die erste Veranstaltung des Literaturhauses nach der Sommerpause findet statt am Samstag, 24. August: Zur Saisoneröffnung ein «literarisches Musical» – save the date!

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Nähere Information zu den Veranstaltungen erhalten Sie regelmässig auch über unseren Newsletter; zur einfachen Anmeldung geht es hier…

Wir wünschen bis dahin noch schöne Sommertage!

So 7.7.2024 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost, Eingang St. Leonhard-Strasse 40, 3. Etage
Terézia Mora: «Muna»

Brillant beschreibt die Georg-Büchner-Preisträgerin in ihrem jüngsten Roman das Leben einer Frau in emotionaler Abhängigkeit. Ein Buch über Obsession und Hoffnung, Liebe und Schmerz. Mit der Lesung dieser grossen Autorin verabschiedet sich das Literaturhaus in die Sommerpause.

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Um was es geht:

Muna steht vor dem Abitur, als sie Magnus kennenlernt, Französischlehrer und Fotograf. Eine Nacht verbringen sie miteinander, dann verschwindet er, mit dem Mauerfall. Erst sieben Jahre später begegnen sich die beiden wieder und werden ein Paar. Muna glaubt, in der Beziehung zu Magnus ihr Zuhause gefunden zu haben. Doch schon auf der ersten gemeinsamen Reise treten Risse in der Beziehung auf. Im Laufe der Jahre nehmen Kälte, Unberechenbarkeit und Gewalt immer mehr zu. Doch Muna ist nicht gewillt aufzugeben.

»Wer diesen Roman liest, wird ihn nicht mehr los, wird sie nicht mehr los: die Ich-Erzählerin Muna.« rbb Kultur

Moderation: Anya Schutzbach

Terézia Mora, geb. 1971 in Sopron, Ungarn, lebt seit 1990 in Berlin. Für ihren Roman »Das Ungeheuer« erhielt sie 2013 den Deutschen Buchpreis. Ihr literarisches Debüt, der Erzählungsband »Seltsame Materie«, wurde mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. Sie zählt zudem zu den renommiertesten Übersetzer*innen aus dem Ungarischen.

EINTRITT Fr. 25.- / erm. 20.- (Mitglieder Verein Wyborada, Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Fr. 15.- (Studierende, Kultur-Legi); Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS im Vorverkauf über eventfrog oder das Literaturhaus St. Gallen. Senden Sie uns Ihren Reservierungswunsch einfach per Mail an literaturhaus@wyborada.ch

ABENDKASSE ab 19 Uhr. Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch

Foto Autorin: Keystone/DPA/Frank Rumpenhorst

WICHTIG: RAUMÄNDERUNG - die Veranstaltung wird im STADTHAUSKELLER durchgeführt!!! Mi 3.7.2024 — 19 Uhr — Stadthaus St. Gallen — Gallusstrasse 14
Ostschweizer Literaturgespräch #15: Lisbeth Herger & Willi Keller

+++ RAUMÄNDERUNG: DAS OLG WIRD IM STADTHAUSKELLER DURCHGEFÜHRT +++
Die von Eva Bachmann ins Leben gerufene und heute von Ruth Erat kuratierte Reihe geht in ihre 15. Runde. Zu Gast sind diesmal die Autorin, Kulturjournalistin und Schreibcoach Lisbeth Herger und der bildende Künstler Willi Keller.

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Bilder, Fakten, Schilderung von Leben, das ausgegrenzt und weggesperrt wurde und wird: Was Lisbeth Herger mit «moralisch defekt» über den Umgang mit Pauline Schwarz (1918–1982) recherchiert hat, macht Willi Keller in seinen Schwarz-Weiss-Fotografien aus der Psychiatrie der frühen Siebzigerjahre des letzten Jahrhunderts sichtbar.

Herger veröffentlichte 2020 ihr akribisch recherchiertes Buch über das tragische Schicksal der in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsenen Pauline Schwarz. In einem Gutachten der Zürcher Klinik Burghölzli von 1942 wurde Pauline Schwarz als «moralisch defekt» bezeichnet. Herger sichtete die ausgezeichnete Quellenlage in Form von psychiatrischen Gutachten, Gerichtsurteilen, Vormundschaftsakten und Scheidungspapieren.

Keller stiess 2014 in seinem privaten Archiv auf Fotos, die er um 1970 herum als Pfleger in der psychiatrischen Klinik Burghölzli gemacht hatte. Sein Fund erwies sich als Glücksfall, gibt es doch nur wenige fotografische Dokumentationen des Alltags in psychiatrischen Anstalten. Im 2017 erschienenen Band «Eingeschlossen» der über 80 Abbildungen enthält, dokumentiert er gemeinsam mit Sabine Jenzer und Thomas Meier den Alltag und Aufbruch in der psychiatrischen Klinik Burghölzli zur Zeit der Brandkatastrophe von 1971.

Beider Bücher verweisen nicht nur auf Vergangenes. Im Mittelpunkt des Gesprächs über die Arbeit des Künstlers und die der Journalistin stehen natürlich Fragen nach Entstehung, Darstellung und Intention, doch zwangsläufig auch jene nach unserem Umgang mit Menschen, die überfordern.

Moderation: Ruth Erat
Eintritt: Fr. 20.- / erm. Fr. 15.- (Mitglieder Wyborada)
Anmeldung: nicht erforderlich, aber hilfreich über literaturhaus@wyborada.ch

Im Anschluss kleiner Apéro (Kollekte).

 

Fotos Lisbeth Herger und Willi Keller: privat

Di 18.6.2024 — 19 Uhr — Kunstmuseum St.Gallen — Museumstrasse 32. Leseperformance & Gespräch
Rachel Lumsden: «Ritt auf der Wildsau – Manifest für die Malerei»

Die Malerin Rachel Lumsden liest zusammen mit der Schauspielerin Nicole Spiekermann aus ihrem Buch Ritt auf der Wildsau – Manifest für die Malerei. Auf Englisch und Deutsch. 

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Lumsdens Fusion aus Satire, Analyse und Gebrauchsanleitung für Malerinnen und Maler führt von den Eigenheiten der Kunstmächtigen über das schillernde Völkchen der Galeristinnen und Galeristen zu den nach wie vor geltenden Geschlechterrollen im Kunstbetrieb. Ihr grosses Anliegen aber bleibt immer der Akt des Malens selbst: Was geschieht eigentlich, wenn eine Pinselspitze – oder ein Wischmopp – die Leinwand berührt? Dieses Buch vereint alles, was Sie schon immer über die Malerei und den Kunstbetrieb wissen wollten, aber nie zu fragen wagten.

 

Bei dieser Veranstaltung kooperieren wir mit dem Kunstmuseum St.Gallen.

Es begrüssen Nadia Veronese (Senior Curator Kunstmuseum St.Gallen) und Karin K. Bühler (Leiterin Bibliothek Wyborada und Mitinitiantin Literaturhaus St.Gallen).

Im Anschluss an die Lese-Performance von Rachel Lumsden (Autorin und Malerin) und Nicole Spiekermann (Schauspielerin) gibt’s ein Gespräch, moderiert von Kristin Schmidt (Kunsthistorikerin und Co-Leiterin Kulturförderung Stadt St.Gallen).

 

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Verein Wyborada, Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada, Mitglieder Kunstverein, Studierende), Kultur-Legi Fr. 5.-, A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS im Vorverkauf über das Literaturhaus St. Gallen. Senden Sie uns Ihren Reservierungswunsch einfach per Mail an literaturhaus@wyborada.ch

ABENDKASSE ab 18.30 Uhr. Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch

 

 

«Rasend spannende Reflexion einer Praktikerin, unglaublich sprachmächtig, kämpferisch, witzig. Leseempfehlung!»

— Radio SRF2, Kultur

Sa 15.6. bis Sa 22.6.2024 — Haus Max Burkhardt, Rebenstrasse 33, 9320 Arbon
Literaturtage Arbon: «Literatur und Verbrechen»

Die Arboner Literaturtage finden 2024 zum 7. Mal in der Jugendstilvilla Haus Max Burkhardt statt. Entwickelt haben sich die Literaturtage Arbon aus einer lockeren Folge von Lesungen zu einer thematisch orientierten Literaturveranstaltung. Seit den Anfängen stehen dabei die Nähe zu Autorinnen und Autoren und die Begegnungen unter Schreibenden im Zentrum.

