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SAISONERÖFFNUNG — Do 25.8.2022 — 19.30 Uhr — Theater-Bistro, Figurentheater St. Gallen, Lämmlisbrunnenstrasse 34
Noemi Somalvico, «Ist hier das Jenseits, fragt Schwein»

«Ein sehr menschliches und anrührendes Bestiarium. Noemi Somalvico gelingt dazu etwas Unmögliches: Sie schreibt gleichzeitig La Fontaines Fabeln und Daniil Charms’ absurde Erzählungen fort. Saukomisch zwar, aber sie meint es tierisch ernst.» Lukas Bärfuss

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In ihrem Debütroman verführt uns Noemi Somalvico vom Diesseits ins Jenseits. Dabei tun sich zahlreiche Fragen auf: Geht es hier wirklich um Gott? Das Jenseits? Gar das Paradies?

Darüber und die vielfältigen Welten dazwischen unterhalten sich die Autorin und Sara Räss, Studierende am deutschen Seminar der Universität Zürich. Im Mittelpunkt aber steht natürlich die Lesung. Wir freuen uns auf diesen himmlischen Abend!

Eintritt inkl. Begrüssungsglas: Fr. 20.- | Mitglieder Wyborada und Figurentheater St. Gallen Fr. 15.- | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Studierende Fr. 5.- | Mitglieder A*dS und Geflüchtete gratis

Anmeldung wünschenswert, aber nicht zwingend: literaturhaus@wyborada.ch

Noemi Somalvico, 1994 in Solothurn geboren, studierte Literarisches Schreiben in Biel, contemporary arts practice in Bern und ging dazwischen allerlei Beschäftigungen nach. Sie arbeitete für den Film, in Schulen, an Empfängen. Ihre Erzählungen und Lyrik wurden in Zeitschriften und Anthologien abgedruckt, im Dunkeln performt und im Radio vorgelesen. «Ist hier das Jenseits, fragt Schwein» ist Somalvicos Debüt.

Foto Noemi Somalvico © Tim Rod

Buchcover "Ist hier das Jenseits, fragt Schwein", Noemi Somalvico

Sa 27.8.2022 — 18.00 Uhr — Kronengaragen, 9107 Urnäsch
Silvia Tschui, «Der Wod»

Im Rahmen des Appenzeller Projekts «Streunende Berna» – ein alter Bus, der über die Dörfer zieht – liest die Autorin aus ihrem rasanten Generationenroman in dem es unter anderem um die ganz besondere Beziehung einer unternehmungslustigen Frau zu ihrem Auto geht …

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Ein leise und bös dahergesagter Satz auf einer Feier zum Fünfundsiebzigsten führt zu Herzinfarkt und Blutvergießen. Denn Jahrzehnte zuvor, auf der Flucht zweier kleiner Brüder aus Mecklenburg zu Kriegsende, ist etwas geschehen, das nicht vergessen, nie vergeben wurde. Und ein Unglück zeugt das nächste in der schweizerisch-deutschen Familie, um deren Geschichte es hier geht. Der Roman spannt einen Bogen über Epochen und Ländergrenzen hinweg, erzählt vielstimmig und mit regionalen und historischen Sprachfärbungen viel Welt: von einer Druckerei in Mecklenburg, der Uhrenmanufaktur in der Schweiz, von Geheimgesellschaften und Künstlerkreisen, Nazis und Widerständlern, Großbürgern und Hell’s Angels, Feigheit und Mut, Krieg und Vertreibung, Geheimnisse, Lügen, Tod und Neubeginn,. Und immer wieder ist da der titelgebende Wod, der wilde Jäger aus der norddeutschen Sage, über den man ungestraft nicht spottet, denn sonst lässt er einen ein Leben lang nicht los …

Silvia Tschui (silviatschui.ch) geb. 1974 in Zürich, studierte Germanistik und Grafikdesign und absolvierte den Lehrgang Literarisches Schreiben in Biel. Von Leichenwaschen abgesehen hat sie in sämtlichen Klischee-Jobs gearbeitet, die es für Autoren gibt. Später war sie als Animationsfilmregisseurin, Lehrerin und Journalistin für verschiedene Medien tätig. Ihr erster Roman «Jakobs Ross» war in der Schweiz ein preisgekrönter Bestseller, wurde auf die Bühne gebracht und ist in der Entwicklung zu einem Kinofilm.

An der Gitarre: Philipp Schaufelberger.

**Der Bus macht am Nachmittag des 27. August zwischen 15 und 19 Uhr Station an den Kronengaragen in Urnäsch.**

Eintritt frei.

Mehr zum Projekt «Streunende Berna»: www.streunenderhund.ch

Foto: © Thomas Meier

So 28.8.2022 — 14.00 Uhr — Landsgemeindeplatz, 8050 Appenzell
Daniel Mezger, «Land spielen»

Eine junge Familie – zwei Erwachsene, drei Kinder – zieht aufs Land. Diese simple Konstellation ist Stoff genug für einen humorvollen Roman über die Demontage von Träumen. Daniel Mezger liest die skurrilsten Passagen anlässlich des Zwischenstopps der «Streunenden Berna» auf ihrer Tour durchs Appenzellerland…

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Im kleinen Haus, zuhinterst im Tal und weg vom Dorf, sucht die Familie ein neues Zuhause, ein neues Leben. Zunächst sind sie beschäftigt mit der Sanierung des Hauses, doch bald folgt der Wunsch nach sozialer Anbindung in der Dorfgemeinschaft. Die Kinder werden von den Mitschülern nicht akzeptiert und auch die Erwachsenen realisieren bald, dass es mit einem Besuch in der Dorfkneipe nicht getan ist. Ein wirklicher sozialer Kontakt entwickelt sich nur zu den beiden anderen Zugezogenen, dem Dorflehrer und seiner psychisch labilen Frau. Besonders gut scheinen sich ebendiese und der Familienvater zu mögen. Ausgelöst durch diese Spannung und durch die aufkeimende Freundschaft des ältesten Sohnes mit dem Försterjungen brechen alte und neue, innere und äußere Konflikte auf. Die Konstellationen kommen in Bewegung, plötzlich ist alles offen, alles möglich, nach oben, nach unten.

Daniel Mezger (danielmezger.ch) gelingt es mit »Land spielen« sprachlich und formal grandios, diese Geschichte von der Suche nach dem Glück, von innerer und äußerer Fremdheit, modernem Zusammenleben und der Migration im Kleinen zu erzählen.

**Der Bus macht am Sonntag, dem 28. August zwischen 12 und 17 Uhr Station auf dem Landsgemeindeplatz in Appenzell.**

Eintritt frei.

Mehr zum Projekt «Streunende Berna»: www.streunenderhund.ch

Foto:©Jos Schmid

Do 22.9.2022 — 20 Uhr — Kunstmuseum St. Gallen, Museumsstrasse 32
Katja Petrowskaja, «Das Foto schaute mich an»
(c) Gunter Glücklich/Suhrkamp Verlag

Die NZZ reiht Petrowskaja neben AutorInnen wie Walter Benjamin oder Susan Sontag ein in den «Horizont der großen Foto-Literatur». Ob sie Eisbären in Königsberg betrachtet, Bergmänner im Donbass oder ihre eigene Mutter am Schwarzen Meer – es ist eine Schule des Sehens,

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zu der die ukrainisch-deutsche Schriftstellerin einlädt. Sie liest aus ihren in der Bibliothek Surkamp erschienenen Prosaminiaturen, die Fotos werden projiziert.

Mit diesen Foto-Kolumnen, die sie 2015 in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung zu schreiben begann, hat Katja Petrowskaja ihr eigenes Genre geschaffen: kurze Prosa, Landschaft, Biografie, Zeitgeschichte und Form auf minimalem Raum verdichtend. Und sie knüpft, zwischen den Zeilen, die Fragen daran: Woraus besteht die Gegenwart? Aus dem, was in Ausstellungen hängt, an Plakatwänden verwittert oder über die Bildschirme läuft? Wie gelingt es, den intimen Moment der Bestürzung oder des Staunens in Sprache zu verwandeln?

Gerade weil Katja Petrowskaja alles persönlich nimmt, gewinnen ihre Texte eine Kraft, die dem Augenblick seine Wahrheit abringt.

Eintritt: Fr. 20.- | Mitglieder Wyborada und Kunstverein Fr. 15.- | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Studierende Fr. 17.- | Mitglieder A*dS und Geflüchtete gratis

Anmeldung wünschenswert, aber nicht zwingend: literaturhaus@wyborada.ch

Katja Petrowskaja, 1970 in Kiew geboren, lebt seit 1999 in Berlin. Sie studierte in Tartu, Stanford und Moskau Literaturwissenschaft und ist als Journalistin für deutsch und russischsprachige Medien tätig. Ihr literarisches Debüt Vielleicht Esther (2014) wurde in über 30 Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet. Sie lebt in Tbilissi und Berlin.

»Kurze, packende Betrachtungen des Lebens, Zeitgeschichte und eine eigene Form des Erzählens, auf minimalem Raum verdichtet. Katja Petrowskaja zählt zu den bedeutendsten literarischen Stimmen dieser Zeit.« , DIE ZEIT

Foto: © Gunter Glücklich/Suhrkamp Verlag

das foto schaute mich an

 

Do 15.9.2022 — 19.00 Uhr — Einlass ab 18:30 Uhr — Militärkantine St. Gallen, Kreuzbleicheweg 2 — Booklaunch-Party
Christoph Keller, «Every Cripple a Superhero». Mit Dorothee Elmiger, Meral Kureyshi, Michael Fehr und Peter Weber
Christoph Keller, Foto von Jan Heller Levi

Ein starkes Buch, jetzt auch auf Englisch! Ein Grund, zu feiern.

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Christoph Keller gehört zu den wichtigen Gegenwartsautoren – und mit Publikationen wie «Jeder Krüppel ein Superheld» trägt er immer wieder dazu bei, auch Menschen mit Behinderungen und Minderheiten eine Stimme zu geben.

Nun bringt der renommierte Londoner Penguin Verlag den Text im englischen Original heraus – denn ursprünglich verfasst wurden diese Texte in New York, wo Keller viele Jahre lebte. Dass dieses Buch nun auch internationale Beachtung findet ist ein Anlass, der gefeiert werden muss – vielstimmig, mehrsprachig und barrierefrei.

Mit auf der Bühne: Dorothee Elmiger, Meral Kureyshi, Michael Fehr und Peter Weber

An den Handpans: Kay Rauber & Matthias Zuber

Den Büchertisch besorgt die Buchhandlung Comedia St. Gallen.

Eintritt (inkl. Apéro): Fr. 25.- | ermässigt Fr. 15.- | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | SchülerInnen Fr. 10.- | Mitglieder A*dS und Geflüchtete gratis

Anmeldung wünschenswert, aber nicht zwingend: literaturhaus@wyborada.ch

Mit freundlicher Unterstützung der Kulturförderung von Stadt und Kanton St. Gallen, dem A*dS (Verband Autorinnen und Autoren der Schweiz), der Ortsbürgergemeinde St. Gallen, der Kath. Kirche im Lebensraum St. Gallen, der Seelsorge im Zusammenwirken mit Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen – ein Fachbereich des Bistums St. Gallen und der Militärkantine.

Foto: © Jan Heller Levi

Finale mit Apéro: DI 27.9.2022 — 19 Uhr — Studio Wyborada, Davidstrasse 42
Lesekreis: «Orlando», von Virginia Woolf
aus Film "Orlando"

Ab August hat das Literaturhaus einen Lesekreis angeboten. Gelesen wurde ein Klassiker der Weltliteratur, über den Tilda Swinton sagte: «Orlando hat mich viel über das Menschsein gelehrt. Ein Buch, das unter jedes Kopfkissen gehört.»

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Sechs Termine waren für die gemeinsame Lektüre angesetzt, zu denen sich ein bunt gemischter Kreis von Lesenden bis Mitte September regelmässig traf.

Am Dienstag, dem 27. September, diskutieren wir das letzte Kapitel des Romans, verbunden mit einem kleinen Apéro zum Abschluss dieser intensiven gemeinsamen Lektürezeit. «Rattigan Glumphoboo!»

(Ein Blick in die sogenannte Vergangenheit:

Mo, 15.8. / 17.00-18.30 Uhr  –> bis S. 128 lesen

Mo, 29.8. / 17.30-19.00 Uhr –> bis S. 244 lesen

Di, 6.9. / 17.30-19.00 Uhr –> bis S. 283 lesen

Mi, 14.9. / 19.00-20.30 Uhr –> bis S. 283 lesen (Ende Kapitel 5)

Mi, 21.9. / 17.00-18.30 Uhr –> fiel aus

Di, 27.9. / 19.00-21.00 Uhr –> bis zu Ende lesen

Es macht nichts, wenn man den einen oder anderen Termin verpasst, oder mal später kommen oder früher gehen muss. Auch muss nicht immer die vereinbarte Seitenzahl gelesen werden. Es soll ja vor allem Spass machen!

Teilnahmegebühr: auf Spendenbasis / Kollekte)

Der Roman von Virginia Woolf erzählt von einer jugendlichen Person, die vier Jahrhunderte durchlebt, ohne merklich zu altern. Als Jüngling verbringt Orlando Zeit am englischen Hof, wo sich Elizabeth I. in ihn verliebt. Lange hält er es da aber nicht aus und lässt sich  sich als Botschafter nach Konstantinopel versetzen. Dort fällt er in einen langen, tiefen Schlaf. Als er aufwacht, ist er ein anderer – eine andere … Und das bringt Probleme mit sich: Orlando verliert all ihren Besitz, all ihre Rechte – und macht sich wieder davon. Im London des 18. Jahrhunderts verkehrt sie, die Dichterin, mit bedeutenden Intellektuellen und geniesst die Liebe beider Geschlechter. Ganz anders wird es ihr im viktorianischen Zeitalter mit seinen strikten Moralvorstellungen ergehen.

