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Do 4.4.2024 — 19.30 Uhr — Kunstmuseum St. Gallen — Museumstrasse 32
Dana Grigorcea: «Das Gewicht eines Vogels beim Fliegen»

Der neue Roman der preisgekrönten rumänisch-schweizerischen Autorin Dana Grigorcea handelt von der Verquickung des Lebens mit der Kunst – und entführt seine Leserinnen und Leser von der ligurischen Küste unserer Tage in das New York der Golden Twenties.

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Voller Hoffnungen und Sehnsüchte reist der junge und aufstrebende Bildhauer Constantin Avis 1926 nach New York. Ein einflussreicher Galerist will ihn unter seine Fittiche nehmen und in dieser Stadt der Träumer und Macher ganz gross herausbringen. Beflügelt von einer aufkeimenden Liebe und der Aussicht auf Erfolg, schwebt er durch dieses neue Leben und droht dabei, den Boden unter den Füßen zu verlieren. Denn wie weit kann ihn seine Kunst wirklich tragen?

Ein ganzes Jahrhundert später versucht Dora, diese Frage zu beantworten. Im beginnenden Frühling an der ligurischen Küste schreibt sie an einem Roman über Constantin Avis. Doch je tiefer sie sich hinabgleiten lässt in diese andere Welt, desto stärker vermischt sich ihre Geschichte mit der von Constantin, und sie begreift, dass sie seine Fragen nur mit ihrem eigenen Leben beantworten kann.

Moderation: Anya Schutzbach

Den Büchertisch betreut die Buchhandlung Comedia – herzlichen Dank!

Dana Grigorcea wurde 1979 in Bukarest geboren, sie ist Germanistin und Nederlandistin und lebt seit vielen Jahren mit ihrer Familie in Zürich. Die Werke der rumänisch-schweizerischen Schriftstellerin wurden in mehrere Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem 3sat-Preis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb. Ihr Roman «Die nicht sterben» war 2021 für den Deutschen Buchpreis nominiert und wurde 2022 mit dem Schweizer Literaturpreis ausgezeichnet. Dana Grigorcea ist Trägerin des rumänischen Kulturverdienstordens im Rang einer Ritterin.

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Verein Wyborada, Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada // Mitglieder Kunstverein // Studierende), Kultur-Legi Fr. 5.-, A*dS gratis, Geflüchtete gratis.

TICKETS im Vorverkauf über diesen Link. Bei Problemen mit der Buchung versuchen wir zu helfen; senden Sie einfach ein Mail an literaturhaus@wyborada.ch

ABENDKASSE ab 18.30 Uhr. Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch

Fr 22.3.2024 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost, Eingang St. Leonhard-Strasse 40, 3. Etage — 9000 St. Gallen
Sylvie Schenk: «Maman». Lesung und Gespräch

Mit ihrem aktuellen Buch «Maman» schaffte es die deutsch-französische Schriftstellerin Sylvie Schenk im Jahr 2023 sowohl auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises als auch auf die SWR Bestenliste. Am 22. März stellt die Autorin dieses – von der Kritik – hochgelobte Erinnerungsbuch im Raum für Literatur (Hauptpost) vor. Musikalisch begleitet wird die Lesung vom Saxofonisten Heribert Leuchter. Tickets im Vorverkauf über eventfrog.ch oder an der Abendkasse (wir bitten um Reservation per Mail). Die Abendkasse ist ab 18.30 Uhr geöffnet. Freie Platzwahl.

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Eine Annäherung an die eigene Mutter und eine schmerzhafte Abrechnung: 1916 wird Sylvie Schenks Mutter geboren, die Großmutter stirbt bei der Geburt. Angeblich war diese eine Seidenarbeiterin, wie schon die Urgroßmutter. Aber stimmt das? Und welche Geschichte wird den Nachkommenden mit auf den Weg gegeben? Als Kind leidet Sylvie Schenk unter dieser Unklarheit, als Schriftstellerin ist sie deshalb noch immer von großer Unruhe geprägt. Mit poetischer Präzision spürt sie den Fragen nach, die die eigene Familiengeschichte offenlässt. „Maman“ ist waghalsiges Unterfangen und explosive Literatur zugleich. Nach „Schnell, dein Leben“ hat die Autorin erneut einen Text voll Schönheit und Temperament geschrieben.

Sylvie Schenk wurde 1944 in Chambéry, Frankreich, geboren, studierte in Lyon und lebt seit 1966 in Deutschland. Sylvie Schenk veröffentlichte Lyrik auf Französisch und schreibt seit 1992 auf Deutsch. Sie lebt bei Aachen und in La Roche-de-Rame, Hautes-Alpes. Bei Hanser erschienen ihre Romane Schnell, dein Leben (2016), Eine gewöhnliche Familie (2018), Roman d’amour (2021) und Maman (2023).

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Verein Wyborada, Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada, Studierende), Kultur-Legi Fr. 5.-, A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS im Vorverkauf über diesen Link. Bei Problemen mit der Buchung versuchen wir zu helfen; senden Sie einfach ein Mail an literaturhaus@wyborada.ch

ABENDKASSE ab 18.30 Uhr. Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch

Mi 6.3.2024 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost, Eingang St. Leonhard-Strasse 40, 3. Etage — 9000 St. Gallen
Simone Meier, «Die Entflammten». Lesung und Gespräch

Die Schweizer Bestsellerautorin Simone Meier liest am 6. März im Raum für Literatur (Hauptpost) aus ihrem aktuellen Roman «Die Entflammten». Lesung und Gespräch beginnen um 19.30 Uhr. Tickets im Vorverkauf über eventfrog.ch oder an der Abendkasse (wir bitten um Reservation per Mail). Die Abendkasse ist ab 18.30 Uhr geöffnet. Freie Platzwahl.

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Frankreich und Holland um 1900. Die junge Jo van Gogh-Bonger verliert ihren geliebten Mann Theo an die Syphilis. Kurz zuvor hat sich Theos Bruder Vincent van Gogh erschossen. Jo bleibt nichts als ein Baby und Hunderte Bilder des noch unbekannten Malers. Sie beschließt, Vincent weltberühmt zu machen, und setzt damit eine gigantische Erfolgsstory in Gang.

Über hundert Jahre später stößt die Kunsthistorikerin Gina auf Jos Geschichte. Und Jo nimmt sie mit in eine Welt voller Menschen, die besessen sind: von der Liebe, der Kunst und von Visionen. Ginas Vater ist Schriftsteller und versucht seit zwanzig Jahren erfolglos, sein zweites Buch zu schreiben. An seiner Seite wird Ginas Faszination für Jo selbst zu einem rauschhaften Roman über eine kurze, aber folgenreiche Liebe. Und über zwei Familiengeschichten im Zeichen der Kunst.

Simone Meier, geboren 1970, ist Autorin und Journalistin. Nach einem Studium der Germanistik, Amerikanistik und Kunstgeschichte arbeitet sie als Kulturredakteurin, erst bei der WochenZeitung, dann beim Tages-Anzeiger, seit 2014 bei watson. 2020 und 2022 wurde sie zur »Kulturjournalistin des Jahres« gewählt. Bei Kein & Aber erschienen ihre Romane FleischKuss und Reiz. Simone Meier lebt und schreibt in Zürich.

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Verein Wyborada, Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada, Studierende), Kultur-Legi Fr. 5.-, A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS im Vorverkauf über diesen Link. Bei Problemen mit der Buchung versuchen wir zu helfen; senden Sie einfach ein Mail an literaturhaus@wyborada.ch

ABENDKASSE ab 18.30 Uhr. Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch

Mi 21.02.2024 — 19 Uhr — Studio, Bibliothek Wyborada
Artist’s Choice #16: Christina Lauchenauer

Das Hungertuch von Christina Lauchenaucher ist kein Quilt – es ist ein Statement!

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Zum 16. Mal ist der Bestand unserer Spezialbibliothek Ausgangspunkt für eine künstlerische Intervention.

Christina Lauchenauer entdeckte vor über vierzig Jahren ihre Liebe zu Quilts. Zuerst hat sie sie nur gesammelt, mittlerweile beschreibt sie ihre Leidenschaft als «dritten Beruf». Zu jedem Quilt weiss sie eine Geschichte zu erzählen. So auch zum «Hungertuch», das nach Artist’s Choice der Bibliothek Wyborada gehören wird.

Im gemeinsamen Gespräch erfahren wir die Geschichte zum Tuch und Einblicke ins Schaffen von Christina Lauchenauer. En passant streifen wir Themen wie Care-Arbeit, Gleichberechtigung oder Sexismus, die den Buchbestand der Bibliothek Wyborada ausmachen.

Die gelernte Buchhändlerin aus Horn TG nähte in jungen Jahren ihre eigene Garderobe und fasste so in der Modeszene Fuss. Ihre hochwertigen Quilts und Quiltjacken präsentiert Christina Lauchenauer an nationalen und internationalen Ausstellungen.

Eintritt frei / Kollekte

Zum Gespräch wird Weisswein und Knusperstangen gereicht.

 

Foto: Sara Merz für Annabelle

 

Die Veranstaltungsreihe Artist’s Choice wird kuratiert von der Leiterin der Bibliothek Wyborada und Künstlerin Karin K. Bühler. Im ersten Halbjahr 2024 sind Christina Lauchenauer (21.2.) und Nora Rekade (8.5.) mit einem künstlerischen Beitrag zu Gast.

So 11.2.2024 — 20 Uhr — Literaturhaus & Theater St. Gallen, Lokremise, Grünbergstrasse 7 — LOK 2
Daniel Kehlmann, «Lichtspiel». Lesung und Gespräch

Daniel Kehlmanns lang erwarteter neuer Roman «Lichtspiel», ein Buch über Kunst und Macht, Schönheit und Barbarei, entführt uns in die Filmwelt der 1930er Jahre und zeigt, was Literatur vermag: durch Erfindung die Wahrheit hervortreten zu lassen.

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Nach der Machtergreifung 1933 flieht G.W. Pabst, vielleicht der grösste Regisseur seiner Epoche, vor den Gräueln des neuen Deutschlands nach Hollywood. Hier ist er ein Niemand. Nicht einmal Greta Garbo, die er unsterblich gemacht hat, kann ihm helfen. Und so findet Pabst sich schon bald in seiner Heimat Österreich wieder, wo er das barbarische Regime mit aller Deutlichkeit zu spüren bekommt. Doch der Propagandaminister in Berlin will das Filmgenie haben. Während Pabst noch glaubt, dass er dem Werben widerstehen und sich keiner Diktatur als der Kunst fügen wird, ist er schon den ersten Schritt in die rettungslose Verstrickung gegangen.

Daniel Kehlmann, 1975 in München geboren, wurde für sein Werk mehrfach mit namhaften Literaturpreisen honoriert. «Die Vermessung der Welt» ist zu einem der erfolgreichsten deutschen Romane der Nachkriegszeit geworden, sein Roman «Tyll» stand monatelang auf der Bestsellerliste und hat international Anerkennung bekommen. Daniel Kehlmann lebt in Berlin.

Das Gespräch mit dem Autor führt Nicola Steiner (Leiterin Literaturhaus Zürich).

TICKETS im Vorverkauf nur über das Theater St. Gallen über diesen Link.

_Entgegen der Ankündigung im Magazin «Stimmen» von Konzert & Theater St.Gallen sind Reservation und Ticketkauf nicht über das Literaturhaus St. Gallen oder die Bibliothek Wyborada möglich.

_Die Ermässigungen sind erst ab Schritt 2 des Bestellvorgangs im Warenkorb anzuwählen.

EINTRITT Fr. 25.- / erm. 20.- (Mitglieder Verein Wyborada, Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); erm. 15.- (Studierende – entsprechende Tickets sind nur an der Abendkasse gegen Vorlage des Studierendenausweises erhältlich und nur solange noch freie Plätze vorhanden sind)

Der Autor wird nach der Lesung Bücher signieren. Den Büchertisch besorgt die Buchhandlung Comedia – wir danken herzlich!

Foto: Heike Steinweg

Mo 5.2.2024 — 19.30 Uhr — Neue Aula der Kantonsschule am Burggraben, Eingang Lämmlisbrunnenstrasse — 9000 St. Gallen
Zeruya Shalev, «Nicht ich»

Die weltbekannte Autorin von «Liebesleben» zu Gast beim Literaturhaus St. Gallen. Sie präsentiert ihr allererstes Buch, das erst jetzt in deutscher Übersetzung vorliegt, in der grossen Aula der Kantonsschule am Burggraben. Tickets im Vorverkauf über eventfrog.ch (siehe Link am Ende dieses Beitrags) oder an der Abendkasse (wir bitten um Reservation per Mail). Die Abendkasse ist ab 18.30 Uhr geöffnet. Freie Platzwahl.

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Als Zeruya Shalev ihren Roman „Nicht ich“ vor 30 Jahren in Israel veröffentlichte, war das zwar ein hochliterarisches Ereignis, aber zugleich auch eine Provokation. Es rief wütende Empörung hervor. Jetzt erscheint dieser frühe grosse Wurf der Autorin erstmals im Berlin Verlag auf Deutsch.

Was ist der Erzählerin wirklich geschehen? Die junge Frau tischt eine Geschichte nach der anderen auf. Nur eins scheint klar: Sie hat Mann und Tochter für ihren Geliebten verlassen und nun zerbricht sie daran. Der Spiegel, den sie sich erzählend vorhält, scheint in Stücke gesprungen und in jeder Scherbe schillert eine andere Version.

Das Gespräch mit Zeruya Shalev führt Marcy Goldberg (deutsch / englisch). Die deutsche Übersetzung von Anne Birkenhauer liest die Schauspielerin Graziella Rossi.

TICKETS im Vorverkauf über diesen Link . Bei Problemen mit der Buchung versuchen wir zu helfen; senden Sie einfach ein Mail an literaturhaus@wyborada.ch

ABENDKASSE ab 18.30 Uhr. Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch

Freie Platzwahl.

EINTRITT: Fr. 25.- / erm. 20.- (Mitglieder Verein Wyborada, Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Fr. 15.- (Studierende, Kultur-Legi); Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule am Burggraben freier Eintritt

Foto Shalev: Jonathan Bloom

HINWEIS — Buchvernissage — Sa 6.1.2024 — 17:30 Uhr — Raum für Literatur
Marlies Pekarek «Geheime Gefühlskammern öffnen» (nach «Granada» von Federico García Lorca)

Das Künstlerbuch von Marlies Pekarek wird am Dreikönigstag gefeiert. Die Reprints des Orginals sind in der Bibliothek Wyborada als Wandarbeit installiert.

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Vor bald zwanzig Jahren entdeckte die St.Galler Künstlerin Marlies Pekarek das schmale Bändchen mit den Prosadichtungen Granada von Federico García Lorca aus dem Arche-Verlag. Die Texte Lorcas und die sorgfältig gestaltete, bibliophile Aufmachung inspirierten sie zu eigenen gedanklichen und künstlerischen Assoziationen. Ihre Übermalungen sind nicht illustrativ, sondern eine durch und durch subjektive, rein intuitive Annäherung an die Texte. Mit ihrem eigenständigen, künstlerischen Beitrag hat Marlies Pekarek ein kleines, kostbares Gesamtkunstwerk geschaffen.

Die Wandinstallation mit den faksimilierten Seiten von «Geheime Gefühlskammern öffnen», das nun auch als Kunstbuch vorliegt, befindet sich als Schenkung von Alexa Lindner-Margadant (1936–2023), langjährige Unterstützerin der Bibliothek Wyborada und des Archivs für Frauen-, Geschlechter- und Sozialgeschichte Ostschweiz, in der Bibliothek Wyborada und ist dort zu besichtigen.

Ursula Badrutt schreibt in ihrem Einleitungstext: «Mit dem vorliegenden Reprint als überarbeitetes Kunstbuch gibt Marlies Pekarek dem Leben und Wirken von Federico García Lorca in seiner Aktualität und Bedeutung neue Beachtung und Verbreitung.»

Buchvernissage am Dreikönigstag, Samstag, 6. Januar 2024, 17.30 Uhr, im Raum für Literatur, Hauptpost St.Gallen, Eingang St. Leonhardstrasse 40, 3. Stock

Begrüssung: Yvette Sánchez, Lesung: Marcus Schäfer

Anschliessend Apéro und Dreikönigskuchen

Geheime Gefühlskammer öffnen ist ab sofort in den Buchhandlungen erhältlich oder bei Marlies Pekarek direkt zu bestellen www.pekarek.ch/shop. Preis CHF 28.00

Federico García Lorca: Granada (Prosadichtungen)

Marlies Pekarek: Zeichnungen

Mit einem Einführungstext von Ursula Badrutt

Das Literaturhausjahr 2023

Nach insgesamt 25 literarischen Veranstaltungen, zwei ausgebuchten Lesekreisen und einem Audiowalk verabschiedet sich das Literaturhaus für dieses Jahr von der Bühne.

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Backstage jedoch wird fleissig weiter gewerkelt, um Sie auch im nächsten Jahr mit einem so vielseitigen wie anspruchsvollen Programm zu erfreuen, zu überraschen und hoffentlich auch weiterhin zu begeistern.

Bis wir unsere Pläne aus dem Sack lassen – obschon sich das ein oder andere schon in gut informierten Kreisen herumgesprochen hat – laden wir hier ein zu einem Rückblick auf schöne Momente in 2023, mal mehr, mal weniger scharf.

Viel Vergnügen und auf bald! Ihre Anya Schutzbach

 

Sa 9.12.2023 — 20 Uhr — Literaturhaus & Theater St. Gallen, Lokremise, Grünbergstrasse 7 — LOK 2
LooT#5: Lukas Bärfuss

LooT – Literatur und Theater. Eine Reihe von AutorInnen-Lesungen und Gesprächen in Zusammenarbeit mit dem Theater St. Gallen. Nach Kim de l’Horizon, Wolfram Lotz, der Büchnerpreis-Trägerin Emine Sevgi Özdamar und dem Berner AutorInnenpaar Ariane von Graffenried und Martin Bieri stellen wir in der 5. Ausgabe den gemeinhin als «streitbaren Publizisten» bekannten gefeierten Dramatiker, Romancier und hochpolitischen Autor Lukas Bärfuss vor.

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Lukas Bärfuss ist derzeit mit seinem jüngsten Roman «Die Krume Brot» in aller Munde – und auf grosser Lese-Tournee. Unabhängig von dieser Aktualität aber wird in in der 5. Ausgabe der LooT-Reihe der Autor in all seinen Facetten vorgestellt und befragt: Zu seinem Leben als Theatermensch, zu seinem literarischen Schreiben und seiner Rolle in der Gesellschaft.

Vor dem Hintergrund von Auszügen aus zwei seiner Stücke befragt die Schauspielleiterin Barbara Brüesch den Dramatiker Bärfuss, das Gespräch über seine Literatur und was das eine vom anderen unterscheidet führt Anya Schutzbach.

Eintritt: Fr. 25.- / erm. 15.- (nur an der Abendkasse): Mitglieder Literaturhaus, Bibliothek Wyborada und U30-Club von Konzert und Theater St. Gallen

Nota bene: Die Anwahl ermässigter Tickets im Webshop des Theaters ist erst möglich im Warenkorb. D.h.: Sie müssen zunächst ein reguläres Ticket in den Warenkorb legen, und können erst dann die Ermässigung anwählen.

Tickets online im Vorverkauf über das Theater St. Gallen – oder an der Abendkasse.

Foto: ©Claudia Herzog

LESUNG & GESPRÄCH // So 3.12.2023 — 17 Uhr — Forum Pfalzkeller St. Gallen — Klosterhof
Olga Tokarczuk, «Empusion»

Die polnische Literaturnobelpreisträgerin stellt ihren jüngsten Roman vor – eine «natur(un)heilkundliche Schauergeschichte». Tickets im Vorverkauf über eventfrog.ch (siehe Link am Ende dieses Beitrags) oder an der Abendkasse (wir bitten um Reservation per Mail). Die Abendkasse ist ab 16 Uhr geöffnet. Freie Platzwahl.

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Es ist der erste Roman, den die preisgekrönte Autorin nach dem Nobelpreis veröffentlicht hat. Die Literaturkritik ist sich einig: Er ist meisterhaft. «Ein reines Lese- und auch intellektuelles Vergnügen» (Ilma Rakusa, NZZ), «hochintelligent und witzig» (Benedikt Herber, Die Zeit), und in der FAZ bewundert Marta Kijowska vor allem die große Fähigkeit Tokarczuks, im Schreiben «eine andere Sichtweise auf die Welt» zu suchen und zu finden – um nur einige Stimmen zu nennen.

«Empusion» mutet an wie das zeitgenössische Gegenstück zu Thomas Manns «Zauberberg»: Im September 1913 reist der an Tuberkulose erkrankte Ingenieurstudent Mieczyslaw Wojnicz nach Görbersdorf, zu Beginn des 20. Jahrhunderts einer der bedeutendsten Luftkurorte Europas. Im «Gästehaus für Herren» nimmt er zwischen kuriosen Charakteren Quartier. Neben dem Kuralltag ereignen sich im beschaulichen Görbersdorf unerklärliche und makabre Todesfälle: Am Tag nach Mieczyslaws Ankunft begeht die Frau des Pensionswirts Selbstmord, und jedes Jahr im Herbst wird ein Mann im Wald zerfetzt aufgefunden. Der hochgelobte Roman vereint in mystisch-skurriler Weise Literatur- und europäische Geistesgeschichte, Zeitgeschichte und Feminismus.

Olga Tokarczuk (*1962 in Sulechow, Polen) studierte Psychologie in Warschau und lebt heute in Breslau. Ihr Werk umfasst neun Romane und drei Erzählbände und wurde in 37 Sprachen übersetzt. 2019 erhielt sie den Literaturnobelpreis. Sie wurde zwei Mal mit dem wichtigsten polnischen Literaturpreis, dem Nike-Preis ausgezeichnet. Für «Die Jakobsbücher» wurde sie zudem mit dem Jan-Michalski-Literaturpreis ausgezeichnet und für «Unrast» mit dem Man Booker International Prize. Zum Schreiben zieht sich Olga Tokarczuk in ein abgeschiedenes Berghäuschen an der polnisch-tschechischen Grenze zurück.

Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Polnisch statt. Das Gespräch führt Olga Tokarczuks kongenialer Übersetzer Lothar Quinkenstein, die Übersetzung fürs Publikum übernimmt Isabelle Vonlanthen, stellvertretende Leiterin Literaturhaus Zürich. Lesung in deutscher Sprache: Boglárka Horváth.

Im Foyer werden vor der Veranstaltung Getränke und kleine Snacks angeboten.

TICKETS im Vorverkauf über diesen Link / Bei Problemen beim Ticketkauf bitte ein kurzes Mail an literaturhaus@wyborada.ch

ABENDKASSE ab 16 Uhr. Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch

Freie Platzwahl.

EINTRITT: Fr. 35.- / erm. 30.- (Mitglieder Verein Wyborada, Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada). Fr. 15.- (Studierende, Teilnehmende des Lesekreises, Mitarbeiter:innen Team Literaturhaus und Kultur-Legi)

BÜCHERTISCH: Die Buchhandlung Zur Rose besorgt den Büchertisch. Dort finden Sie, auch vor der Veranstaltung, eine grosse Auswahl von Büchern aus dem Werk Olga Tokarczuks.

Die Autorin wird nach der Lesung Bücher signieren.

Foto: Lukasz Giza

Mit freundlicher Unterstützung der Kulturförderung Kanton St.Gallen und Ortsbürgergemeinde St.Gallen. Dank an Delinat St. Gallen und dem Bierfalken für Wein und Catering.

Veranstaltungstipp: Do 30.11.2023 — 19.30 Uhr — Zeughaus Teufen — Zeughausplatz 1 — 9053 Teufen
Daniel Schreiber, «Die Zeit der Verluste»

Nach seinen Bestsellern «Nüchtern» und «Allein» geht der deutsche Autor Daniel Schreiber in seinem neuen Buch der Frage nach: Wie lässt sich ein Leben in Zeiten um sich greifender Verluste führen? – Dazu hat ihn das Zeughaus Teufen in seine aktuelle Ausstellung zu einer Lesung eingeladen.

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In «Die Zeit der Verluste», das am 20. November erscheint, erzählt Daniel Schreiber ausgehend von der persönlichen Erfahrung des Tods seines Vaters von einem Tag im nebelumhüllten Venedig – und analysiert dabei unsere private und gesellschaftliche Fähigkeit zu trauern. Gleichzeitig sucht er nach Wegen, mit einem Gefühl umzugehen, das uns oft überfordert.

Daniel Schreiber schafft es wie kein Zweiter, grosse Themen neu zu betrachten. Nichts möchten wir lieber ausblenden als die Unbeständigkeit der Welt. Dennoch werden wir immer wieder damit konfrontiert. Wie gehen wir um mit dem Bewusstsein, dass etwas unwiederbringlich verloren ist? In seinem neuen Essay nimmt Daniel Schreiber eine zentrale menschliche Erfahrung in den Blick, die unsere Gegenwart massgeblich prägt und uns wie kaum eine andere an unsere Grenzen bringt: den Verlust von Gewissheiten und lange unumstösslich wirkenden Sicherheiten.

Für die Veranstaltungen bittet das Zeughaus Teufen um Anmeldung auf info@zeughausteufen.ch.

Teilnahme (inkl. Eintritt in die Ausstellung) Fr. 10.-/5.- CHF.

Moderation: Anya Schutzbach

Foto: ©Christian Werner

Mi 29.11.2023 — 19 Uhr — Raum für Literatur — St. Leonhard-Strasse 40
Ostschweizer Literaturgespräch #13: Ivo Ledergerber & Tanja Kummer

Frauenfeld – St. Gallen. Buchhändlerin, Autorin – Autor, Publizist. Beide Literaturvermittelnde, und ein Hund.

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Die in Frauenfeld gebürtige Autorin und Buchhändlerin Tanja Kummer schreibt für Kinder und Erwachsene, publiziert in Mundart und Hochsprache und arbeitet derzeit an einem Band mit Kurzgeschichten. Sie trifft auf jenen St. Galler Autor, Publizisten und Literaturvermittler, der sie mit seinem Schaffen und seinem Lehren auf seine besondere Weise gefördert und ermutigt hat: Ivo Ledergerber.

Beide sind auch Literaturvermittelnde; allein, in Zusammenarbeit mit Musikschaffenden, Malenden, Lesenden – und Tanja Kummer auch mit Luna, ihrem Hund.

Moderation: Ruth Erat
Eintritt: Fr. 20.- / erm. Fr. 15.-
Anmeldung: nicht erforderlich, aber hilfreich über literaturhaus@wyborada.ch

Fotos: Tanja Kummer ©A. Kubli, Ivo Ledergerber ©I. Ledergerber

Mi 22.11.2023 — 19 Uhr — Studio, Bibliothek Wyborada
Artist’s Choice #15: Morena Barra

Zum 15. Mal ist der Bestand unserer Spezialbibliothek Ausgangspunkt für eine künstlerische Intervention –

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diesmal inspiriert von Clarissa Pinkola Estés Buch «Die Wolfsfrau» und deren archetypischen Geschichten von Frauen und ihrer Verbindung zur wilden Natur.

Die Künstlerin Morena Barra hat sich auf La Gomera mit der Mystik, den Legenden und den Elementen der Vulkansinsel auseinandergesetzt und zeigt im Studio die daraus entstandene audiovisuelle Installation «Voy recolectar huesos» (übersetzt «Ich werde Knochen sammeln»).

Eintritt: kostenlos

Getränke: Kollekte

Do 2.11.2023 — 19.30 Uhr — Kunstmuseum St. Gallen — Museumsstrasse 32
Milena Moser, «Der Traum vom Fliegen»

«Etwas in ihr meinte zu wissen, wie es sich anfühlte, Flügel zu haben und diese zu bewegen. Sie war sich ganz sicher, dass die Fähigkeit zu fliegen irgendwo in ihr angelegt war.»

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Sie gehört zu den erfolgreichsten Schriftstellerinnen der Schweiz und lebt seit einigen Jahren in San Francisco: Milena Moser.

Ihr mittlerweile 32. Roman, «Der Traum vom Fliegen», ist ein Buch über Freundschaft und das Gefühl, ausgeschlossen und nicht «normal» zu sein, über vermeintliche Schwächen und potentielle Stärken – und darüber, was diese scheinbaren Gegensätze miteinander verbindet:

Als Sofia von ihren Vätern wegen ihres Übergewichts in die Privatklinik Los Pajaritos an der Westküste der Vereinigten Staaten gebracht wird, denkt sie nicht daran, dünner zu werden, schließlich hat sie nicht ohne Grund so viel zugenommen. Sofia will um jeden Preis verhindern, ihre Bodenhaftung zu verlieren, und ihr Übergewicht gibt ihr Halt.

Doch sie hat nicht mit den neuen Bekanntschaften in der Klinik gerechnet. Ihre anhängliche Zimmergenossin Emerald, der mysteriöse, zarte Blue, die ständig unzufriedene Carmel und nicht zuletzt der dominante Zach, bei dem sich alles nur um ihn selbst dreht, mischen Sofias zurückgezogenes Leben ordentlich auf. Und schließlich muss sie erkennen, dass uns manchmal gerade die Menschen am besten verstehen, die uns zunächst fremd erscheinen.

Moderation: Julia Knapp

Eintritt: Fr. 25.- / erm. 20.- (Ermässigungen für Mitglieder Verein Wyborada, Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada sowie Mitglieder Kunstverein St. Gallen). Kultur-Legi: Fr. 5.-; Mitglieder A*dS gratis. Geflüchtete gratis.

Anmeldung: aufgrund begrenzter Platzzahl empfohlen: literaturhaus@wyborada.ch

November
Literatur im Kino(k): Frisch/Bachmann, Seethaler, Julia Franck, Claire Keegan

Im November stehen – neben dem Spielfilm «Reise in die Wüste» über die Beziehung zwischen Ingeborg Bachmann und Max Frisch – auch verschiedene Literaturverfilmungen auf dem Programm.

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Nähere Infos zu Inhalt, Terminen, Uhrzeiten und Eintritt jeweils per Klick auf den Filmtitel oder über https://www.kinok.ch

«Ingeborg Bachmann – Reise in die Wüste»

Ein Film von Margarethe von Trotta über Bachmanns schwierige Beziehung zu Max Frisch, der seine Premiere an der diesjährigen Berlinale hatte

«Ein ganzes Leben» – ab 11. November

Verfilmung von Robert Seethalers gleichnamigem Roman

«Die Mittagsfrau» – ab 16. November

Verflimung von Julia Francks gleichnamigem Roman

«The Quiet Girl» – ab 16. November

Verfilmung von Claire Keegans Roman «Foster» (dt. «Das dritte Licht»)

Mi 1.11.2023 — 19 Uhr — Stadthaus St. Gallen, Festsaal — Gallusstrasse 14
Ostschweizer Literaturgespräch #12: Joachim Rittmeyer & Stefan Keller

In der von Ruth Erat kuratierten Gesprächsreihe sind in ihrer 12. Runde zwei politisch und künstlerisch Engagierte zu Gast:

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Während bei Joachim Rittmeyer das Kabarett ein ästhetisch faszinierendes Kunstwerk auf die Bühne zaubert («Knackwerk»), bringt uns Stefan Keller mit seinem Buch «Spuren der Arbeit» Station für Station einen Weg nahe, der mit Gonzenbachs Imperium in Bischofszell auch mit Hölderlin beginnt. Eine spannungsvolle Ausgangslage!

Zur Lektüre empfohlen:

Stefan Keller, Spuren der Arbeit

Stefan Keller, Bildlegenden

Stefan Keller, Grüningers Fall

Wir danken der Buchhandlung Zur Rose für die Besorgung des Büchertischs.

Eintritt Fr. 20.-, erm. Fr. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen / Bibliothek Wyborada); Legi Fr. 5.-; Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

Anmeldungen über literaturhaus@wyborada.ch

Nov./Dez. 2023 – Das Programm von Literaturhaus und Bibliothek

Voilà das neue Programm für die beiden letzten Monate des Jahres, in dem auch die Bibliothek wieder mit einer neuen Ausgabe von Artist’s Choice und der Fortsetzung des LeGENDEry Bookclubs vertreten ist.

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Und wenn Sie das Gedruckte bevorzugen: Der Programmleporello liegt, wie immer, in der Bibliothek Wyborada und vielen anderen, uns verbundenen Kulturinstitutionen auf:

Im open art museum, dem Kunstmuseum St. Gallen, der Bibliothek Hauptpost und dem Raum für Literatur, der Militärkantine, natürlich den Buchhandlungen Zur Rose und Comedia, bei Orell Füssli und Bücher Lüthy, dem Frauenarchiv, der DenkBar und im Stadthaus – und vielen anderen Orten mehr.

Sa 28.10.2023 — 20 Uhr — Literaturhaus & Theater St. Gallen, Lokremise, Grünbergstrasse 7
LooT#4: Ariane von Graffenried & Martin Bieri

LooT – Literatur und Theater. Eine Reihe von AutorInnen-Lesungen und Gesprächen in Zusammenarbeit mit dem Theater St. Gallen. Nach Kim de l’Horizon, Wolfram Lotz und Emine Sevgi Özdamar stellen wir in der 4. Ausgabe zwei aussergewöhnliche Mehrfach-Talente aus Bern mit ihren Stücken, Texten und «Liedern» vor.

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Schriftstellerin, Theaterautorin und Spoken-Word-Performerin Ariane von Graffenried bewegt sich in ihren Texten an der Schnittstelle von Literatur, Musik und Performance. Autor, Dramaturg und Journalist Martin Bieri schreibt mal Lyrik, mal Dramatik oder auch mal über Kunst und Sport. Beide sind sie multiple Sprachtalente. Gemeinsam schreiben sie Theatertexte, die mit hinreissendem Sprachwitz blinde Flecken der Gesellschaft ins Blickfeld rücken. Ihre Figuren sind eigenwillig, nie unfehlbar und immer irgendwie liebenswert. Falls es sie gibt, eine sogenannte «Schweizer Mentalität» – in den Texten dieses AutorInnenduos wird sie erahnbar. Und auf’s Korn genommen.

Mit: Christian Hettkamp und Pascale Pfeuti
Moderation: Anya Schutzbach und Laura Friedrich

Ariane von Graffenried ist Autorin, Spoken-Word-Performerin und promovierte Theaterwissenschaftlerin. Sie ist Mitglied der Autorengruppe «Bern ist überall» und des Duos «Fitzgerald & Rimini», schreibt für die Bühne, fürs Radio, für Zeitungen und die Wissenschaft und wurde im letzten Jahr mit dem Grossen Literaturpreis von Stadt und Kanton Bern ausgezeichnet.

Die babylonische Sprachverwirrung ist für sie ein produktiver, der poetischen Weltwahrnehmung ungemein förderlicher Zustand. Davon zeugt, unter anderem, ihre in der edition spoken script pocket erschienenen Sprechtexte «Babylon Park».

Martin Bieri steht für Lyrik, Dramatik, Journalismus. Das – und viel Interessantes mehr – ist nachzulesen auf seiner Homepage. Wie Ariane von Graffenried ist auch er eine Textmaschine, und die von ihnen gemeinsam verfassten Theaterstücke wie  Versteckt – Lucia in Finsterland, Das Ende von Schilda oder Donkey der Schotte und das Pferd, das sich Rosi nannte werden auf vielen Bühnen gespielt.

Ariane von Graffenried und Martin Bieri werden aus ihren Büchern lesen, rezitieren, performen; Laura Friedrich, Dramaturgin am Theater St. Gallen und Anya Schutzbach, Leiterin des Literaturhauses, führen das Gespräch, Christian Hettkamp und Pascale Pfeuti, Mitglieder des Ensembles, geben ein Stück aus einem gemeinsamen Stück der beiden Gäste auf die Bühne.

Eintritt: Fr. 25.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus, Bibliothek Wyborada und U30-Club von Konzert und Theater St. Gallen)

Tickets online im Vorverkauf über das Theater St. Gallen  – oder an der Abendkasse.

Foto: ©Michael von Graffenried

So 15.10.2023 — 17 Uhr — Raum für Literatur — St. Leonhard-Strasse 40, St. Gallen
Buchpremiere Erica Engeler, «Wortein wortaus». Gedichte

«Das Wasser schlägt unermüdlich seine / Morsezeichen gegen die Strandmauer. / Immer noch Analphabetin, lese ich / mit den Sinnen den Algengeruch, / die Möwenschreie, das Sommergefühl.»

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Die mehrfach ausgezeichnete Autorin liest aus ihrem jüngsten Werk – und spricht mit den Schriftsteller-KollegInnen Ruth Erat, Christine Fischer, Gertrud Macher, Monika Schnyder und Clemens Umbricht über deren Lieblingsstellen.

«Wortein wortaus» – dieser Titel ist mehrdeutig: Er weist darauf hin, dass Erica Engeler seit Jahrzehnten tagein, tagaus leidenschaftlich mit dem Wort beschäftigt ist, tönt aber auch an, dass das Wort sich verweigern kann.

Eine Veranstaltung des Freundeskreises der Autorin in Kooperation mit dem Literaturhaus St. Gallen. Mit kleinem Premièren-Apéro im Anschluss.

Eintritt frei.

Foto: Franziska Mesmer-Rast

Literaturnobelpreis 2023: Jon Fosse

«Jeder Text, selbst ein Gedicht, ist eine Art Universum, das seinen eigenen Gesetzen folgt.» Jon Fosse

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Wer den norwegischen Autor näher kennenlernen möchte, dem empfiehlt das Literaturhaus ein Feature aus dem Archiv von Deutschlandfunk Kultur: Der Norweger Jon Fosse. Ein Meister der Gegenwartsliteratur.

Mi 4.10.2023 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur — St. Leonhard-Strasse 40, St. Gallen
Sarah Elena Müller, «Bild ohne Mädchen»

Nominiert für den Schweizer Buchpreis 2023

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«Bild ohne Mädchen» ist sicher eines der am meisten besprochenen Bücher in diesem Jahr. Die Multimediakünstlerin Sarah Elena Müller greift darin ein heisses Thema auf: Pädophilie im linksalternativen Milieu der 90er.

Sensibel und doch mit verstörender Eindringlichkeit nähert sie sich einem Familientrauma und lotet dabei die Grenzen des Sagbaren aus. «Das ist beklemmend. Aber das ist auch grosse Literatur.» SRF2 Kultur

Moderation: Anya Schutzbach

Eintritt: Fr. 20.- / erm. Fr. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen / Bibliothek Wyborada). Mitglieder A*dS gratis. Geflüchtete gratis.

Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

Foto: Sarah Elena Müller ©Laura Stevens

«Sarah Elena Müllers erster Roman nimmt uns mit auf einen Tauchgang in die finsteren Tiefen der Geschichte eines heranwachsenden Kindes, das seine Gewalterfahrungen mit phantastischen Bildern ummantelt und beweist darin sowohl analytische Scharfsicht als auch künstlerisches Feingefühl.» Schweizer Buchjahr

Mi 27.9.2023 — 19:30 Uhr — Festsaal Stadthaus — Gallusstrasse 14, St. Gallen
Ostschweizer Literaturgespräch #11: Berta Thurnherr & Alice Köppel

Zu Gast bei Ruth Erats Ostschweizer Literaturgesprächen sind diesmal die Diepoldsauer Autorin und Erzählerin Berta Thurnherr und ihre Enkelin Alice Köppel.

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Berta Thurnherr befasst sich seit vielen Jahren mit der Diepoldsauer Mundart, doch sie ist mehr als eine Bewahrerin des «Tippilzouar» Dialekts – sie ist eine Neuschöpferin.

Als Gesprächspartnerin hat sie ihre Enkelin gewählt, Alice Köppel, manchen St. GallerInnen bereits bekannt als eine Teilnehmerin der letztjährigen Schreibwerkstatt des Wortlaut-Festivals und ausgezeichnet als «Junges Talent» in der Sparte Literatur des Internationalen Lyceumsclubs St. Gallen.

Von Berta Thurnherr ist erhältlich das Buch «Rundumm Rii», Klappenbroschur, 184 Seiten, erschienen in der edition spoken script im Verlag Der gesunde Menschenversand.

Eintritt: Fr. 20.- / erm. Fr. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada). Legi: Fr. 5.-, Mitglieder A*dS gratis. Geflüchtete gratis.

Anmeldung wünschenswert, aber nicht zwingend: literaturhaus@wyborada.ch.

Fotos : ©Monika Nägele

Do 14.9.2023 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur — St. Leonhard-Strasse 40, St. Gallen
Buchpremiere: Laura Vogt, «Die liegende Frau»

Drei Jahre nach ihrem letzten Roman legt die St. Galler Autorin Laura Vogt nun ein neues Buch vor. Pünktlich zum offiziellen Erscheinungstermin laden wir ein zur Buchvernissage.

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Erneut taucht die Autorin tief ein in die Gefühlswelt von Frauen um die dreissig, skizziert sie mit all ihren Schwächen und Stärken, Enttäuschungen und Hoffnungen. Es ist ein lebendiger, lebensbejahender Roman, der deutlich macht, wie Individualismus, Mutterschaft und Selbstbestimmung ständig neu verhandelt werden müssen.

Mit Premierenapéro im Anschluss. Moderation: Anya Schutzbach

Anmeldung nicht zwingend, aber wünschenswert: literaturhaus@wyborada.ch

Eintritt: Fr. 20.- / erm. Fr. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen / Bibliothek Wyborada, Mitglieder GdSL / Studierende). Cartitas Kultur-Legi Fr. 5.-, Geflüchtete gratis.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Gesellschaft für deutsche Sprache und Literatur St. Gallen.

Foto Laura Vogt: ©Ayse Yavas

Sa 2.9.2023 — 18 Uhr — Wartsaal Bahnhof Trogen (Treffpunkt)
«Fremd Zuhause». Ein literarischer Audiowalk durch Trogen

Das Literaturhaus St. Gallen eröffnet die Saison mit einem literarischen Audiowalk – und ist damit zu Gast in Trogen. Um was es geht? Mit Knopf im Ohr das eigene Umfeld mit anderen Augen sehen. Spazieren Sie mit!

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Alle fühlen sich manchmal fremd. Und doch blenden wir das eigene Fremdsein oft aus. Was passiert, wenn wir die vertraute Umgebung mit anderen Augen sehen, mit anderen Ohren hören? – Ein gemeinsamer, etwa einstündiger Spaziergang lotet genau das aus. Im Ohr dabei: Melinda Nadj Abonji, Usama Al Shahmani, Angelika Overath, Samira El-Maawi und Asa S. Hendry.

Treffpunkt: 18 Uhr im Wartsaal Bahnhof Trogen, nach dem Spaziergang Apéro und Austausch im Säli des Palais Bleu.

Anfahrt ab St. Gallen: Mit dem Appenzeller Bähnli ab Bahnhof St. Gallen, Abfahrt  17.26 Uhr, Ankunft Trogen 17.52 Uhr.

Wichtig: Bitte eigenes Mobiltelefon mit Internetverbindung, GPS, genügend Ladung sowie gute Kopfhörer mitbringen.

Der Rundgang wird begleitet von Karin Bucher und Anya Schutzbach – die Ihnen auch bei allfälligen Tücken der Technik zur Seite stehen.

Teilnahme inkl. Apéro Fr. 15.- / erm. Fr. 10.-

Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

Der Audiowalk lässt sich übrigens jederzeit und überall auch individuell erwandern: fremdzuhause.ch. Er ist nicht an einen spezifischen Ort gebunden, sondern führt entlang von fünf Stationen, die es überall gibt: eine Sitzbank, ein Brunnen, ein Spielplatz, eine Kirche, ein Gemeindehaus.

Mit freundlicher Unterstützung der Kulturförderung Appenzell Ausserrhoden und der Rudolf und Gertrud Bünzli-Scherrer-Stiftung.