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PROGRAMMÜBERSICHT

Der Samstags-Auftakt: «Wine&Crime», 15. Juni, 19.00

Drei Kurzkrimis von Andrea Gerster, dargeboten von Michael Schraner.
mit Weindegustation und Brot

Der kreative Sonntag: «[…] in Arbon […]» 16. Juni 11.00 bis 15.00

Neue Texte: Cornelia Buder, Marie-Claire Baumann, Margot Burchert, Judith Egger, Ruth Erat, Andrea Gerster, Gabriele Clara Leist, Johanna Rossi, Laura Vogt, Jürg Rechsteiner, Karsten Redmann.

Musik: Ernst Waespe. Dazwischen: Suppe und Süsses und mehr.

Der szenisch-literarische Mittwoch: 19. Juni 19.00

Hans Rudolf Spühler präsentiert «Hunkeler in der Wildnis» von Hansjörg Schneider.

Danach: Ein Glas Rotwein und ein Stück Käse etc.

Der Donnerstag der Autorin, Lioba Happel, «Pommfritz aus der Hölle» 20. Juni 19.00

Schweizer Literaturpreis 2023.

Danach: Zeit und Wasser und Wein und mehr.

Literaturtage Arbon für Kinder

Familienlesung: Katja Alves, 15. Juni, 11.00 Stadtbibliothek Arbon

Interaktive Lesung: Mafalda mittendrin. Zwei Mäuse auf der Flucht.

Kinder-Workshop: Fingerprint-Comics, 22. Juni 11.00 bis 12.30
Freude schenken am Fischmarktplatz, Arbon

Workshop für Kinder ab 8 Jahren mit: Andrea Gerster, Ruth Erat, Autorin und Heidi Weh.

Anmeldungen an: ruth.erat@gmx.ch

Heute Einsendeschluss!
Ausschreibung: CHRYSALIDE

Die Binding Stiftung vergibt alle zwei Jahre den «Chrysalide – Binding Förderpreis für Literatur» für die deutschsprachige Schweiz (vormals Studer/Ganz-Preis). 

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2024 schreibt die Sophie und Karl Binding Stiftung erstmals in der Deutschschweiz den Binding Preis Chrysalide für das beste unveröffentlichte Prosadebütmanuskript aus.

Mit dem Preis werden Autorinnen und Autoren gefördert, die noch keine eigene Buchpublikation vorweisen (ausgenommen Lyrik), auch nicht in digitaler Form oder auf eigene Kosten, und die das Schweizer Bürgerrecht besitzen oder ihren Wohnsitz in der Schweiz haben.

Der Wettbewerb wird anonym durchgeführt. Einsendeschluss: 15. Juni 2024. Alles Weitere hier.

Einreichungsfrist: bis 30.6.2024
Ausschreibung: Ulrike Crespo Förderpreis

Der WORTMELDUNGEN Ulrike Crespo Förderpreis ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert. In einer ersten Auswahlrunde werden zehn Texte von einer fünfköpfigen Jury nominiert. Die Shortlist-Nominierung ist mit einer Dotierung von jeweils 500 € verbunden. In der zweiten und finalen Runde entscheidet sich die Jury für drei Preisträger:innentexte.

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„Es sind die nicht vollzogenen Abschiede, die unser Leben wie ein Gitternetz überlagern.“

Was erzählen Abschiede über Gegenwart und Vergangenheit? lautet die Fragestellung, die in diesem Jahr von Frank Witzel, Träger des WORTMELDUNGEN Ulrike Crespo Literaturpreises 2024, formuliert wurde.

Nachwuchsautor:innen sind aufgefordert, darauf literarisch und kritisch mit einem noch unveröffentlichten deutschsprachigen Kurztext (literarischer Essay, Rede, kurze Prosa, Erzählung) von 9.000 bis 20.000 Zeichen Länge zu antworten. Bewerben können sich Autor:innen, die noch keine eigenständige literarische Buchpublikation (betrifft auch E-Books) verfasst haben oder einen Vertrag mit einem Verlag oder einer Literaturagentur abgeschlossen haben.

Mehr Infos über diesen Link.

Fr 7.6.2024 — 19 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost, Eingang St. Leonhard-Strasse 40, 3. Etage — 9000 St. Gallen
100 Jahre Zauberberg – Lassen Sie sich den Zauberberg erzählen!

Die Schauspielerin Meike Rötzer erzählt den Zauberberg so situativ und sinnlich, dass all die Situationen und Figuren des Berghofs plastisch hervortreten. Einmal mehr wird offenbar, wie zeitlos aktuell der Zauberberg ist. Dauer: ca. 2 Stunden, mit einer Apéro-Pause.

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Die Bewohner des Internationalen Sanatoriums Berghof im Schweizer Hochgebirge bilden eine äußerst illustre geschlossene Gesellschaft eigenwilliger Charaktere, in die Hans Castorp zunächst als Gast aufgenommen und mit der er schlussendlich wegen seiner zu Mme. Chauchat entfachten Liebe sieben Jahre verbringen wird.

Im Zentrum der Erzählperformance stehen die bestechenden Charaktere, irrwitzigen Situationen und Hans Castorps unentwegte Suche. Neben philosophischen Ausführungen über die Zeit oder die Krankheit bilden die brillanten Dialoge der beiden widerstreitenden Mentoren Hans Castorps das politische Kernstück. Der Diskurs der beiden Gelehrten endet in einem Duell – der weltberühmte Roman mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs.

«Meike Rötzer vollbringt das Kunststück, den Roman von Thomas Mann so zu erzählen, dass sie nicht nur dessen inhaltlich wichtigsten Punkte und Figuren unterbringt, sondern auch die passende Atmosphäre schafft. Sie reduziert den Text auf das Wesentliche, erzählt voller Spannung und verschafft dem Roman, der oft als ungelesener Backstein im Regal verstaubt, die ihm gebührende Aufmerksamkeit.» Leonie Berger, SWR3

(Sehen Sie hier einen kleinen Ausschnitt mit Interview aus der Erzählperformance von Meike Rötzer in der Thomas-Mann-Stadt Lübeck.)

Meike Rötzer, Schauspielausbildung Otto-Falckenberg-Schule, München. Festengagements Badisches Staatstheater Karlsruhe, Städtische Bühnen Kiel; div. freie Produktionen und TV. Lesungen, Sprecherin/Autorin für Radiofeatures, Hörbücher und Podcast NATURerKUNDEN. 2008-2022 Lektorin für Belletristik Verlag Matthes & Seitz Berlin. 2022 Gründung des Erzählbuchverlags, 2023 nominiert für Deutschen Hörbuchpreis Kategorie beste Interpretin.

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Verein Wyborada, Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada // Studierende), Kultur-Legi Fr. 5.-, Mitglieder A*dS und TeilnehmerInnen der aktuellen Lesekreis gratis, Geflüchtete gratis.

TICKETS im Vorverkauf über eventfrog.ch

ABENDKASSE ab 18.30 Uhr. Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch

Dauer der Veranstaltung: ca. 2 Stunden, mit kleinem Pausen-Apéro.

Amuse Oreille zur Erzählperformance am 7. Juni im Raum für Literatur zu
«Der Zauberberg» von Thomas Mann

Wenn Sie sich einen Eindruck darüber verschaffen mögen, was unter einer «Erzählperformance» eigentlich genau zu verstehen ist, können Sie hier einmal hineinhören…

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Meike Rötzer erzählt «Der Zauberberg». Per Klick zur 4-minütigen Kostprobe!

Wir freuen uns, Sie an der «Zauberberg»-Veranstaltung am 7. Juni im Raum für Literatur zu begrüssen. Nähere Infos dazu finden Sie hier.