Als Biographie getarnt, hinterfragt dieser furiose Roman auf ebenso geistreiche wie auch komische Weise Geschlechterstereotype. Er hat nichts an Aktualität eingebüsst, eher noch dazugewonnen und es lohnt sich, ihn (wieder)zulesen.

Basis unserer Lektüre ist die Ausgabe, die bei Kampa Pocket erschienen ist, mit einem Vorwort von Tilda Swinton. Sie sind aber selbstverständlich sind frei, auch die eigene Ausgabe mitzubringen.

Übrigens: Im Frühjahr zeigte das Fotomuseum Winterthur eine Ausstellung zu Orlando, kuratiert von Tilda Swinton. Die in diesem Beitrag oben verwendete Aufnahme zeigt die Schauspielerin in dem sehr sehenswerten Film «Orlando» von Sally Potter.

ab Mi 17. August wieder geöffnet
Sommerferien Bibliothek

Die Bibliothek war während den Sommerferien geschlossen. Ab Mittwoch, dem 17. August sind wir wieder für Sie da. Wir freuen uns aufs Wiedersehen!

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Sommerpause* Literaturhaus

Im Juli gönnt sich – und Ihnen – das Literaturhaus vier Veranstaltungs-freie Wochen. In denen wir zwar nicht gerade faulenzen, aber irgendwo an einem See, am Meer oder einfach in einer Wiese das Herbstprogramm vorbereiten. Im August geht es dann

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mit dem Angebot einer Orlando-Lesegruppe; shared reading also jetzt auch im Literaturhaus. Die Termine werden mit den Interessierten abgestimmt, wer Lust hat, mitzumachen: Eine kurze Mail mit dem Betreff Orlando an literaturhaus@wyborada.ch genügt. Anmeldung bitte bis zum 25. Juli – für unsere Planungen.

Den offiziellen Auftakt des Herbstprogramms macht am 25. August die junge Autorin Noemi Somalvico, die gerade für Ihr Debüt »Ist hier das Jenseits, fragt Schwein« mit dem Literaturpreis des Kanton Bern ausgezeichnet wurde,

dicht gefolgt von Silvia Tschui und Daniel Mezger, die im Rahmen einer schönen Aktion des Appenzeller Kollektivs «Streunender Hund» am 27. und 28. August lesen werden.

Schwimmen Sie gut durch den Sommer, wir freuen uns aufs Wiedersehen!

Ihre Anya Schutzbach & Team

*Die gleissende Sonne unseres Beitragsmotivs stammt übrigens vom Programmflyer zu Maria Ursprungs starkem Stück »Die nicht geregnet werden«, das im Mai am Theater St. Gallen zur Uraufführung kam.

Veranstaltungstipp: 18.6. - 23.6.2022 — Haus Max Burkhardt, Rebenstrasse 33, Arbon
Literaturtage Arbon

Im sogenannten «Sonnenblumenhaus» in Arbon finden auch in diesem Jahr wieder die Literaturtage statt. Zu Gast: Brigitta Gehrig, Andrea Martina Graf, Willi Häne, Jan Heller Levi, Christoph Keller, Tom Kummer, Brigitte Meyer, Lorenz Pauli, Helena Rüdisühli, Monika Schnyder, Martin Stierli, Tina Stroheker, Clemens Umbricht und Florian Vetsch. Und natürlich die Kuratorinnen Ruth Erat und Andrea Gerster, auch mit eigenen Texten.

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Das diesjährige Thema: «Texte und Bilder, Sprache und Sprachen».

Das Programm in Haus und Garten:

Samstag, 18.06.

19 Uhr: Auftakt mit Andrea Gerster, Ruth Erat und Martin Stierli

Sonntag, 19.06.

ab 11 Uhr: Jan Heller-Levi, Christoph Keller, Clemens Umbricht, Florian Vetsch, Erica Engeler; Monika Schnyder & Helena Rüdisühli sowie Willy Häne; Andrea Graf & Brigitta Gehrig und Ruth Erat mit Brigitte Meyer

Mittwoch, 22.06.

19 Uhr: Tom Kummer

Donnerstag, 23.06.

19 Uhr: Tina Stroheker

Nach Solothurn ist vor Simone Lappert in St. Gallen:
Lyrik lohnt sich!
©Ayse Yavas

©Ayse Yavas

Nach drei prallen Tagen in einem vor Literatur pulsierenden Solothurn freuen wir uns, etwas mitgebracht zu haben von dort für alle, die am Auffahrts-Wochenende nicht auch an die Aare kommen konnten:

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Simone Lappert. Zusammen mit der E-Bassistin Martina Berther rockte sie – so suggestiv wie brodelnd – das Solothurner Stadttheater, in das am Freitagmittag keine Maus mehr gepasst hätte.

Gabriele Barbey erlebte die Autorin tags darauf in einer Debatte mit dem Titel «Achtung, Lyrik!». Gern weisen wir an dieser Stelle auf ihr Streiflicht bei Saiten hin: Lyrik lohnt sich!

Mehr zur Veranstaltung am Mittwoch, dem 8. Juni hier.

Mi 25.5.2022 — 20 Uhr — Festsaal Katharinen, Katharinengasse 11, St. Gallen
Irene Dische, «Die militante Madonna»

Von einem der auszog, das Gendern zu leben: Mit einem Schelmenstreich stellt Irene Dische den Chevalier d’Éon 200 Jahre nach seinem Tod ins Rampenlicht ihres Romans – und eröffnet damit ein Rollenspektakel der Geschlechter.

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Ein atemberaubender Roman über Männer und Frauen – und eine aussergewöhnliche historische Figur, die beides war. Irene Dische erzählt die wahre Geschichte des Chevalier d’Eon de Beaumont, der 1728 in Frankreich auf die Welt kam und 1810 in London starb. D’Eon war Diplomat, Soldat, Bibliothekar, Freimaurer, Degenfechter, Schriftsteller und Spion – und verbrachte den grössten Teil seines turbulenten Lebens als Frau. Bis zu seinem Tod rätselte ganz London, wer die militante Madonna, die in öffentlichen Degenkämpfen alle Männer in die Knie zwang, wirklich war.

Irene Dische wurde 1952 in New York geboren, hat in Harvard studiert und lebt heute in Berlin und Rhinebeck/USA. Von Hans Magnus Enzensberger entdeckt, veröffentlichte Irene Dische 1989 ihr literarisches Debüt, den Erzählungsband Fromme Lügen, der von der Kritik begeistert aufgenommen wurde. Es folgten zahlreiche Romane und Erzählungsbände.

Eintritt: Fr. 20.- | Mitglieder Wyborada Fr. 15.- | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Studierende Fr. 17.- | Mitglieder A*dS und Geflüchtete gratis

Anmeldung literaturhaus@wyborada.ch

Büchertisch: Buchhandlung Zur Rose

Weitere Titel von Irene Dische in der Bibliothek Wyborada:
Grossmama packt aus (Roman, 2006)
Lieben (Erzählungen, 2007)
Ein Job (Kriminalroman, 2009)  

Foto Dische © Max Lautenschläger / Visum

Noch ein Ausflug — Fr 27. oder Sa 28. Mai 2022 — Datum zur freien Auswahl, jeweils ab 10 Uhr
Solothurner Literaturtage! Wer kommt mit?

In diesem Jahr finden die Solothurner Literaturtage wieder «in echt» statt, wie üblich von Freitag bis Sonntag nach Auffahrt. Wer Lust hat, dieses famose Literaturfestival in kundiger Begleitung zu erleben, ist herzlich willkommen, Anya Schutzbachs Einladung zu folgen.

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Die Solothurner Literaturtage sind das grösste mehrsprachige Literaturfestival der Schweiz, heuer gehen sie in die 44. Ausgabe. Über 70 Schweizer AutorInnen und ÜbersetzerInnen sowie internationale Gäste aus den Sparten, Prosa, Lyrik, Spoken Word und Übersetzung stehen auf dem Programm – das Sie übrigens auch in unserer Bibliothek abholen können.

Wir fahren da natürlich hin – diese Literaturtage sind einer unserer liebsten Pflichttermine des Jahres!

Wer Lust hat, Anya Schutzbach am Freitag, dem 27. oder am Samstag, dem 28. Mai zu begleiten, sich von ihr durch den Dschungel all der verlockenden Angebote lotsen zu lassen, in lockerer Runde vor der legendären Genossenschaftsbeiz «Kreuz» oder im schönen Barockgarten des Palais Besenval zu sitzen, Autorinnen und Autoren und sonstige Bookster zu treffen (und zwischendurch auch einmal an der Aare entlangzuspazieren), ist dazu herzlich eingeladen. (An- und Abreise sowie Festivaltickets sind individuell zu organisieren. Direkte Züge ab St. Gallen 2 Std. Fahrzeit.)

Anmeldung per Email mit Angabe des Wunschdatums 27. oder 28. Mai an literaturhaus@wyborada.ch .

Nähere Fragen werden auch gern telefonisch beantwortet: 079 – 251 3954.

Mi 8.6.2022 — 14 Uhr — Studio Bibliothek Wyborada
Wybo Goes Wiki, Schreibwerkstatt

Wikipedia wird auch auch als «Gedächtnis der Welt» bezeichnet. Allerdings werden die Leistungen von Frauen und deren Biografien nicht adäquat dargestellt – oft sind sie gar nicht sichtbar. Wybo Goes Wiki leistet Abhilfe!

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Zu den folgenden Terminen finden im Studio der Bibliothek Wyborada Zusammenkünfte statt, bei denen Interessierte Biografien von Frauen ergänzen – oder neu schreiben:

Mi 8. Juni, jeweils ab 14 Uhr

Ziel ist das Erstellen von Einträgen zu wichtigen Frauen* aus der Ostschweiz. Sie können mit Ihren «Lieblingsfrauen» vorbeikommen oder sich von einer Liste inspirieren lassen. Die Bibliothek Wyborada stellt die nötige Literatur und Getränke zur Verfügung.

In der Schreibwerkstatt beantworten Karin K. Bühler und Ruth Erat Fragen rund um Wikipedia und zeigen erste Schritte zum Erstellen und Editieren von Beiträgen auf.

Chris Regn und Daniela Brugger vom kollaborativen Projekt Who writes his_tory!  sind erfahrene Wikipedia-Schreibende und begleiten das Projekt.

Wir freuen uns auf viele Schreiblustige und kreative Stunden.

Anmeldung: bibliothek@wyborada.ch

Mitbringen: eigener Laptop

Kosten: keine

Spoken Poetry Performance Mi 8.6.2022 — 19.30 Uhr — Keller der Rose, Gallusstrasse 18
Simone Lappert, «längst fällige verwilderung». Musik: Martina Berther
Foto: Livio Baumgartner

«Unterm Eis: Simone Lapperts erster Lyrikband legt einen brodelnden Untergrund frei» (Frankfurter Rundschau): Texte über Aufbrüche, Abschiede, Sehnsüchte, Selbstbestimmung und die fragile Gegenwart.
Foto © Livio Baumgartner

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längst fällige verwilderung ist eine Spoken Poetry Performance zu Simone Lapperts gleichnamigem Lyrikband. Darin vermoosen Gedanken und leuchtet der Mond siliziumhell, die Liebe schmeckt nach Quitte, die Katastrophe nach Erdbeeren, und die Dichterin fragt sich, fragt uns: ›sag, wie kommt man noch gleich ohne zukunft durch den winter?‹

Diese Texten voller Schönheit, Klugheit und Witz begleitet die E-Bassistin Martina Berther und kontrastiert sie. Mal laut und wild, mal nachdenklich leise – und immer wieder augenzwinkernd.

In Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Zur Rose – und mit freundlicher technischer Unterstützung von Marc Jenny.

Eintritt Fr. 20.- | Mitglieder Wyborada Fr. 15.- | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Studierende Fr. 17.- | Mitglieder A*dS gratis | Geflüchtete gratis

Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

Simone Lappert (simonelappert.com) geboren 1985 in Aarau, studierte am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel. Mit ihrem Debütroman ›Wurfschatten‹ stand sie auf der Shortlist des ZDF-aspekte-Preises, ihr Roman ›Der Sprung‹ war für den Schweizer Buchpreis nominiert. Für ihre Lyrik wurde sie mit dem Heinz-Weder-Preis und einem Werkbeitrag des Fachausschusses Literatur Basel ausgezeichnet. Sie ist Präsidentin des Internationalen Lyrikfestivals Basel und war Schweizer Kuratorin für das Lyrikprojekt ›Babelsprech.International‹. Sie lebt in Zürich.

Martina Berther (martinaberther.ch) ist eine der vielseitigsten E-Bassistinnen der Schweizer Musikszene. Ihr Klangspektrum reicht von Popmusik über experimentelle bis hin zu freier Improvisation. Mit ihren Bands Ester Poly und AUL, solo aka Frida Stroom sowie mit Sophie Hunger ist sie international unterwegs. Sie schreibt Musik für Filme, interessiert sich für interdisziplinäre Zusammenarbeiteni und ist als Multiinstrumentalistin und Sessionmusikerin tätig. 2020 wurde sie mit dem Schweizer Musikpreis ausgezeichnet, 2018 erhielt sie das Werkjahr der Stadt Zürich. Geboren und aufgewachsen in Chur, lebt sie heute in Zürich.

bis 16.6.2022 — Studio Bibliothek Wyborada
Artist’s Choice #9: Beatrice Dörig

Für diese Ausgabe von Artist’s Choice liess sich die St.Galler Künstlerin von Franziska Schutzbachs «Die Erschöpfung der Frauen» inspirieren.
Die Papierarbeiten sind bis zum Samstag 16. Juni 2022 zu im Studio der Bibliothek Wyborada zu besichtigen.