In Kooperation mit der Kantonsbibliothek Appenzell Ausserrhoden.

Fr 1.9.2023 — 18 Uhr — Treffpunkt Studio Bibliothek Wyborada — Davidstrasse 42
«Fremd Zuhause». Ein literarischer Audiowalk durch St. Gallen

Das Literaturhaus eröffnet die Saison mit einem literarischen Audiowalk: Mit Knopf im Ohr das eigene Umfeld mit anderen Augen sehen. Spazieren Sie mit!

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Alle fühlen sich manchmal fremd. Und doch blenden wir das eigene Fremdsein oft aus. Was passiert, wenn wir die vertraute Umgebung mit anderen Augen sehen, mit anderen Ohren hören? – Ein gemeinsamer, etwa einstündiger Spaziergang lotet genau das aus. Im Ohr dabei: Melinda Nadj Abonji, Usama Al Shahmani, Angelika Overath, Samira El-Maawi und Asa S. Hendry.

Treffpunkt: 18 Uhr im Studio der Bibliothek Wyborada, nach dem Spaziergang Apéro und Austausch.

(Und wer am 1. September verhindert ist oder einfach Lust hat, den Spaziergang im Appenzellerland zu machen: Am Samstag, dem 2. September findet die Veranstaltung in Trogen/AR statt, nur 20 min. mit dem Appenzeller Bähnli vom Bahnhof St. Gallen entfernt.)

Wichtig: Bitte eigenes Mobiltelefon mit Internetverbindung, GPS, genügend Ladung sowie gute Kopfhörer mitbringen.

Der Rundgang wird begleitet von Karin Bucher und Anya Schutzbach – die Ihnen auch bei allfälligen Tücken der Technik zur Seite stehen.

Teilnahme inkl. Apéro Fr. 15.- / erm. Fr. 10.-

Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

* Der Audiowalk lässt sich übrigens jederzeit und überall auch individuell erwandern: fremdzuhause.ch. Er ist nicht an einen spezifischen Ort gebunden, sondern führt entlang von fünf Stationen, die es überall gibt: eine Sitzbank, ein Brunnen, ein Spielplatz, eine Kirche, ein Gemeindehaus.

Mit freundlicher Unterstützung der Stadt St. Gallen – Gesellschaftsfragen.

Lesekreis Literaturhaus — div. Termine September bis Dezember — jeweils 18 Uhr — Stadthaus, Bürgerraatssaal — Gallusstrasse 14
Olga Tokarczuk, «Empusion. Eine natur(un)heilkundliche Schauergeschichte»

Auf dem Programm des Literaturhaus-Lesekreises steht diesmal nicht, wie bislang üblich, ein Klassiker der Weltliteratur, sondern eine Neuerscheinung: Der erste Roman Olga Tokarczuks nach dem Nobelpreis.

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Nach Virginia Woolfs «Orlando» und einem Streifzug durch Prousts «Recherche», sprich: «Auf der Suche nach der verlorenen Zeit», befasst sich der Lesekreis in seiner dritten Runde mit Olga Tokarczuks hintersinnigen Replik auf Thomas Manns «Zauberberg».

Die Lesekreise sind auf 12 Teilnehmende beschränkt, um einen konzentrierten und intensiven Austausch zu gewährleisten – und pro Saison wird nur ein Buch gelesen. Die Treffen finden ein Mal pro Monat statt, in der Regel von 18 – 19.30 Uhr. Die Termine im Herbst 2023:

26. September

31. Oktober

28. November

12. Dezember

Der aktuelle Kreis ist ausgebucht. An einer Teilnahme künftiger Lesekreis-Angebote Interessierte können sich gern per Mail direkt an die Leiterin des Literaturhauses wenden: literaturhaus@wyborada.ch.

Das neue Programm: September / Oktober

Nach der Sommerpause gelten ab dem 16. August neue Öffnungszeiten für die Bibliothek – und das Literaturhaus präsentiert sein Programm September / Oktober. Einen ersten Überblick finden Sie hier,

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und falls Sie’s lieber gedruckt hätten: Der Programmleporello liegt in der Bibliothek Wyborada und vielen anderen, uns verbundenen Kulturinstitutionen auf:

Im open art museum, der Kunsthalle St. Gallen, der Bibliothek Hauptpost und dem Raum für Literatur, der Militärkantine, natürlich den Buchhandlungen Zur Rose und Comedia, bei Orell Füssli und Bücher Lüthy, dem Kunstmuseum, dem Frauenarchiv, der DenkBar und im Stadthaus – und vielen Orten mehr.

 

#wearewyborada, die Dreizehnte

Im Rahmen unserer Aktion #wearewyborada stellen wir an dieser Stelle all jene vor, die das Literaturhaus St. Gallen und die Bibliothek Wyborada (aus)machen. Hier begrüssen wir Nadine, die uns als Hospitantin noch bis Ende September begleitet.

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«Leggere può creare indipendenza steht auf meiner Stofftasche. Das stimmt, denke ich. Lesen kann Unabhängigkeit schaffen. Lesen schafft Unabhängigkeit. In der Literatur ist alles möglich. Wir können uns stetig neu erfinden. Eintauchen in Welten, die uns ohne sie verwehrt bleiben. Lesen, Weiterdenken, Diskutieren. Das gefällt mir. Darauf zu blicken, was Menschen bewegt und wie sich dies in Büchern spiegelt.

Ich freue mich, für das Literaturhaus St. Gallen tätig zu sein und die Frauenbibliothek zu unterstützen. Ich freue mich auf die kommenden Veranstaltungen sowie die Begegnungen mit den Autor:innen und Leser:innen.»

Foto: Sarah Müller

bis 13.8.2023
Wir machen Sommerpause!

Liebe Bibliotheks-Nutzer:innen, liebes Literaturhaus-Publikum

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Nach neun Lesungen, einem Ostschweizer Literaturgespräch, zwei Artist’s Choices, drei Ausgaben der aufregenden Reihe LooT, der Fortsetzung des LeGENDERy Bookclubs, des Literaturhaus-Lesekreises, der Wybo-goes-Wiki Schreibwerkstatt und einem literarischen Spaziergang machen Literaturhaus und Bibliothek nun Sommerpause.

Die Bibliothek öffnet am Mittwoch 16.8.2023 um 10:00 Uhr wieder die Tür.

Das Literaturhaus-Programm beginnt im September.

Was wir derweil ausbrüten verraten wir Mitte August. Lassen Sie sich überraschen und lesen Sie sich entspannt durch den Sommer!

Karin K. Bühler & Anya Schutzbach

 

 

Mi 21.6.2023 — 20 Uhr — Kunstmuseum St. Gallen — Museumsstrasse 32 — NUR NOCH WENIGE PLÄTZE
Judith Hermann, «Wir hätten uns alles gesagt»

Ihre Bücher seien unbeirrbare Erkundungen der menschlichen Verhältnisse, so die NZZ. In ihrem jüngsten Buch erzählt die Autorin Judith Hermann zum ersten Mal von Kindheit, Familie, Freundschaft und ihrem Lebensweg, von dem, was ihr Schreiben und Leben miteinander verbindet. /// Es sind nur noch wenige Plätze frei. Bitte kontaktieren Sie das Literaturhaus per Mail für eine Anmeldung oder bei Rückfragen: literaturhaus@wyborada.ch ///

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«Geschichten schreiben heisst misstrauisch sein. Lesen heißt, sich darauf einzulassen. Jede Geschichte erzählt von einem Gespenst.»

Judith Hermann, 1970 in Berlin geboren, veränderte 1998 die literarische Welt mit ihrer Erzählsammlung «Sommerhaus, später». Erzählungen wie «Rote Korallen» und «Hunter-Thompson-Musik» haben eine ganze Generation von Leserinnen und Lesern geprägt und über Jahre begleitet. Hermann kreierte den «Sound einer neuen Generation», wie der Kritiker Hellmuth Karasek damals, im Jahr 1998, im «Literarischen Quartett» schwärmte.

Mit ihrem aktuellen Buch reflektiert die Autorin 25 Jahre später auf ihren grossen Erfolg und auf ihr Leben. Mit erstaunlicher Offenheit und immer der Kunst des Schreibens und der Exaktheit der Gedanken verpflichtet, lässt sie uns ein in ihre Gedankenwelt. Wahrheit, Erfindung und Geheimnis. Wo beginnt eine Geschichte, und wo hört sie auf? Wie verlässlich ist unsere Erinnerung, wie nah sind unsere Träume an der Wirklichkeit?

Begrüssung: Gallus Frei-Tomic; Moderation: Anya Schutzbach

Infos: Die Veranstaltung findet statt im Kunstmuseum St. Gallen (Vortragssaal im sous-sol). Freie Platzwahl. Die Abendkasse im Foyer ist ab 19 Uhr besetzt. Das Café des Kunstmuseums bietet Getränke und kleine Snacks an.

Eintritt: regulär CHF 25, erm. CHF 20* (*Mitglieder Literaturhaus St. Gallen / Bibliothek Wyborada, Mitglieder Kunstverein St. Gallen, Mitglieder Literaturhaus Bodmannhaus, Studierende). Cartitas Kultur-Legi CHF 5, Geflüchtete gratis.

Die Veranstaltung ist inzwischen ausverkauft. Anmeldung Warteliste: literaturhaus@wyborada.ch.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Thurgau / Bodmanhaus.

Bild: Andreas Reiberg

Sa 17. bis So 25. Juni — Haus Max Burkhardt, Unter dem Zeltdach — Rebenstrasse 33, Arbon
MIT EIN ANDER: Die Literaturtage Arbon 2023

Auch in diesem Jahr finden wieder die von den ostschweizer Autorinnen Ruth Erat und Andrea Gerster kuratierten Literaturtage im schönen Haus Max Burkhardt, unterm Zeltdach im Garten und in der Bibliothek Arbon statt.

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Mit dabei: Beatrice Stebler und Team, Erika Kronabitter, Ines Strohmaier, Alice Köppel, Viviane Sonderegger, Berta Thurnherr, Werner Rohner, Erwin Messmer, Peter Höner, Stefan Philippi, ein Audio-Walk mit dem schönen Titel Fremd Zuhause, Stefan Keller, Tanja Kummer und vielen mehr.

Mehr Infos finden Sie über diesen Link.

Eintritt: Kollekte.

Mi 14.6.2023
Streiktag – Bibliothek am Nachmittag geschlossen

Zuerst wird demonstriert, dann zu Artist’s Choice #14 mit Regula Engeler flaniert!

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Info zum Feministischen Streik St.Gallen.

Komm› auch!

Mi 14.6.2023 — 19:30 Uhr — Studio, Bibliothek Wyborada
Artist’s Choice #14: Regula Engeler

Zum 14. Mal is der Bestand der Bibliothek Wyborada Ausgangspunkt für eine künstlerische Intervention —

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diesmal mit der für ihre geheimnisvollen und poetischen Fotografien bekannte Künstlerin Regula Engeler.

Ausgangslage für ihren Beitrag im Studio ist das Buch «Flâneuse» von Lauren Elkin und damit verschiedene Perspektiven auf die Bewegungen durch den Raum.

Vorher wird aber nicht flaniert, sondern protestiert. Nach dem Feministischen Streik in der Innenstadt öffnet die Bibliothek ihre Tür um 19:30 Uhr für Engelers bildhafte Poesie und ein Glas Wein.

Eintritt: kostenlos

Getränke: Kollekte

Ab 10:46 gibt’s in der Marktgasse ein Programm zum Feministischen Streik. Die Demonstration beginnt um 18:00 Uhr. Um 19:30 geht’s für die einen mit den Reden auf dem Marktplatz weiter — für die anderen mit Regula Engeler in der Wybo. Wir freuen uns!

Mo 15.5.2023 — 19.30 Uhr — Stadthaus, Festsaal — Gallusstrasse 14, St. Gallen
Nino Haratischwili, «Das mangelnde Licht»

Die 1983 in Tbilissi/Georgien geborene Erfolgsautorin Nino Haratischwili liest aus ihrem jüngsten Roman «Das mangelnde Licht».

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Wie in ihrem Welterfolg „Das achte Leben (Für Brilka)“ stehen auch hier Georgien und seine Menschen im Zentrum der Geschichte.
Die preisgekrönte Autorin und Regisseurin erzählt von einem verlorenen Land und einer verlorenen Generation: Nach der lang ersehnten Unabhängigkeit stürzt der junge Staat ins Chaos. In Tbilissi finden Ende der 1980er Jahre vier Mädchen zusammen – die freiheitshungrige Dina, die kluge Außenseiterin Ira, die romantische Nene, Nichte des mächtigsten Kriminellen der Stadt, und die sensible Keto. Die erste große Liebe, die nur im Verborgenen blühen darf, die aufbrandende Gewalt in den Straßen, die Stromausfälle, die Gespaltenheit einer jungen Demokratie im Bürgerkrieg – allem trotzt ihre Freundschaft, bis ein unverzeihlicher Verrat und ein tragischer Tod sie schließlich doch auseinandersprengt.

Die Moderatorin und frühere SRF-Literaturredakteurin Luzia Stettler kennt Nino Haratischwili und ihr Werk seit vielen Jahren. Sie führt im Festsaal des Stadthauses durch den Abend.

Eintritt: regulär CHF 25, erm. CHF 20 (Mitglieder Literaturhaus & Bibliothek Wyborada, Mitglieder Kunstverein St. Gallen, Studierende). Cartitas Kultur-Legi CHF 5, Geflüchtete gratis.

Begrenzte Platzzahl, Ticketreservation empfehlenswert: literaturhaus@wyborada.ch oder Tel.: 079 251 3954

BUCHPREMIERE — Do 4.5.2023 — 19.30 Uhr — open art museum, Foyer — Davidstrasse 44, St. Gallen
Ruth Erat, «Zug nach Tatti»

Ruth Erat stellt ihr neues Buch vor.

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In ihrem neuen Buch erzählt Ruth Erat in zwei verflochtenen Strängen von einer Reise in die Maremma, die zum Abenteuer wird, und von der Trauer über den Verlust eines geliebten Menschen. „Eine Autofiktion mit Übermalungen“, so die Autorin. Ein sehr persönlicher, schwebender Text, graphisch gestaltet von Lukas Erat.

Im Anschluss Premieren-Apéro

Eintritt regulär CHF 20, erm. CHF 15

Foto Ruth Erat: Ladina Bischof

KUNSTMARKT — So 4.6.2023 — 11 bis 18 Uhr — Dachatelier — Teufenerstrasse 75, St. Gallen
fAF23

Die Bibliothek Wyborada ist mit ARTIST’S CHOICE an der faF!

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Seit 2019 betreibt die Bibliothek Wyborada das Projekt Artist’s Choice.

mit dem der Bestand der Frauenbibliothek vermittelt und gleichzeitig einen Einblick in das zeitgenössische Kunstschaffen ausgewählter Künstler:innen ermöglicht wird.

Idee dabei ist das Durchforsten und Neuentdecken des Spezialbestands der Bibliothek. Dazu werden Bildende Künstler:innen eingeladen, sich von den 12’000 Medien zu Feminismus, Gender, Queerness, aktuellen oder historischen Frauenthemen, Krimis, Biografien, Lyrik oder Gegenwartsliteratur von und über Frauen* zu einem künstlerischen Beitrag inspirieren zu lassen. Die Recherche vor Ort führt jeweils zu einer öffentlichen Präsentation im Studio der Bibliothek.

Bisher haben im Studio der Bibliothek Wyborada folgende Künstler:innen eine Intervention realisiert: H.R. Fricker, Karin Karinna Bühler, Salome Schmuki, Herbert Weber, Ines Marita Schärer, Claude Bühler, Sebastian Stadler, Ida Vera Müller, Hulda Zwingli, Beatrice Dörig, Birgit Widmer, Andrea Vogel und Raoul Doré.

Am 14. Juni wird Regula Engeler im Studio der Bibliothek Wyborada einen Einblick in Artist’s Choice #14 geben. Aktuell folgen wir aber der Einladung von fAF ins Dachatelier:

Die fair Art Fair (fAF) ist ein Projekt des Künstler:innen-Kollektivs Streunender Hund. Die fAF23 widmet sich dem Zusammentreffen von Offspaces und Projekträumen für zeitgenössische Kunst aus verschiedenen Orten der Schweiz. Die Eingeladenen erhalten die Möglichkeit, sich und ihre Organisationen vor- und auszustellen. Der Austausch der Offspaces untereinander steht genauso im Fokus wie die Interaktion mit dem Publikum.

Eigens für fAF23 werden Regula Engeler und Karin Karinna Bühler in einer freundschaftlichen Kooperation Plakate produzieren. Der Kunstmarkt der anderen Art findet auf dem Areal des Dachateliers in St.Gallen statt.

Wir freuen uns über neugierige Besucher:innen!

 

 

Book Club — Bibliothek Wyborada und Frauenarchiv Ostschweiz
LeGENDERy Bookclub

Der Buchclub zu Sachbüchern aus Genderperspektive.
Nächstes Treffen: Do 8.6.2023 um 19 Uhr in der Bibliothek Wyborada.

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Alles, was wir fühlen, denken und tun, ist durch unser Geschlecht bestimmt – denn unser Geschlecht ist massgeblich durch patriarchale gesellschaftliche Strukturen und Vorstellungen geprägt. Der LeGENDERy Bookclub nimmt dies zum Anlass, sich mit Themen wie Gender in der Ökonomie, der Medizin, am Arbeitsplatz oder Queer-Feminismus und Mental Load auseinanderzusetzen.

Gemeinsam werden Auszüge aus aktuellen Sachbüchern gelesen und diskutiert. Wir tauschen Erfahrungswelten aus und vernetzen uns.

Die Treffen sind offen für alle Geschlechter und für alle Menschen, die Freude am kollektiven Lesen und Denken haben. Julia Gramlich (Psychologin), Judith Grosse (Leiterin Frauenarchiv) und Karin K. Bühler (Leiterin Bibliothek Wyborada) leiten jeweils durch den Abend.

Ort: Abwechselnd im Archiv für Frauen- Geschlechter- und Sozialgeschichte (Florastrasse 6) und im Studio der Bibliothek Wyborada (Davidstrasse 42), beide St.Gallen.

Termine: Jeweils am 2. Donnerstag des Monats um 19 Uhr. Die Termine für die 2. Jahreshälfte werden am Juni-Treffen besprochen.

Kosten: keine

Die Lesegruppe wird sich auch nach den Sommerferien wieder treffen und austauschen. Es gibt wenige freie Plätze!

Anmeldung: judith.grosse@frauenarchivostschweiz.ch

 

Das Projekt ist eine Kooperation zwischen dem Archiv für Frauen-,  Geschlechter- und Sozialgeschichte Ostschweiz und der Bibliothek Wyborada.

Di 2.5.2023 — 18:30 Uhr — Treffpunkt Bibliothek Wyborada
Literarischer Spaziergang

Auf den Spuren von St. Galler Autorinnen geleiten uns der Publizist und Kulturvermittler Richard Butz und die Schauspielerin Nathalie Hubler durch die Stadt:

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Der literarische Streifzug führt von der Bibliothek Wyborada in die Innenstadt. Unterwegs rezitiert Nathalie Hubler an vier Stationen ausgewählte Texte u.a. von Betty Scherz, Dora Schlatter und Regina Ullmann.

Richard Butz nennt weitere St.Galler Autorinnen wie Elisabeth Gerter, Regula Lüscher, Liana Ruckstuhl, Rosa Louis, Olga Diener, Blanche Merz, Claudia Vamvas, Julia Tardy-Marcus, die es (wieder) zu entdecken gilt.

 

Treffpunkt Bibliothek Wyborada, Davidstrasse 42, 1. Stock

Stationen Leonhardspärkli, Globus, Gallusplatz, Kirche St. Laurenzen

Kosten 15 CHF, 10 CHF Mitglieder Verein Wyborada

Anmeldung bibliothek@wyborada.ch

 

 

Historische Ausgaben der Autorinnen Elisabeth Gerter, Dora Schlatter und Regina Ullmann stehen in der Bibliothek Wyborada zum Entdecken bereit.

Frist zur Einreichung — 31.5.2023
Ausschreibung: Literarisches Forum Oberschwaben

Das Literarische Forum Oberschwaben lädt ein, sich mit einem eigenen Text bis zum 31. Mai 2023 für die Werkstattlesungen im Juli 2023 zu bewerben.

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«Ich fahr nach Wangen», sagen die alten Hasen. Und damit meinen sie nicht nur die kleine Stadt im Allgäu, in der das Literarische Forum Oberschwaben für gewöhnlich tagt. «Wangen» steht für den lebendigen literarischen Austausch von Schreibenden aus der Region zwischen Bodensee und Donau. Einmal im Jahr, üblicherweise im Juli, kommen rund 60 Autorinnen und Autoren aus dem erweiterten alemannischen Sprachraum zu Werkstattgesprächen und Lesungen zusammen.

Das 62. Forum tagt  heuer am 7.+8. Juli. Wer teilnehmen möchte, kann sich noch bis zum 31. Mai mit einem Text bewerben.

Eingereicht werden können unveröffentlichte fiktionale Prosa und Lyrik.

Die Vorlesezeit für die Bewerbungstexte ist klar auf 15 Minuten begrenzt. Im Umfang entspricht das etwa 13.000 Zeichen inkl. Leerzeichen.

Näheres über diesen Link. Gern weitersagen!

Sa 29.4.2023 — 20 Uhr — Literaturhaus & Theater St. Gallen, Lokremise, Grünbergstrasse 7
LooT#3: Emine Sevgi Özdamar, «Ein von Schatten begrenzter Raum»

LooT – Literatur und Theater. Eine Reihe von AutorInnen-Lesungen und Gesprächen in Zusammenarbeit mit dem Theater St. Gallen. Diesmal zu Gast die türkisch-deutsche Schriftstellerin, Schauspielerin und Theaterregisseurin Emine Sevgi Özdamar.