Fr 14.6.2024 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost — Eingang St. Leonhard Strasse 40, 3. Etage — St. Gallen
Tonio Schachinger, «Echtzeitalter». Deutscher Buchpreis 2023

Ein elitäres Wiener Internat, untergebracht in der ehemaligen Sommerresidenz der Habsburger, der Klassenlehrer ein antiquierter und despotischer Mann. Was lässt sich hier fürs Leben lernen? Till Kokorda kann weder mit dem Kanon noch mit dem snobistischen Umfeld viel anfangen. Seine Leidenschaft sind Computerspiele, konkret: das Echtzeit-Strategiespiel Age of Empires 2. Ohne dass jemand aus seiner Umgebung davon wüsste, ist er mit fünfzehn eine Online-Berühmtheit, der jüngste Top-10-Spieler der Welt. Nur: Wie real ist so ein Glück?

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Tonio Schachinger erzählt von einer Jugend zwischen Gaming und Klassikerlektüre, von Freiheitslust, die sich bewähren muss gegen flammende Traditionalisten – und von dem unkalkulierbaren Rest, der nicht nur die Abschlussklasse 2020 vor ungesehene Herausforderungen stellt. Dabei sind die Wendungen so überraschend, sein Humor so uneitel und nahbar: «Echtzeitalter» ist Beispiel und Beweis für die zeitlose Kraft einer guten Geschichte. Und ein großer Gesellschaftsroman.

Moderation: Luzia Stettler

«Ein Roman, der grundsätzlich den richtigen Ton trifft, zwischen spöttischer Distanz, Analyse und Einfühlung.» ORF

«Schlicht bewundernswert … ein grossartiger Roman.» Adam Soboczynski, DIE ZEIT

Tonio Schachinger, geboren 1992 in New Delhi, studierte Germanistik an der Universität Wien und Sprachkunst an der Universität für Angewandte Kunst Wien. «Nicht wie ihr», sein erster Roman, wurde mit dem Förderpreis des Bremer Literaturpreises ausgezeichnet und stand 2019 bereits auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis. Tonio Schachinger lebt in Wien.

EINTRITT Fr. 25.- / erm. 20.- (Mitglieder Verein Wyborada, Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Fr. 15.- (Studierende, Kultur-Legi), Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis.

TICKETS im Vorverkauf über eventfrog.ch oder das Literaturhaus St. Gallen. Senden Sie uns Ihren Reservierungswunsch einfach per Mail an literaturhaus@wyborada.ch

ABENDKASSE ab 18.30 Uhr. Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch

 

 

Mi 22.5.2024 — 19 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost, Eingang St. Leonhard-Strasse 40, 3. Etage — 9000 St. Gallen
Ostschweizer Literaturgespräch #14: Viviane Sonderegger & Doris Vogel

Die 14. Ausgabe des etablierten Formats mit Viviane Sonderegger und Doris Vogel verspricht Einblicke in die kreative Arbeit junger Schreibtalente und stellt unter anderem Fragen, wo und wie sich Türen für junge Dichterinnen heutzutage öffnen, und welche das sind.

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Das Ostschweizer Literaturgespräch wurde von Eva Bachmann ins Leben gerufen und wird heute von Ruth Erat kuratiert. Am 22. Mai geht die Reihe in ihre 14. Runde. Zu Gast sind diesmal zwei junge Lyrikerinnen mit ihren neuen Texten.

Viviane Sonderegger ist in Speicher AR aufgewachsen und studiert – nach ihrer Matura an der Kantonsschule Trogen mit dem Schwerpunktfach Musik und Bildnerisches Gestalten – in Bern. Ende 2022 wurde sie im Rahmen eines Projekts zur Talentförderung des Internationalen Lyceum Clubs St. Gallen in der Sparte Literatur ausgezeichnet.

Textprobe:

… Eine dritte Art zu lernen ist Ver-Lust,
denn ein gebrochenes (H)erz ählt dir just,
wo du stehst & was von dir übrigbleibt …

Im Ostschweizer Literaturgespräch trifft Sonderegger auf die Lyrikerin Doris Vogel, die Anfang März 2024 ihr Lyrikdebüt im Alfred Kröner Verlag veröffentlicht hat.

Doris Vogel, im oberschwäbischen Aulendorf aufgewachsen, studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Professor Gustav Kluge, Jonas Burgert und Professor Marcel van Eeden sowie Germanistik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Die Autorin lebt und arbeitet als Kunsterzieherin, Lyrikerin, Malerin in Eislingen/Fils.

In ihrem bemerkenswerten Lyrikdebüt widmet sich Vogel einem der wohl größten Mythen des 20. Jahrhunderts. Inspiriert von der komplizierten und vielschichtigen Biografie Elvis Presleys, legt sie mit diesem Band Gedichte vor, die das Leben des gleichsam prototypischen Stars vom Anfang bis zum Ende, von der Geburt bis über den Tod hinaus bedenken, reflektieren. Die Gedichte spielen auf ungewohnt überraschende Weise mit Sprache und Perspektive, Bilderreichtum und Klarheit, mit assoziativer Weite und unmittelbarer Greifbarkeit.

Mit freundlicher Unterstützung der Appenzellischen Gemeinnützigen Gesellschaft und der Kulturförderung Appenzell Ausserrhoden, für die wir herzlich danken.

 

 

Bewerbungen bis 15.5.2024
Ausschreibung: Das Literarische Forum Oberschwaben

Die Ausschreibung für die Teilnahme am Literarischen Forum 2024 in Wangen richtet sich an Autor:innen aus der Ostschweiz. Einsendeschluss für Lesungsbewerbungen ist der 15. Mai 2024.

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Was genau das Literarische Forum Oberschwaben ist, das erfahren Sie über diesen Link. Dass das Forum auch einmal in St. Gallen stattfand, können Sie hier nachlesen. Was Sie als Schreibende aber akut interessieren könnte wäre, sich mit einem eigenen, unveröffentlichten Text für das diesjährige Forum anzumelden. Einsendeschluss ist der 15. Mai. Mehr dazu hier…

Es wäre schön, auch einige Schweizer Stimmen der aktuellen Literatur in Wangen/Allgäu zu hören!

Noch bis zu den Sommerferien — Studio, Bibliothek Wyborada
Artist’s Choice #17: Nora Rekade

Nora Rekade lässt sich von alltäglichen Situationen berühren und setzt diese in Bilder, Collagen und Installationen um – mit einem traumwandlerischen Gespür für Existenzielles.

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Am 8. Mai 2024 um 19 Uhr wird bereits zum 17. Mal der Bestand der Bibliothek Wyborada Thema einer künstlerischen Intervention, diesmal an den Themengebieten «Körper und Psyche» anknöpfend.

Erinnerungssplitter, Gedankenfragmente, Gefühlsempfindungen, Wünsche stehen am Anfang. Die Künstlerin überträgt diese in Bilder von weiterreichender Bedeutung, zu Metaphern für innere Zustände. Ihre Arbeiten gehen dabei weit über die reine Spiegelung und Abbildung emotionaler Gemütszustände hinaus und verweisen auf die Ab- und Beweggründe der menschlichen Existenz. Mit ihrer Arbeit will sie «Gefühle nicht transportieren, sondern auslösen», sagt sie.

Nora Rekade, Jahrgang 1977, studierte 2005 bis 2011 an der Akademie der Bildenden Künste Wien Performative Bildhauerei und erhielt ihr Diplom mit Auszeichnung. Nach drei Semestern Studium der Philosophie an der Universität Wien kehrte sie nach St.Gallen zurück. Hier und in der Region waren ihre künstlerischen Arbeiten in Ausstellungen beispielsweise im Zeughaus Teufen, im Nextex oder Hiltibold zu sehen.

Die Auslegeordnung im Studio wird Ausgangslage zum gemeinsamen Gespräch sein.

Eintritt frei / Kollekte

Die Veranstaltungsreihe Artist’s Choice wird kuratiert von der Leiterin der Bibliothek Wyborada und Künstlerin Karin Karinna Bühler.

 

 

 

Do 2.5.2024 — 19.30 Uhr — Stadthaus St. Gallen, Festsaal — Gallusstrasse 14
Sayaka Murata: «Zeremonie des Lebens»

Sayaka Murata hat mit ihrem Bestseller »Die Ladenhüterin« und ihrem letzten Roman »Das Seidenraupenzimmer« bewiesen, dass wohl keine andere Autorin derzeit faszinierendere Geschichten über die beunruhigende Natur der menschlichen Existenz erzählt als sie.