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Die Stellung der Frau in unserer Gesellschaft reflektiert Beatrice Dörig dabei ausgehend des von Schutzbach geprägten Begriffs «Fawning».

Im aktuellen Saiten (05/2022, S. 52) fragt Karsten Redmann, weshalb Beatrice Dörig das Buch Die Erschöpfung der Frauen wählte. Darauf antwortet die Künstlerin: «Franziska Schutzbach schreibt über den Begriff Fawning, den es in der englischsprachigen Traumaforschung für nettes Verahlten in Gefahrensituationen gibt und sinngemäss heisst, sich wie ein süsses Rehkitz zu geben. Es wird der Versuch beschreiben einer Person zu gefallen, um einen Konflikt oder Übergriff zu vermeiden. Dieser Begriff gab den Anstoss einer kleinen Serie mit Zeichnungen.»

Mehr zur Arbeitsweise der Künstlerin und den thematischen Hintergründen war am 18.5.2022 bei Bier und Brezel zu erfahren.

 

Präsentation dieser Papierarbeiten in Anwesenheit der Künstlerin:

18.5.2022, 19 Uhr

Es gibt Bier & Brezeli.

Anmeldung erwünscht: bibliothek@wyborada.ch

Die Papierarbeiten sind bis zum Samstag 16. Juni 2022 zu im Studio der Bibliothek Wyborada zu besichtigen.

29.6.2022 — 19 Uhr — Studio Bibliothek Wyborada
Artist’s Choice #10: Hulda Zwingli

Das Kollektiv Hulda Zwingli macht mit seinen Aktionen auf Instagram Furore. Für Artist’s Choice trägt Martina Morger Textauszüge vor, die live auf unserem Instagram-Kanal @wyborada übertragen werden.

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Hulda Zwingli setzt sich überall dort, wo öffentliche Gelder im Spiel sind, für eine geschlechtergerechte Vertretung in der Bildenden Kunst ein. Und zwar sehr erfolgreich!

Hinter dem Pseudonym steht ein Zürcher Kunstkollektiv. Als anonyme Influencerin auf Instagram erfreut sie sich immer grösserer Beliebtheit und zunehmendem Einfluss.

Mit «Artist’s Choice» wird der Medienbestand der 1986 als Frauenbibliothek gegründeten Bibliothek Wyborada reflektiert. Zur neuen Frauenbewegung, zu Frauenprojekten und Biografien von kämpferischen Frauen gibt es viele Bücher in unserer Bibliothek. Die feministische Initiative «Hulda Zwingli» thematisiert diese Teilbestände unserer Spezialbibliothek aufs Vorzüglichste.

Die Manor-Kunstpreisträgerin Martina Morger wird Hulda-Aussagen vortragen. Der Anlass wird zudem live via Instagram gestreamt – und damit eine direkte Verbindung zu Hulda hergestellt.

Instagram-Lesung: 19 Uhr

Wir freuen uns über zahlreiches Erscheinen! Es gibt Bier & Brezel.

 

Links:

Kurzporträt von Hulda Zwingli: SRF-Kulturplatz

Ausstellungsbeitrag von Hulda Zwingli in Schaffhausen: collettiva.ch

Wir kritisieren die Mehrheit von 85 Prozent weissen Männern: swissinfo.ch
Die Spaziergänge der Hulda Zwingli in Zürich: swissinfo.ch

Folge Hulda Zwingli auf Instagram: @huldazwingli

 

Do 19.5.2022 — 19.30 — Literaturhaus Thurgau Bodmanhaus, Am Dorfplatz 1, Gottlieben
Sasha Filipenko, «Die Jagd»

«Ein erschütternd aktuelles und rasant erzähltes Buch» (Nora Zukker, Tagesanzeiger), «ein sardonisch-luzides Meisterwerk, am Puls Russlands und Filipenkos Heimat Belarus» (Ulrich Lössl, news.at).
Lesung und Gespräch mit dem Autor und Ulrich Schmid (Russisch und Deutsch).

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**Eine Anmerkung zum Veranstaltungsort: Im Rahmen einer Kooperation mit dem Literaturhaus Thurgau macht das Literaturhaus St. Gallen einen Ausflug nach Gottlieben: Die Lesung findet im Bodmanhaus Am Dorfplatz 1 in 8274 Gottlieben statt**

Der belarussische Autor Sasha Filipenko (38) hat sich in seinen beiden ersten auf Deutsch erschienenen Romanen „Rote Kreuze“ und „Der ehemalige Sohn“ mit dem stalinistischen Terror in der Sowjetunion beziehungsweise mit dem Leben unter dem Regime von Diktator Alexander Lukaschenko in seiner Heimat auseinandergesetzt. Diesmal nimmt Filipenko das postsowjetische System der Gewalt und Unterdrückung unter die Lupe und gibt einen Einblick in das heutige Russland – wenngleich vor Kriegsausbruch in der Ukraine.

Erzählt wird die Geschichte des idealistischen Journalisten Anton Quint, der sich mit einem Oligarchen anlegt. Worauf dieser den Befehl gibt, Quint fertigzumachen. Die Hetzjagd ist eröffnet.

Ulrich Schmid, Professor für Kultur und Gesellschaft Russlands an der Universität St. Gallen mit Schwerpunkt Politik und Medien in Russland sowie Nationalismus in Osteuropa wird das Gespräch mit dem Autor auf Russisch führen und für das Publikum übersetzen.

Lesung: Anya Schutzbach.

Sasha Filipenko, geboren 1984 in Minsk, ist ein belarussischer Schriftsteller, der auf Russisch schreibt. Er studierte Literatur in St. Petersburg und arbeitete als Journalist, Drehbuchautor, Gag-Schreiber für eine Satireshow und als Fernsehmoderator. Sasha Filipenko wohnte bis 2020 in St. Petersburg. Er musste Russland verlassen und hält sich derzeit an wechselnden Wohnorten in Westeuropa auf.

In einem Interview meint der Autor: «Meine Aufgabe ist das Schreiben. Wenn ich nach Belarus zurückkehren würde, könnte ich nicht mehr schreiben. Da sässe ich höchstwahrscheinlich im Gefängnis, genau wie viele andere Schriftsteller und Philosophen. Das würde meine Arbeit extrem behindern.»

Eine Kooperation mit dem Literaturhaus Thurgau Bodmanhaus

Eintritt Fr. 10.- | Mitglieder Wyborada und Freunde des Bodmanhauses Fr. 8.- | Ermässigt Fr. 5.-

Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

Foto © Lukas Lienhard/ Diogenes Verlag

Das Programm April – Juni

Hier finden Sie eine Übersicht unserer Veranstaltungen bis Ende Juni.

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Wir halten Sie auf dieser Homepage sowie über unseren Newsletter auf dem Laufenden. Oder Sie kommen in der Bibliothek vorbei und holen sich den aktuellen Programmflyer ab (und vielleicht auch das ein oder andere Buch!).

Neulich im Keller der Rose…
Foto: Livio Baumgartner

begeisterte Simone Lappert zusammen mit der E-Bassistin Martina Berther das Publikum…

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Schummrig war’s im ausverkauften Keller der Rose und das Gewölbe erfüllt vom Sound einer eindrücklichen Spoken Poetry Performance: Simone Lappert rezitierte frei aus ihrem aktuellen Band längst fällige verwilderung, congenial begleitet von Martina Berther am E-Bass. Unforgettable!

Mit Dank an die Buchhandlung zur Rose und Marc Jenny, der uns bei der eher komplexen Technik unterstützte :- )

Fotos © Xenia Hitz

Ausflug mit Sonderführung: Sa 21.5.2022 — 11.30 — Fotomuseum Winterthur, Grüzenstrasse 44-45
«Orlando – Nach einem Roman von Virginia Woolf» Fotoausstellung, kuratiert von Tilda Swinton

«Ich sehe Orlando als eine Geschichte über das Leben eines Menschen, der danach strebt, sich vollständig von den Konstruktionen des Geschlechts oder sozialer Normen zu befreien.» Tilda Swinton

Foto: Mickalene Thomas, Untitled #2 (Orlando Series), 2019 © Mickalene Thomas und Yancey Richardson Gallery, New York.

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Im Vorfeld der Lesung mit Irene Dische am 25. Mai, in der es um eine historische Figur geht, die im 18. Jhdt. als Frau und als Mann lebte, bietet das Literaturhaus einen gemeinsamen Besuch der Orlando-Ausstellung in Winterthur mit einer Sonderführung an. Denn:

Virginia Woolfs avantgardistischer Roman «Orlando» handelt ebenfalls von einem jungen adligen Menschen, der imstande war, das Geschlecht zu wechseln. Die von Tilda Swinton entwickelte Ausstellung zeigt Werke zeitgenössischer Kunstschaffender, die zentrale Themen der Geschichte Orlandos aufgreifen: Geschlechterfluidität, die Idee eines grenzenlosen Bewusstseins und die Perspektive endlosen Lebens. So wird ein Bogen geschlagen zur «Militanten Madonna»von Irene Dische – und zur

Lesegruppe im August. Auf dem Plan steht: «Orlando». So schliesst sich der Kreis.

Anmeldung zum Ausstellungsbesuch mit Sonderführung erforderlich bis zum 16. Mai an literaturhaus@wyborada.ch.

Treffpunkt am Fotomuseum: Samstag, 21. Mai, ca. 11 Uhr. Führung mit Astrid Näff 11.30 – 12.30 Uhr. Anschliessend gemeinsames kleines Mittagessen vor Ort.

Eintritt inkl. Sonderführung: Fr. 20.- | Mitglieder Wyborada Fr. 15.- | Caritas Kulturlegi Fr. 10.- | Studierende Fr. 17.- | Mitglieder A*dS Fr. 10.- | Geflüchtete gratis

Lynn Hershman Leeson, Rowlands/Bogart (Female Dominant), 1982, aus der Serie Hero Sandwich © Lynn Hershman Leeson und Bridget Donahue, New York

Jamal Nxedlana, FAKA Portrait, Johannesburg, 2019 © Jamal Nxedlana

Installationsansicht Orlando – Nach einem Roman von Virginia Woolf, Fotomuseum Winterthur © Fotomuseum Winterthur / Conradin Frei

Mi 28.9.2022 — 19 Uhr — DenkBar, Gallusstrasse 11
Ostschweizer Literaturgespräch #8: Claudia Vamvas & Manuel Güntert

«Ein Buch oder kein Buch?» Im Mittelpunkt der 8. Ausgabe der von Ruth Erat kuratierten Gesprächsreihe steht diesmal die Frage: Muss es unbedingt ein Buch sein? Eine Lektorin/Musikerin und ein Soziologe – Schreibende beide – tauschen sich aus.

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Claudia Vamvas, Lektorin und Akkordeonistin, ist 2016 durch ihre auf Twitter präsentierten Alltagsbeobachtungen zur Buchautorin geworden, von Manuel Güntert, Wissenschaftler und Publizist, erschien kürzlich ein schwarzer Erzählband: «Der Un-Fall, der nicht fällt».

Für den Soziologen, der in wissenschaftlichen Zeitschriften, Zeitungen und Magazinen veröffentlicht, ist dies als eine Art Relikt einer Zeit geschuldet, in der er anstatt schwarzer Hefte Punkfanzines auf der Strasse und an Konzerten verkaufte.

Seine Texte führen in eine nicht ganz ferne Vergangenheit zurück, während Claudia Vamvas, in ihren Ferien als Strassenmusikerin unterwegs, immer wieder Alltagsgeschichten notiert, doch von ihrem Schreiben sagt: Ein Buch muss es nicht sein.

Wie man auf andere Art Gehör findet, danach fragt das OLG, sprich: Ruth Erat, die das Gespräch eröffnet.

Eintritt: Fr. 20.- | Mitglieder Wyborada und Kulturkreis DenkBar Fr. 15.- | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Studierende Fr. 17.- | Mitglieder A*dS und Geflüchtete gratis

Anmeldung wünschenswert, aber nicht zwingend: literaturhaus@wyborada.ch

Beginn: 19 Uhr. Wie immer bietet die DenkBar vor der Veranstaltung ab 18 Uhr ein Kulturplättli an.

Eine Veranstaltung des Literaturhaus Wyborada St. Gallen in Kooperation mit der DenkBar.

Claudia Vamvas arbeitet nach zwei Jahrzehnten im Buchhandel heute als Korrektorin/Lektorin und gelegentlich als Texterin. Daneben schreibt sie Kürzestprosa sowie Kurzgeschichten – und spielt leidenschaftlich gerne Akkordeon. Im Herbst 2016 erschien im Berliner Frohmann Verlag «Sitze im Bus». 2017 erhielt Vamvas den Förderpreis in der Sparte Literatur der Stadt St. Gallen, wo sie auch heute lebt.

Manuel Güntert, geboren in Münsterlingen, lebt heute in Kreuzlingen. Er wurde an der Universität Konstanz im Fach Soziologie über Machtausübung in sozialen Gruppen promoviert und lebte lange in Israel, wo er an der Tel Aviv University forschte. Aktuell arbeitet Güntert an einem Buch über den ontologischen Gottesbeweis.

#wearewyborada, die Zwölfte
Foto: Nils Grootenzerink

Im Rahmen unserer Aktion #wearewyborada stellen wir an dieser Stelle all jene vor, die Bibliothek & Literaturhaus Wyborada (aus)machen. Hier begrüssen wir Xenia, die uns als Hospitantin bis Anfang September begleitet.