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Immer mehr DramatikerInnen bespielen mit ihren kraftvollen, kühnen Texten auch die Bühnen der Literatur. Ein fliessender Übergang zwischen verschwisterten Disziplinen im Fokus einer neuen Reihe: LooT (Literatur links with Theater) lotet aus, ist Lotse.

Nach den Gästen Kim de l’Horizon und Wolfram Lotz bestreitet den dritten Abend die türkisch-deutsche Schriftstellerin, Schauspielerin und Theaterregisseurin Emine Sevgi Özdamar, die von Anfang an sowohl Theaterstücke wie auch Romane und Erzählungen schrieb. Für ihr Schaffen wurde sie mehrfach mit renommierten Auszeichnungen wie dem Ingeborg-Bachmann-Preis, dem Kleist-Preis oder im letzten Jahr dem Georg-Büchner-Preis geehrt.

Als „herausragende Autorin, der die deutsche Sprache und Literatur neue Horizonte, Themen und einen hochpoetischen Sound“ verdanken, beschreibt sie die Jury des Büchner-Preises. In ihrem aktuellen Roman «Ein von Schatten begrenzter Raum» spannt sie einen Bogen vom Osmanischen Reich über die Pariser Theaterszene der 1970er- Jahre bis in unsere Gegenwart. Und singt dabei das vielstimmige Loblied auf ein Nachkriegseuropa, in dem es für kurze Zeit möglich schien, allein mit den Mitteln der Poesie Grenzen einzureißen.

Emine Sevgi Özdamar wuchs in Istanbul auf, wo sie die Schauspielschule besuchte. Mitte der siebziger Jahre ging sie nach Berlin und Paris und arbeitete mit den Regisseuren Benno Besson, Matthias Langhoff und Claus Peymann. Sie übernahm zahlreiche Filmrollen und schreibt seit 1982 Theaterstücke, Romane und Erzählungen. Emine Sevgi Özdamar lebt in Berlin.

Eintritt: Fr. 20.- | freie Platzwahl

Tickets im Vorverkauf nur über die Billetkasse des Theater St. Gallen

oder per Telefon an der Theaterkasse: +41 71 242 06 06.

Dauer 90 min., mit einer Pause.

Das Gespräch mit Emine Sevgi Özdamar führen Anya Schutzbach (Literaturhaus St. Gallen) und Anita Augustin (Theater St. Gallen).

(© Foto Özdamar: Heike Steinweg/Suhrkamp Verlag)

/ / / MUSS LEIDER AUSFALLEN / / / Mi 26.4.2023 — 19 Uhr — Festsaal Stadthaus — Gallusstrasse 14
Esther Kinsky, «Rombo»

Die Lesung mit Esther Kinsky, eine Veranstaltung des Verein Pro Friuli in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus St. Gallen, muss leider ausfallen. Für alle, die dies bedauern: «Rombo», ihr grossartiger Roman, kann in der Bibliothek Wyborada ausgeliehen werden! Ab Mittwoch, 13.30 Uhr ist sie wieder geöffnet.

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»Später wird jeder von dem Geräusch reden. Vom ›Rombo‹. Mit dem es anfing. Mit dem alles anders wurde, wie man so sagt, mit einem Schlag, dabei war es eher ein Stoß, wie das dumpfe, stumpfe Ende einer aus weiter Ferne herangerollten Bewegung.« Rombo, das ist das italienische Wort für «Donnern». Esther Kinskys «Rombo» ist die meisterhafte Erzählung einer Naturkatastrophe – und wie sie sich einschreibt ins Gedächtnis der Menschen.

Im Mai und im September 1976 erschüttern zwei schwere Erdbeben eine Landschaft und ihre Bevölkerung im nordöstlichen Italien. An die tausend Menschen sterben unter den Trümmern, Zehntausende sind ohne Obdach, viele werden ihre Heimat, das Friaul, für immer verlassen. Die Materialverschiebungen infolge der Beben sind gewaltig, sie bilden neues Gelände, an denen sich die Wucht des Eingriffs ablesen und in die Begriffe der Naturkunde fassen lässt. Doch für das menschliche Trauma, für die Erfahrung der plötzlich zersprengten Existenz, lässt sich die Sprache nicht so einfach finden.

In Esther Kinskys noch vor Erscheinen preisgekröntem Roman berichten sieben Bewohner eines abgelegenen Bergdorfs, Männer und Frauen, von ihrem Leben, in dem das Erdbeben tiefe Spuren hinterlassen hat, die sie langsam zu benennen lernen. Von der gemeinsamen Erfahrung von Angst und Verlust spleissen sich bald die Fäden individueller Erinnerung ab und werden zu eindringlichen und berührenden Erzählungen tiefer, älterer Versehrung.

Man muss kein angstfreudiger Apokalyptiker sein, um in diesem Buch mehr zu sehen als nur Literatur. Es ist eine grosse Bildersuche, die zum heutigen Gefühl der Zeitenwende eine Geschichte erzählt, die gleichermassen real ist, wie sie als erschreckende Metapher wirkt. Die einen hören den Rombo in den Prognosen der Klimaforscher, die anderen in den Prognosen führender Gesellschaftspessimisten. (Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung)

Mit einem Ausblick auf die italienische Übersetzung des Buchs.

Eintritt frei. Im Anschluss an den Anlass wird ein Apéro serviert.

Eine Veranstaltung des Verein Pro Friuli, in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus St. Gallen.

Esther Kinsky wuchs im Rheinland auf. Für ihr umfangreiches Werk, das Lyrik, Essays und Erzählprosa ebenso umfasst wie Übersetzungen aus dem Polnischen, Russischen und Englischen, wurde sie mit zahlreichen namhaften Preisen ausgezeichnet, zuletzt mit dem Kleist-Preis 2022.

© Foto Esther Kinsky: Heike Steinweg/Suhrkamp Verlag

April bis Juni 2023
Das Literaturhaus-Programm

Nach neun Lesungen, darunter auch ein Ostschweizer Literaturgespräch, zwei Ausgaben der aufregenden neuen Reihe LooT, der Fortsetzung unseres Proust-Lesekreises, der Treffen des LeGENDERy Bookclubs und der «Wybo-goes»Wiki»- Schreibwerkstatt geht es ab April rosaorange weiter! Hier finden Sie eine Übersicht des neuen Programms.

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WORTLAUT LITERATURFESTIVAL: Sa 25.3.2023 — 14 Uhr — Kellerbühne, St. Georgen-Strasse 3
Mareike Fallwickl, «Die Wut, die bleibt»

Mareike Fallwickl sei eine «Meisterin der sehr österreichischen Kunst, die Dinge des Lebens mit Witz, Scharfsicht und genüsslicher Boshaftigkeit zu sezieren», heisst es.

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Auch in ihrem jüngsten Roman wirft sie einen entlarvenden Blick auf unsere Gesellschaft, ohne den Sinn für Humor zu verlieren, auch wenn es hart zugeht: Helene, Mutter von drei Kindern, steht beim Abendessen auf, geht zum Balkon und stürzt sich ohne ein Wort in den Tod. Die Familie ist im Schockzustand. Plötzlich fehlt ihnen alles, was sie bisher zusammengehalten hat: Liebe, Fürsorge, Sicherheit. Die älteste Tochter sucht nach einer Möglichkeit, mit ihren Emotionen fertigzuwerden, und konzentriert sich auf das Gefühl, das am stärksten ist: Wut.

Moderation: Anya Schutzbach

Eine Veranstaltung im Rahmen des Wortlaut Literaturfestivals, mehr hier…

Die Kellerbühne ist zugänglich für Menschen mit Rollstuhl.

Tickets (Vorverkauf und Tageskasse): Siehe hier…

A U S V E R K A U F T — Prolog zum Wortlaut Literaturfestival: Mi 22.3.2023 — 20 Uhr — Festsaal Stadthaus — Gallusstrasse 14
Elke Heidenreich liest

Foto: Stephan Pick

Inzwischen sind alle Plätze ausgebucht. Wir bitten Gäste mit Voranmeldung, die n i c h t kommen können, um eine kurze Nachricht – so können wir die Plätze an Personen auf der Warteliste weitergeben (literaturhaus@wyborada.ch oder 079 251 3854).

Reservierte Karten können ab 19 Uhr an der Abendkasse abgeholt werden. Bis 19.45 Uhr nicht abgeholten Karten gehen in den freien Verkauf.

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Den «Prolog» zum Wortlaut Literaturfestival, das am Freitag, dem 24. März beginnt, bestreitet heuer Elke Heidenreich. Im letzten Jahr musste die Autorin und bekannte Literaturkritikerin ihre Lesung im Literaturhaus leider absagen – dafür liest sie in diesem gleich aus zwei Büchern:

«Ihr glücklichen Augen», ihr jüngstes, sind «Kurze Geschichten zu weiten Reisen». Sie selbst war in ihrem Leben viel auf Reisen; sie folgte der Musik, ihren Freunden, der Liebe, der Literatur – und war auch schon in der Frauenbadi in Zürich. Voller Witz erzählt sie von dieser Leidenschaft, die sie um die ganze Welt geführt hat.

Ihre andere (und eigentlich erste) Leidenschaft aber gilt den Büchern. In «Hier gehts lang!» spricht sie über die wichtigen, prägenden, rettenden Bücher ihres Lebens. Und warum dies meist Bücher von Frauen waren.

Gespräch: Anya Schutzbach

Tickets:  Nur mit Voranmeldung über literaturhaus@wyborada.ch (auch Wortlaut-Festivalpass- InhaberInnen) >> alle Plätze ausverkauft.

Eintritt: Fr. 25.- | erm. Fr. 20.- (Mitglieder Literaturhaus & Bibliothek Wyborada; Studierende) | Caritas Kulturlegi Fr. 5.-

Reservierte Karten können am 22. März ab 19 Uhr an der Abendkasse abgeholt werden. Wir empfehlen, frühzeitig zu kommen und ausreichend Zeit zum Kauf der Karten einzuplanen. Bis 19.45 Uhr nicht abgeholten Karten gehen in den freien Verkauf. Freie Platzwahl.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Wortlaut Literaturfestival, mehr hier.

Wir bitten Gäste mit Voranmeldung, die nicht kommen können um eine kurze Nachricht – so können wir die Plätze an Personen auf der Warteliste weitergeben. Vielen Dank!

Book Club — Bibliothek Wyborada und Frauenarchiv Ostschweiz
LeGENDERy Bookclub

Der Buchclub zu Sachbüchern aus Genderperspektive.
Nächstes Treffen: Do 11.5.2023 um 19 Uhr im Frauenarchiv.

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Alles, was wir fühlen, denken und tun, ist durch unser Geschlecht bestimmt – denn unser Geschlecht ist massgeblich durch patriarchale gesellschaftliche Strukturen und Vorstellungen geprägt. Der LeGENDERy Bookclub nimmt dies zum Anlass, sich mit Themen wie Gender in der Ökonomie, der Medizin, am Arbeitsplatz oder Queer-Feminismus und Mental Load auseinanderzusetzen.

Gemeinsam werden Auszüge aus aktuellen Sachbüchern gelesen und diskutiert. Wir tauschen Erfahrungswelten aus und vernetzen uns.

Die Treffen sind offen für alle Geschlechter und für alle Menschen, die Freude am kollektiven Lesen und Denken haben. Julia Gramlich (Psychologin), Judith Grosse (Leiterin Frauenarchiv) und Karin K. Bühler (Leiterin Bibliothek Wyborada) leiten jeweils durch den Abend.

Ort: Abwechselnd im Archiv für Frauen- Geschlechter- und Sozialgeschichte (Florastrasse 6) und im Studio der Bibliothek Wyborada (Davidstrasse 42), beide St.Gallen.

Termine: Jeweils am 2. Donnerstag des Monats um 19 Uhr:

12.1. Archiv

9.2. Bibliothek

9.3. Archiv

6.4. Bibliothek

11.5. Archiv

8.6. Bibliothek

 

Die Lesegruppe ist aufgrund sehr grosser Nachfrage ausgebucht, weshalb derzeit leider keine weiteren Anmeldungen möglich sind.

Die Lesegruppe wird sich auch nach den Sommerferien wieder treffen und austauschen. Die Termine dazu – und eventuelle freie Plätze – werden hier im Vorfeld kommuniziert.

Sa 4.3.2023 — 20 Uhr — LooT#2, Literaturhaus & Theater St. Gallen, Lokremise, Grünbergstrasse 7
Wolfram Lotz, «Heilige Schrift»

LooT – Literatur und Theater: Eine Reihe von AutorInnen-Lesungen und Gesprächen in Zusammenarbeit mit dem Theater St. Gallen. Nach dem Auftakt mit Kim de l’Horizon ist diesmal der deutsche Dramatiker Wolfram Lotz zu Gast.

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Der Autor ist in St. Gallen kein Unbekannter. In den letzten Jahren hat Schauspieldirektor Jonas Knecht sein Publikum bereits mit den Stücken «Einige Nachrichten an das All», «Die lächerliche Finsternis» und «Das Ende von Iflingen» in den Irrwitz des Lotz’schen Kosmos eingeführt.

Anlässlich der Kooperation mit dem Literaturhaus liest Lotz diesmal selbst – und zwar aus seinem vor kurzen bei S. Fischer erschienen Buch «Heilige Schrift»; ein radikaler Selbstversuch. Ziel war, das Leben möglichst vollständig und unmittelbar zu erfassen, mit allen literarischen Mitteln. Ein Jahr lang protokollierte er jeden Tag, von morgens bis nachts. Ein wahnwitziges Projekt, das zeigt, was es wirklich bedeutet, über die Gegenwart zu schreiben.

Ergänzend zur Lesung: Ein Gespräch zwischen Wolfram Lotz und Jonas Knecht, im Anschluss präsentieren die Ensemblemitglieder Anja Tobler, Birgit Bücker und Anna Blumer Ausschnitte aus «Die lächerliche Finsternis».

Eintritt: Fr. 20.- | freie Platzwahl

Tickets im Vorverkauf nur über diesen Link beim Theater St. Gallen

oder per Telefon an der Theaterkasse: +41 71 242 06 06.

(Foto Wolfram Lotz: Patrick Pleul)

bis Fr 24.3.2023 — Studio, Bibliothek Wyborada
Artist’s Choice

Das «Mastertape» von Raoul Doré mit einer eigens zusammengestellten Tracklist zu feministen Punkgruppen und deren Songs ist noch bis zum 24.3.2023 im Studio der Bibliothek Wyborada ausgestellt.

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Einmal mehr war das Studio – unser Lesesaal, Sitzungszimmer, Aufenthaltsraum – zum Ausstellungsort.

Raoul Doré, unser 13. Artist’s-Choice-Künstler, präsentierte am 1.3. ein eigens hergestelltes Mastertape mit Tracklist zu feministischem Punk. Der Künstler und Schlagzeuger gewährte einen Einblick in seine Biografie, die Musikgeschichte und das Buch von Andi Zeisler «Wir waren doch mal Feministinnen. Vom Riot Grrrl zum Covergirl – Der Ausverkauf einer politischen Bewegung».

Fairytales in the Supermarket, Raoul Doré, 2023

 

Raoul Doré studierte Visuelle Kommunikation an der Hochschule für bildende Künste Hamburg und beschäftigt sich seither mit Grafik, Malerei und analoger Trickfilmkunst.

Mi 1.3.2023 — 19 Uhr — Studio Bibliothek Wyborada, Davidstrasse 42
Artist’s Choice #13: Raoul Doré

Zum 13. Mal ist der Bestand der Bibliothek Wyborada Ausgangspunkt für eine künstlerische Intervention.

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Einmal mehr wird das Studio – unser Lesesaal, Sitzungszimmer, Aufenthaltsraum – zum Ausstellungsort. Diesmal ist Raoul Doré zu Gast.

Der Künstler und Schlagzeuger nimmt das Buch von Andi Zisler «Wir waren doch mal Feministinnen. Vom Riot Grrrl zum Covergirl – Der Ausverkauf einer politischen Bewegung» zum Anlass, sich zeichnerisch mit dem subkulturellen Aspekt des Feminismus in der alternativen Musik- und Kulturszene zu beschäftigen.

Raoul Doré studierte Visuelle Kommunikation an der Hochschule für bildende Künste Hamburg und beschäftigt sich seither mit Grafik, Malerei und analoger Trickfilmkunst.

Eintritt frei / Kollekte

Es gibt Bier und Brezeli

 

Die Veranstaltungsreihe Artist’s Choice wird kuratiert von der Leiterin der Bibliothek Wyborada und Künstlerin Karin K. Bühler. 2023 sind Raoul Doré (1.3.), Regula Engeler (14.6.) und Morena Barra (22.11.) mit einem künstlerischen Beitrag zu Gast.

Do 23.2.2023 — 19 Uhr — Bibliothek Wyborada, Studio — Davidstrasse 42, 1. Stock
Luna Al-Mousli, «Um mich herum Geschichten»

Aufgewachsen zwischen Ost und West, zwischen Damaskus und Wien, war der jungen Luna Al-Mousli der Ruf des Muezzin so vertraut wie die neusten Hits von Britney Spears. Von diesem Mit- und Nebeneinander wird erzählt, in orientalischer Manier.

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Nach ihrem Erfolgsbuch Eine Träne. Ein Lächeln. Meine Kindheit in Damaskus lässt Luna Al-Mousli diesmal die scheinbar unbelebten Dinge vom Leben in einer chaotischen Grossfamilie erzählen. Oft sind es ganz einfach Gegenstände, die von den Geheimnissen erzählen… Man muss ihnen nur lang genug zuhören.

Sei es die Oud des Freundes, die Urkunde des Grossvaters, der Schrank mit einem abgetragenen Anzug oder ein Schlüssel, der zu keiner Tür mehr passt – zwischen Melancholie und Lebensfreude fängt Luna Al-Mousli die syrische Lebenswirklichkeit einer Zeit ein, die noch gar nicht lang zurück liegt.

Moderation: Anya Schutzbach

Arabischsprachiges Publikum willkommen. Das Gespräch im Anschluss an die Lesung kann zweisprachig geführt werden.

Eintritt: Fr. 20.- | erm. Fr. 15.- (Mitglieder Literaturhaus & Bibliothek Wyborada; Studierende) | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Mitglieder A*dS und Geflüchtete gratis

Anmeldung aufgrund begrenzter Platzanzahl erbeten: literaturhaus@wyborada.ch

Foto: ©Mafalda Rakoš

Do 16.2.2023 — 19.30 Uhr — Kunstmuseum St. Gallen — Museumsstrasse 32
Martina Clavadetscher, «Vor aller Augen»

«Leg Dich hin, bitte schön, Mädchen, die Beine so, die Arme so, die Hände da, hat er gesagt, und jetzt hänge ich in seinen Befehlen fest. Das sind meine Beine, meine Füße, mein Bauch, meine Arme, mein Kopf. ICH bin das. Aber darunter steht sein Name.»

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In ihrem jüngsten Buch nimmt Martina Clavadetscher einen radikalen Perspektivenwechsel vor: Endlich haben jene Frauen eine Stimme, die lange nur gesehen wurden. Das Mädchen mit dem Perlenohrgehänge, die Dame mit dem Hermelin, Frauen auf weltberühmten Gemälden von Leonardo da Vinci, Vermeer, Rembrandt, Courbet, Schiele, Munch. Wir sehen ihre Körper, ihre Blicke, ihre Kleidung, gebannt oder verbannt in einen ewigen Augenblick. Doch wer waren sie ausserhalb dieses Moments? Clavadetscher ist den Hinweisen ihres Lebens nachgegangen – und lässt die Frauen erzählen.

Einführung von Gianni Jetzer, Direktor Kunstmuseum St. Gallen mit Bildbetrachtung Frans Floris: «Girl with a pearl earing», 1555/60

Eintritt: Fr. 20.- | Erm. Fr. 15.- (Mitglieder Literaturhaus & Bibliothek Wyborada sowie des Kunstvereins St. Gallen und Studierende) | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Mitglieder A*dS und Geflüchtete gratis

Anmeldung wünschenswert, aber nicht zwingend: literaturhaus@wyborada.ch

Martina Clavadetscher, geboren 1979, ist Schriftstellerin und Dramatikerin. Nach ihrem Studium der Deutschen Literatur, Linguistik und Philosophie arbeitete sie für diverse deutschsprachige Theater, gewann den Essener Autorenpreis und war für den Heidelberger Stückemarkt nominiert. Für ihren Roman «Die Erfindung des Ungehorsams» erhielt sie 2021 den Schweizer Buchpreis.

Foto: ©Ingo Höhn

Mi 8.2.2023 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur — Hauptpost, Eingang St. Leonhard-Strasse 40, 3. Stock
Marlene Streeruwitz, «Tage im Mai.»

Eine der wichtigsten und politisch profiliertesten Stimmen in der deutschsprachigen Literatur zu Gast im Literaturhaus St. Gallen.

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Die bekannte österreichische Autorin und Dramatikerin Marlene Streeruwitz präsentiert ihren soeben erschienenen Roman »Tage im Mai.«. Angelegt als roman dialogué, erzählt Streeruwitz von einer Mutter-Tochter-Beziehung, die an der Gegenwart zu zerbrechen scheint. Und macht dabei genau diese Gegenwart auf virtuose Weise sichtbar: Leben zwischen Überforderung, Isolation und einem Austausch, der nur noch über Netflix-Serien stattfindet.

»Tage im Mai.« ist ein virtuoser Roman, der mit wechselnden Perspektiven von der Entfremdung erzählt, von einer Welt, in der Krieg und Verschwörung wieder zum Alltag werden.