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Die »Zeremonie des Lebens«, ihr erster ins Deutsche übertragene Erzählband mit dem sie nun in St. Gallen zu Gast sein wird, versammelt 12 Kurzgeschichten – ein Genre, für das Murata in Japan ganz besonders bewundert wird.

In diesen so aufrüttelnden wie beglückenden Geschichten über Familie und Freundschaft, Sex und Intimität, Zugehörigkeit und Individualität lotet die Autorin aus, wie schockierend, phantastisch und unheimlich man denken muss, um etwas Wahres über unsere Realität erzählen zu können.

Ein junges Mädchen ist zum ersten Mal verliebt, obwohl sie insgeheim tiefe Gefühle für den Vorhang in ihrem Zimmer hegt; eine Frau begeistert sich für Möbel und Kleidung aus menschlichem Material und gerät darüber mit ihrem Verlobten in Streit; Familien ehren ihre Verstorbenen in Zeremonien, bei denen kannibalische Feste in Sex übergehen – der Band versammelt zwölf dieserart absurde, komische und auch zärtliche Storys, die uns in die Tiefen menschlicher Abgründe führen.

Moderation: Anya Schutzbach

Dolmetsch: Der Japanologe, Übersetzer und Publizist Thomas Eggenberg

Lesung der deutschen Passagen: Die Schauspielerin und Ensemblemitlied des Theaters St.Gallen Pascale Pfeuti

»Murata lotet mit brutaler Zartheit die innere Welt beschädigter Seelen aus.« (Brigitte)

»Murata entlarvt auf brillante Weise die Gefühllosigkeit und Willkür unserer Konventionen.« (New Yorker)

»Ihr funkelnder Stil und Blick für Details sind absolut einzigartig.« (Vogue)

Sayaka Murata wurde 1979 in der Präfektur Chiba, Japan, geboren. Für ihre literarisches Werk erhielt sie bereits mehrere Auszeichnungen, so z.B. den renommiertesten Literaturpreis Japans für den Roman »Die Ladenhüterin«, den Akutagawa-Preis.

EINTRITT Fr. 25.- / erm. 20.- (Mitglieder Verein Wyborada, Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Fr. 15.- (Studierende, Kultur-Legi)

TICKETS im Vorverkauf über diesen Link. Bei Problemen mit der Buchung über eventfrog.ch versuchen wir zu helfen; senden Sie einfach ein Mail an literaturhaus@wyborada.ch

ABENDKASSE ab 19 Uhr. Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch

Den Büchertisch betreut die Buchhandlung Comedia. Dômo arigatô gozaimasu!

Sa 20.4.2024 — 20 Uhr — Literaturhaus & Theater St.Gallen, Lokremise, Grünbergstr. 7
***Tickets: Warteliste*** — LꝏT #6: Joachim Meyerhoff

Prominenter Schauspieler und Bestsellerautor – wie geht das zusammen? Im Gespräch mit der Dramaturgin Laura Friedrich und Anya Schutzbach, Leiterin des Literaturhauses St. Gallen, gibt Joachim Meyerhoff Auskunft und liest ein «Best-of» seiner Bücher.

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Das langjährige Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters ist zwar inzwischen an der Berliner Schaubühne zuhause, immer wieder kann man ihn aber auch an anderen grossen Häusern sehen, wie z.B. den Münchner Kammerspielen. Mit seinem Romanzyklus «Alle Toten fliegen hoch» betrat er 2011 dann auch die literarische Bühne und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet; seine autobiografisch angelegten Romane (wie Amerika, Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war oder Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke) haben sich mehr als 2,3 Millionen Mal auf dem deutschsprachigen Buchmarkt verkauft.

Im Rahmen der Reihe LooT (Literatur links with Theater) gibt der gefeierte Schauspieler und Regisseur Einblicke in sein Leben als umtriebiger Theatermann und Romanautor, spricht auch über sein Leben nach dem Schlaganfall (denn auch darüber hat er geschrieben: Hamster im hinteren Stromgebiet) – und liest ein Best-of aus seinen Büchern.

 

TICKETS: WARTELISTE

Tickets im Vorverkauf nur über das Theater St. Gallen. Zum Ticketverkauf gelangen Sie hier. Wichtiger Hinweis: Die Ermässigungen (Mitglieder Verein Wyborada, inkl. Studierende) sind erst ab Schritt 2 des Bestellvorgangs im Warenkorb anwählbar!

EINTRITT Fr. 25.- / erm. 15.- (Mitglieder Verein Wyborada, Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada sowie Studierende)

Bisher erschiene Bücher:

Amerika. In: Alle Toten fliegen hoch. Nr. 1. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2011

Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war. In: Alle Toten fliegen hoch. Nr. 2. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2013

Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke. In: Alle Toten fliegen hoch. Nr. 3. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2015

Die Zweisamkeit der Einzelgänger. In: Alle Toten fliegen hoch. Nr. 4. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2017

Hamster im hinteren Stromgebiet. In: Alle Toten fliegen hoch. Nr. 5. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2020

Den Büchertisch betreut die Buchhandlung Comedia – wofür wir herzlich danken.

Do 4.4.2024 — 19.30 Uhr — Kunstmuseum St. Gallen — Museumstrasse 32
Dana Grigorcea: «Das Gewicht eines Vogels beim Fliegen»

Der neue Roman der preisgekrönten rumänisch-schweizerischen Autorin Dana Grigorcea handelt von der Verquickung des Lebens mit der Kunst – und entführt seine Leserinnen und Leser von der ligurischen Küste unserer Tage in das New York der Golden Twenties.

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Voller Hoffnungen und Sehnsüchte reist der junge und aufstrebende Bildhauer Constantin Avis 1926 nach New York. Ein einflussreicher Galerist will ihn unter seine Fittiche nehmen und in dieser Stadt der Träumer und Macher ganz gross herausbringen. Beflügelt von einer aufkeimenden Liebe und der Aussicht auf Erfolg, schwebt er durch dieses neue Leben und droht dabei, den Boden unter den Füßen zu verlieren. Denn wie weit kann ihn seine Kunst wirklich tragen?

Ein ganzes Jahrhundert später versucht Dora, diese Frage zu beantworten. Im beginnenden Frühling an der ligurischen Küste schreibt sie an einem Roman über Constantin Avis. Doch je tiefer sie sich hinabgleiten lässt in diese andere Welt, desto stärker vermischt sich ihre Geschichte mit der von Constantin, und sie begreift, dass sie seine Fragen nur mit ihrem eigenen Leben beantworten kann.

Moderation: Anya Schutzbach

Den Büchertisch betreut die Buchhandlung Comedia – herzlichen Dank!

Dana Grigorcea wurde 1979 in Bukarest geboren, sie ist Germanistin und Nederlandistin und lebt seit vielen Jahren mit ihrer Familie in Zürich. Die Werke der rumänisch-schweizerischen Schriftstellerin wurden in mehrere Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem 3sat-Preis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb. Ihr Roman «Die nicht sterben» war 2021 für den Deutschen Buchpreis nominiert und wurde 2022 mit dem Schweizer Literaturpreis ausgezeichnet. Dana Grigorcea ist Trägerin des rumänischen Kulturverdienstordens im Rang einer Ritterin.

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Verein Wyborada, Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada // Mitglieder Kunstverein // Studierende), Kultur-Legi Fr. 5.-, A*dS gratis, Geflüchtete gratis.

TICKETS im Vorverkauf über diesen Link. Bei Problemen mit der Buchung versuchen wir zu helfen; senden Sie einfach ein Mail an literaturhaus@wyborada.ch

ABENDKASSE ab 18.30 Uhr. Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch

Fr 22.3.2024 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost, Eingang St. Leonhard-Strasse 40, 3. Etage — 9000 St. Gallen
Sylvie Schenk: «Maman». Lesung und Gespräch

Mit ihrem aktuellen Buch «Maman» schaffte es die deutsch-französische Schriftstellerin Sylvie Schenk im Jahr 2023 sowohl auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises als auch auf die SWR Bestenliste. Am 22. März stellt die Autorin dieses – von der Kritik – hochgelobte Erinnerungsbuch im Raum für Literatur (Hauptpost) vor. Musikalisch begleitet wird die Lesung vom Saxofonisten Heribert Leuchter. Tickets im Vorverkauf über eventfrog.ch oder an der Abendkasse (wir bitten um Reservation per Mail). Die Abendkasse ist ab 18.30 Uhr geöffnet. Freie Platzwahl.