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«Ich weiss eigentlich nicht so recht, was ich will. Studiums- und Lebensplanwechsel erwäge ich fast stündlich. Aber eins weiss ich bestimmt: In der Literatur fühl ich mich zuhause. Denn dort muss ich mich nicht entscheiden. Kürzlich las ich Orlando von Virginia Woolf und fühlte mich frei: Mit ihr* durch die Jahrhunderte zu reisen gab mir alle Zeit der Welt und ich konnte Höfling*, Gesandte:r, Reisende:r und Dichter:in in einem sein. (Übrigens: Im August findet ein Lesekreis zu Orlando statt. Über Details informiere ich sie ganz bald.) Ich geniesse meine Zeit im Literaturhaus St. Gallen, wo ich solche Buchreisen unternehmen und hinter die Kulissen des Literaturbetriebs schauen kann. Inmitten der Sommerpause bereiten wir gerade das Herbstprogramm vor.«

Foto © Nils Grootenzerink

SCHWERPUNKT BILBIOTHEK WYBORADA: FEMINISTISCHE KRIMIS
Krimis aus weiblicher Perspektive

900 feministische Krimis

Nervenkitzel pur – 900 Krimis von Frauen …

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Ob hartgesottene Ermittlerin, unbeholfene Antiheldin oder leideschaftliche Polizistin, die weiblichen Figuren in der Krimiliteratur sind heute so vielfältig wie ihre Leserschaft. Im Bestand der Bibliothek Wyborada finden sich neben aktuellen Neuerscheinungen auch feministische Krimis aus der Frühzeit des Genres in den 1980er Jahren.

Drei unserer ehemaligen HospitantInnen haben sich mit näher mit dem Genre befasst:

_Was macht ein Krimi zu einem feministischen Krimi, was macht einen Roman zu einem feministischen Roman? Eine Annäherung. Von Sara Räss

_Sara Paretsky, «Schadenersatz». Von Jakob Reeg

_J.M. Redmann, «Sag niemals ja». Salome Heiniger hat sich einen Krimi aus den 90er-Jahren vorgenommen

Mi 27.4.2022 – 19.30 – Museum im Lagerhaus (Parterre), Davidstrasse 44
Adelheid Duvanel, «Fern von hier». Lesung & Gespräch

«Die vollständig gesammelten Erzählungen der Adelheid Duvanel sind eines der grossartigsten erzählerischen Werke des 20. Jahrhunderts.» (Michael Krüger, Die Zeit) – Ein Abend über Leben und Werk einer der bedeutendsten Stimmen der Schweizer Literatur des 20. Jahrhunderts.

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Adelheid Duvanel (* 23. April 1936 in Basel, † 8. Juli 1996 ebda) war lange ein Geheimtipp und gilt als Meisterin der kleinen Form. Anlässlich ihres 25. Todestags 2021 machte der Limmat Verlag mit dem Band «Fern von hier» erstmals die gesammelten Erzählungen der Autorin zugänglich: «Eine verlegerische Grosstat und eine Ermutigung, diese Schriftstellerin weiter- oder neu zu lesen», so die Jury anlässlich der Auszeichnung des Buches mit dem Preis der Hotlist 2021.

In ihren Miniaturen und Texten erzählt Duvanel packend aus dem Leben von meist versehrten Existenzen, die aber beharrlich ihre Würde gegen die Zumutungen des Lebens verteidigen.

Um uns diese Autorin vorzustellen und nahezubringen, berichtet die Herausgeberin des Bandes, Elsbeth Dangel-Pelloquin, über Leben und Werk und liest aus Duvanels Texten.

Das Museum im Lagerhaus, eines der wichtigen Häuser für schweizerische Naive Kunst und Art brut, ist im Besitz einiger Zeichnungen und Gemälde der Autorin und Künstlerin, darunter Selbstporträts – wenngleich die Frauenfiguren bei Adelheid Duvanel letztlich immer sie selbst meinen.

Prof. Dr. em. Elsbeth Dangel-Pelloquin lehrte Deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Basel. Sie publizierte Bücher zu Schnitzler, Hofmannsthal und Jean Paul sowie Aufsätze u.a. zu Keller, Stifter, Aichinger, zur Literaturgeschichte des Kusses, der Tränen, zu komparatistischen Themen und zu Autorinnen der Gegenwartsliteratur.

Von Adelheid Duvanel in unserer Bibliothek:

Anna und ich (1985)

Das Brillenmuseum (1982)

Windgeschichten (1980)

Wände, dünn wie Haut (1979) – und natürlich: Fern von hier.

Eintritt Fr. 20.- | Mitglieder Wyborada und Gönner:innen des Museum im Lagerhaus Fr. 15.- | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Studierende Fr. 17.- | Mitglieder A*dS gratis | Geflüchtete gratis

Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

Den Büchertisch besorgt die Buchhandlung Comedia – wir danken herzlich!

#wearewyborada, die Elfte

Im Rahmen unserer Aktion #wearewyborada stellen wir an dieser Stelle all jene vor, die Bibliothek & Literaturhaus Wyborada (aus)machen. Daher begrüssen wir hier herzlich Sara, die uns als Hospitantin bis Mai 2022 begleitet.

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«Texte lesen ist für mich eine Art, die Welt zu entdecken, meine Neugier zu stillen, neue Orte, Kulturen und Perspektiven kennenzulernen. In meinem Germanistikstudium wurden mir überwiegend Texte von alten weissen Männern vermittelt, weshalb ich mich in meiner Zukunft im Literaturbetrieb dafür einsetzen möchte, dass Stimmen von FLINTA* eine Bühne geboten wird. Weibliches Schreiben hat eine lange Geschichte, und es ist wichtig, gegenwärtigen sowie vergangenen marginalisierten Stimmen mehr Sichtbarkeit zu verschaffen. Deshalb freue ich mich sehr, die nächsten Monate beim Literaturhaus St. Gallen und in der feministischen Bibliothek Wyborada St. Gallen mitzuwirken.»

2. – 8. Juli 2022 — Tatti (Toskana, Italien)
Schreibwerkstatt mit Tom Kummer > muss leider ausfallen

Nach der erfolgreichen ersten Schreibwerkstatt in dem schönen toskanischen Bergdorf Tatti im vergangenen September bieten wir in diesem Jahr einen Sommerkurs an – und freuen uns sehr, dass der Schriftsteller Tom Kummer erneut zugesagt hat.

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Das Angebot richtet sich an alle Schreibenden, Anfänger wie Fortgeschrittene, die sich in der Zurückgezogenheit ganz ihren Texten widmen möchten. Tom Kummer betreut die Arbeit am Text, gibt Hinweise und beleuchtet die besondere Produktivität im subjektiven Schreibprozess.

Anya Schutzbach, Leiterin des Literaturhauses St. Gallen, begleitet die Gruppe und gibt in zwei Nachmittags-Seminaren ergänzend Einblicke hinter die Kulissen des Literaturbetriebs und die Wege, die ein Stoff bis zum fertigen Buch zurücklegt.

Ein sechs Tage währender produktiver Urlaub, kreative Rekreation.

Weitere Informationen unter Fattoria di Tatti oder schreibkomplizen.net

Anmeldung oder Rückfragen unter literaturhaus@wyborada.ch

13.4. – 23.4.2022
Die Bibliothek macht Frühlingsferien

Ab Mittwoch 27. April ist die Bibliothek wieder für Sie geöffnet.
Wir freuen uns über Ihren Besuch!

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Do 7.4.2022 — 18 Uhr — Museum im Lagerhaus, Davidstrasse 44, Parterre
Hauptversammlung

Am Donnerstag dieser Woche findet die Hauptversammlung des Vereins Literaturhaus & Bibliothek Wyborada statt, zu der alle Mitglieder eingeladen sind.

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Auf Wunsch leiten wir den Mitgliedern die entsprechenden Unterlagen auch per Mail zu. (Bitte um Zusendung der Unterlagen über diesen Link). Mit anschliessendem Apéro.

Ab 20 Uhr: Ein Abend «mit» Patricia Highsmith (s.u.). Die TeilnehmerInnen der Mitgliederversammlung geniessen freien Eintritt.

Zur besseren Planung danken wir für eine Anmeldung an info@wyborada.ch.

Do 7.4.2022 — 20 Uhr — Museum im Lagerhaus, Davidstrasse 44, Parterre
Patricia Highsmith, «Tage- und Notizbücher»

Vor wenigen Monaten erstmals publiziert: Die privaten Tage- und Notizbücher der grossen Autorin Patricia Highsmith. Was sind das für Dokumente, was erzählen sie, wie sind sie literarisch einzuordnen? Die Mitherausgeberin Friederike Kohl, die zu diesem Abend eigens aus Berlin anreist, berichtet von der Editionsarbeit, Anya Schutzbach liest aus den Texten.

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Das eigene Leben war für Patricia Highsmith vordergründig nie ein literarisches Thema. Von der öffentlichen Neugier schirmte sie sich konsequent ab. Vor kurzem erschien bei Diogenes erstmals eine Auswahledition ihrer «Tage- und Notizbücher».

18 Tage- und  38 Notizbücher, die sie seit ihrer College-Zeit geführt hatte, wurden nach ihrem Tod in ihrem Wäscheschrank gefunden. Man erfährt, wie Patricia Highsmith mindestens zwei Leben gleichzeitig führte und aus einer kühlen Halbdistanz psychologische Romane über elementare Themen schrieb wie Liebe, Fremdsein und Mord.

Friederike Kohl, geb. 1983, studierte Sprachen, Wirtschafts- und Kulturraumstudien mit angloamerikanischem Schwerpunkt an der Universität Passau und in Limoges, Frankreich. Sie war mehrere Jahre in der Verlagsbranche tätig und lebt als freie Redakteurin in Berlin.

Eintritt Fr. 20.- | Mitglieder Wyborada und Gönner:innen des Museum im Lagerhaus Fr. 15.- | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Studierende Fr. 17.- | Mitglieder A*dS gratis | Geflüchtete gratis

Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

**Da sich die Veranstaltung an unsere diesjährige Mitgliederversammlung anschliesst, ist der Eintritt für alle Teilnehmenden der Mitgliederversammlung gratis.**

Covid-19 Schutzkonzept: Die Maskenpflicht ist auch bei unseren Veranstaltungen aufgehoben. Wir empfehlen jedoch, auch weiterhin während der Veranstaltungen eine Schutzmaske zu tragen. Hygienemasken und Desinfektionsmittel stehen für Sie bereit.

Foto Patricia Highsmith © Archiv Diogenes Verlag

/// Wortlaut St. Galler Literaturfestival /// Sa 26.3.2022 — 11 Uhr — Festsaal Stadthaus, Gallusstrasse 14, St. Gallen
Yael Inokai, «Ein simpler Eingriff»

Ein neuartiger Eingriff soll Frauen von ihren psychischen Leiden befreien. Doch ist das menschenwürdig? Inokai erzählt eine Geschichte von Emanzipation, Liebe und Empathie. Die Lesung der Basler Autorin ist eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Wortlaut St. Galler Literaturfestival.

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Meret ist Krankenschwester. Die Klinik ist ihr Zuhause, ihre Uniform trägt sie mit Stolz, schliesslich kennt die Menschen in ihrem Leiden niemand so gut wie sie. Bis eines Tages ein neuartiger Eingriff entwickelt wird, der vor allem Frauen von psychischen Leiden befreien soll. Die Nachwirkungen des Eingriffs können schmerzhaft sein, aber danach fängt die Heilung an. Daran hält Meret fest, auch wenn ihr langsam erste Zweifel kommen.

„Ein simpler Eingriff“ ist nicht nur die Geschichte einer jungen Frau, die in einer Welt starrer Hierarchien und entmenschlichter Patientinnen ihren Glauben an die Macht der Medizin verliert. Es ist auch die intensive Heraufbeschwörung einer Liebe mit ganz eigenen Gesetzen. Denn Meret verliebt sich in eine andere Krankenschwester. Und überschreitet damit eine unsichtbare Grenze.

Yael Inokai, geboren 1989, studierte Philosophie in Basel und Wien, anschließend Drehbuch und Dramaturgie in Berlin. 2012 erschien ihr Debütroman Storchenbiss. Für ihren zweiten Roman Mahlstrom wurde sie mit dem Schweizer Literaturpreis 2018 ausgezeichnet. Sie ist Redaktionsmitglied der Zeitschrift PS: Politisch Schreiben und lebt in Berlin.

Moderation: Anya Schutzbach

Tickets über Wortlaut St. Galler Literaturfestival

Schutzmassnahmen: Für die Veranstaltung gelten die im Rahmen des Festivals ausgeschriebenen Massnahmen.

Eine Kooperation von Literaturhaus Wyborada St. Gallen und dem Wortlaut St. Galler Literaturfestival.

Foto Inokai © Ladina Bischof

Sa 26.3.2022 — 15 Uhr — Studio Bibliothek Wyborada
Artist’s Choice #8: Vera Ida Müller

Im Rahmen von BiblioWeekend 2022 wird Vera Ida Müller «nach den Sternen greifen»…

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Mit «Artist’s Choice» wird der Medienbestand der 1986 als Frauenbibliothek gegründeten Bibliothek Wyborada mit neuen Augen betrachtet.

Die Fachbibliothek ist ein Ort, der zu einer vertieften Auseinandersetzung mit Geschichte(n) rund um «die Frau*» und der sie prägenden Gesellschaft einlädt. Im Studio der Wyborada, dem kleinen Schreib- und Lesesaal, wird diesmal die Künstlerin Vera Ida Müller mit einem eigens für dieses Format entwickelten Vortrag «Nach den Sternen greifen».

Vera Ida Müller (*1979) ist in St.Gallen aufgewachsen und lebt in Berlin. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit leitet sie das «Vexer Verlag Büro Berlin» und produziert wunderschöne Bücher.

15 Uhr: Vortrag von Vera Ida Müller

Platzzahl beschränkt: Um Anmeldung wird gebeten: bibliothek@wyborada.ch

Kosten: Der Eintritt ist frei.