NEU: Eva Bachmann über Marlene Streeruwitz im Saiten-Magazin, nachzulesen hier…

Moderation: Shantala Hummler

Eintritt: Fr. 25.- | Erm. Fr. 20.- (Mitglieder Literaturhaus & Bibliothek Wyborada; Studierende) | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Mitglieder A*dS und Geflüchtete gratis

Anmeldung wünschenswert, aber nicht zwingend: literaturhaus@wyborada.ch

Marlene Streeruwitz, in Baden bei Wien geboren, studierte Slawistik und Kunstgeschichte und begann als Regisseurin und Autorin von Theaterstücken und Hörspielen. Für ihre Romane erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, darunter zuletzt den Bremer Literaturpreis und den Preis der Literaturhäuser. Ihr Roman »Die Schmerzmacherin.« stand 2011 auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis, »Flammenwand.« auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2019. 2021 erschien die Breitbach-Poetikvorlesung »Geschlecht. Zahl. Fall.«

Foto: Heribert Corn

Mi 1.2.2023 — 19 Uhr — DenkBar, Gallusstrasse 11
Ostschweizer Literaturgespräch #10: Laura Vogt & Karsten Redmann

Kann man Schreiben lernen? Und gibt es sie, die Genies, oder ist literarisches Schreiben reines Handwerk?

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Tut dem Text das Brüten im stillen Kämmerlein gut, oder doch besser die Konfrontation mit Kolleg:innen? Welche Rolle spielen Literaturinstitute wie es sie in Biel, Leipzig und Hildesheim gibt? Wie erkennt eine Autorin, ein Autor überhaupt, ob ein Text gelingt, ob Handlung, Figuren und Sprache stimmig sind? Lohnt es sich, an die Leserschaft zu denken? Und was ist eigentlich einfacher, einen Roman zu schreiben oder eine Kurzgeschichte?

Karsten Redmann und Laura Vogt sprechen über Kunst und Kreativität, eigene und fremde Texte und ihre jeweilige Schreibpraxis.

Moderation: Ruth Erat

Beginn: 19 Uhr. Wie immer bietet die DenkBar vor der Veranstaltung ab 18 Uhr ein Kulturplättli an.

Eintritt CHF 20 / ermässigt CHF 15

Anmeldung hilfreich, aber nicht notwendig: literaturhaus@wyborada.ch

Fotos: ©Ayse Yavas

Lesekreis Literaturhaus — Di 28.2.2023 — 18 Uhr — Studio Bibliothek Wyborada, Davidstrasse 42
Marcel Proust

Auf dem Programm des Lesekreises Literaturhaus steht auch in diesem Jahr ein Klassiker der Weltliteratur: Marcel Prousts «Auf der Suche nach der verlorenen Zeit».

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(Der Lesekreis ist mit 10 Teilnehmenden ausgebucht. Dieser Eintrag hat die Aufgabe, die Mitlesenden über die nächsten Passagen und allfällige Terminverschiebungen zu informieren. Interessierte können sich für nähere Auskünfte gern an Anya Schutzbach wenden: literaturhaus@wyborada.ch)

Nachdem wir bislang in Combray unterwegs waren, machen wir am 28. Februar einen Sprung, und zwar zu dem Roman im Roman, „Eine Liebe Swanns“ (ab S. 274 in unserer Ausgabe):

Paris 1885: Der Lebemann Charles Swann lässt sich auf eine lockere Liaison mit der Kurtisane Odette von Crécy ein. Dadurch riskiert er sein soziales Ansehen. Als er sich schließlich in sie verliebt und aus der Affäre eine ernsthafte Beziehung wird, droht diese durch seine Besitzansprüche und seine krankhafte Eifersucht zu scheitern.

Je nach Kapazitäten kann man bis S. 328 unten lesen („…von ihrem Herzen verborgen hatte“) – aber natürlich auch weiter! Wir wollen jedenfalls versuchen, in diese Erzählung und Swanns Welt (und die der Verdurins e.a.) einzutauchen.

Ein hilfreicher Begleiter bei der Lektüre ist das bei Reclam erschienene  «Proust-ABC» von Ulrike Sprenger. Das Literaturhaus bedankt sich beim Verlag für die freundliche Unterstützung.

Die folgenden Termine:

28. März (mit der Option Ausweichtermin 4. April, falls zu viele am 28. März verhindert wären)

25. April

30. Mai

5. Juni, mit kleinem Abschluss-Apéro.

/// AUSVERKAUFT /// Do 26.1.2023 — 20 Uhr — LooT#1, Literaturhaus & Theater St. Gallen, Lokremise, Grünbergstrasse 7
Kim de l’Horizon

«In der Sprache, die ich von dir geerbt habe, in meiner Muttersprache also, heisst Mutter MEER. Die Frauen meiner Kindheit sind ein Element, ein Ozean.» Im Romandebüt «Blutbuch» erzählt Kim de l’Horizon die oft vergessene Geschichte weiblicher Familienmitglieder.

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Dieses mehrfach preisgekrönte Buch ist ein stilistisch und formal einzigartiger Befreiungsakt von den Dingen, die wir ungefragt weitertragen: Geschlechter, Traumata, Klassenzugehörigkeiten.

Mit all den Rezensionen und Berichten, die über Kim de l’Horizon und Blutbuch erschienen sind, liesse sich schon fast ein eigenes Buch drucken. Ein Grund mehr, diesen Roman zu lesen und die Person dahinter kennenzulernen! Umso mehr, als dieser fluide Text auf so vielen Ebenen fasziniert und in seinen Bann zieht: als mitreissender Sprachfluss, als traurige und beklemmende Analyse eines Aufwachsens im familiären Verschweigen, als Emanzipationsgeschichte, als Beschreibung nonbinärer Lebenswelten und als so vieles mehr.

Im Anschluss an Kims Lesung – moderiert von Anya Schutzbach – und nach einer Pause an der Theaterbar setzen Ensemblemitglieder des Schauspiels Ausschnitte aus Kim de l’Horizons jüngstem Bühnenstück Hänsel & Greta & The Big Bad Witch, uraufgeführt im September 2022 am Schauspiel Bern, in Szene.

LooT: Immer mehr Dramatiker*innen bespielen mit ihren kraftvollen, kühnen Texten auch die Bühnen der Literatur. Ein fliessender Übergang zwischen verschwisterten Disziplinen im Fokus einer neuen Reihe: Literatur/Theater lotet aus, ist Lotse. Wir freuen uns, dass Kim de l’Horizon diese neue Reihe eröffnet!

Eintritt: Fr. 20.- | freie Platzwahl

Tickets im Vorverkauf über diesen Link beim Theater St. Gallen.

 

Kim de l’Horizon wurde 1992 in Ostermundigen bei Bern geboren. Bachelor in Germanistik, Film- und Theaterwissenschaften in Zürich sowie Literarischem Schreiben in Biel. Zurzeit Masterstudiengang Transdisziplinarität an der ZHdK. They ist Mitglied des Kollektivs e0b0ff und der Redaktion des Literaturmagazins delirium. In der Spielzeit 21/22 ist they Hausautor*in am Stadttheater Bern im Förderprogramm Stücklabor. Kim hat zahlreiche Preise gewonnen, neben den im Herbst 2022 verliehenen Deutschen und Schweizer Buchpreisen u.a. den Treibhaus- und den OpenNet-Wettbewerb der Solothurner Literaturtage für Prosa, den Textstreich-Wettbewerb für Lyrik, den Dramatiker*innenförderpreis Dramenprozessor 2020 und einen Kurzfilmwettbewerb der HAZ.

Schreibwerkstatt Auftakt — So 22.1.2023 — 10 bis 16 Uhr — Studio Bibliothek Wyborada
Wybo Goes Wiki

Im vergangenen Jahr wurde Wybo Goes Wiki ins Leben gerufen. Nun geht die Wikipedia-Schreibwerkstatt in die zweite Runde.

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Wikipedia wird auch auch als Gedächtnis der Welt bezeichnet. Allerdings werden die Leistungen von Frauen und deren Biografien nicht adäquat dargestellt – oft sind sie gar nicht sichtbar. Wybo Goes Wiki leistet Abhilfe!

Ziel ist das Erstellen von Einträgen zu wichtigen Frauen* aus der Ostschweiz. Sie können mit Ihren Lieblingsfrauen vorbeikommen oder sich von einer Liste inspirieren lassen. Die Bibliothek Wyborada stellt die nötige Literatur und Getränke zur Verfügung.

Karin K. Bühler, Leiterin der Bibliothek Wyborada, zeigt erste Schritte zum Erstellen und Editieren von Beiträgen auf und beantwortet Fragen rund um Wikipedia. Autorinnen aus der bestehenden Schreibgruppe stehen ebenfalls untersützend bereit.

Zudem begleiten die erfahrenen Wikipedia-Schreibenden Chris Regn und Daniela Brugger vom kollaborativen Projekt Who writes his_tory! das Projekt.

Wir freuen uns auf viele Schreiblustige und kreative Stunden.

Anmeldung: bibliothek@wyborada.ch

Mitbringen: eigener Laptop

Kosten: keine

Do 19.1.2023 — 19 Uhr — Museum im Lagerhaus, Davidstrasse 44
Annemarie Schwarzenbach, «An den äussersten Flüssen des Paradieses»

Im Zentrum des Schaffens von Annemarie Schwarzenbach steht das Reisen. Zur Eröffnung des neuen Literaturhausjahres, in dem wir unser Publikum auf viele Reisen mitnehmen möchten, begleiten wir Annemarie Schwarzenbach auf ihren Fahrten durch Europa, nach Asien, Afrika und in die USA in den Jahren 1933 bis 1942.

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Annemarie Schwarzenbachs «Sehnsucht nach dem Absoluten» ist der eigentliche Antrieb für diese «unheilbare Reisende», die Welt zu entdecken. Die eindrücklichsten Passagen aus Feuilletons, Reportagen, Erzählungen, Tagebuchnotizen und Briefen der Autorin zum Thema Reisen wurden 2016 erstmals in Buchform veröffentlicht.

Der Herausgeber Roger Perret präsentiert ausgewählte Textpassagen, Anya Schutzbach liest.

Eintritt: Fr. 20.- | Erm. Fr. 15.- (Mitglieder Wyborada, GönnerInnen Museum im Lagerhaus, Studierende) | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Mitglieder A*dS und Geflüchtete gratis

Anmeldung wünschenswert, aber nicht zwingend: literaturhaus@wyborada.ch

Lesekreis Literaturhaus — div. Termine Jan. bis Juni — jeweils 18 Uhr — Studio Bibliothek Wyborada, Davidstrasse 42
Marcel Proust, «Auf der Suche nach der verlorenen Zeit» gemeinsam lesen

Auf dem Programm des Literaturhaus-Lesekreises steht auch im ersten Halbjahr dieses Jahres wieder ein Klassiker der Weltliteratur: Marcel Prousts «Auf der Suche nach der verlorenen Zeit».

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Mit 10 Teilnehmenden ist der Lesekreis ausgebucht. Wer gleichwohl interessiert ist, kann sich für nähere Informationen gern an Anya Schutzbach wenden: literaturhaus@wyborada.ch.

Dieser Eintrag hat die Aufgabe, die Mitlesenden über die nächsten Passagen und allfällige Terminverschiebungen zu informieren.

Nachdem wir zunächst in Combray unterwegs waren, haben wir einen Sprung gemacht zu den Verdurins und dort jenen Swann näher kennengelernt, der uns schon in Combray begegnet ist.

Es folgte die Lektüre von «Eine Liebe Swanns», einen Roman im Roman des ersten Bandes der «Recherche», was eine nähere Beschäftigung mit Swann und Odette nach sich zog.

Von dort aus wagten wir einen Blick in Band 5, bzw. näherten uns dem in «Die Gefangene» Erzählten auf dem Umweg eines Hörspiels. Hier zu entdecken: Das spezielle Verhältnis des Ich-Erzählers zu Albertine – und interessante Parallelen zu manchem, was wir bereits aus «Eine Liebe Swanns» kennen. Eine kurze Zusammenfassung des letzten Treffens vom 25. April geht demnächst an die TeilnehmerInnen.

Die folgenden Termine:

((Termin noch offen)): «Un amour de Swann». Gemeinsamer KinoK-Besuch, Freundinnen und Freunde und Interessierte herzlich willkommen zur Sondervorführung im privaten Rahmen von Volker Schlöndorffs Verfilmung mit Jeremy Irons (Charles Swann), Ornella Muti (Odette de Crécy), Alain Delon (Baron Charlus), Fanny Ardant (Duchesse de Guermantes), Marie-Christine Barrault (Madame Verdurin), Anne Bennent (Chloé), u.a.

Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch

30. Mai

5. Juni, mit kleinem Abschluss-Apéro.

Lesekreis Literaturhaus — Di 31.1.2023 — 18 Uhr — Studio Bibliothek Wyborada, Davidstrasse 42, 1. Stock
Marcel Proust

Der Lesekreis im Literaturhaus geht in die zweite Runde. Auf dem Programm steht wieder ein Klassiker der Weltliteratur: Marcel Prousts «Auf der Suche nach der verlorenen Zeit».

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Nach der guten Erfahrung einer gemeinsamen Lektüre mit Virginia Woolfs Roman «Orlando» soll der Lesekreis künftig zu einem festen Bestandteil des Programms werden.

Sofern ausreichend Anmeldungen eingehen, kann es am Dienstag, dem 31. Januar losgehen: Zur Einstimmung beginnen wir mit Eine Liebe von Swann, einem Kapitel aus dem ersten Bandes der «Recherche». Dieser erste Band, In Swanns Welt (oder Unterwegs zu Swann, je nach Ausgabe), erschien 1913 im frz. Original als Du côte de chez Swann.

Anschliessend widmen wir uns der Flüchtigen (je nach Ausgabe auch Die Entflohene), dem vorletzten Band der «Recherche» (im Original: Albertine disparue, erschienen 1925).

Wir empfehlen als Textgrundlage die Frankfurter Ausgabe von Luzius Keller.

Zwischen Januar und Juni trifft man sich jeweils am letzten Dienstag des Monats von 18 bis 19.30 Uhr im Studio der Bibliothek Wyborada (sofern in der Gruppe keine andere Uhrzeit bevorzugt wird).

Im März/April wird die Romanistin, Proustianerin und Verfasserin des Proust-ABC Ulrike Sprenger im Literaturhaus zu Gast sein. Und vielleicht gelingt es auch, Schlöndorffs Verfilmung Eine Liebe von Swann gemeinsam im Kinok zu sehen.

Die Teilnahmegebühr beträgt CHF 150 für alle sechs Lesekreis-Termine. Erforderlich ist eine feste Zusage bis zum 20. Januar 2023, um entsprechend planen zu können. Die TeilnehmerInnenzahl ist auf 10 beschränkt. Mitglieder von Literaturhaus & Bibliothek erhalten mit Anmeldung ein Exemplar des Proust-ABC als Geschenk.

Anmeldungen und Rückfragen über literaturhaus@wyborada.ch

 

Lektüreliste:

Marcel Proust, Auf der Suche nach der verlorenen Zeit, Frankfurter Ausgabe (Suhrkamp). Auch als suhrkamp taschenbuch erhältlich.

Band 1: Unterwegs zu Swann

Band 6: Die Flüchtige

Lesegruppe — Do 12.1.2023 — 19 Uhr — Frauenarchiv Florastrasse 6
LeGENDERy Bookclub

Wir gründen einen Buchclub zu Themen aus Genderperspektive: Das erste Treffen findet am 12. Januar statt.

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Alles, was wir fühlen, denken und tun, ist durch unser Geschlecht bestimmt – denn unser Geschlecht ist massgeblich durch patriarchale gesellschaftliche Strukturen und Vorstellungen geprägt. Der LeGENDERy Bookclub nimmt dies zum Anlass, sich mit Themen wie Gender in der Ökonomie, der Medizin, am Arbeitsplatz oder Queer-Feminismus und Mental Load auseinanderzusetzen.

Gemeinsam werden Auszüge aus aktuellen Sachbüchern gelesen und diskutiert. Wir wollen Erfahrungswelten austauschen und uns vernetzen.

Die Treffen sind offen für alle Geschlechter und für alle Menschen, die Freude am kollektiven Lesen und Denken haben. Wir freuen uns über jede*n von euch!

Julia Gramlich (Psychologin), Judith Grosse (Leiterin Frauenarchiv), Karin K. Bühler (Leiterin Bibliothek Wyborada)

Anmeldung: archiv@frauenarchivostschweiz.ch

Kosten: keine

Ort: Abwechselnd im Archiv für Frauen- Geschlechter- und Sozialgeschichte (Florastrasse 6) und im Studio der Bibliothek Wyborada (Davidstrasse 42), beide St.Gallen.

Termine: Jeweils am 2. Donnerstag des Monats um 19 Uhr:

Das 1. Treffen findet am 12.1.23 im Frauenarchiv statt (9.2. Bibliothek, 9.3. Archiv …).

Es ist auch möglich, später einzusteigen oder an einzelnen Treffen teilzunehmen.

Willkommen im Club!

 

Januar bis März 2023
Das Literaturhaus-Programm

Fünf hochkarätige, moderierte Lesungen, eine davon mit zweisprachigem Publikumsgespräch arabisch-deutsch. Die Hommage an eine Ikone der 30er-Jahre und die Fortsetzung unserer Wikipedia-Schreibwerkstatt. Der Start einer Kooperationsreihe mit dem Theater St. Gallen, LooT. Ein neuer Lesekreis, der sich wieder einen Klassiker vorknöpft,

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an den man sich selbst nicht so ohne weiteres herantraut. Selbstverständlich die Fortsetzung der beliebten Ostschweizer Literaturgespräche. Und eine neue Ausgabe von Artist’s Choice (die 13.!). Neu: Ein Debattenzirkel, sowie die Fortsetzung unserer Zusammenarbeit mit dem wunderbaren Wortlaut Literaturfestival St. Gallen im März. Das ist unser Start ins neue Jahr.

Das gedruckteProgramm können Sie ab dem 11. Januar in der Bibliothek Wyborada zu den Öffnungszeiten abholen (und bei der Gelegenheit auch das ein oder andere Buch mitnehmen). Auf Wunsch schicken wir Ihnen das Programm auch per Post; schreiben Sie uns einfach Ihre Adresse an literaturhaus@wyborada.ch.

LESUNGEN UND PODIUM — Mi 7.12.2022 — 19 Uhr — Museum im Lagerhaus, Davidstrasse 44
Anna Ospelt, Laura Vogt, Julia Weber: Mutterschaft und Schreiben

Wie wirkt sich Mutterschaft auf das eigene Schreiben aus, wenn sich nicht nur die Frage nach dem «Wie» stellt, sondern auch nach dem «Wann», wenn es kaum mehr Freiräume für das eigene Schaffen gibt? Und wenn, dies vor allem, auch eine Pandemie zu zusätzlicher Isolation verdammt?

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«Writer’s Life and Motherhood», die während der ersten Lockdowns verfassten Notate* der deutsch-israelischen Autorin Vanessa F. Fogel, gaben den Anstoss: Was beschäftigte, was quälte Autorinnen, wenn sie nicht nur Corona-bedingt in eine Art Insolation gezwungen wurden, sondern auch der Ausnahmezustand Mutterschaft das seinige dazu beitrug?

Dies auch im eigenen, veröffentlichten Werk literarisch zu reflektieren galt lange als Tabuthema. In jüngster Zeit hat sich dies fundamental geändert, was der Erfolg von Büchern wie Julia Webers «Die Vermengung» oder Laura Vogts «Was uns betrifft» aufs beste dokumentieren.

Eine emotional, ökonomisch und alltagspragmatisch äusserst komplexe Gemengelage, mit der sich auch die Autorin Anna Ospelt in ihrem im Frühjahr erscheinenden Roman «Frühe Pflanzung» auseinandersetzt; eine besondere Freude also, an diesem Abend den Blick in ein noch unveröffentliches Buch werfen zu dürfen.

Die Autorinnen lesen aus ihren Büchern und diskutieren unter der kundigen Gesprächsführung der Moderatorin Monica Cantieni.

Im Anschluss ist die kleine Bar im Museum im Lagerhaus geöffnet und bietet Gelegenheit, die Diskussion bei einem Glas Wein fortzusetzen.

*Eine Auswahl der auf englisch verfassten und unredigierten «Essays» (wie sie selbst es nennt) von Vanessa F. Fogel liegen für Interessierte ab dem 16. Nov. in der Bibliothek Wyborada auf und können mitgenommen werden. Auch zur Veranstaltung stehen diese Texte zur eigenen Lektüre zur Verfügung, auf Wunsch verschicken wir sie auch im Vorfeld per Mail. Wir bitten um Verständnis, dass wir diesen Service nur unseren Mitgliedern anbieten können. (Infos zur Mitgliedschaft finden Sie hier…)

Eintritt: Fr. 25.- | Erm. Fr. 15.- (Mitglieder Wyborada, GönnerInnen Museum im Lagerhaus, Studierende) | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Mitglieder A*dS und Geflüchtete gratis

Anmeldung wünschenswert, aber nicht zwingend: literaturhaus@wyborada.ch

Den Büchertisch für diese Veranstaltung besorgt die Buchhandlung Comedia. Wir danken herzlich!

Alle Fotos ©Ayşe Yavaş

Mi 14.12.2022 — 19 Uhr — Studio Bibliothek Wyborada, Davidstrasse 42
Artist’s Choice #12: Andrea Vogel

Erneut ist die Bibliothek Ausgangsort einer künstlerischen Intervention.

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Die Fachbibliothek ist ein Ort, der zu einer vertieften Auseinandersetzung mit Geschichte(n) rund um «die Frau*» und der sie prägenden Gesellschaft einlädt. Passend zur Jahreszeit wählt die Performance-Künstlerin Andrea Vogel das Buch Als ob ich selber nackt in Schnee und Regen stehe … der Jüdin, Kommunistin und Künstlerin Alis Guggenheim (1896-1958) aus unserem Bestand und wärmt es performativ auf. Darüber hinaus gewährt uns die Preisträgerin des Konstanzer Kunstpreises 2022 einen Einblick in ihre Performance-Reihe «Sculpture Massage».

Eine Videoprojektion und Textpassagen werden Ausgangslage zum gemeinsamen Gespräch sein.

Eintritt frei / Kollekte

Die Veranstaltungsreihe Artist’s Choice wird kuratiert von der Leiterin der Bibliothek Wyborada und Künstlerin Karin Karinna Bühler. 2023 sind Raoul Doré (1.3.), Regula Engeler (14.6.) und Morena Barra (22.11.) mit einem künstlerischen Beitrag zu Gast.