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Eine Annäherung an die eigene Mutter und eine schmerzhafte Abrechnung: 1916 wird Sylvie Schenks Mutter geboren, die Großmutter stirbt bei der Geburt. Angeblich war diese eine Seidenarbeiterin, wie schon die Urgroßmutter. Aber stimmt das? Und welche Geschichte wird den Nachkommenden mit auf den Weg gegeben? Als Kind leidet Sylvie Schenk unter dieser Unklarheit, als Schriftstellerin ist sie deshalb noch immer von großer Unruhe geprägt. Mit poetischer Präzision spürt sie den Fragen nach, die die eigene Familiengeschichte offenlässt. „Maman“ ist waghalsiges Unterfangen und explosive Literatur zugleich. Nach „Schnell, dein Leben“ hat die Autorin erneut einen Text voll Schönheit und Temperament geschrieben.

Sylvie Schenk wurde 1944 in Chambéry, Frankreich, geboren, studierte in Lyon und lebt seit 1966 in Deutschland. Sylvie Schenk veröffentlichte Lyrik auf Französisch und schreibt seit 1992 auf Deutsch. Sie lebt bei Aachen und in La Roche-de-Rame, Hautes-Alpes. Bei Hanser erschienen ihre Romane Schnell, dein Leben (2016), Eine gewöhnliche Familie (2018), Roman d’amour (2021) und Maman (2023).

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Verein Wyborada, Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada, Studierende), Kultur-Legi Fr. 5.-, A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS im Vorverkauf über diesen Link. Bei Problemen mit der Buchung versuchen wir zu helfen; senden Sie einfach ein Mail an literaturhaus@wyborada.ch

ABENDKASSE ab 18.30 Uhr. Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch

Mi 6.3.2024 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost, Eingang St. Leonhard-Strasse 40, 3. Etage — 9000 St. Gallen
Simone Meier, «Die Entflammten». Lesung und Gespräch

Die Schweizer Bestsellerautorin Simone Meier liest am 6. März im Raum für Literatur (Hauptpost) aus ihrem aktuellen Roman «Die Entflammten». Lesung und Gespräch beginnen um 19.30 Uhr. Tickets im Vorverkauf über eventfrog.ch oder an der Abendkasse (wir bitten um Reservation per Mail). Die Abendkasse ist ab 18.30 Uhr geöffnet. Freie Platzwahl.

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Frankreich und Holland um 1900. Die junge Jo van Gogh-Bonger verliert ihren geliebten Mann Theo an die Syphilis. Kurz zuvor hat sich Theos Bruder Vincent van Gogh erschossen. Jo bleibt nichts als ein Baby und Hunderte Bilder des noch unbekannten Malers. Sie beschließt, Vincent weltberühmt zu machen, und setzt damit eine gigantische Erfolgsstory in Gang.

Über hundert Jahre später stößt die Kunsthistorikerin Gina auf Jos Geschichte. Und Jo nimmt sie mit in eine Welt voller Menschen, die besessen sind: von der Liebe, der Kunst und von Visionen. Ginas Vater ist Schriftsteller und versucht seit zwanzig Jahren erfolglos, sein zweites Buch zu schreiben. An seiner Seite wird Ginas Faszination für Jo selbst zu einem rauschhaften Roman über eine kurze, aber folgenreiche Liebe. Und über zwei Familiengeschichten im Zeichen der Kunst.

Simone Meier, geboren 1970, ist Autorin und Journalistin. Nach einem Studium der Germanistik, Amerikanistik und Kunstgeschichte arbeitet sie als Kulturredakteurin, erst bei der WochenZeitung, dann beim Tages-Anzeiger, seit 2014 bei watson. 2020 und 2022 wurde sie zur »Kulturjournalistin des Jahres« gewählt. Bei Kein & Aber erschienen ihre Romane FleischKuss und Reiz. Simone Meier lebt und schreibt in Zürich.

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Verein Wyborada, Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada, Studierende), Kultur-Legi Fr. 5.-, A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS im Vorverkauf über diesen Link. Bei Problemen mit der Buchung versuchen wir zu helfen; senden Sie einfach ein Mail an literaturhaus@wyborada.ch

ABENDKASSE ab 18.30 Uhr. Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch

Mi 21.02.2024 — 19 Uhr — Studio, Bibliothek Wyborada
Artist’s Choice #16: Christina Lauchenauer

Das Hungertuch von Christina Lauchenaucher ist kein Quilt – es ist ein Statement!

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Zum 16. Mal ist der Bestand unserer Spezialbibliothek Ausgangspunkt für eine künstlerische Intervention.

Christina Lauchenauer entdeckte vor über vierzig Jahren ihre Liebe zu Quilts. Zuerst hat sie sie nur gesammelt, mittlerweile beschreibt sie ihre Leidenschaft als «dritten Beruf». Zu jedem Quilt weiss sie eine Geschichte zu erzählen. So auch zum «Hungertuch», das nach Artist’s Choice der Bibliothek Wyborada gehören wird.

Im gemeinsamen Gespräch erfahren wir die Geschichte zum Tuch und Einblicke ins Schaffen von Christina Lauchenauer. En passant streifen wir Themen wie Care-Arbeit, Gleichberechtigung oder Sexismus, die den Buchbestand der Bibliothek Wyborada ausmachen.

Die gelernte Buchhändlerin aus Horn TG nähte in jungen Jahren ihre eigene Garderobe und fasste so in der Modeszene Fuss. Ihre hochwertigen Quilts und Quiltjacken präsentiert Christina Lauchenauer an nationalen und internationalen Ausstellungen.

Eintritt frei / Kollekte

Zum Gespräch wird Weisswein und Knusperstangen gereicht.

 

Foto: Sara Merz für Annabelle

 

Die Veranstaltungsreihe Artist’s Choice wird kuratiert von der Leiterin der Bibliothek Wyborada und Künstlerin Karin K. Bühler. Im ersten Halbjahr 2024 sind Christina Lauchenauer (21.2.) und Nora Rekade (8.5.) mit einem künstlerischen Beitrag zu Gast.

FÄLLT AUS
Bodensee-Sommerkurs: Literarisches Schreiben und Textgestaltung

Der für das letzte Juni-Wochenende geplante Schreibkurs fällt aus. Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an die Veranstalter.

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Das blaue Haus in Arbon am Bodensee (Haus Max Burkhardt) ist das Gesamtkunstwerk eines Dekorationsmalers und Fotografen – ein Ort des Sehens und Gestaltens. Hier vermittelt Ruth Erat als Autorin und Kunstschaffende literarisches Schreiben und Textgestaltung mit dem Typographen Lukas Erat.

Zum Auftakt geht‘s auf den See, dann ins blaue Haus. in den drei Tagen wird intensiv geschrieben, zugehört, diskutiert, geht es um die Qualitäten der eigenen Arbeiten und um Wege, Neues zu wagen und Unerwartetes zu schaffen – Formen zu finden, dies miteinander und je einzeln, mit dem Laptop oder nur mit Papier und Stift.

Am Ende wird auch eine mögliche typografische Form gesucht. Dafür vermittelt Lukas Erat Grundlagen und hilft bei der Gestaltung des eigenen Textes.

So sollen, wozu das Haus gleichsam auffordert, ihre jeweils passende Gestalt erhalten: Sätze und Satzfolgen, die sich über die Ränder der eigenen Arbeit hinaus zu einer neuen Einheit fügen und diese auch wieder aufbrechen…

Kursgebühr pro Person:
733 Euro / 700 CHF

inklusive Apéro, Kaffee, Mittagessen am See

Die Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist sinnvoll begrenzt. Es zählt das Eingangsdatum Ihrer Buchung.