 

Hinweise zum Literatur-Samstag:

Die Veranstaltung findet im Rahmen von Biblioweekend statt, einer Iniative von Bibliosuisse. Die Bibliothek Wyborada ist Mitglied des Berufsverbands. An diesem Wochenende haben sich schweizweit diverse Bibliotheken besondere Veranstaltungen ausgedacht.

Zudem empfehlen wir Wortlaut – Sankt Galler Literaturfestival: Die Lesung von Yael Inokai (11:00) wird von unserer Literaturhausleiterin Anya Schutzbach moderiert.

 

Neulich im Museum im Lagerhaus…

Anya Schutzbach und Friederike Kohl im Gespräch über Patricia Highsmith.

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Nach der diesjährigen Hauptversammlung des Vereins Literaturhaus & Bibliothek Wyborada fand ein Gespräch mit Friederike Kohl, der Mitherausgeberin der Tage- und Notizbücher von Patricia Highsmith statt. Ein Abend reich an Einblicken in das Leben von Highsmith und in die Editionsarbeit der Herausgeberinnen.

Fotos © Sara Räss

Neulich beim Wortlaut Literaturfestival…

Die Lesung mit der Basler Autorin Yael Inokai war ein voller Erfolg.

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Yael Inokai hat nach der gelungenen Lesung letzten Samstag ein paar neue Fans, meint auch das Tagblatt. Sie begeistert mit ihrem neuen Roman und damit, dass sie die Interpretation voll und ganz dem Leser und der Leserin überlässt und einige Fragen einfach unbeantwortet lässt.

Die Lesung mit Yael Inokai war eine Kooperation des Literaturhaus Wyborada und Literaturfestival Wortlaut St. Gallen. Wir Danken dem Wortlaut-Team für die angenehme Zusammenarbeit.

Fotos © Timon Furrer

Neulich im Botanischen Garten…

Buch-Weltpremiere von THE GARDEN im Botanischen Garten: Szenische Lesung der bislang nur als Theatertext vorliegenden Erzählung von Paul Bowles im bis auf den letzten Platz besetzen Pavillon. Neben dem Herausgeber Florian Vetsch mit auf der Bühne: Claire Plassard und Christoph Keller.

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Christoph Keller (in der Rolle des Imam) hier im Gespräch mit Übersetzer und Herausgeber Florian Vetsch.

Claire Passard (Hexe und Nachbar)

Christoph Keller, Florian Vetsch, Anya Schutzbach und Claire Passard (v.l.n.r.)

Fotos © Elena Müller

Neulich in der Denkbar…

Die Thurgauer Autorin Zsuzsanna Gahse im Gespräch mit dem St. Galler Lyriker Clemens Umbricht, in der bewährten Moderation von Ruth Erat.

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Das Publikum war begeistert von einem wirklich anregenden und in die Tiefe der Schreibprozesse abtauchenden Gespräch zwischen zwei wunderbar eigenwilligen Autor*innen.

Fotos © Sara Räss

Mi 9.3.2022 — 19 Uhr — DenkBar, Gallusstrasse 11, St. Gallen
Ostschweizer Literaturgespräch #7: Zsuzsanna Gahse & Clemens Umbricht

Clemens Umbricht und die von ihm eingeladene Autorin Zsuzsanna Gahse sind Reisende, auch in Gedanken. Geht es ihnen um Erinnerungen? Um Vorstellungen? Um Recherchen?

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Darüber, was sich hinter ihren Texten und Gedichten verbirgt, unterhalten sich Autorin und Autor in der DenkBar. Lesend und diskutierend brechen sie auf zu einer Exkursion durch ihr aktuelles Schaffen – und stellen sich nicht zuletzt Fragen wie: Was ist das eigentlich, ein Gedicht?

Zsuzsanna Gahse lebt in Müllheim (TG), vorher unter anderem in Wien und in Stuttgart, geboren wurde sie 1946 in Budapest. Ihre literarische Arbeit bewegt sich zwischen Prosa und Lyrik und zwischen erzählerischen und szenischen Texten. Es liegen von ihr mehr als dreissig Buchpublikationen vor, zuletzt «Bergisch teils farblos» (2021) und «Schon bald» (2019), beide erschienen in der Edition Korrespondenzen, Wien. «Andererseits», die Salzburger Vorlesungen (2020) wurden vom Verlag Sonderzahl, Wien, herausgegeben. 2019 wurde sie ausgezeichnet mit dem Schweizer Grand Prix Literatur. 

Clemens Umbricht, geb. 1960, ist in Reiden (LU) aufgewachsen, wohnt in Andwil (SG) und arbeitet als Verlagsleiter in Teufen (AR). Zu seinen letzten Gedichtbänden gehören: «Museum der Einsichten» und «LyrikHeft 13» (beide 2012). 2019 hat er Gedichte der in St. Gallen lebenden Amerikanerin Jan Heller Levi ins Deutsche übersetzt («So sollte man reisen»). Für seine Lyrik wurde er mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit den Lyrikpreisen der Literaturzeitschrift «orte» 1997 und 2011. 

2022 erscheint im Caracol-Verlag sein neuer Gedichtband. 

Moderation: Ruth Erat

Eintritt: Fr. 20.- | Mitglieder Wyborada und Kulturkreis DenkBar Fr. 15.- | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Studierende Fr. 17.- | Mitglieder A*dS und Geflüchtete gratis

Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

Covid-19 Schutzkonzept: Die Maskenpflicht ist auch bei unseren Veranstaltungen aufgehoben. Wir empfehlen jedoch, auch weiterhin während der Veranstaltungen eine Schutzmaske zu tragen. Hygienemasken und Desinfektionsmittel stehen für Sie bereit.

Eine Veranstaltung des Literaturhauses Wyborada St. Gallen in Kooperation mit der DenkBar St. Gallen.

Foto Zsuzsanna Gahse © Yves Noir

12 tausend Mal Lesestoff. Zum Beispiel: Biografien

In der Bibliothek Wyborada findest du mehr als 1’500 Biografien von Frauen, die ihrer Zeit oft weit voraus – und dabei kühn, kritisch, verletzlich, klug und abenteuerlustig waren.

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Die Bibliothek Wyborada, 1986 als Frauenbibliothek und Fonothek gegründet, hält 12’000 Medien für dich bereit. Neben fesselnden Biografien findest du bei uns Literatur zu Feminismus, Gender, Queerness, aktuellen und historischen Frauenthemen, dazu auch Krimis, Literatur von Ostschweizer Schriftstellerinnen und anregende Gegenwartsliteratur von und über Frauen*.

Literaturhaus Wyborada St. Gallen
Das Programm Januar – März 2022

Hier finden Sie eine Übersicht unserer Veranstaltungen im ersten Quartal:

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Corona-bedingt mussten einige Lesungen Ende 2021 ausfallen, einige davon können aber glücklicherweise nachgeholt werden.

Wir halten Sie auf dieser Homepage sowie über unseren Newsletter auf dem Laufenden. Oder Sie kommen in der Bibliothek vorbei und holen sich den neusten Programmflyer.

Wir freuen uns, Sie dort oder zu dem ein oder anderen Anlass zu sehen!

#wearewyborada, die Zehnte

Im Rahmen unserer Aktion #wearewyborada stellen wir an dieser Stelle all jene vor, die Bibliothek & Literaturhaus Wyborada (aus)machen. Daher begrüssen wir hier herzlich Elena, die uns als Hospitantin bis März 2022 begleitet.

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«Im Tauziehen meiner Interessen – zwischen Kuhstall und Klubnächten, zwischen den ganzen Tag draussen schaffen und stundenlang schreibend in der Bibliothek sitzen – ist die Hospitanz im Literaturhaus eine weitere Zwischenstation in meinem unentschlossenen Hin und Her.

Die Zeit bei Wyborada ist für mich eine Spurensuche nach den verschiedenen Handlungssträngen eines «Buchlebens»: Vom geschrieben, verlegt, vertrieben zum katalogisiert, eingeordnet, ausgeliehen und schliesslich gelesen, gehört, präsentiert werden.

Hier gelandet bin ich, weil (FLINTA*)* Literatur mein SafeSpace ist, mir Kraft gibt, mir die Augen öffnet, mich ermächtigt, mich mit anderen verbindet und mich tröstet.

Ich freue mich auf die Abende mit dem Literaturhaus und die Tage in der Bibliothek!»

*Flinta*: Frauen, Lesben, Intersex, Nonbinäre, Trans und Agender Menschen

#hospitanzwyborada #wyboradasanktgallen #literaturhauswyborada #bibliothekwyborada #wearewyborada

Do 24.2.2022 — 19 Uhr — Grüner Pavillon im Botanischen Garten, Stephanshornstrasse 4
Paul Bowles: «The Garden». Buchvernissage mit Florian Vetsch. Special guests: Claire Plassard und Christoph Keller

Bowles‘ Stück «The Garden» wurde 1967 zwar uraufgeführt – aber bisher nie veröffentlicht. Florian Vetsch, der mit Bowles (1910–1999) befreundet war, arbeitete zusammen mit dem Autor an einer Buchfassung des Stücks, das nun, 55 Jahre nach der Uraufführung in Tanger, vorliegt.

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Kaum einer kennt die Welt der Beatniks und deren Werke besser als Florian Vetsch. Als Herausgeber schrieb Vetsch (zusammen mit Boris Kerenski) bereits mit dem legendären «Tanger Telegramm» Geschichte.

Seit 1995 hatte er mit Paul Bowles an der Herausgabe von dessen Bühnenstück «The Garden» in der vorliegenden Buchform gearbeitet. Doch Bowles Tod am 18. November 1999 liess ihn das Projekt beiseitelegen – bis es ihm vor wenigen Jahren, wie per Zufall und fast fertig, wieder in die Hände fiel.

Seine Uraufführung auf der Bühne erfuhr das Stück schon am 28. und 29. April 1967 in Tanger im Palais du Marshan, nur veröffentlicht wurde es nie. Diese Buchvernissage ist also gewissermassen eine Welturaufführung; nicht einmal eingefleischte Bowles-Kennerinnen und -kenner wussten um die Existenz einer Buchfassung!

Um dies zu feiern, laden wir im Anschluss zu einem Apéro ein. Mit freundlicher Unterstützung von Brigitte Kemmann und der Kulturzentrale.

Neben Florian Vetsch lesen: Claire Plassard und Christoph Keller.

Eintritt Fr. 20.- | Mitglieder Wyborada Fr. 15.- | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Studierende Fr. 17.- | Mitglieder A*dS gratis | Geflüchtete gratis

Anmeldung unter literaturhaus@wyborada.ch

Das Buch liegt zur Ansicht in der Bibliothek Wyborada auf.

Weiter Informationen zum Titel auf der Website des Bilger Verlags.

Covid-19 Schutzkonzept: Die Maskenpflicht ist auch bei unseren Veranstaltungen aufgehoben. Wir empfehlen jedoch, auch weiterhin während der Veranstaltungen eine Schutzmaske zu tragen. Hygienemasken und Desinfektionsmittel stehen für Sie bereit.

Foto Paul Bowles: © Roy Round. Everett Collection Inc.

Bibliothek Wyborada — Winterferien

Mittwoch bis Samstag 2.–5.2.2022 geschlossen

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Mi 16.2.2022 — 19.30 Uhr — Kunstmuseum St. Gallen, Museumsstrasse 32
Lyrik: Levin Westermann liest aus «bezüglich der schatten»

Einer der Träger der Schweizer Literaturpreise zu Gast in St. Gallen: Der Lyriker Levin Westermann.
«du legst die hände / flach auf den tisch. / du sitzt / ganz still und langsam / wird es hell.»

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1980 in Meerbusch, geboren, studierte Levin Westermann am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel, wo er mittlerweile auch als freier Schriftsteller lebt und arbeitet. Er wurde für seine Lyrik mit diversen Preisen ausgezeichnet: dem Lyrikpreis «Orphil» (für seinen ersten Gedichtband «unbekannt verzogen»), dem Clemens-Brentano-Preis und dem Literaturpreis des Bundesamts für Kultur für «bezüglich der schatten».

In dieser vierteiligen Komposition schieben sich gegenläufige Realitäten ineinander. Sprechinstanzen – wir, ein Fuchs, Anne Carson, Roland Barthes oder Gott – stehen auf postapokalyptischem Grund, bewahren sich aber den Humor und ihre Ruhe, weil es ohnehin zu spät ist.

»›bezüglich der schatten‹ ist eine Reise ohne Umwege in die Apokalypse. Sprachmächtig beschreibt Levin Westermann die Welt in Auflösung, dem Untergang geweiht. Ein äußerst gelungenes, düsteres Meisterwerk. Aber keine Angst: Der Zustand der Welt birgt keinen wirklichen Grund zur Besorgnis – es ist alles nur Fiktion.« (Michael Ehlers, WDR5)

Moderation: Prof. Dr. Phillip Theisohn, Zürich

Musik (E-Gitarre): Michael Bucher

Eintritt Fr. 20.- | Mitglieder Wyborada und Kunstverein Fr. 15.- | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Studierende Fr. 17.- | Mitglieder A*dS gratis | Geflüchtete gratis

Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

Rezensionen zu «bezüglich der schatten» unter diesem Link.

Für einen Einblick in «farbe komma dunkel» empfehlen wir ein Gespräch zwischen Marion Regenscheit, Lucien Haug und Christoph Keller in ihrem Podcast Eins.Sieben.Drei (Folge 19) sowie diesen literarischen Buchblog.

Schutzmassnahmen: Für dir Veranstaltung gelten die im Februar gültigen Corona-Bestimmungen, d.h. 2G (geimpft/genesen). Hier das aktuelle Schutzkonzept.

Foto Levin Westermann: © Bettina Wohlfender

Durch Klick auf die Cover gelangen Sie auf die Website des jeweiligen Bandes.

Mo 7.2.2022
35 Jahre Bibliothek Wyborada

Am 7. Februar 1987 wurde die Frauenbibliothek Wyborada an der Harfenbergstrasse eröffnet.