Speziellen Dank: Diese besondere Form der Bestandsvermittlung wird im Jahr 2022 von der Bibliothekskommission des Kanton St.Gallen mit einem finanziellen Beitrag unterstützt.

Bild: Andrea Vogel, Sculpture Massage #20, 8. März 2021 («Frau», Bronze, 1928, Alis Guggenheim, *1896, †1958)

Do 10.11.2022 — 19 Uhr — Kunstmuseum St. Gallen, Museumsstrasse 32
Schweizer Buchpreis 2022, drei Nominierte zu Gast: Simon Froehling, Lioba Happel und Thomas Röthlisberger

Seit dem 21. September steht sie fest: die Shortlist des Schweizer Buchpreises 2022. Vor Bekanntgabe, wer heuer mit dem wichtigsten Preis des Schweizer Buchmarkts ausgezeichnet wird, sind drei der fünf Nominierten auf Lesetour: Thomas Röthlisberger, Lioba Happel und Simon Froehling. Wir stellen Ihnen die AutorInnen und ihre Bücher vor.

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«Eigentlich irrt sich der Hund nie. Er hat eine merkwürdige Art zu flennen entwickelt, ein Fiepen beinahe, wenn er ein fremdes Tier wittert.» Thomas Röthlisberger, Steine zählen

«Du bist gesund genug, dich zu verlieben, beschließt du an einem selbst für Athen ungewöhnlich heißen Oktobermorgen – ja, traust dich sogar zu sagen: gesund genug für die Liebe.» Simon Froehling, Dürrst

«Vatter, der Hahn kräht. Sitzt auf der abgewandten Seite des Universums auf einem Misthaufen und kräht seine Lyrik ins Weltall: Gott im Himmel, was bin ich blöde.» Lioba Happel, Pommfritz

Schon die ersten Sätze der Bücher, die sich auf der diesjährigen Shortlist finden, spiegeln die Eigenwilligkeiten, mit denen sich tatsächlich alle fünf auszeichnen. Drei davon können wir unserem Publikum in Anwesenheit der Nominierten vorstellen: Ruth Erat, Marina Schütz und Anya Schutzbach sprechen mit Lioba Happel, Thomas Röthlisberger und Simon Froehling über ihre Werke. Und darüber, was es für sie bedeutet, auf dieser Liste zu stehen.

Im Anschluss besteht Gelegenheit, sich im Café des Kunstmuseums bei einem Glas über das Gehörte auszutauschen und vorläufige Wetten abzuschliessen darauf, wer am 20. November mit dem wohl populärsten aller Schweizer Literaturpreise ausgezeichnet wird.

Näheres zu den Nominierten und ihren Büchern finden Sie auch über diesen Link.

Eintritt: Fr. 25.- | Mitglieder Wyborada, Mitglieder Kunstverein, Studierende Fr. 15.- | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Mitglieder A*dS und Geflüchtete gratis

Anmeldung wünschenswert, aber nicht zwingend: literaturhaus@wyborada.ch

 

Fotos (von links nach rechts):

Simon Froehling ©Dieter Kubli

Lioba Happel ©Diana Obinja

Thomas Röthlisberger ©Ayse Yavas

Mi 16.11.2022 — 19 Uhr — Studio Bibliothek Wyborada, Davidstrasse 42
Artist’s Choice #11: Birgit Widmer

Die Bibliothek als Ausgangsort künstlerischer Interventionen. Diesmal: Eine performative Lesung.

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«I am Louise Nevelson»: Die bildende Künstlerin Birgit Widmer liest im Studio der Frauenbibliothek Wyborada Ausschnitte aus Louise Nevelson «Dawns + Dusk, Conversations with Diana Mac Known», die sie später in einen physischen Zeltbody aus der Reihe «Wir sind» überführt.

Eintritt frei / Kollekte

 

Die Veranstaltungsreihe Artist’s Choice wird kuratiert von der Leiterin der Bibliothek Wyborada und Künstlerin Karin Karinna Bühler. Der nächste Termin: Mi., 14. Dezember, 19 Uhr mit Andrea Vogel (soeben ausgezeichnet mit dem Konstanzer Kunstpreis) und ihrer Hommage an die Jüdin, Kommunistin und Künstlerin Alis Guggenheim (1896 – 1958).

Mi 23.11.2022 — 19 Uhr — DenkBar, Gallusstrasse 11
Ostschweizer Literaturgespräch #9: Jolanda Spirig & Isabella Huser

«Zeitzeugnisse». Unter diesem Titel diskutieren und präsentieren die Autorinnen wechselseitig ihre neuen Bücher, die auf je eigene Weise die Schweizer Vergangenheit und Gegenwart ins Zentrum stellen: Spirig mit «Hinter dem Ladentisch – Eine Familie zwischen Kolonialwaren und geistlichen Herren», Huser mit «Zigeuner».

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»Es gibt das Bild der Schweiz vor und ein neues nach der Lektüre dieses Romans.» Mit diesem Satz wirbt der Verlag für «Zigeuner» von Isabella Huser. Über Jolanda Spirigs neustes Buch heisst es Vergleichbares: «Es zeigt den Alltag einer Familie des unteren Mittelstandes und die religiöse Prägung beispielhaft auf und wird so zum Zeitzeugnis.» Und doch sind die beiden Werke nicht nur thematisch völlig verschieden, auch formal gehen sie gänzlich andere Wege. Wie das klingt, was das bei Lesenden auslöst, wie das entstanden ist, was die jeweils gewählte Textsorte schafft – dies steht neben den beiden Facetten unserer Schweizer Vergangenheit und Gegenwart im Zentrum.

Moderation: Ruth Erat.

Eintritt: Fr. 20.- | Mitglieder Wyborada und Kulturkreis DenkBar Fr. 15.- | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Mitglieder A*dS und Geflüchtete gratis

Anmeldung wünschenswert, aber nicht zwingend: literaturhaus@wyborada.ch

Beginn: 19 Uhr. Wie immer bietet die DenkBar vor der Veranstaltung ab 18 Uhr ein Kulturplättli an.

Foto Isabella Huser: ©Daniela Huser
Foto Jolanda Spirig: ©Willi Keller

Di 29.11.2022 — 17 Uhr — Historisches und Völkerkundemuseum St. Gallen, Museumstrasse 50
Auszeichnung «Junge Talente»: Alice Köppel und Viviane Sonderegger

Im Rahmen eines Projekts zur Talentförderung des Internationalen Lyceum Clubs St. Gallen werden in diesem Jahr zwei junge Talente aus der Sparte Literatur ausgezeichnet:

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Die Diepoldsauerin Alice Köppel, die seit diesem Semester in Luzern studiert:

… ich tauche ein in diese Bubble, der Automatismus meiner Bewegungen verwandelt sich in Schwerelosigkeit. Halb schwebend, halb springend, irgendwo zwischen schnell und langsam, zwischen grün und gelb, zwischen Mais und Korn, weicht jede Hektik aus meinem Körper. Sauerstoff prickelt in meinen Blutbahnen, Sonnenstrahlen kitzeln meinen Rücken …

und die aus Speicher stammende Viviane Sonderegger, Studentin in Bern:

… Eine dritte Art zu lernen ist Ver-Lust,
denn ein gebrochenes (H)erz ählt dir just,
wo du stehst & was von dir übrigbleibt …

Beide lesen aus ihren prämierten Texten.

Begrüssung: Cornelia Buob, Moderation: Anya Schutzbach.

Eintritt frei.

Anmeldung wünschenswert, aber nicht zwingend: literaturhaus@wyborada.ch

Eine Veranstaltung des Internationalen Lyceum Clubs St. Gallen in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Wyborada St. Gallen.

/// SCHWEIZER BUCHPREMIERE /// Mi 26.10.2022 — 19.30 Uhr — Theater Parfin de Siècle, Mühlensteg 3, St. Gallen
Bettina Scheiflinger, «Erbgut». Mit Melinda Nadj Abonji

Kann man sich vom unsichtbaren Erbe seiner Vorfahren lösen? – Der Debütroman der Wiler Autorin spielt auf der historischen Folie der Schwarzenbach-Initiative von 1970 und stellt genau diese Frage.

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Dazu setzt Bettina Scheiflinger Szenen aus verschiedenen Biografien wie Mosaiksteinchen nebeneinander und macht so sichtbar, wie über Generationen Verhaltensweisen, Lebensentwürfe und Traumata weitergegeben werden.

In der Schweiz war die Schwarzenbach-Initiative von 1970 der Auftakt zu einer ganzen Reihe von «Überfremdungsinitiativen», die Generationen von Menschen mit Migrationsgeschichte traumatisierten.

Eröffnet wird der Abend von der Autorin Melinda Nadj Abonji, Gründungsmitglied des Vereins «Tesoro». Er vertritt die Interessen der ausländischen Arbeiterfamilien, die zwischen 1934 und 2002 vom Schweizerischen Statut A (Saisonnier) und B (Jahresaufenthalter) betroffen waren. «Erbgut ist eines der gewichtigsten Debüts in diesem Jahr.» Judith Hoffmann, Ö1 Kulturjournal

Begrüssung: Maria Pappa, Stadtpräsidentin St. Gallen

Moderation: Richi Küttel

Eintritt regulär: Fr. 25.- | ermässigt Fr. 20.- (Mitglieder Wyborada und Parfin de Siècle) | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Mitglieder A*dS und Geflüchtete gratis

Anmeldung wünschenswert, aber nicht zwingend: literaturhaus@wyborada.ch

Den Büchertisch besorgt dankenswerterweise die Buchhandlung Comedia.

Foto Scheiflinger ©Mercan Suembueltepe

Foto Abonji ©Peter Tillessen

ab Mi 26. Oktober wieder geöffnet
Herbstferien Bibliothek

Die Bibliothek bleibt während der Herbstferien geschlossen. Ab Mittwoch, dem 26. Oktober sind wir wieder für Sie da. Wir freuen uns aufs Wiedersehen zu den üblichen Öffnungszeiten:

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Mittwoch – Freitag: 13.30 bis 18 Uhr
Samstag: 13 bis 16 Uhr

Tel.: +41 (0)71 222 65 15

SAISONERÖFFNUNG — Do 25.8.2022 — 19.30 Uhr — Theater-Bistro, Figurentheater St. Gallen, Lämmlisbrunnenstrasse 34
Noemi Somalvico, «Ist hier das Jenseits, fragt Schwein»

«Ein sehr menschliches und anrührendes Bestiarium. Noemi Somalvico gelingt dazu etwas Unmögliches: Sie schreibt gleichzeitig La Fontaines Fabeln und Daniil Charms’ absurde Erzählungen fort. Saukomisch zwar, aber sie meint es tierisch ernst.» Lukas Bärfuss

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In ihrem Debütroman verführt uns Noemi Somalvico vom Diesseits ins Jenseits. Dabei tun sich zahlreiche Fragen auf: Geht es hier wirklich um Gott? Das Jenseits? Gar das Paradies?

Darüber und die vielfältigen Welten dazwischen unterhalten sich die Autorin und Sara Räss, Studierende am deutschen Seminar der Universität Zürich. Im Mittelpunkt aber steht natürlich die Lesung. Wir freuen uns auf diesen himmlischen Abend!

Eintritt inkl. Begrüssungsglas: Fr. 20.- | Mitglieder Wyborada und Figurentheater St. Gallen Fr. 15.- | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Studierende Fr. 5.- | Mitglieder A*dS und Geflüchtete gratis

Anmeldung wünschenswert, aber nicht zwingend: literaturhaus@wyborada.ch

Noemi Somalvico, 1994 in Solothurn geboren, studierte Literarisches Schreiben in Biel, contemporary arts practice in Bern und ging dazwischen allerlei Beschäftigungen nach. Sie arbeitete für den Film, in Schulen, an Empfängen. Ihre Erzählungen und Lyrik wurden in Zeitschriften und Anthologien abgedruckt, im Dunkeln performt und im Radio vorgelesen. «Ist hier das Jenseits, fragt Schwein» ist Somalvicos Debüt.

Foto Noemi Somalvico © Tim Rod

Buchcover "Ist hier das Jenseits, fragt Schwein", Noemi Somalvico

Sa 27.8.2022 — 18.00 Uhr — Kronengaragen, 9107 Urnäsch
Silvia Tschui, «Der Wod»

Im Rahmen des Appenzeller Projekts «Streunende Berna» – ein alter Bus, der über die Dörfer zieht – liest die Autorin aus ihrem rasanten Generationenroman in dem es unter anderem um die ganz besondere Beziehung einer unternehmungslustigen Frau zu ihrem Auto geht …

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Ein leise und bös dahergesagter Satz auf einer Feier zum Fünfundsiebzigsten führt zu Herzinfarkt und Blutvergießen. Denn Jahrzehnte zuvor, auf der Flucht zweier kleiner Brüder aus Mecklenburg zu Kriegsende, ist etwas geschehen, das nicht vergessen, nie vergeben wurde. Und ein Unglück zeugt das nächste in der schweizerisch-deutschen Familie, um deren Geschichte es hier geht. Der Roman spannt einen Bogen über Epochen und Ländergrenzen hinweg, erzählt vielstimmig und mit regionalen und historischen Sprachfärbungen viel Welt: von einer Druckerei in Mecklenburg, der Uhrenmanufaktur in der Schweiz, von Geheimgesellschaften und Künstlerkreisen, Nazis und Widerständlern, Großbürgern und Hell’s Angels, Feigheit und Mut, Krieg und Vertreibung, Geheimnisse, Lügen, Tod und Neubeginn,. Und immer wieder ist da der titelgebende Wod, der wilde Jäger aus der norddeutschen Sage, über den man ungestraft nicht spottet, denn sonst lässt er einen ein Leben lang nicht los …

Silvia Tschui (silviatschui.ch) geb. 1974 in Zürich, studierte Germanistik und Grafikdesign und absolvierte den Lehrgang Literarisches Schreiben in Biel. Von Leichenwaschen abgesehen hat sie in sämtlichen Klischee-Jobs gearbeitet, die es für Autoren gibt. Später war sie als Animationsfilmregisseurin, Lehrerin und Journalistin für verschiedene Medien tätig. Ihr erster Roman «Jakobs Ross» war in der Schweiz ein preisgekrönter Bestseller, wurde auf die Bühne gebracht und ist in der Entwicklung zu einem Kinofilm.

An der Gitarre: Philipp Schaufelberger.

**Der Bus macht am Nachmittag des 27. August zwischen 15 und 19 Uhr Station an den Kronengaragen in Urnäsch.**

Eintritt frei.

Mehr zum Projekt «Streunende Berna»: www.streunenderhund.ch

Foto: © Thomas Meier

So 28.8.2022 — 14.00 Uhr — Landsgemeindeplatz, 8050 Appenzell
Daniel Mezger, «Land spielen»

Eine junge Familie – zwei Erwachsene, drei Kinder – zieht aufs Land. Diese simple Konstellation ist Stoff genug für einen humorvollen Roman über die Demontage von Träumen. Daniel Mezger liest die skurrilsten Passagen anlässlich des Zwischenstopps der «Streunenden Berna» auf ihrer Tour durchs Appenzellerland…

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Im kleinen Haus, zuhinterst im Tal und weg vom Dorf, sucht die Familie ein neues Zuhause, ein neues Leben. Zunächst sind sie beschäftigt mit der Sanierung des Hauses, doch bald folgt der Wunsch nach sozialer Anbindung in der Dorfgemeinschaft. Die Kinder werden von den Mitschülern nicht akzeptiert und auch die Erwachsenen realisieren bald, dass es mit einem Besuch in der Dorfkneipe nicht getan ist. Ein wirklicher sozialer Kontakt entwickelt sich nur zu den beiden anderen Zugezogenen, dem Dorflehrer und seiner psychisch labilen Frau. Besonders gut scheinen sich ebendiese und der Familienvater zu mögen. Ausgelöst durch diese Spannung und durch die aufkeimende Freundschaft des ältesten Sohnes mit dem Försterjungen brechen alte und neue, innere und äußere Konflikte auf. Die Konstellationen kommen in Bewegung, plötzlich ist alles offen, alles möglich, nach oben, nach unten.

Daniel Mezger (danielmezger.ch) gelingt es mit »Land spielen« sprachlich und formal grandios, diese Geschichte von der Suche nach dem Glück, von innerer und äußerer Fremdheit, modernem Zusammenleben und der Migration im Kleinen zu erzählen.

**Der Bus macht am Sonntag, dem 28. August zwischen 12 und 17 Uhr Station auf dem Landsgemeindeplatz in Appenzell.**

Eintritt frei.

Mehr zum Projekt «Streunende Berna»: www.streunenderhund.ch

Foto:©Jos Schmid

Do 22.9.2022 — 20 Uhr — Kunstmuseum St. Gallen, Museumsstrasse 32
Katja Petrowskaja, «Das Foto schaute mich an»
(c) Gunter Glücklich/Suhrkamp Verlag

Die NZZ reiht Petrowskaja neben AutorInnen wie Walter Benjamin oder Susan Sontag ein in den «Horizont der großen Foto-Literatur». Ob sie Eisbären in Königsberg betrachtet, Bergmänner im Donbass oder ihre eigene Mutter am Schwarzen Meer – es ist eine Schule des Sehens,

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zu der die ukrainisch-deutsche Schriftstellerin einlädt. Sie liest aus ihren in der Bibliothek Surkamp erschienenen Prosaminiaturen, die Fotos werden projiziert.

Mit diesen Foto-Kolumnen, die sie 2015 in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung zu schreiben begann, hat Katja Petrowskaja ihr eigenes Genre geschaffen: kurze Prosa, Landschaft, Biografie, Zeitgeschichte und Form auf minimalem Raum verdichtend. Und sie knüpft, zwischen den Zeilen, die Fragen daran: Woraus besteht die Gegenwart? Aus dem, was in Ausstellungen hängt, an Plakatwänden verwittert oder über die Bildschirme läuft? Wie gelingt es, den intimen Moment der Bestürzung oder des Staunens in Sprache zu verwandeln?

Gerade weil Katja Petrowskaja alles persönlich nimmt, gewinnen ihre Texte eine Kraft, die dem Augenblick seine Wahrheit abringt.

Eintritt: Fr. 20.- | Mitglieder Wyborada und Kunstverein Fr. 15.- | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Studierende Fr. 17.- | Mitglieder A*dS und Geflüchtete gratis

Anmeldung wünschenswert, aber nicht zwingend: literaturhaus@wyborada.ch

Katja Petrowskaja, 1970 in Kiew geboren, lebt seit 1999 in Berlin. Sie studierte in Tartu, Stanford und Moskau Literaturwissenschaft und ist als Journalistin für deutsch und russischsprachige Medien tätig. Ihr literarisches Debüt Vielleicht Esther (2014) wurde in über 30 Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet. Sie lebt in Tbilissi und Berlin.

»Kurze, packende Betrachtungen des Lebens, Zeitgeschichte und eine eigene Form des Erzählens, auf minimalem Raum verdichtet. Katja Petrowskaja zählt zu den bedeutendsten literarischen Stimmen dieser Zeit.« , DIE ZEIT

Foto: © Gunter Glücklich/Suhrkamp Verlag

das foto schaute mich an

 

Do 15.9.2022 — 19.00 Uhr — Einlass ab 18:30 Uhr — Militärkantine St. Gallen, Kreuzbleicheweg 2 — Booklaunch-Party
Christoph Keller, «Every Cripple a Superhero». Mit Dorothee Elmiger, Meral Kureyshi, Michael Fehr und Peter Weber
Christoph Keller, Foto von Jan Heller Levi

Ein starkes Buch, jetzt auch auf Englisch! Ein Grund, zu feiern.

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Christoph Keller gehört zu den wichtigen Gegenwartsautoren – und mit Publikationen wie «Jeder Krüppel ein Superheld» trägt er immer wieder dazu bei, auch Menschen mit Behinderungen und Minderheiten eine Stimme zu geben.

Nun bringt der renommierte Londoner Penguin Verlag den Text im englischen Original heraus – denn ursprünglich verfasst wurden diese Texte in New York, wo Keller viele Jahre lebte. Dass dieses Buch nun auch internationale Beachtung findet ist ein Anlass, der gefeiert werden muss – vielstimmig, mehrsprachig und barrierefrei.

Mit auf der Bühne: Dorothee Elmiger, Meral Kureyshi, Michael Fehr und Peter Weber

An den Handpans: Kay Rauber & Matthias Zuber

Den Büchertisch besorgt die Buchhandlung Comedia St. Gallen.

Eintritt (inkl. Apéro): Fr. 25.- | ermässigt Fr. 15.- | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | SchülerInnen Fr. 10.- | Mitglieder A*dS und Geflüchtete gratis

Anmeldung wünschenswert, aber nicht zwingend: literaturhaus@wyborada.ch

Mit freundlicher Unterstützung der Kulturförderung von Stadt und Kanton St. Gallen, dem A*dS (Verband Autorinnen und Autoren der Schweiz), der Ortsbürgergemeinde St. Gallen, der Kath. Kirche im Lebensraum St. Gallen, der Seelsorge im Zusammenwirken mit Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen – ein Fachbereich des Bistums St. Gallen und der Militärkantine.

Foto: © Jan Heller Levi

Finale mit Apéro: DI 27.9.2022 — 19 Uhr — Studio Wyborada, Davidstrasse 42
Lesekreis: «Orlando», von Virginia Woolf
aus Film "Orlando"

Ab August hat das Literaturhaus einen Lesekreis angeboten. Gelesen wurde ein Klassiker der Weltliteratur, über den Tilda Swinton sagte: «Orlando hat mich viel über das Menschsein gelehrt. Ein Buch, das unter jedes Kopfkissen gehört.»

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Sechs Termine waren für die gemeinsame Lektüre angesetzt, zu denen sich ein bunt gemischter Kreis von Lesenden bis Mitte September regelmässig traf.