Anmeldungen über die Website: www.schreibkomplizen.net

So 11.2.2024 — 20 Uhr — Literaturhaus & Theater St. Gallen, Lokremise, Grünbergstrasse 7 — LOK 2
Daniel Kehlmann, «Lichtspiel». Lesung und Gespräch

Daniel Kehlmanns lang erwarteter neuer Roman «Lichtspiel», ein Buch über Kunst und Macht, Schönheit und Barbarei, entführt uns in die Filmwelt der 1930er Jahre und zeigt, was Literatur vermag: durch Erfindung die Wahrheit hervortreten zu lassen.

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Nach der Machtergreifung 1933 flieht G.W. Pabst, vielleicht der grösste Regisseur seiner Epoche, vor den Gräueln des neuen Deutschlands nach Hollywood. Hier ist er ein Niemand. Nicht einmal Greta Garbo, die er unsterblich gemacht hat, kann ihm helfen. Und so findet Pabst sich schon bald in seiner Heimat Österreich wieder, wo er das barbarische Regime mit aller Deutlichkeit zu spüren bekommt. Doch der Propagandaminister in Berlin will das Filmgenie haben. Während Pabst noch glaubt, dass er dem Werben widerstehen und sich keiner Diktatur als der Kunst fügen wird, ist er schon den ersten Schritt in die rettungslose Verstrickung gegangen.

Daniel Kehlmann, 1975 in München geboren, wurde für sein Werk mehrfach mit namhaften Literaturpreisen honoriert. «Die Vermessung der Welt» ist zu einem der erfolgreichsten deutschen Romane der Nachkriegszeit geworden, sein Roman «Tyll» stand monatelang auf der Bestsellerliste und hat international Anerkennung bekommen. Daniel Kehlmann lebt in Berlin.

Das Gespräch mit dem Autor führt Nicola Steiner (Leiterin Literaturhaus Zürich).

TICKETS im Vorverkauf nur über das Theater St. Gallen über diesen Link.

_Entgegen der Ankündigung im Magazin «Stimmen» von Konzert & Theater St.Gallen sind Reservation und Ticketkauf nicht über das Literaturhaus St. Gallen oder die Bibliothek Wyborada möglich.

_Die Ermässigungen sind erst ab Schritt 2 des Bestellvorgangs im Warenkorb anzuwählen.

EINTRITT Fr. 25.- / erm. 20.- (Mitglieder Verein Wyborada, Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); erm. 15.- (Studierende – entsprechende Tickets sind nur an der Abendkasse gegen Vorlage des Studierendenausweises erhältlich und nur solange noch freie Plätze vorhanden sind)

Der Autor wird nach der Lesung Bücher signieren. Den Büchertisch besorgt die Buchhandlung Comedia – wir danken herzlich!

Foto: Heike Steinweg

Mo 5.2.2024 — 19.30 Uhr — Neue Aula der Kantonsschule am Burggraben, Eingang Lämmlisbrunnenstrasse — 9000 St. Gallen
Zeruya Shalev, «Nicht ich»

Die weltbekannte Autorin von «Liebesleben» zu Gast beim Literaturhaus St. Gallen. Sie präsentiert ihr allererstes Buch, das erst jetzt in deutscher Übersetzung vorliegt, in der grossen Aula der Kantonsschule am Burggraben. Tickets im Vorverkauf über eventfrog.ch (siehe Link am Ende dieses Beitrags) oder an der Abendkasse (wir bitten um Reservation per Mail). Die Abendkasse ist ab 18.30 Uhr geöffnet. Freie Platzwahl.

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Als Zeruya Shalev ihren Roman „Nicht ich“ vor 30 Jahren in Israel veröffentlichte, war das zwar ein hochliterarisches Ereignis, aber zugleich auch eine Provokation. Es rief wütende Empörung hervor. Jetzt erscheint dieser frühe grosse Wurf der Autorin erstmals im Berlin Verlag auf Deutsch.

Was ist der Erzählerin wirklich geschehen? Die junge Frau tischt eine Geschichte nach der anderen auf. Nur eins scheint klar: Sie hat Mann und Tochter für ihren Geliebten verlassen und nun zerbricht sie daran. Der Spiegel, den sie sich erzählend vorhält, scheint in Stücke gesprungen und in jeder Scherbe schillert eine andere Version.

Das Gespräch mit Zeruya Shalev führt Marcy Goldberg (deutsch / englisch). Die deutsche Übersetzung von Anne Birkenhauer liest die Schauspielerin Graziella Rossi.

TICKETS im Vorverkauf über diesen Link . Bei Problemen mit der Buchung versuchen wir zu helfen; senden Sie einfach ein Mail an literaturhaus@wyborada.ch

ABENDKASSE ab 18.30 Uhr. Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch

Freie Platzwahl.

EINTRITT: Fr. 25.- / erm. 20.- (Mitglieder Verein Wyborada, Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Fr. 15.- (Studierende, Kultur-Legi); Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule am Burggraben freier Eintritt

Foto Shalev: Jonathan Bloom

HINWEIS — Buchvernissage — Sa 6.1.2024 — 17:30 Uhr — Raum für Literatur
Marlies Pekarek «Geheime Gefühlskammern öffnen» (nach «Granada» von Federico García Lorca)

Das Künstlerbuch von Marlies Pekarek wird am Dreikönigstag gefeiert. Die Reprints des Orginals sind in der Bibliothek Wyborada als Wandarbeit installiert.

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Vor bald zwanzig Jahren entdeckte die St.Galler Künstlerin Marlies Pekarek das schmale Bändchen mit den Prosadichtungen Granada von Federico García Lorca aus dem Arche-Verlag. Die Texte Lorcas und die sorgfältig gestaltete, bibliophile Aufmachung inspirierten sie zu eigenen gedanklichen und künstlerischen Assoziationen. Ihre Übermalungen sind nicht illustrativ, sondern eine durch und durch subjektive, rein intuitive Annäherung an die Texte. Mit ihrem eigenständigen, künstlerischen Beitrag hat Marlies Pekarek ein kleines, kostbares Gesamtkunstwerk geschaffen.

Die Wandinstallation mit den faksimilierten Seiten von «Geheime Gefühlskammern öffnen», das nun auch als Kunstbuch vorliegt, befindet sich als Schenkung von Alexa Lindner-Margadant (1936–2023), langjährige Unterstützerin der Bibliothek Wyborada und des Archivs für Frauen-, Geschlechter- und Sozialgeschichte Ostschweiz, in der Bibliothek Wyborada und ist dort zu besichtigen.

Ursula Badrutt schreibt in ihrem Einleitungstext: «Mit dem vorliegenden Reprint als überarbeitetes Kunstbuch gibt Marlies Pekarek dem Leben und Wirken von Federico García Lorca in seiner Aktualität und Bedeutung neue Beachtung und Verbreitung.»

Buchvernissage am Dreikönigstag, Samstag, 6. Januar 2024, 17.30 Uhr, im Raum für Literatur, Hauptpost St.Gallen, Eingang St. Leonhardstrasse 40, 3. Stock

Begrüssung: Yvette Sánchez, Lesung: Marcus Schäfer

Anschliessend Apéro und Dreikönigskuchen

Geheime Gefühlskammer öffnen ist ab sofort in den Buchhandlungen erhältlich oder bei Marlies Pekarek direkt zu bestellen www.pekarek.ch/shop. Preis CHF 28.00

Federico García Lorca: Granada (Prosadichtungen)

Marlies Pekarek: Zeichnungen

Mit einem Einführungstext von Ursula Badrutt

Januar bis Juni — Literaturhaus-Lesekreis/1 — Bürgerratssaal im Stadthaus, Gallusstrasse 14
Dante, «Die Göttliche Komödie» & Sibylle Lewitscharoff, «Das Pfingstwunder»

Der Lesekreis/1 des Literaturhauses St. Gallen widmet sich unter der Leitung von Anya Schutzbach wie «immer» (es gibt Ausnahmen…) einem Klassiker der Weltliteratur. In diesem Halbjahr hat man sich die grösste Komödie der Weltliteratur vorgenommen, die «Divina Commedia» von Dante Alighieri. Diese als Sprungbrett in die Gegenwart nehmend, beschäftigt sich der Kreis ab März mit Sibylle Lewitscharoffs Roman «Das Pfingstwunder», der ohne Dante nicht zu haben ist…

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Der Lesekreis trifft sich ein Mal pro Monat. Die Termine im aktuellen Halbjahr sind:

Dienstag, 30. Januar

Dienstag, 13. Februar

Dienstag, 26. März

Dienstag, 23. April

Dienstag, 28. Mai

Dienstag, 11. Juni

Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 10 Personen beschränkt, um einen konzentrierten und intensiven Austausch zu ermöglichen.