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Eine kleine Frauengruppe gründete im Mai 1986 den Verein Wyborada. Er sollte Trägerin einer Frauenbibliothek, einer Dokumentations-, Informations- und Archivstelle werden.

«Immer mehr Frauen kamen dazu: Das Bedürfnis war offenkundig. So etwas wie eine Schneeballwirkung setzte ein […] und es beteiligten sich bald 21 aktive Frauen am Projekt. […] Bereits am 7. Februar 1987 war es dann soweit: Die erste öffentliche Frauenbibliothek der Deutschschweiz mit einem Grundstock von mehr als 2’000 Büchern und Zeitschriften konnte an der Harfenbergstrasse in St.Gallen eröffnet werden.»

So berichtete das Schweizer Frauenblatt vom 12.12.1987 über die neu gegründete Institution.

Heute ist der Bestand auf 12’000 Medien gewachsen und die Bibliothek ist Teil des St.Galler Bibliotheksnetzes. Nachdem 2019 die Frauenbibliothek von einer drohenden Schliessung gerettet und um das Literaturhaus erweitert wurde, tritt die Institution unter dem Namen Literaturhaus & Bibliothek Wyborada auf.

/// 100. Geburtstag Erika Burkart /// Do 10.2.2022 — 19 Uhr — Raum für Literatur, St. Leonhardstrasse 40, St. Gallen
«Erika Burkart – Eine Beschwörung»

Am 8. Februar würde die bedeutendste Lyrikerin der Schweiz 100 Jahre alt. Doch wer war Erika Burkart? 

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Ihr selbst war klar: «Die Bezeichnung Naturlyrikerin greift zu kurz. Fünfzigjähriger tradierter Irrtum der Rezensenten.» Und was macht ihr Werk aus? Lässt es sich überhaupt in die Gegenwart transponieren?

Diesen Fragen geht das Autorinnen-Kollektiv RAUF* nach und fügt aus Burkarts Texten eine Collage.

Es lesen und sprechen: Tabea Steiner und Mariann Bühler. DJ Saskia Winkelmann steuert Musik bei, die für Erika Burkart von zentraler Bedeutung war.

«Unsere Kindheit beeinflusst unseren Umgang mit allem, was uns zustösst. (Eine Kruste ist noch keine Haut.) Wie lange es dauert, bis sich in einem Menschen genügend grundbildende Substanz abgelagert hat von jener, die, als Boden tragend, als Erdreich nährend, nicht einbricht.»

 

Eintritt: Fr. 20.- | Mitglieder Wyborada Fr. 15.- | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Studierende Fr. 17.- | Mitglieder A*dS und Geflüchtete gratis

Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

Schutzmassnahmen: Für die Veranstaltung gelten die im Februar gültigen Corona-Regelungen. Hier das aktuelle Schutzkonzept.

*RAUF, das sind Mariann Bühler, Anaïs Meier, Gianna Molinari, Katja Brunner, Michelle Steinbeck, Sarah Elena Müller, Eva Seck, Tabea Steiner und Julia Weber. Sie treten in wechselnden Formationen auf.

Ihr Erika Burkart-Projekt wurde unterstützt von Migros Kulturprozent, Stadt Bern, Kanton Bern, Swisslos Kanton Aargau,Stiftung Anne-Marie Schindler, Landis & Gyr Stiftung, der Burgergemeinde Bern und der Fondation Jan Michalski.

Illustration © Marianna Weber (studiododo)

Di 25.1.2022 – 19 Uhr – Theater Parfin de Siècle, Mühlensteg 3, St. Gallen
«Alma & Misia – Was tut man nicht alles für ein Genie»

In einer szenischen Lesung nach Ruth Werfel begegnen sich zwei Frauen, die von der regen Kultur des frühen 20. Jahrhunderts zu berichten wissen wie kaum zwei andere: Alma Mahler-Gropius-Werfel und Misia Natanson-Edwards-Sert. Ein Text für drei Personen, zwei Frauen und einen Mann, inszeniert auf der Bühne des Theaters «Parfin de Siècle».

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Die Frauen Alma Mahler-Gropius-Werfel und Misia Natanson-Edwards-Sert erzählen sich in einer fiktiven Begegnung ihre aussergewöhnlichen Lebensgeschichten. Als Zeitzeuginnen und Protagonistinnen des kulturellen Lebens im Wien und Paris der Belle Epoque halten sie Rückschau.

Alma ist hinreichend bekannt. Sie plaudert aus dem Nähkästchen ihrer berühmten Bekanntschaften und Beziehungen, wie z.B. über Mahler, A.G. Gropius, Kokoschka, Werfel, Zemlinsky, Schönberg, Berg oder Klimt.

Misia kennt man hierzulande weniger, sie ist gewissermassen das Gegenstück zu Alma und eng befreundet mit den Grossen der Musik- und Kunstszene in Paris: Cocteau, Toulouse-Lautrec, Renoir, Bonnard, Vuillard; sie gehörten zu ihrem engsten Kreis. Doch auch von Debussy, Fauré, Strawinsky oder Diaghilev, dem Gründer der Ballets Russes, weiss sie zu berichten.

Der Mann skizziert in Sequenzen das Verhältnis der jeweiligen Ehemänner oder Geliebten zu den beiden Frauen und zitiert dazu u.a. Gustav Mahler, Cocteau, Oskar Kokoschka, Fauré, A. G. Gropius und Strawinsky.

Als literarische Verkörperungen lesen und spielen (im Bild von links nach rechts): Pia Waibel (Alma), Graziella Rossi (Misia) und Helmut Vogel (alle Männer)

Eintritt: Fr. 35.– | Mitglieder Wyborada und Parfin de Siècle Fr 25.– | Studierende Fr. 20.– | Caritas Kulturlegi Fr. 5.– | Mitglieder A*dS und Geflüchtete gratis

Kartenvorverkauf: www.parfindesiecle.ch | Telefon: 071 245 21 10

Schutzmassnahmen: Für die Veranstaltung gelten die im Januar gültigen Corona-Regelungen, d.h. 2G (genesen/geimpft). Hier das aktuelle Schutzkonzept.

Eine Veranstaltung des Literaturhaus Wyborada St. Gallen in Kooperation mit dem Theater Parfin de Siècle .

#wearewyborada, die Achte

Im Rahmen unserer Aktion #wearewyborada stellen wir an dieser Stelle all jene vor, die Bibliothek & Literaturhaus Wyborada (aus)machen. Daher begrüssen wir hier herzlich Salome, die uns als Hospitantin bis Januar 2022 begleitet.

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«Von den Bergen komme ich her. Aus einem Dorf, in dem ein Ziegenbock mit einem Faible für Zierpflanzen, Hobbygärtnerinnen regelmässig schlaflose Nächte beschert. Weg von den Bergen nach St. Gallen zu Bibliothek & Literaturhaus Wyborada hat mich der Hunger nach Büchern getrieben und die Lust am stundenlangen Lesen. Die Bibliothek ist für mich ein Ort der Inspiration, das Literaturhaus bietet Autorinnen und Autoren eine Bühne und lädt das Publikum ein, am Diskurs über Literatur mitzudiskutieren. Momentan studiere ich Kommunikation in Winterthur und freue mich, dass nebst Vorlesungen an den Hochschulen auch Kulturveranstaltungen wieder live stattfinden können. Ich hoffe, es kann so bleiben.

Es gilt: An die Leselampen und hoch die Bücher!»

#hospitanzwyborada #wyboradasanktgallen #literaturhauswyborada #bibliothekwyborada #wearewyborada

Do 20.1.2022 — 19 Uhr — Kunstmuseum St. Gallen, Museumstrasse 32
Ruth Erat, «Einmal schwamm eine Wildsau im See». Buchpremiere

Ruth Erats neues Buch ist eine kleine Preziose. Entstanden ist es in enger Zusammenarbeit mit ihrem Mann, dem Gestalter Pablo Erat, und ihrem Sohn Lukas.

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Es versammelt kurze Erzählungen und Lyrik der Autorin, kongenial flankiert von semantischen Typografien der beiden Grafiker.

Alle drei befassen sich mit Landschaften, die Ruth und Pablo Erats Leben und Arbeiten geprägt haben. Der Bodensee ist das Gewässer der Kindheit, sein internationaler Kulturraum das Gebiet des Alltags. Das Gebirge zeigt sich als Landschaft des Herkommens, aber auch einer unbekannten Fremde, während das Meer im Süden und Norden einen Sehnsuchtsraum zwischen Rom und dem Polarkreis ausmisst.

Darin tauchen Menschen auf, Träumerinnen und Arbeitssuchende, Erzählerinnen und Wandernde. Eine Wildsau schwimmt im See, ein Ehepaar marschiert endlos weiter, ein Christbaum geht über Bord, an der Grenze zur Schweiz stossen Freunde zufällig auf das Märchen vom Machandelboom, in der Schattenkammer geht Tag für Tag die Titanic unter und im Einfamilienhausgarten tröstet ein Trampolin.

**Mehr auch auf saiten.ch: «Hinausfliegen könnte man». Peter Surber über Ruth Erats neues Buch.

Moderation: Anya Schutzbach

Im Anschluss an die Veranstaltung laden wir ein zu einem kleinen Premierenbuffet im Café des Kunstmuseums, ausgerichtet von Lukas Erat.

Ruth Erat, 1951 in Herisau geboren, promovierte nach einem Studium der Germanistik, Kunstgeschichte und Philosophie zur Lyrik von Mechthild von Magdeburg. Sie ist Verfasserin von Prosa, Lyrik und dramatischen Werken und arbeitet als Kunstschaffende. Sie ist Mitglied von A*dS, visarte und SWB.

Pablo Erat, 1944 in Arbon geboren, arbeitete nach der Fachklasse für Buchdruck und Schriftsatz an der Kunstgewerbeschule als freier Gestalter, gründete und leitete die Erat Design Group, engagierte sich für die Berufsbildung und den Berufsverband der Schweizer Grafikdesigner und war Mitglied der Kulturkommission Arbon. Ende Mai 2021 ist er in St. Gallen gestorben.

Eintritt: Fr. 20.- | Mitglieder Wyborada und Kunstverein Fr. 15.- | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Studierende Fr. 17.- | Mitglieder A*dS gratis | Geflüchtete gratis

Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

Weitere Informationen zum Titel auf der Website des Verlags, sowie weitere Titel von Ruth Erat, die auch in der Bibliothek Wyborada in der Davidstrasse zu finden sind, unter diesem Link.

Schutzmassnahmen: Für die Veranstaltung gelten die derzeit gültigen Corona-Regelungen, d.h. 2G (geimpft/genesen). Hier das aktuelle Schutzkonzept.

Foto Ruth Erat © Ladina Bischof
Foto Pablo Erat © Ruth Erat

#wearewyborada, die Neunte

Im Rahmen unserer Aktion #wearewyborada stellen wir an dieser Stelle all jene vor, die Bibliothek & Literaturhaus Wyborada (aus)machen. Heute: Barbara, die unsere Abendveranstaltungen als Frau vor Ort tatkräftig unterstützt.

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«Als langjährige Bewohnerin der Stadt St. Gallen unterstütze ich als Kultur- und Literaturwissenschaftlerin das Team des Literaturhauses in der Veranstaltungsorganisation.

Dabei erhalte ich Einblicke hinter die Kulissen der verschiedenen Bühnen, kulturellen Veranstaltern und der mir bestens vertrauten städtischen Institutionen. Parallel dazu arbeite ich als Pädagogische Mitarbeiterin für den Mittagstisch Oberstufe Ost in St. Gallen und kann dort mein Wissen als Lehrerin einbringen.

Beides, Bildung und Literatur, sind die Fundamente für eine kulturell empfindsame Gesellschaft, die ein Miteinander und kein Gegeneinander einfordert.

Dies durch meine beruflichen Tätigkeiten vorzuleben, ist mir ein persönliches Anliegen und kann sich in beiden Berufsfeldern optimal entfalten.»

Wir begrüssen Barbara herzlich in unserem Team, dem sie bereits seit Ende Oktober unter die Arme greift, und freuen uns auf die kommende gemeinsame Zeit!

 

#wearewyborada

So 23.1.2022 — 10 bis 16 Uhr — Studio Bibliothek Wyborada
Wybo Goes Wiki: Edit-a-thon

Mit der Wikipedia-Schreibwerkstatt Frauen sichtbar machen.

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Denn Frauen sind auf Wikipedia nicht nur als Schreibende, sondern auch inhaltlich untervertreten.

Chris Regn und Daniela Brugger vom kollaborativen Projekt Who writes his_tory! führen deshalb bei uns im Studio der Bibliothek Wyborada eine Schreibwerkstatt für Wikipedia-Einträge durch.

Wikipedia.org ist an Zugriffen gemessen die sechstgrößte Website der Welt, eine der wichtigsten Quellen für unser kollektives Wissen. Obwohl sie eigentlich allen offensteht, sind neun von zehn Autor*innen weiß und männlich. Warum das ein Problem ist? Weil die Kriterien dafür, was überhaupt als relevantes Wissen gilt, so fast ausschließlich von dieser Gruppe definiert werden. Die Enzyklopädie ist damit ärmer an Erfahrungen, als sie es sein sollte. Das kann sich nur ändern, wenn mehr Frauen* an der Wikipedia mitwirken (Juliane Leopold, missy magazine).

In der Schreibwerkstatt werden Fragen rund um Wikipedia beantwortet und erste Schritte zum Erstellen und Editieren von Beiträgen aufgezeigt. Ziel ist das Erstellen von Einträgen zu wichtigen Frauen* aus der Ostschweiz.

Im Anschluss können sich die Schreibenden immer wieder mit Fragen ans Wybo-Wiki-Schreibteam (Karin K. Bühler und Ruth Erat) wenden. Je nach Bedarf ist es auch möglich, dass sich eine Schreibgruppe formiert, die sich regelmässig im Studio zum Schreiben trifft.