Am Dienstag, dem 27. September, diskutieren wir das letzte Kapitel des Romans, verbunden mit einem kleinen Apéro zum Abschluss dieser intensiven gemeinsamen Lektürezeit. «Rattigan Glumphoboo!»

(Ein Blick in die sogenannte Vergangenheit:

Mo, 15.8. / 17.00-18.30 Uhr  –> bis S. 128 lesen

Mo, 29.8. / 17.30-19.00 Uhr –> bis S. 244 lesen

Di, 6.9. / 17.30-19.00 Uhr –> bis S. 283 lesen

Mi, 14.9. / 19.00-20.30 Uhr –> bis S. 283 lesen (Ende Kapitel 5)

Mi, 21.9. / 17.00-18.30 Uhr –> fiel aus

Di, 27.9. / 19.00-21.00 Uhr –> bis zu Ende lesen

Es macht nichts, wenn man den einen oder anderen Termin verpasst, oder mal später kommen oder früher gehen muss. Auch muss nicht immer die vereinbarte Seitenzahl gelesen werden. Es soll ja vor allem Spass machen!

Teilnahmegebühr: auf Spendenbasis / Kollekte)

Der Roman von Virginia Woolf erzählt von einer jugendlichen Person, die vier Jahrhunderte durchlebt, ohne merklich zu altern. Als Jüngling verbringt Orlando Zeit am englischen Hof, wo sich Elizabeth I. in ihn verliebt. Lange hält er es da aber nicht aus und lässt sich  sich als Botschafter nach Konstantinopel versetzen. Dort fällt er in einen langen, tiefen Schlaf. Als er aufwacht, ist er ein anderer – eine andere … Und das bringt Probleme mit sich: Orlando verliert all ihren Besitz, all ihre Rechte – und macht sich wieder davon. Im London des 18. Jahrhunderts verkehrt sie, die Dichterin, mit bedeutenden Intellektuellen und geniesst die Liebe beider Geschlechter. Ganz anders wird es ihr im viktorianischen Zeitalter mit seinen strikten Moralvorstellungen ergehen.

Als Biographie getarnt, hinterfragt dieser furiose Roman auf ebenso geistreiche wie auch komische Weise Geschlechterstereotype. Er hat nichts an Aktualität eingebüsst, eher noch dazugewonnen und es lohnt sich, ihn (wieder)zulesen.

Basis unserer Lektüre ist die Ausgabe, die bei Kampa Pocket erschienen ist, mit einem Vorwort von Tilda Swinton. Sie sind aber selbstverständlich sind frei, auch die eigene Ausgabe mitzubringen.

Übrigens: Im Frühjahr zeigte das Fotomuseum Winterthur eine Ausstellung zu Orlando, kuratiert von Tilda Swinton. Die in diesem Beitrag oben verwendete Aufnahme zeigt die Schauspielerin in dem sehr sehenswerten Film «Orlando» von Sally Potter.

ab Mi 17. August wieder geöffnet
Sommerferien Bibliothek

Die Bibliothek war während den Sommerferien geschlossen. Ab Mittwoch, dem 17. August sind wir wieder für Sie da. Wir freuen uns aufs Wiedersehen!

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Sommerpause* Literaturhaus

Im Juli gönnt sich – und Ihnen – das Literaturhaus vier Veranstaltungs-freie Wochen. In denen wir zwar nicht gerade faulenzen, aber irgendwo an einem See, am Meer oder einfach in einer Wiese das Herbstprogramm vorbereiten. Im August geht es dann

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mit dem Angebot einer Orlando-Lesegruppe; shared reading also jetzt auch im Literaturhaus. Die Termine werden mit den Interessierten abgestimmt, wer Lust hat, mitzumachen: Eine kurze Mail mit dem Betreff Orlando an literaturhaus@wyborada.ch genügt. Anmeldung bitte bis zum 25. Juli – für unsere Planungen.

Den offiziellen Auftakt des Herbstprogramms macht am 25. August die junge Autorin Noemi Somalvico, die gerade für Ihr Debüt »Ist hier das Jenseits, fragt Schwein« mit dem Literaturpreis des Kanton Bern ausgezeichnet wurde,

dicht gefolgt von Silvia Tschui und Daniel Mezger, die im Rahmen einer schönen Aktion des Appenzeller Kollektivs «Streunender Hund» am 27. und 28. August lesen werden.

Schwimmen Sie gut durch den Sommer, wir freuen uns aufs Wiedersehen!

Ihre Anya Schutzbach & Team

*Die gleissende Sonne unseres Beitragsmotivs stammt übrigens vom Programmflyer zu Maria Ursprungs starkem Stück »Die nicht geregnet werden«, das im Mai am Theater St. Gallen zur Uraufführung kam.

Veranstaltungstipp: 18.6. - 23.6.2022 — Haus Max Burkhardt, Rebenstrasse 33, Arbon
Literaturtage Arbon

Im sogenannten «Sonnenblumenhaus» in Arbon finden auch in diesem Jahr wieder die Literaturtage statt. Zu Gast: Brigitta Gehrig, Andrea Martina Graf, Willi Häne, Jan Heller Levi, Christoph Keller, Tom Kummer, Brigitte Meyer, Lorenz Pauli, Helena Rüdisühli, Monika Schnyder, Martin Stierli, Tina Stroheker, Clemens Umbricht und Florian Vetsch. Und natürlich die Kuratorinnen Ruth Erat und Andrea Gerster, auch mit eigenen Texten.

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Das diesjährige Thema: «Texte und Bilder, Sprache und Sprachen».

Das Programm in Haus und Garten:

Samstag, 18.06.

19 Uhr: Auftakt mit Andrea Gerster, Ruth Erat und Martin Stierli

Sonntag, 19.06.

ab 11 Uhr: Jan Heller-Levi, Christoph Keller, Clemens Umbricht, Florian Vetsch, Erica Engeler; Monika Schnyder & Helena Rüdisühli sowie Willy Häne; Andrea Graf & Brigitta Gehrig und Ruth Erat mit Brigitte Meyer

Mittwoch, 22.06.

19 Uhr: Tom Kummer

Donnerstag, 23.06.

19 Uhr: Tina Stroheker

Nach Solothurn ist vor Simone Lappert in St. Gallen:
Lyrik lohnt sich!
©Ayse Yavas

©Ayse Yavas

Nach drei prallen Tagen in einem vor Literatur pulsierenden Solothurn freuen wir uns, etwas mitgebracht zu haben von dort für alle, die am Auffahrts-Wochenende nicht auch an die Aare kommen konnten:

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Simone Lappert. Zusammen mit der E-Bassistin Martina Berther rockte sie – so suggestiv wie brodelnd – das Solothurner Stadttheater, in das am Freitagmittag keine Maus mehr gepasst hätte.

Gabriele Barbey erlebte die Autorin tags darauf in einer Debatte mit dem Titel «Achtung, Lyrik!». Gern weisen wir an dieser Stelle auf ihr Streiflicht bei Saiten hin: Lyrik lohnt sich!

Mehr zur Veranstaltung am Mittwoch, dem 8. Juni hier.

Mi 25.5.2022 — 20 Uhr — Festsaal Katharinen, Katharinengasse 11, St. Gallen
Irene Dische, «Die militante Madonna»

Von einem der auszog, das Gendern zu leben: Mit einem Schelmenstreich stellt Irene Dische den Chevalier d’Éon 200 Jahre nach seinem Tod ins Rampenlicht ihres Romans – und eröffnet damit ein Rollenspektakel der Geschlechter.

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Ein atemberaubender Roman über Männer und Frauen – und eine aussergewöhnliche historische Figur, die beides war. Irene Dische erzählt die wahre Geschichte des Chevalier d’Eon de Beaumont, der 1728 in Frankreich auf die Welt kam und 1810 in London starb. D’Eon war Diplomat, Soldat, Bibliothekar, Freimaurer, Degenfechter, Schriftsteller und Spion – und verbrachte den grössten Teil seines turbulenten Lebens als Frau. Bis zu seinem Tod rätselte ganz London, wer die militante Madonna, die in öffentlichen Degenkämpfen alle Männer in die Knie zwang, wirklich war.

Irene Dische wurde 1952 in New York geboren, hat in Harvard studiert und lebt heute in Berlin und Rhinebeck/USA. Von Hans Magnus Enzensberger entdeckt, veröffentlichte Irene Dische 1989 ihr literarisches Debüt, den Erzählungsband Fromme Lügen, der von der Kritik begeistert aufgenommen wurde. Es folgten zahlreiche Romane und Erzählungsbände.

Eintritt: Fr. 20.- | Mitglieder Wyborada Fr. 15.- | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Studierende Fr. 17.- | Mitglieder A*dS und Geflüchtete gratis

Anmeldung literaturhaus@wyborada.ch

Büchertisch: Buchhandlung Zur Rose

Weitere Titel von Irene Dische in der Bibliothek Wyborada:
Grossmama packt aus (Roman, 2006)
Lieben (Erzählungen, 2007)
Ein Job (Kriminalroman, 2009)  

Foto Dische © Max Lautenschläger / Visum

Noch ein Ausflug — Fr 27. oder Sa 28. Mai 2022 — Datum zur freien Auswahl, jeweils ab 10 Uhr
Solothurner Literaturtage! Wer kommt mit?

In diesem Jahr finden die Solothurner Literaturtage wieder «in echt» statt, wie üblich von Freitag bis Sonntag nach Auffahrt. Wer Lust hat, dieses famose Literaturfestival in kundiger Begleitung zu erleben, ist herzlich willkommen, Anya Schutzbachs Einladung zu folgen.

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Die Solothurner Literaturtage sind das grösste mehrsprachige Literaturfestival der Schweiz, heuer gehen sie in die 44. Ausgabe. Über 70 Schweizer AutorInnen und ÜbersetzerInnen sowie internationale Gäste aus den Sparten, Prosa, Lyrik, Spoken Word und Übersetzung stehen auf dem Programm – das Sie übrigens auch in unserer Bibliothek abholen können.

Wir fahren da natürlich hin – diese Literaturtage sind einer unserer liebsten Pflichttermine des Jahres!

Wer Lust hat, Anya Schutzbach am Freitag, dem 27. oder am Samstag, dem 28. Mai zu begleiten, sich von ihr durch den Dschungel all der verlockenden Angebote lotsen zu lassen, in lockerer Runde vor der legendären Genossenschaftsbeiz «Kreuz» oder im schönen Barockgarten des Palais Besenval zu sitzen, Autorinnen und Autoren und sonstige Bookster zu treffen (und zwischendurch auch einmal an der Aare entlangzuspazieren), ist dazu herzlich eingeladen. (An- und Abreise sowie Festivaltickets sind individuell zu organisieren. Direkte Züge ab St. Gallen 2 Std. Fahrzeit.)

Anmeldung per Email mit Angabe des Wunschdatums 27. oder 28. Mai an literaturhaus@wyborada.ch .

Nähere Fragen werden auch gern telefonisch beantwortet: 079 – 251 3954.

Mi 8.6.2022 — 14 Uhr — Studio Bibliothek Wyborada
Wybo Goes Wiki, Schreibwerkstatt

Wikipedia wird auch auch als «Gedächtnis der Welt» bezeichnet. Allerdings werden die Leistungen von Frauen und deren Biografien nicht adäquat dargestellt – oft sind sie gar nicht sichtbar. Wybo Goes Wiki leistet Abhilfe!

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Zu den folgenden Terminen finden im Studio der Bibliothek Wyborada Zusammenkünfte statt, bei denen Interessierte Biografien von Frauen ergänzen – oder neu schreiben:

Mi 8. Juni, jeweils ab 14 Uhr

Ziel ist das Erstellen von Einträgen zu wichtigen Frauen* aus der Ostschweiz. Sie können mit Ihren «Lieblingsfrauen» vorbeikommen oder sich von einer Liste inspirieren lassen. Die Bibliothek Wyborada stellt die nötige Literatur und Getränke zur Verfügung.

In der Schreibwerkstatt beantworten Karin K. Bühler und Ruth Erat Fragen rund um Wikipedia und zeigen erste Schritte zum Erstellen und Editieren von Beiträgen auf.

Chris Regn und Daniela Brugger vom kollaborativen Projekt Who writes his_tory!  sind erfahrene Wikipedia-Schreibende und begleiten das Projekt.

Wir freuen uns auf viele Schreiblustige und kreative Stunden.

Anmeldung: bibliothek@wyborada.ch

Mitbringen: eigener Laptop

Kosten: keine

Spoken Poetry Performance Mi 8.6.2022 — 19.30 Uhr — Keller der Rose, Gallusstrasse 18
Simone Lappert, «längst fällige verwilderung». Musik: Martina Berther
Foto: Livio Baumgartner

«Unterm Eis: Simone Lapperts erster Lyrikband legt einen brodelnden Untergrund frei» (Frankfurter Rundschau): Texte über Aufbrüche, Abschiede, Sehnsüchte, Selbstbestimmung und die fragile Gegenwart.
Foto © Livio Baumgartner

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längst fällige verwilderung ist eine Spoken Poetry Performance zu Simone Lapperts gleichnamigem Lyrikband. Darin vermoosen Gedanken und leuchtet der Mond siliziumhell, die Liebe schmeckt nach Quitte, die Katastrophe nach Erdbeeren, und die Dichterin fragt sich, fragt uns: ›sag, wie kommt man noch gleich ohne zukunft durch den winter?‹

Diese Texten voller Schönheit, Klugheit und Witz begleitet die E-Bassistin Martina Berther und kontrastiert sie. Mal laut und wild, mal nachdenklich leise – und immer wieder augenzwinkernd.

In Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Zur Rose – und mit freundlicher technischer Unterstützung von Marc Jenny.

Eintritt Fr. 20.- | Mitglieder Wyborada Fr. 15.- | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Studierende Fr. 17.- | Mitglieder A*dS gratis | Geflüchtete gratis

Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

Simone Lappert (simonelappert.com) geboren 1985 in Aarau, studierte am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel. Mit ihrem Debütroman ›Wurfschatten‹ stand sie auf der Shortlist des ZDF-aspekte-Preises, ihr Roman ›Der Sprung‹ war für den Schweizer Buchpreis nominiert. Für ihre Lyrik wurde sie mit dem Heinz-Weder-Preis und einem Werkbeitrag des Fachausschusses Literatur Basel ausgezeichnet. Sie ist Präsidentin des Internationalen Lyrikfestivals Basel und war Schweizer Kuratorin für das Lyrikprojekt ›Babelsprech.International‹. Sie lebt in Zürich.

Martina Berther (martinaberther.ch) ist eine der vielseitigsten E-Bassistinnen der Schweizer Musikszene. Ihr Klangspektrum reicht von Popmusik über experimentelle bis hin zu freier Improvisation. Mit ihren Bands Ester Poly und AUL, solo aka Frida Stroom sowie mit Sophie Hunger ist sie international unterwegs. Sie schreibt Musik für Filme, interessiert sich für interdisziplinäre Zusammenarbeiteni und ist als Multiinstrumentalistin und Sessionmusikerin tätig. 2020 wurde sie mit dem Schweizer Musikpreis ausgezeichnet, 2018 erhielt sie das Werkjahr der Stadt Zürich. Geboren und aufgewachsen in Chur, lebt sie heute in Zürich.

bis 16.6.2022 — Studio Bibliothek Wyborada
Artist’s Choice #9: Beatrice Dörig

Für diese Ausgabe von Artist’s Choice liess sich die St.Galler Künstlerin von Franziska Schutzbachs «Die Erschöpfung der Frauen» inspirieren.
Die Papierarbeiten sind bis zum Samstag 16. Juni 2022 zu im Studio der Bibliothek Wyborada zu besichtigen.

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Die Stellung der Frau in unserer Gesellschaft reflektiert Beatrice Dörig dabei ausgehend des von Schutzbach geprägten Begriffs «Fawning».

Im aktuellen Saiten (05/2022, S. 52) fragt Karsten Redmann, weshalb Beatrice Dörig das Buch Die Erschöpfung der Frauen wählte. Darauf antwortet die Künstlerin: «Franziska Schutzbach schreibt über den Begriff Fawning, den es in der englischsprachigen Traumaforschung für nettes Verahlten in Gefahrensituationen gibt und sinngemäss heisst, sich wie ein süsses Rehkitz zu geben. Es wird der Versuch beschreiben einer Person zu gefallen, um einen Konflikt oder Übergriff zu vermeiden. Dieser Begriff gab den Anstoss einer kleinen Serie mit Zeichnungen.»

Mehr zur Arbeitsweise der Künstlerin und den thematischen Hintergründen war am 18.5.2022 bei Bier und Brezel zu erfahren.

 

Präsentation dieser Papierarbeiten in Anwesenheit der Künstlerin:

18.5.2022, 19 Uhr

Es gibt Bier & Brezeli.

Anmeldung erwünscht: bibliothek@wyborada.ch

Die Papierarbeiten sind bis zum Samstag 16. Juni 2022 zu im Studio der Bibliothek Wyborada zu besichtigen.

29.6.2022 — 19 Uhr — Studio Bibliothek Wyborada
Artist’s Choice #10: Hulda Zwingli

Das Kollektiv Hulda Zwingli macht mit seinen Aktionen auf Instagram Furore. Für Artist’s Choice trägt Martina Morger Textauszüge vor, die live auf unserem Instagram-Kanal @wyborada übertragen werden.

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Hulda Zwingli setzt sich überall dort, wo öffentliche Gelder im Spiel sind, für eine geschlechtergerechte Vertretung in der Bildenden Kunst ein. Und zwar sehr erfolgreich!

Hinter dem Pseudonym steht ein Zürcher Kunstkollektiv. Als anonyme Influencerin auf Instagram erfreut sie sich immer grösserer Beliebtheit und zunehmendem Einfluss.

Mit «Artist’s Choice» wird der Medienbestand der 1986 als Frauenbibliothek gegründeten Bibliothek Wyborada reflektiert. Zur neuen Frauenbewegung, zu Frauenprojekten und Biografien von kämpferischen Frauen gibt es viele Bücher in unserer Bibliothek. Die feministische Initiative «Hulda Zwingli» thematisiert diese Teilbestände unserer Spezialbibliothek aufs Vorzüglichste.

Die Manor-Kunstpreisträgerin Martina Morger wird Hulda-Aussagen vortragen. Der Anlass wird zudem live via Instagram gestreamt – und damit eine direkte Verbindung zu Hulda hergestellt.

Instagram-Lesung: 19 Uhr

Wir freuen uns über zahlreiches Erscheinen! Es gibt Bier & Brezel.

 

Links:

Kurzporträt von Hulda Zwingli: SRF-Kulturplatz

Ausstellungsbeitrag von Hulda Zwingli in Schaffhausen: collettiva.ch

Wir kritisieren die Mehrheit von 85 Prozent weissen Männern: swissinfo.ch
Die Spaziergänge der Hulda Zwingli in Zürich: swissinfo.ch

Folge Hulda Zwingli auf Instagram: @huldazwingli

 

Do 19.5.2022 — 19.30 — Literaturhaus Thurgau Bodmanhaus, Am Dorfplatz 1, Gottlieben
Sasha Filipenko, «Die Jagd»

«Ein erschütternd aktuelles und rasant erzähltes Buch» (Nora Zukker, Tagesanzeiger), «ein sardonisch-luzides Meisterwerk, am Puls Russlands und Filipenkos Heimat Belarus» (Ulrich Lössl, news.at).
Lesung und Gespräch mit dem Autor und Ulrich Schmid (Russisch und Deutsch).

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**Eine Anmerkung zum Veranstaltungsort: Im Rahmen einer Kooperation mit dem Literaturhaus Thurgau macht das Literaturhaus St. Gallen einen Ausflug nach Gottlieben: Die Lesung findet im Bodmanhaus Am Dorfplatz 1 in 8274 Gottlieben statt**

Der belarussische Autor Sasha Filipenko (38) hat sich in seinen beiden ersten auf Deutsch erschienenen Romanen „Rote Kreuze“ und „Der ehemalige Sohn“ mit dem stalinistischen Terror in der Sowjetunion beziehungsweise mit dem Leben unter dem Regime von Diktator Alexander Lukaschenko in seiner Heimat auseinandergesetzt. Diesmal nimmt Filipenko das postsowjetische System der Gewalt und Unterdrückung unter die Lupe und gibt einen Einblick in das heutige Russland – wenngleich vor Kriegsausbruch in der Ukraine.

Erzählt wird die Geschichte des idealistischen Journalisten Anton Quint, der sich mit einem Oligarchen anlegt. Worauf dieser den Befehl gibt, Quint fertigzumachen. Die Hetzjagd ist eröffnet.

Ulrich Schmid, Professor für Kultur und Gesellschaft Russlands an der Universität St. Gallen mit Schwerpunkt Politik und Medien in Russland sowie Nationalismus in Osteuropa wird das Gespräch mit dem Autor auf Russisch führen und für das Publikum übersetzen.

Lesung: Anya Schutzbach.

Sasha Filipenko, geboren 1984 in Minsk, ist ein belarussischer Schriftsteller, der auf Russisch schreibt. Er studierte Literatur in St. Petersburg und arbeitete als Journalist, Drehbuchautor, Gag-Schreiber für eine Satireshow und als Fernsehmoderator. Sasha Filipenko wohnte bis 2020 in St. Petersburg. Er musste Russland verlassen und hält sich derzeit an wechselnden Wohnorten in Westeuropa auf.

In einem Interview meint der Autor: «Meine Aufgabe ist das Schreiben. Wenn ich nach Belarus zurückkehren würde, könnte ich nicht mehr schreiben. Da sässe ich höchstwahrscheinlich im Gefängnis, genau wie viele andere Schriftsteller und Philosophen. Das würde meine Arbeit extrem behindern.»

Eine Kooperation mit dem Literaturhaus Thurgau Bodmanhaus

Eintritt Fr. 10.- | Mitglieder Wyborada und Freunde des Bodmanhauses Fr. 8.- | Ermässigt Fr. 5.-

Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

Foto © Lukas Lienhard/ Diogenes Verlag

Das Programm April – Juni

Hier finden Sie eine Übersicht unserer Veranstaltungen bis Ende Juni.