Der aktuelle Lesekreis ist ausgebucht. Anmeldungen und Informationen für die Lesekreis-Angebote ab September 2024 über literaturhaus@wyborada.ch.

HINWEIS

Seit März 2024 bietet das Literaturhaus St. Gallen einen zweiten Lesekreis an: Unter der Leitung von Gallus Frei-Tomic (literaturblatt.ch) werden jeweils aktuelle Bücher der Gegenwartsliteratur gelesen, z.T. auch mehrere Bücher pro Saison.

Informationen auch hierzu über literaturhaus@wyborada.ch oder über diesen Link.

März bis Juli — Literaturhaus-Lesekreis/2 — Bibliothek Wyborada, Studio —Davidstrasse 42
Karl Rühmann, «Glasmurmeln, ziegelrot» & Mireille Zindel, «Fest»

Unter der Leitung von Gallus Frei-Tomic werden von Anfang März bis Juli zwei aktuelle Titel der Gegenwartsliteratur gelesen.

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Die Treffen finden ein Mal pro Monat im Studio der Bibliothek Wyborada statt.

Der aktuelle Lesekreis ist ausgebucht. Falls Sie Interesse an einem der kommenden Angebote haben, melden Sie sich gern per Mail an literaturhaus@wyborada.ch.

Zu den Büchern:

«Glasmurmeln, ziegelrot»: Das Kind wächst während des Kalten Krieges 
in einem osteuropäischen Land auf, wird als Fremdes von seinen Mitschülern gehänselt und von der Staatsmacht schikaniert. Es gibt vieles, was das Kind nicht verstehen kann 
und auch nicht verstehen soll. Um damit fertig zu werden, zieht es sich in seine Sprache zurück, die nur es selbst und die Mutter einschliesst. Es verwandelt alles in Geschichten und schafft so aus Bedrohlichem Interessantes, aus Ungewissem Vertrautes.

Karl Rühmann gelingt es in diesem Episodenroman, prägnante Sprachbilder für die Welt seiner Hauptfigur, «das Kind», zu formulieren. Zugleich zeichet er in feinen Szenen die Wirkungsmacht der Fantasie.

«Fest»: Noëlle befindet sich in einer psychiatrischen Klinik im Kanton Jura, in die ihr Gatte Bertram sie gefahren hat. Seit fünf Jahren ist sie einem Mann namens David verfallen, der sich seit Monaten nicht mehr bei ihr meldet. Noëlle, die nicht weiss, dass sie wahnkrank ist, wähnt sich im Ferienhaus von Bert­rams Mutter, wo sie sich von den letzten anstrengenden Jahren erholen will. Zwar erkennt sie, dass sie bei einem Psychiater in Behandlung ist, sieht jedoch weder den Klinikalltag noch die anderen Patienten um sich herum. Sie ist nicht gewillt, den Wahnsinn aufzugeben, denn das Spiel um Wirklichkeit und Einbildung hält eine ganz persönliche Form von Freiheit für sie bereit.

«Fest» ist der Roman einer schmerzhaften Liebe, die zu emotio­naler Abhängigkeit, Realitätsflucht und Identitätsverlust führt.

 

Sowohl Karl Rühmann als auch Mireille Zindel werden zu jeweils einem Termin des Lesekreises persönlich anwesend sein.

Das aktuelle Programm: April – Juli 2024

Mit den Farben der Jahreszeit startete das Literaturhaus im April in die neue Saison. Wenn Sie wissen möchten, wie es bis zu unserer Sommerpause weitergeht, klicken Sie auf «weiter»!

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Eröffnet wurde das Frühjahrsprogramm von der rumänisch-schweizerischen Autorin Dana Grigorcea am 4. April. Mit Sayaka Murata und dem Träger des Deutschen Buchpreises Tonio Schachinger folgen Stimmen aus Japan und Österreich, und neben der deutsch-ungarischen Schriftstellerin Terézia Mora wird auch die britische Künstlerin Rachel Lumsden bei uns zu Gast sein. Auf der Bühne des Theaters St. Gallen geht es weiter mit der schönen Reihe LooT und dem gefeierten Schauspieler und Bestsellerautor Joachim Meyerhoff, wir feiern 100 Jahre Zauberberg, indem wir ihn uns erzählen lassen (!), und natürlich fehlen auch die nächsten Folgen der Ostschweizer Literaturgespräche und Artist’s Choice nicht. Herzlich willkommen!

Das Literaturhausjahr 2023

Nach insgesamt 25 literarischen Veranstaltungen, zwei ausgebuchten Lesekreisen und einem Audiowalk verabschiedet sich das Literaturhaus für dieses Jahr von der Bühne.

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Backstage jedoch wird fleissig weiter gewerkelt, um Sie auch im nächsten Jahr mit einem so vielseitigen wie anspruchsvollen Programm zu erfreuen, zu überraschen und hoffentlich auch weiterhin zu begeistern.

Bis wir unsere Pläne aus dem Sack lassen – obschon sich das ein oder andere schon in gut informierten Kreisen herumgesprochen hat – laden wir hier ein zu einem Rückblick auf schöne Momente in 2023, mal mehr, mal weniger scharf.

Viel Vergnügen und auf bald! Ihre Anya Schutzbach

 

Sa 9.12.2023 — 20 Uhr — Literaturhaus & Theater St. Gallen, Lokremise, Grünbergstrasse 7 — LOK 2
LooT#5: Lukas Bärfuss

LooT – Literatur und Theater. Eine Reihe von AutorInnen-Lesungen und Gesprächen in Zusammenarbeit mit dem Theater St. Gallen. Nach Kim de l’Horizon, Wolfram Lotz, der Büchnerpreis-Trägerin Emine Sevgi Özdamar und dem Berner AutorInnenpaar Ariane von Graffenried und Martin Bieri stellen wir in der 5. Ausgabe den gemeinhin als «streitbaren Publizisten» bekannten gefeierten Dramatiker, Romancier und hochpolitischen Autor Lukas Bärfuss vor.

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Lukas Bärfuss ist derzeit mit seinem jüngsten Roman «Die Krume Brot» in aller Munde – und auf grosser Lese-Tournee. Unabhängig von dieser Aktualität aber wird in in der 5. Ausgabe der LooT-Reihe der Autor in all seinen Facetten vorgestellt und befragt: Zu seinem Leben als Theatermensch, zu seinem literarischen Schreiben und seiner Rolle in der Gesellschaft.

Vor dem Hintergrund von Auszügen aus zwei seiner Stücke befragt die Schauspielleiterin Barbara Brüesch den Dramatiker Bärfuss, das Gespräch über seine Literatur und was das eine vom anderen unterscheidet führt Anya Schutzbach.

Eintritt: Fr. 25.- / erm. 15.- (nur an der Abendkasse): Mitglieder Literaturhaus, Bibliothek Wyborada und U30-Club von Konzert und Theater St. Gallen

Nota bene: Die Anwahl ermässigter Tickets im Webshop des Theaters ist erst möglich im Warenkorb. D.h.: Sie müssen zunächst ein reguläres Ticket in den Warenkorb legen, und können erst dann die Ermässigung anwählen.

Tickets online im Vorverkauf über das Theater St. Gallen – oder an der Abendkasse.