Covid: Zertifikatspflicht 2G

Anmeldung erforderlich: bibliothek@wyborada.ch

Details zur Durchführung werden den Teilnehmer*innen per Mail mitgeteilt.

Kosten keine.

 

 

Do 13.01.2022 — 19 Uhr — Theater-Bistro, Figurentheater St. Gallen, Lämmlisbrunnenstrasse 34
Judith Keller liest, Sebastian Ryser liest mit: «Oder?»

Die aus dem November herübergerette Lesung der Zürcher Autorin und des aus St. Gallen stammenden Theatermanns eröffnet das Literaturhausprogramm 2022 mit einem kühnen Text, der «souverän auf der Grenze zwischen Nouveau Roman und Sesamstrasse balanciert».

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Bevor Sie weiterlesen: Hier gibts Judith Keller zu sehen und zu hören:

 

Judith Keller ist das, was man einen Geheimtipp nennen könnte, obschon ihr Name in der sogenannten Szene bereits seit ihrem Debüt «Die Fragwürdigen» kursiert. Nun hat sie ihren ersten Roman vorgelegt: «Oder?».

Zusammen mit dem St. Galler Puppenspieler und Regisseur Sebastian Ryser stellt sie ihn (den Roman) und ihre Protagonistinnen Alice und Charli im Rahmen einer dialogischen Lesung vor.

Um was es geht? Um Alice und Charli. Zwei schwierige Töchter, deren Leben schlecht verzählt sei, wie sie selbst finden. Also nehmen sie das Heft selbst in die Hand und begeben sich auf die Suche nach ihrem Autor. Damit wird «Oder?» zum Logbuch einer seltsamen Reise (Odyssee?), die von den Luchswiesen über den Peloponnes und wieder zurück in die Fantasiewelt Oerlikon führt.

Moderation: Anya Schutzbach

Eintritt Fr. 20.- | Mitglieder Wyborada Fr. 15.- | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Studierende Fr. 17.- | Mitglieder A*dS gratis | Geflüchtete gratis

Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

Mehr zu Judith Keller: hier...

Mehr zu Sebastian Ryser: hier…

Mehr zum Buch: hier...

Und: Sie finden es auch in unserer Bibliothek in der Davidstrasse!

Schutzmassnahmen: Für die Veranstaltung gelten die im Januar gültigen Corona-Regelungen, d.h. 2G (genesen/geimpft). Hier das aktuelle Schutzkonzept.

Foto Judith Keller: © Ayse Yavas
Foto Sebastian Ryser: © Uwe Arens

/// MUSS LEIDER AUSFALLEN /// 28./29./30.12. – jeweils ab 10 Uhr – Literaturhaus Liechtenstein, Poststrasse 27, 9494 Schaan
Schreibwerkstatt in Liechtenstein mit José F.A. Oliver

Zum Jahresende schon Pläne? Nach dem erfolgreichen Schreibseminar mit Tom Kummer, das Ende September in der Toskana stattfand, weisen wir gern hin auf die nächste Schreibwerkstatt der «schreibkomplizen»: Drei Tage mit José F. A. Oliver im Literaturhaus Liechtenstein.

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Kursleiter ist dismal der renommierte Essayist, Lyriker, Übersetzer und Kurator José F.A. Oliver. Neben einer Lesung der Texte «in Arbeit» steht dabei vor allem der produktive Austausch in der Gruppe sowie in konzentrierten Zweiergesprächen im Fokus. In anregender Atmosphäre auf Augenhöhe kann so den eigenen Stärken und Schwächen begegnet sowie weiterführende Wege des Schreibens besprochen werden.

Die Schreibwerkstatt findet in Kooperation mit den Kolleginnen und Kollegen des Literaturhaus Liechtenstein statt.

Weitere Informationen und Anmeldung über www.schreibkomplizen.net

Foto José F.A. Oliver: © B. Peterson

Di 7.12.2021 — 19.30 Uhr — Kunstmuseum St. Gallen, Museumstrasse 32
Dana Grigorcea: «Die nicht sterben»

Dana Grigorcea erzählt eine politische Schauergeschichte und verbindet in atmospärischer Weise Vampir- und Ceaușescumythos mit dem postkommunistischen Rumänien. Wir freuen uns, die vielbeachtete und preisgekrönte Schriftstellerin in St. Gallen begrüssen zu dürfen.

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Eine junge Bukarester Malerin kehrt nach ihrem Kunststudium in Paris in den Ferienort ihrer Kindheit an der Grenze zu Transsilvanien zurück. In der Kleinstadt B. hat sie bei ihrer grossbürgerlichen Großtante unter Kronleuchtern und auf Perserteppichen die Sommerferien verbracht. Eine Insel, auf der die kommunistische Diktatur etwas war, das man verlachen konnte. «Uns kann niemand brechen», pflegte ihre Großtante zu sagen. Inzwischen ist der Kommunismus Vergangenheit und B. hat seine besten Zeiten hinter sich. Für die Künstlerin ist es eine Rückkehr in eine fremd gewordene Welt, mit der sie nur noch wenige enge Freundschaften und die Fäden ihrer Familiengeschichte verbinden.

Als auf dem Grab Vlad des Pfählers, als Dracula bekannt, eine geschändete Leiche gefunden wird, begreift sie, dass die Vergangenheit den Ort noch nicht losgelassen hat – und der Leitspruch ihrer Großtante zugleich der Draculas ist.

«Die nicht sterben» ist Schauerroman, Fantasy, Satire und Gesellschaftsanalyse in einem. Dana Grigorcea poetische Sprachkraft schafft eine flirrende und sinnliche Atmosphäre und macht aus einem alten Stoff zeitlos starke Literatur.

Moderation: Anya Schutzbach

Im Anschluss an die Veranstaltung laden wir ein zu einem Glas an der Bar des Cafés im Kunstmuseum St. Gallen.

Dana Grigorcea wurde 1979 in Bukarest, Rumänien, geboren. Sie ist eine schweizerisch-rumänische Schriftstellerin und Philologin. Ausserdem ist sie journalistisch tätig, unter anderem für die NZZ, die FAZ und beim Fernsehsender ARTE in Strassburg und war Dozentin für Film an der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK.
Sie wurde mit mehreren Auszeichnungen geehrt, wie dem 3sat-Preis im Rahmen des Ingeborg-Bachmann-Preises 2015 und war auf der Shortlist zum Schweizer Buchpreis (2015).

Eintritt Fr. 20.- / Mitglieder Wyborada und Kunstverein Fr. 15.- / Caritas Kulturlegi Fr. 5.- / Studierende Fr. 17.- / Mitglieder A*dS gratis / Geflüchtete gratis.

Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

Mehr Informationen zum Buch finden Sie in diesem Beitrag des Deutschlandfunk sowie der NZZ. Durch Klick auf das Buchcover erhalten Sie weitere Informationen der Website des Verlags.

Und: Sie finden es auch in unserer Bibliothek in der Davidstrasse!

Schutzmassnahmen: Für unsere Veranstaltungen gilt weiterhin die sogenannte 3G-Regelung, d.h. zum Einlass ist der Nachweis einer Genesung, vollständigen Impfung oder eines negativen Testergebnisses in Form eines ausgedruckten oder elektronischen gültigen Covid-Zertifikats erforderlich. Dazu kommt ab 6. Dezember die Maskenpflicht in Innenräumen, auch während der Veranstaltungen.

Wir folgen bei allen Veranstaltungen den neuesten Corona-Bestimmungen. Unser Schutzkonzept finden Sie hier.

Foto Dana Grigorcea: © Mardiana Sani

AUSSCHREIBUNG
Hospitanzen Literaturhaus ab März 2023

Das Literaturhaus Wyborada St. Gallen wurde 2019 aus der bereits seit 1986 bestehenden Bibliothek Wyborada heraus gegründet. Dieses noch junge Literaturhaus bietet ab März 2023 wieder 8 bis 12wöchige Hospitanzen an, die auch Einblicke in den Bibliotheksbetrieb bieten.

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Zu besetzen sind zwei- bis dreimonatige Hospitanzen im Rahmen eines Pensums bis zu 50%. Dauer und Umfang richten sich nach den Möglichkeiten der Bewerberinnen und Bewerber.

Der Schwerpunkt der Mitarbeit liegt in den Bereichen Kommunikation, Programmkoordination und Veranstaltungsdurchführung. Erste Arbeitserfahrungen im Kultur/Literaturbetrieb sind von Vorteil, aber nicht zwingend. Ein grosses Herz für die Literatur allerdings setzen wir voraus.

Die Tätigkeit teilt sich auf in eine Mitarbeit vor Ort (in den Räumen der Bibliothek Wyborada im Lagerhaus an der Davidstrasse 42 in St. Gallen) und Arbeiten, die im Homeoffice übernommen werden können. Bei Interesse können HospitantInnen auch in die Bibliotheksarbeit hineinschnuppern.

Die Hospitanzen werden mit einem kleinen Honorar vergütet, allfällige Reisekosten können je nach persönlicher Situation übernommen werden.

Ihre Aufgaben

  • Unterstützung der Programmleitung in der Konzeption und Umsetzung von Kommunikations-Massnahmen (on- und offline)
  • Betreuung der Website
  • Bewirtschaftung der Social-Media-Kanäle
  • Eigenständiges Planen und Umsetzen von Teilprojekten
  • Mitarbeit bei Veranstaltungen und deren Organisation
  • AutorInnenbetreuung
  • Pflege der Adressdaten

 

Sie bringen mit

  • Interesse am Literaturbetrieb
  • Interesse an Kultur und an aktuellen gesellschaftlichen Fragen
  • ein (begonnenes oder absolviertes) Hochschulstudium oder
  • Ausbildung im Bereich Kulturmanagement oder Kommunikation
  • Affinität und Freude an digitalen Kanälen sowie dem
  • eigenständigen Verfassen redaktioneller Inhalte
  • Erfahrung mit online-Redaktionssystemen
  • eine rasche Auffassungsgabe und ein Gefühl fürs Wesentliche
  • eine genaue, zuverlässige und selbstständige Arbeitsweise
  • Flexibilität und die
  • Bereitschaft, auch an Abendveranstaltungen teilzunehmen

 

Darüber hinaus sind Sie offen und neugierig, kommunikativ, lesen gern und haben keine Scheu vor Telefonaten. Ausserdem sind Sie sattelfest im Deutschen, schriftlich wie mündlich.

Wir bieten

  • eine vielseitige, anregende Arbeit in engem Austausch mit der Programmleiterin
  • die Weitergabe von Knowhow und Netzwerk im Literaturbetrieb
  • Einblick in die Bibliothekstätigkeit
  • die Freiheit selbstständigen Arbeitens
  • Mitspracherecht und Verantwortung für eigene Projekte
  • flexible Arbeitszeiten (auch home-office)
  • eine flache Hierarchie
  • die Möglichkeit, Erfahrung und Wissen in der Kommunikation zu sammeln und eigene Ideen einzubringen
  • einen Arbeitsplatz nur 5 Minuten vom Bahnhof St. Gallen
  • Einblicke in die kulturelle Landschaft St. Gallens durch die Begleitung vieler kooperativer Projekte

 

Wenn Sie während acht bis zwölf Wochen Einblicke in die Tätigkeiten eines Literaturhauses erhalten möchten und Lust haben, Ihre Energien einzubringen in unser kleines, engagiertes Team, freuen wir uns auf Ihre Bewerbungsunterlagen mit Angabe Ihres möglichen Arbeitsbeginns: literaturhaus@wyborada.ch

Bei Fragen und Unklarheiten wenden Sie sich gern an Anya Schutzbach:

+41 (0)79 251 3954

oder per eMail: literaturhaus@wyborada.ch

VERANSTALTUNGSHINWEIS So 12.12.2021 – 15 Uhr – Raum für Literatur, St.Leonardstrasse 40, St. Gallen
Buchvernissage mit Erica Engeler und Irène Bourquin

Gerne weisen wir auf eine Veranstaltung des Caracol Verlags hin: Die beiden Ostschweizer Autorinnen Erica Engeler und Irène Bourquin stellen ihre neuen Bücher vor:

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Wie Drachenfliegen am Meer von Erica Engeler und Windrose von Irène Bourquin. Musikalisch begleitet werden die Autorinnen von Christian Berger mit seinem OUD, einer Kurzhalslaute aus dem Vorderen Orient. Anschliessend an die Lesung gibt es die Möglichkeit auf weitere Gespräche bei einem Glas Wasser oder Wein.

Weitere Informationen unter www.caracol-verlag.ch

Anmeldung an: sekretariat@caracol-verlag.ch

KLEINER RÜCKBLICK
Neulich im Festsaal Katharinen…

Im schönen Festsaal Katharinen versammelten sich Autor*innen, Kritiker*innen, Lesende und Schreibende, um in der Tradition des «Literarischen Forums» einen gemeinsamen Nachmittag damit zu verbringen, sich

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im Sinne eines Freundeskreises auszutauschen über noch unveröffentlichte und in Arbeit befindliche Texte.

Es lasen Ruth Erat, Anna Teufel, Joachim Off, Uwe Schneider und Mechthild Betz, über ihre völlig unterschiedlichen Texte diskutierten Eva Bachmann, Zsuzsanna Gahse und Franz Hoben – und ein engagiertes Publikum.

Im Bild der Moderator des Forums, Oswald Burger (links), neben ihm die Autorin und Poetry Slammerin Anna Teufel.

Do 28.10.2021 – 19 Uhr – Grabenhalle, Unterer Graben 17, 9000 St. Gallen
Schweizer Buchpreis 2021: Die Nominierten

Seit Anfang des Monats steht sie fest: Die Shortlist des Schweizer Buchpreises 2021. Vor Bekanntgabe, wer heuer mit dem wichtigsten Preis des Schweizer Buchmarkts ausgezeichnet wird, sind die Nominierten auf Lesetour. Auch in St. Gallen!