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Wir halten Sie auf dieser Homepage sowie über unseren Newsletter auf dem Laufenden. Oder Sie kommen in der Bibliothek vorbei und holen sich den aktuellen Programmflyer ab (und vielleicht auch das ein oder andere Buch!).

Neulich im Keller der Rose…
Foto: Livio Baumgartner

begeisterte Simone Lappert zusammen mit der E-Bassistin Martina Berther das Publikum…

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Schummrig war’s im ausverkauften Keller der Rose und das Gewölbe erfüllt vom Sound einer eindrücklichen Spoken Poetry Performance: Simone Lappert rezitierte frei aus ihrem aktuellen Band längst fällige verwilderung, congenial begleitet von Martina Berther am E-Bass. Unforgettable!

Mit Dank an die Buchhandlung zur Rose und Marc Jenny, der uns bei der eher komplexen Technik unterstützte :- )

Fotos © Xenia Hitz

Ausflug mit Sonderführung: Sa 21.5.2022 — 11.30 — Fotomuseum Winterthur, Grüzenstrasse 44-45
«Orlando – Nach einem Roman von Virginia Woolf» Fotoausstellung, kuratiert von Tilda Swinton

«Ich sehe Orlando als eine Geschichte über das Leben eines Menschen, der danach strebt, sich vollständig von den Konstruktionen des Geschlechts oder sozialer Normen zu befreien.» Tilda Swinton

Foto: Mickalene Thomas, Untitled #2 (Orlando Series), 2019 © Mickalene Thomas und Yancey Richardson Gallery, New York.

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Im Vorfeld der Lesung mit Irene Dische am 25. Mai, in der es um eine historische Figur geht, die im 18. Jhdt. als Frau und als Mann lebte, bietet das Literaturhaus einen gemeinsamen Besuch der Orlando-Ausstellung in Winterthur mit einer Sonderführung an. Denn:

Virginia Woolfs avantgardistischer Roman «Orlando» handelt ebenfalls von einem jungen adligen Menschen, der imstande war, das Geschlecht zu wechseln. Die von Tilda Swinton entwickelte Ausstellung zeigt Werke zeitgenössischer Kunstschaffender, die zentrale Themen der Geschichte Orlandos aufgreifen: Geschlechterfluidität, die Idee eines grenzenlosen Bewusstseins und die Perspektive endlosen Lebens. So wird ein Bogen geschlagen zur «Militanten Madonna»von Irene Dische – und zur

Lesegruppe im August. Auf dem Plan steht: «Orlando». So schliesst sich der Kreis.

Anmeldung zum Ausstellungsbesuch mit Sonderführung erforderlich bis zum 16. Mai an literaturhaus@wyborada.ch.

Treffpunkt am Fotomuseum: Samstag, 21. Mai, ca. 11 Uhr. Führung mit Astrid Näff 11.30 – 12.30 Uhr. Anschliessend gemeinsames kleines Mittagessen vor Ort.

Eintritt inkl. Sonderführung: Fr. 20.- | Mitglieder Wyborada Fr. 15.- | Caritas Kulturlegi Fr. 10.- | Studierende Fr. 17.- | Mitglieder A*dS Fr. 10.- | Geflüchtete gratis

Lynn Hershman Leeson, Rowlands/Bogart (Female Dominant), 1982, aus der Serie Hero Sandwich © Lynn Hershman Leeson und Bridget Donahue, New York

Jamal Nxedlana, FAKA Portrait, Johannesburg, 2019 © Jamal Nxedlana

Installationsansicht Orlando – Nach einem Roman von Virginia Woolf, Fotomuseum Winterthur © Fotomuseum Winterthur / Conradin Frei

Mi 28.9.2022 — 19 Uhr — DenkBar, Gallusstrasse 11
Ostschweizer Literaturgespräch #8: Claudia Vamvas & Manuel Güntert

«Ein Buch oder kein Buch?» Im Mittelpunkt der 8. Ausgabe der von Ruth Erat kuratierten Gesprächsreihe steht diesmal die Frage: Muss es unbedingt ein Buch sein? Eine Lektorin/Musikerin und ein Soziologe – Schreibende beide – tauschen sich aus.

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Claudia Vamvas, Lektorin und Akkordeonistin, ist 2016 durch ihre auf Twitter präsentierten Alltagsbeobachtungen zur Buchautorin geworden, von Manuel Güntert, Wissenschaftler und Publizist, erschien kürzlich ein schwarzer Erzählband: «Der Un-Fall, der nicht fällt».

Für den Soziologen, der in wissenschaftlichen Zeitschriften, Zeitungen und Magazinen veröffentlicht, ist dies als eine Art Relikt einer Zeit geschuldet, in der er anstatt schwarzer Hefte Punkfanzines auf der Strasse und an Konzerten verkaufte.

Seine Texte führen in eine nicht ganz ferne Vergangenheit zurück, während Claudia Vamvas, in ihren Ferien als Strassenmusikerin unterwegs, immer wieder Alltagsgeschichten notiert, doch von ihrem Schreiben sagt: Ein Buch muss es nicht sein.

Wie man auf andere Art Gehör findet, danach fragt das OLG, sprich: Ruth Erat, die das Gespräch eröffnet.

Eintritt: Fr. 20.- | Mitglieder Wyborada und Kulturkreis DenkBar Fr. 15.- | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Studierende Fr. 17.- | Mitglieder A*dS und Geflüchtete gratis

Anmeldung wünschenswert, aber nicht zwingend: literaturhaus@wyborada.ch

Beginn: 19 Uhr. Wie immer bietet die DenkBar vor der Veranstaltung ab 18 Uhr ein Kulturplättli an.

Eine Veranstaltung des Literaturhaus Wyborada St. Gallen in Kooperation mit der DenkBar.

Claudia Vamvas arbeitet nach zwei Jahrzehnten im Buchhandel heute als Korrektorin/Lektorin und gelegentlich als Texterin. Daneben schreibt sie Kürzestprosa sowie Kurzgeschichten – und spielt leidenschaftlich gerne Akkordeon. Im Herbst 2016 erschien im Berliner Frohmann Verlag «Sitze im Bus». 2017 erhielt Vamvas den Förderpreis in der Sparte Literatur der Stadt St. Gallen, wo sie auch heute lebt.

Manuel Güntert, geboren in Münsterlingen, lebt heute in Kreuzlingen. Er wurde an der Universität Konstanz im Fach Soziologie über Machtausübung in sozialen Gruppen promoviert und lebte lange in Israel, wo er an der Tel Aviv University forschte. Aktuell arbeitet Güntert an einem Buch über den ontologischen Gottesbeweis.

#wearewyborada, die Zwölfte
Foto: Nils Grootenzerink

Im Rahmen unserer Aktion #wearewyborada stellen wir an dieser Stelle all jene vor, die Bibliothek & Literaturhaus Wyborada (aus)machen. Hier begrüssen wir Xenia, die uns als Hospitantin bis Anfang September begleitet.

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«Ich weiss eigentlich nicht so recht, was ich will. Studiums- und Lebensplanwechsel erwäge ich fast stündlich. Aber eins weiss ich bestimmt: In der Literatur fühl ich mich zuhause. Denn dort muss ich mich nicht entscheiden. Kürzlich las ich Orlando von Virginia Woolf und fühlte mich frei: Mit ihr* durch die Jahrhunderte zu reisen gab mir alle Zeit der Welt und ich konnte Höfling*, Gesandte:r, Reisende:r und Dichter:in in einem sein. (Übrigens: Im August findet ein Lesekreis zu Orlando statt. Über Details informiere ich sie ganz bald.) Ich geniesse meine Zeit im Literaturhaus St. Gallen, wo ich solche Buchreisen unternehmen und hinter die Kulissen des Literaturbetriebs schauen kann. Inmitten der Sommerpause bereiten wir gerade das Herbstprogramm vor.«

Foto © Nils Grootenzerink

August – Dezember 2022
Das Literaturhaus-Programm bis Dezember

Ein Lesekreis, der am 16. Dezember seinen inoffiziellen Abschluss findet, 13 Veranstaltungen und 28 AutorInnen im Programm – was das Literaturhaus in diesem Herbst alles bot (und bis zum Jahresende auch noch bietet), finden Sie hier auf einen Blick.

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Ob alles so wie geplant auch stattfinden kann, darüber halten wir Sie auf dieser Homepage sowie über unseren Newsletter auf dem Laufenden.

Den Programmflyer können Sie in der Bibliothek zu den Öffnungszeiten abholen (und bei der Gelegenheit auch das ein oder andere Buch mitnehmen).

Mi 27.4.2022 – 19.30 – Museum im Lagerhaus (Parterre), Davidstrasse 44
Adelheid Duvanel, «Fern von hier». Lesung & Gespräch

«Die vollständig gesammelten Erzählungen der Adelheid Duvanel sind eines der grossartigsten erzählerischen Werke des 20. Jahrhunderts.» (Michael Krüger, Die Zeit) – Ein Abend über Leben und Werk einer der bedeutendsten Stimmen der Schweizer Literatur des 20. Jahrhunderts.

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Adelheid Duvanel (* 23. April 1936 in Basel, † 8. Juli 1996 ebda) war lange ein Geheimtipp und gilt als Meisterin der kleinen Form. Anlässlich ihres 25. Todestags 2021 machte der Limmat Verlag mit dem Band «Fern von hier» erstmals die gesammelten Erzählungen der Autorin zugänglich: «Eine verlegerische Grosstat und eine Ermutigung, diese Schriftstellerin weiter- oder neu zu lesen», so die Jury anlässlich der Auszeichnung des Buches mit dem Preis der Hotlist 2021.

In ihren Miniaturen und Texten erzählt Duvanel packend aus dem Leben von meist versehrten Existenzen, die aber beharrlich ihre Würde gegen die Zumutungen des Lebens verteidigen.

Um uns diese Autorin vorzustellen und nahezubringen, berichtet die Herausgeberin des Bandes, Elsbeth Dangel-Pelloquin, über Leben und Werk und liest aus Duvanels Texten.

Das Museum im Lagerhaus, eines der wichtigen Häuser für schweizerische Naive Kunst und Art brut, ist im Besitz einiger Zeichnungen und Gemälde der Autorin und Künstlerin, darunter Selbstporträts – wenngleich die Frauenfiguren bei Adelheid Duvanel letztlich immer sie selbst meinen.

Prof. Dr. em. Elsbeth Dangel-Pelloquin lehrte Deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Basel. Sie publizierte Bücher zu Schnitzler, Hofmannsthal und Jean Paul sowie Aufsätze u.a. zu Keller, Stifter, Aichinger, zur Literaturgeschichte des Kusses, der Tränen, zu komparatistischen Themen und zu Autorinnen der Gegenwartsliteratur.

Von Adelheid Duvanel in unserer Bibliothek:

Anna und ich (1985)

Das Brillenmuseum (1982)

Windgeschichten (1980)

Wände, dünn wie Haut (1979) – und natürlich: Fern von hier.

Eintritt Fr. 20.- | Mitglieder Wyborada und Gönner:innen des Museum im Lagerhaus Fr. 15.- | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Studierende Fr. 17.- | Mitglieder A*dS gratis | Geflüchtete gratis

Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

Den Büchertisch besorgt die Buchhandlung Comedia – wir danken herzlich!

SCHWERPUNKT BILBIOTHEK WYBORADA: FEMINISTISCHE KRIMIS
Krimis aus weiblicher Perspektive

900 feministische Krimis

Nervenkitzel pur – 900 Krimis von Frauen …

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Ob hartgesottene Ermittlerin, unbeholfene Antiheldin oder leideschaftliche Polizistin, die weiblichen Figuren in der Krimiliteratur sind heute so vielfältig wie ihre Leserschaft. Im Bestand der Bibliothek Wyborada finden sich neben aktuellen Neuerscheinungen auch feministische Krimis aus der Frühzeit des Genres in den 1980er Jahren.

Drei unserer ehemaligen HospitantInnen haben sich mit näher mit dem Genre befasst:

_Was macht ein Krimi zu einem feministischen Krimi, was macht einen Roman zu einem feministischen Roman? Eine Annäherung. Von Sara Räss

_Sara Paretsky, «Schadenersatz». Von Jakob Reeg

_J.M. Redmann, «Sag niemals ja». Salome Heiniger hat sich einen Krimi aus den 90er-Jahren vorgenommen

#wearewyborada, die Elfte

Im Rahmen unserer Aktion #wearewyborada stellen wir an dieser Stelle all jene vor, die Bibliothek & Literaturhaus Wyborada (aus)machen. Daher begrüssen wir hier herzlich Sara, die uns als Hospitantin bis Mai 2022 begleitet.

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«Texte lesen ist für mich eine Art, die Welt zu entdecken, meine Neugier zu stillen, neue Orte, Kulturen und Perspektiven kennenzulernen. In meinem Germanistikstudium wurden mir überwiegend Texte von alten weissen Männern vermittelt, weshalb ich mich in meiner Zukunft im Literaturbetrieb dafür einsetzen möchte, dass Stimmen von FLINTA* eine Bühne geboten wird. Weibliches Schreiben hat eine lange Geschichte, und es ist wichtig, gegenwärtigen sowie vergangenen marginalisierten Stimmen mehr Sichtbarkeit zu verschaffen. Deshalb freue ich mich sehr, die nächsten Monate beim Literaturhaus St. Gallen und in der feministischen Bibliothek Wyborada St. Gallen mitzuwirken.»

2. – 8. Juli 2022 — Tatti (Toskana, Italien)
Schreibwerkstatt mit Tom Kummer > muss leider ausfallen

Nach der erfolgreichen ersten Schreibwerkstatt in dem schönen toskanischen Bergdorf Tatti im vergangenen September bieten wir in diesem Jahr einen Sommerkurs an – und freuen uns sehr, dass der Schriftsteller Tom Kummer erneut zugesagt hat.

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Das Angebot richtet sich an alle Schreibenden, Anfänger wie Fortgeschrittene, die sich in der Zurückgezogenheit ganz ihren Texten widmen möchten. Tom Kummer betreut die Arbeit am Text, gibt Hinweise und beleuchtet die besondere Produktivität im subjektiven Schreibprozess.

Anya Schutzbach, Leiterin des Literaturhauses St. Gallen, begleitet die Gruppe und gibt in zwei Nachmittags-Seminaren ergänzend Einblicke hinter die Kulissen des Literaturbetriebs und die Wege, die ein Stoff bis zum fertigen Buch zurücklegt.

Ein sechs Tage währender produktiver Urlaub, kreative Rekreation.

Weitere Informationen unter Fattoria di Tatti oder schreibkomplizen.net

Anmeldung oder Rückfragen unter literaturhaus@wyborada.ch

13.4. – 23.4.2022
Die Bibliothek macht Frühlingsferien

Ab Mittwoch 27. April ist die Bibliothek wieder für Sie geöffnet.
Wir freuen uns über Ihren Besuch!

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Do 7.4.2022 — 18 Uhr — Museum im Lagerhaus, Davidstrasse 44, Parterre
Hauptversammlung

Am Donnerstag dieser Woche findet die Hauptversammlung des Vereins Literaturhaus & Bibliothek Wyborada statt, zu der alle Mitglieder eingeladen sind.

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Auf Wunsch leiten wir den Mitgliedern die entsprechenden Unterlagen auch per Mail zu. (Bitte um Zusendung der Unterlagen über diesen Link). Mit anschliessendem Apéro.

Ab 20 Uhr: Ein Abend «mit» Patricia Highsmith (s.u.). Die TeilnehmerInnen der Mitgliederversammlung geniessen freien Eintritt.

Zur besseren Planung danken wir für eine Anmeldung an info@wyborada.ch.

Do 7.4.2022 — 20 Uhr — Museum im Lagerhaus, Davidstrasse 44, Parterre
Patricia Highsmith, «Tage- und Notizbücher»

Vor wenigen Monaten erstmals publiziert: Die privaten Tage- und Notizbücher der grossen Autorin Patricia Highsmith. Was sind das für Dokumente, was erzählen sie, wie sind sie literarisch einzuordnen? Die Mitherausgeberin Friederike Kohl, die zu diesem Abend eigens aus Berlin anreist, berichtet von der Editionsarbeit, Anya Schutzbach liest aus den Texten.

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Das eigene Leben war für Patricia Highsmith vordergründig nie ein literarisches Thema. Von der öffentlichen Neugier schirmte sie sich konsequent ab. Vor kurzem erschien bei Diogenes erstmals eine Auswahledition ihrer «Tage- und Notizbücher».

18 Tage- und  38 Notizbücher, die sie seit ihrer College-Zeit geführt hatte, wurden nach ihrem Tod in ihrem Wäscheschrank gefunden. Man erfährt, wie Patricia Highsmith mindestens zwei Leben gleichzeitig führte und aus einer kühlen Halbdistanz psychologische Romane über elementare Themen schrieb wie Liebe, Fremdsein und Mord.

Friederike Kohl, geb. 1983, studierte Sprachen, Wirtschafts- und Kulturraumstudien mit angloamerikanischem Schwerpunkt an der Universität Passau und in Limoges, Frankreich. Sie war mehrere Jahre in der Verlagsbranche tätig und lebt als freie Redakteurin in Berlin.

Eintritt Fr. 20.- | Mitglieder Wyborada und Gönner:innen des Museum im Lagerhaus Fr. 15.- | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Studierende Fr. 17.- | Mitglieder A*dS gratis | Geflüchtete gratis

Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

**Da sich die Veranstaltung an unsere diesjährige Mitgliederversammlung anschliesst, ist der Eintritt für alle Teilnehmenden der Mitgliederversammlung gratis.**

Covid-19 Schutzkonzept: Die Maskenpflicht ist auch bei unseren Veranstaltungen aufgehoben. Wir empfehlen jedoch, auch weiterhin während der Veranstaltungen eine Schutzmaske zu tragen. Hygienemasken und Desinfektionsmittel stehen für Sie bereit.

Foto Patricia Highsmith © Archiv Diogenes Verlag

/// Wortlaut St. Galler Literaturfestival /// Sa 26.3.2022 — 11 Uhr — Festsaal Stadthaus, Gallusstrasse 14, St. Gallen
Yael Inokai, «Ein simpler Eingriff»

Ein neuartiger Eingriff soll Frauen von ihren psychischen Leiden befreien. Doch ist das menschenwürdig? Inokai erzählt eine Geschichte von Emanzipation, Liebe und Empathie. Die Lesung der Basler Autorin ist eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Wortlaut St. Galler Literaturfestival.

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Meret ist Krankenschwester. Die Klinik ist ihr Zuhause, ihre Uniform trägt sie mit Stolz, schliesslich kennt die Menschen in ihrem Leiden niemand so gut wie sie. Bis eines Tages ein neuartiger Eingriff entwickelt wird, der vor allem Frauen von psychischen Leiden befreien soll. Die Nachwirkungen des Eingriffs können schmerzhaft sein, aber danach fängt die Heilung an. Daran hält Meret fest, auch wenn ihr langsam erste Zweifel kommen.

„Ein simpler Eingriff“ ist nicht nur die Geschichte einer jungen Frau, die in einer Welt starrer Hierarchien und entmenschlichter Patientinnen ihren Glauben an die Macht der Medizin verliert. Es ist auch die intensive Heraufbeschwörung einer Liebe mit ganz eigenen Gesetzen. Denn Meret verliebt sich in eine andere Krankenschwester. Und überschreitet damit eine unsichtbare Grenze.

Yael Inokai, geboren 1989, studierte Philosophie in Basel und Wien, anschließend Drehbuch und Dramaturgie in Berlin. 2012 erschien ihr Debütroman Storchenbiss. Für ihren zweiten Roman Mahlstrom wurde sie mit dem Schweizer Literaturpreis 2018 ausgezeichnet. Sie ist Redaktionsmitglied der Zeitschrift PS: Politisch Schreiben und lebt in Berlin.

Moderation: Anya Schutzbach

Tickets über Wortlaut St. Galler Literaturfestival

Schutzmassnahmen: Für die Veranstaltung gelten die im Rahmen des Festivals ausgeschriebenen Massnahmen.

Eine Kooperation von Literaturhaus Wyborada St. Gallen und dem Wortlaut St. Galler Literaturfestival.

Foto Inokai © Ladina Bischof

Sa 26.3.2022 — 15 Uhr — Studio Bibliothek Wyborada
Artist’s Choice #8: Vera Ida Müller

Im Rahmen von BiblioWeekend 2022 wird Vera Ida Müller «nach den Sternen greifen»…

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Mit «Artist’s Choice» wird der Medienbestand der 1986 als Frauenbibliothek gegründeten Bibliothek Wyborada mit neuen Augen betrachtet.

Die Fachbibliothek ist ein Ort, der zu einer vertieften Auseinandersetzung mit Geschichte(n) rund um «die Frau*» und der sie prägenden Gesellschaft einlädt. Im Studio der Wyborada, dem kleinen Schreib- und Lesesaal, wird diesmal die Künstlerin Vera Ida Müller mit einem eigens für dieses Format entwickelten Vortrag «Nach den Sternen greifen».

Vera Ida Müller (*1979) ist in St.Gallen aufgewachsen und lebt in Berlin. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit leitet sie das «Vexer Verlag Büro Berlin» und produziert wunderschöne Bücher.

15 Uhr: Vortrag von Vera Ida Müller

Platzzahl beschränkt: Um Anmeldung wird gebeten: bibliothek@wyborada.ch

Kosten: Der Eintritt ist frei.

 

Hinweise zum Literatur-Samstag:

Die Veranstaltung findet im Rahmen von Biblioweekend statt, einer Iniative von Bibliosuisse. Die Bibliothek Wyborada ist Mitglied des Berufsverbands. An diesem Wochenende haben sich schweizweit diverse Bibliotheken besondere Veranstaltungen ausgedacht.

Zudem empfehlen wir Wortlaut – Sankt Galler Literaturfestival: Die Lesung von Yael Inokai (11:00) wird von unserer Literaturhausleiterin Anya Schutzbach moderiert.