Foto: ©Claudia Herzog

LESUNG & GESPRÄCH // So 3.12.2023 — 17 Uhr — Forum Pfalzkeller St. Gallen — Klosterhof
Olga Tokarczuk, «Empusion»

Die polnische Literaturnobelpreisträgerin stellt ihren jüngsten Roman vor – eine «natur(un)heilkundliche Schauergeschichte». Tickets im Vorverkauf über eventfrog.ch (siehe Link am Ende dieses Beitrags) oder an der Abendkasse (wir bitten um Reservation per Mail). Die Abendkasse ist ab 16 Uhr geöffnet. Freie Platzwahl.

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Es ist der erste Roman, den die preisgekrönte Autorin nach dem Nobelpreis veröffentlicht hat. Die Literaturkritik ist sich einig: Er ist meisterhaft. «Ein reines Lese- und auch intellektuelles Vergnügen» (Ilma Rakusa, NZZ), «hochintelligent und witzig» (Benedikt Herber, Die Zeit), und in der FAZ bewundert Marta Kijowska vor allem die große Fähigkeit Tokarczuks, im Schreiben «eine andere Sichtweise auf die Welt» zu suchen und zu finden – um nur einige Stimmen zu nennen.

«Empusion» mutet an wie das zeitgenössische Gegenstück zu Thomas Manns «Zauberberg»: Im September 1913 reist der an Tuberkulose erkrankte Ingenieurstudent Mieczyslaw Wojnicz nach Görbersdorf, zu Beginn des 20. Jahrhunderts einer der bedeutendsten Luftkurorte Europas. Im «Gästehaus für Herren» nimmt er zwischen kuriosen Charakteren Quartier. Neben dem Kuralltag ereignen sich im beschaulichen Görbersdorf unerklärliche und makabre Todesfälle: Am Tag nach Mieczyslaws Ankunft begeht die Frau des Pensionswirts Selbstmord, und jedes Jahr im Herbst wird ein Mann im Wald zerfetzt aufgefunden. Der hochgelobte Roman vereint in mystisch-skurriler Weise Literatur- und europäische Geistesgeschichte, Zeitgeschichte und Feminismus.

Olga Tokarczuk (*1962 in Sulechow, Polen) studierte Psychologie in Warschau und lebt heute in Breslau. Ihr Werk umfasst neun Romane und drei Erzählbände und wurde in 37 Sprachen übersetzt. 2019 erhielt sie den Literaturnobelpreis. Sie wurde zwei Mal mit dem wichtigsten polnischen Literaturpreis, dem Nike-Preis ausgezeichnet. Für «Die Jakobsbücher» wurde sie zudem mit dem Jan-Michalski-Literaturpreis ausgezeichnet und für «Unrast» mit dem Man Booker International Prize. Zum Schreiben zieht sich Olga Tokarczuk in ein abgeschiedenes Berghäuschen an der polnisch-tschechischen Grenze zurück.

Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Polnisch statt. Das Gespräch führt Olga Tokarczuks kongenialer Übersetzer Lothar Quinkenstein, die Übersetzung fürs Publikum übernimmt Isabelle Vonlanthen, stellvertretende Leiterin Literaturhaus Zürich. Lesung in deutscher Sprache: Boglárka Horváth.

Im Foyer werden vor der Veranstaltung Getränke und kleine Snacks angeboten.

TICKETS im Vorverkauf über diesen Link / Bei Problemen beim Ticketkauf bitte ein kurzes Mail an literaturhaus@wyborada.ch

ABENDKASSE ab 16 Uhr. Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch

Freie Platzwahl.

EINTRITT: Fr. 35.- / erm. 30.- (Mitglieder Verein Wyborada, Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada). Fr. 15.- (Studierende, Teilnehmende des Lesekreises, Mitarbeiter:innen Team Literaturhaus und Kultur-Legi)

BÜCHERTISCH: Die Buchhandlung Zur Rose besorgt den Büchertisch. Dort finden Sie, auch vor der Veranstaltung, eine grosse Auswahl von Büchern aus dem Werk Olga Tokarczuks.

Die Autorin wird nach der Lesung Bücher signieren.

Foto: Lukasz Giza

Mit freundlicher Unterstützung der Kulturförderung Kanton St.Gallen und Ortsbürgergemeinde St.Gallen. Dank an Delinat St. Gallen und dem Bierfalken für Wein und Catering.

Veranstaltungstipp: Do 30.11.2023 — 19.30 Uhr — Zeughaus Teufen — Zeughausplatz 1 — 9053 Teufen
Daniel Schreiber, «Die Zeit der Verluste»

Nach seinen Bestsellern «Nüchtern» und «Allein» geht der deutsche Autor Daniel Schreiber in seinem neuen Buch der Frage nach: Wie lässt sich ein Leben in Zeiten um sich greifender Verluste führen? – Dazu hat ihn das Zeughaus Teufen in seine aktuelle Ausstellung zu einer Lesung eingeladen.

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In «Die Zeit der Verluste», das am 20. November erscheint, erzählt Daniel Schreiber ausgehend von der persönlichen Erfahrung des Tods seines Vaters von einem Tag im nebelumhüllten Venedig – und analysiert dabei unsere private und gesellschaftliche Fähigkeit zu trauern. Gleichzeitig sucht er nach Wegen, mit einem Gefühl umzugehen, das uns oft überfordert.

Daniel Schreiber schafft es wie kein Zweiter, grosse Themen neu zu betrachten. Nichts möchten wir lieber ausblenden als die Unbeständigkeit der Welt. Dennoch werden wir immer wieder damit konfrontiert. Wie gehen wir um mit dem Bewusstsein, dass etwas unwiederbringlich verloren ist? In seinem neuen Essay nimmt Daniel Schreiber eine zentrale menschliche Erfahrung in den Blick, die unsere Gegenwart massgeblich prägt und uns wie kaum eine andere an unsere Grenzen bringt: den Verlust von Gewissheiten und lange unumstösslich wirkenden Sicherheiten.

Für die Veranstaltungen bittet das Zeughaus Teufen um Anmeldung auf info@zeughausteufen.ch.

Teilnahme (inkl. Eintritt in die Ausstellung) Fr. 10.-/5.- CHF.

Moderation: Anya Schutzbach

Foto: ©Christian Werner

Mi 29.11.2023 — 19 Uhr — Raum für Literatur — St. Leonhard-Strasse 40
Ostschweizer Literaturgespräch #13: Ivo Ledergerber & Tanja Kummer

Frauenfeld – St. Gallen. Buchhändlerin, Autorin – Autor, Publizist. Beide Literaturvermittelnde, und ein Hund.

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Die in Frauenfeld gebürtige Autorin und Buchhändlerin Tanja Kummer schreibt für Kinder und Erwachsene, publiziert in Mundart und Hochsprache und arbeitet derzeit an einem Band mit Kurzgeschichten. Sie trifft auf jenen St. Galler Autor, Publizisten und Literaturvermittler, der sie mit seinem Schaffen und seinem Lehren auf seine besondere Weise gefördert und ermutigt hat: Ivo Ledergerber.

Beide sind auch Literaturvermittelnde; allein, in Zusammenarbeit mit Musikschaffenden, Malenden, Lesenden – und Tanja Kummer auch mit Luna, ihrem Hund.

Moderation: Ruth Erat
Eintritt: Fr. 20.- / erm. Fr. 15.-
Anmeldung: nicht erforderlich, aber hilfreich über literaturhaus@wyborada.ch

Fotos: Tanja Kummer ©A. Kubli, Ivo Ledergerber ©I. Ledergerber

Mi 22.11.2023 — 19 Uhr — Studio, Bibliothek Wyborada
Artist’s Choice #15: Morena Barra

Zum 15. Mal ist der Bestand unserer Spezialbibliothek Ausgangspunkt für eine künstlerische Intervention –

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diesmal inspiriert von Clarissa Pinkola Estés Buch «Die Wolfsfrau» und deren archetypischen Geschichten von Frauen und ihrer Verbindung zur wilden Natur.

Die Künstlerin Morena Barra hat sich auf La Gomera mit der Mystik, den Legenden und den Elementen der Vulkansinsel auseinandergesetzt und zeigt im Studio die daraus entstandene audiovisuelle Installation «Voy recolectar huesos» (übersetzt «Ich werde Knochen sammeln»).

Eintritt: kostenlos

Getränke: Kollekte