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So freuen wir uns, die Autorin Veronika Sutter (nominiert mit «Größer als du») und Thomas Duarte (mit «Was der Fall ist») persönlich begrüssen zu können – beide Bücher Debüts, die es in sich haben.

Die Romane von Martina Clavadetscher («Die Erfindung des Ungehorsams») und Michael Hugentobler («Feuerland») stellen wir dem Publikum im Gespräch vor: Aus «Feuerland» liest der bekannte Schauspieler Helmut Vogel, und Anya Schutzbach erzählt von ihrem persönlichen Lektüreerlebnis mit Martina Clavadetschers Roman.

Im Anschluss kann man an der Bar der Grabenhalle mit Verena Sutter und Thomas Duarte auf ihre Nominierung anstossen, Wetten abschliessen oder über das Gehörte fachsimpeln und diskutieren.

Näheres zu den Nominierten und ihren Büchern finden Sie über diesen Link oder per Click auf die unten gezeigten Cover.

Eintritt Fr. 20.- / Mitglieder Wyborada Fr. 15.- / Caritas Kulturlegi Fr. 5.- / Studierende Fr. 17.- / Geflüchtete gratis. Ebenfalls kostenloser Eintritt für Mitglieder des A*dS.

Wir bitten, so möglich, um Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

>> Schutzmassnahmen: Bei dieser Veranstaltung gilt die sogenannte 3G-Regel: Für die Teilnahme ist der Nachweis einer vollständigen Impfung, einer Genesung oder eines negativen Testergebnisses (Covid-Zertifikat) erforderlich. Unser Schutzkonzept finden Sie hier.

(Fotos: Janine Schranz, Vera Husfeldt, Dominic Nahr, Edition 8)

KLEINER RÜCKBLICK
Neulich im Raum für Literatur

Die Freude war gross, als wir am 25. September gemeinsam im Raum für Literatur die Buchvernissage von «Mutter, mach dir keine Sorgen, das ist eine ganz andere Welt.» feierten. Ein wunderbarer Abend zu einem aussergewöhnlichen Buch –

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In einem abwechslungsreichen Format präsentierten das Literaturhaus sowie das Solidaritätsnetz Ostschweiz und die Beobachtungsstelle für Asyl- und Ausländerrecht Ostschweiz dieses aussergewöhnliche Buch: Mit Gesprächen zwischen der Moderatorin Christine Lötscher und den Jugendlichen Mehdi, Alem und Mohammad sowie Lesungen einzelner Geschichten.

Die Einblicke in das Leben der Jugendlichen verwandelten den Abend in weitaus mehr als einen Blick ins Buch: ein ergreifendes wie erheiterndes Ereignis von gesellschaftlicher Relevanz.

Unser Dank gilt den Kooperationspartnerinnen von der Beobachtungsstelle für Asyl- und Ausländerrecht Ostschweiz und dem Solidaritätsnetz Ostschweiz, Ana Victoria Paredes und Barbara Weibel, Christine Lötscher für die Moderation, Mehdi, Alem & Mohammad für die ehrlichen und sympathischen Worte auf der Bühne (in Mundart und Hochdeutsch, dem sogenannten «Ausländerdeutsch»), dem tibetanischen-libanesischen Team für ihre vorzüglichen Köstlichkeiten zum Apéro, dem Team des Raums für Literatur, Leonie Schwendimann von der Buchhandlung «Zur Rose» für den Büchertisch, sowie allen am Projekt Beteiligten und natürlich dem grossen und grossartigen Publikum!

Sa 9.10.2021 — 13 bis ca. 18 Uhr — Festsaal Katharinen, Katharinengasse 11, 9000 St. Gallen
Literarisches Forum

Fünf AutorInnen präsentieren Texte, an denen sie gerade arbeiten – drei «KritkerInnen» & das Publikum diskutieren darüber. Eine Nachmittagsveranstaltung zum Kommen und Gehen, für Schreibende und Lesende und alle, die sich für den Arbeitsprozess an Literatur interessieren.

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Das Literarische Forum Oberschwaben ist ein seit 1967 bestehender Kreis von SchriftstellerInnen, der sich ein Mal pro Jahr im Sommer in Wangen im Allgäu versammelt. Obschon im Oberschwäbischen verortet, ist das Einzugsgebiet für die zur Teilnahme zugelassenen AutorInnen seit je die Kultur- und Sprachregion Oberschwaben / Bodensee / Vorarlberg und die Schweiz.

Da im vergangenen Jahr das Forum ausfallen musste, bietet das Literaturhaus St. Gallen den TeilnehmerInnen von 2020 eine nachgeholte Bühne:

Mechthild Betz, Ruth Erat, Joachim Off, Uwe Schneider und Anna Teufel präsentieren Texte, an denen sie arbeiten – Eva Bachmann, Zsuzsanna Gahse und Franz Hoben diskutieren darüber. Vor allem aber ist auch das Publikum eingeladen, mitzudiskutieren und den AutorInnen eine Rückmeldung auf das Gehörte zu geben. Die Leitung des Forums liegt in den Händen von Oswald Burger, dem langjährigen spiritus rector des Forums.

Im Kern der Veranstaltung steht der freundschaftlich-produktive und gern auch kritische Austausch zwischen den AutorInnen, KritikerInnen und den anwesenden Bookstern, sprich: Zwischen allen, die sich für Text und Literatur interessieren.

Dauer der Veranstaltung 13 bis ca. 18 Uhr. Gäste können jederzeit dazustossen und auch während der Veranstaltung kommen und gehen.
Es steht ein kleines Buffet bereit, an dem man sich in den Pausen stärken kann.

Eintritt Fr. 20.- / Mitglieder Wyborada Fr. 15.- / Caritas Kulturlegi Fr. 5.- / Studierende Fr. 17.- / Geflüchtete gratis. Ebenfalls kostenloser Eintritt für Mitglieder des A*dS.

Begrenzte Platzzahl, wir bitten um Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

 

**Schutzmassnahmen: Aufgrund COVID19: Bei dieser Veranstaltung gilt die sogenannte 3G-Regel: Für die Teilnahme ist der Nachweis einer vollständigen Impfung, einer Genesung oder eines negativen Testergebnisses erforderlich.

Mi 3.11.2021 — 19 Uhr — Studio Bibliothek Wyborada, Davidstrasse 42, St.Gallen
Artist’s Choice #7: Sebastian Stadler

Der Manor-Kunstpreisträger 2019 zeigt in den Räumen der Bibliothek Wyborada eine fotografische, ortsspezifische Arbeit.

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Basis für seine fotografische Intervention vor Ort ist der feministische Bestand unserer Spezialbibliothek. Sebastian Stadler nimmt ihn zum Anlass, sein eigenes Fotoarchiv nach Frauen zu durchsuchen.

Entstanden ist eine assoziativ angelegte Diashow mit dem Künstler nahestehenden Frauen und deren Umfeld. Mit traumwandlerischer Sicherheit projiziert Stadler Doppelbilder farbstark auf den weissen Vorhang im Studio.

Sebastian Stadler lebt in Zürich und ist als Künstler und freischaffender Fotograf tätig. Sein Schaffen umfasst die Medien der Fotografie und des Videos und thematisiert Besonderheiten seines Umfeldes sowie die Frage nach dem Abbild der Realität: Die Beschäftigung mit Fotografie und Video folgt einem dokumentarischen Aufspüren von medialen, ästhetischen, kulturellen, aber auch gesellschaftlichen Fragestellungen.

 

sebastianstadler.ch

 

So 7.11.2021 — 15.00 Uhr — Kunstbibliothek Sitterwerk
Reading the Library

Zur Finissage der Ausstellung «Reading the Library» findet in der Kunstbibliothek Sitterwerk ein Gespräch mit den Kuratorinnen Lucie Kolb und Eva Weinmayr mit Bibliothek Wyborada statt.

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Im vergangenen April wurde die Bibliothek Wyborada von Roland Früh in die Kunstbibliothek Sitterwerk eingeladen, um den gegebenen Bestand einem feministischen Blick zu unterziehen.

Die Kunstbibliothek der Stiftung Sitterwerk verfolgt eine Vielfalt von Ansatzpunkten, die sich kritisch mit Wissenspraktiken in Bibliotheken beschäftigen: Zum einen arbeitet sie mit einer dynamischen Ordnung der Bücher mittels Radiofrequenz Technologie (RFID), die es Nutzer:innen erlaubt, die Bücher in den Regalen nach eigenem Gutdünken anzuordnen und umzusortieren, um Bezüge zwischen den Büchern herzustellen. Zudem können durch die Werkbank, einem sensitiven Tisch, der auf ihm abgelegte Bücher und Materialien erfasst und digital abbildet, die beiden Sammlungen der Kunstbibliothek und des Werkstoffarchiv in Beziehung gesetzt, thematisch verortet und mit eigenen Notizen, Bildern oder Kommentaren versehen werden. Dynamische Ordnung und Werkbank erlauben den Benutzer:innen, neue Zugänge zu den Inhalten zu schaffen, respektive zu verfolgen.

In einem dreijährigen Projekt zur Weiterentwicklung des dynamischen Ordnungssystems und der Werkbank befragte die Stiftung Sitterwerk neue Möglichkeiten, alternative Zugänge zu Wissen im Bibliotheksraum zu etablieren. In diesem Rahmen beleuchtete die Veranstaltungsreihe «Finders Keepers» das Potential der Nutzer:innen für die Bibliothek. Die Workshopreihe «Kunst Produktion Sprache» richtete den Blick auf die Verschlagwortung und untersuchte die Möglichkeit eines ortsspezifischen Vokabulars. Die Veranstaltungen hinterfragten die Konstruktion von Ordnungssystemen und deren Einfluss auf die Wissensproduktion. Darauf aufbauend zielt die Ausstellung «Reading the Library» nun mit einer de-kolonialen, intersektionell feministischen Perspektive darauf, die Wissenspraktiken in Bibliotheken zu untersuchen und rückt insbesondere den Bibliothekskatalog in den Fokus.

An drei Wochenenden trafen sich Karin K. Bühler, Ruth Erat, Marina Schütz und Sibylle Omlin vor Ort und diskutierten, stellten Bücher neu zusammen, beleuchteten den Bibliothekskatalog nach feministischen Kriterien. In der Folge entstanden drei Editionen, die in der Kunstbibliothek aufliegen. Zudem ist in der aktuellen Ausstellung «Reading the Library» ein Video zur Auseinandersetzung zu sehen.

Sonntag, 7.11.2021 um 15.OO Uhr, Kunstbibliothek Sitterwerk

Gespräch mit Karin K. Bühler, Ruth Erat und Marina Schütz mit den beiden Kuratorinnen Lucie Kolb und Eva Weinmayr

Mehr: Ausstellung «Reading the Library»

Di 9.11.2021 — 19.30 Uhr — Kunstmuseum St.Gallen, Museumsstrasse 32, 9000 St. Gallen
Anne Weber liest

Die ursprünglich für den 14. März dieses Jahres geplante Matinée mit der Trägerin des Deutschen Buchpreises 2020 musste, aus bekannten Gründen, in damals ferne Zukunft verschoben werden. Jetzt stehen beide vor der Tür: Die Zukunft und Anne Weber. Die Autorin liest aus «Annette, ein Heldinnenepos» und nimmt uns mit in die Welt der Widerstandskämpferin Anne Beaumanoir.

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Was für ein Leben! Geboren 1923 in der Bretagne, aufgewachsen in einfachen Verhältnissen, schon als Jugendliche Mitglied der kommunistischen Résistance, Retterin zweier jüdischer Jugendlicher – wofür sie von Yad Vashem später den Ehrentitel «Gerechte unter den Völkern» erhalten wird –, nach dem Krieg Neurophysiologin in Marseille, 1959 zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt wegen ihres Engagements auf Seiten der algerischen Unabhängigkeitsbewegung… und noch heute an Schulen ein lebendiges Beispiel für die Wichtigkeit des Ungehorsams.

Anne Weber erzählt das unwahrscheinliche Leben der Anne Beaumanoir in einem brillanten biografischen Heldinnenepos. Die mit grosser Sprachkraft geschilderten Szenen werfen viele Fragen auf: Was treibt jemanden in den Widerstand? Was opfert sie dafür? Wie weit darf sie gehen? Was kann sie erreichen?

«Annette, ein Heldinnenepos» erzählt von einer wahren Heldin, die alle etwas angeht. «Ein Leseglück von Anfang bis Ende.» – Süddeutsche Zeitung

Im Anschluss an die Lesung gibt es die Möglichkeit zu weiteren Gesprächen an der Bar der Cafeteria im Kunstmuseum.

Moderation: Anya Schutzbach

Ort Kunstmuseum St. Gallen, Vortragssaal, Museumsstrasse 32

Eintritt Fr. 20.- / Mitglieder Wyborada und Kunstverein Fr 15.- / Studierende Fr. 17.- / Caritas Kulturlegi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis / Geflüchtete gratis

Anmeldung erbeten: literaturhaus@wyborada.ch

Mehr zu «Annette, ein Heldinnenepos» hier.

Bücher von Anne Weber in unserer Bibliothek hier.

Weitere Bücher von Anne Weber:

Ahnen. Ein Zeitreisetagebuch (2016)

Kirio (2020), sowie ihr jüngstes Buch

Tal der Herrlichkeiten (2021)

**Schutzmassnahmen: Bei dieser Veranstaltung gilt die sogenannte 3G-Regel: Für die Teilnahme ist der Nachweis einer vollständigen Impfung, einer Genesung oder eines negativen Testergebnisses (Covid-Zertifikat) erforderlich. Unser Schutzkonzept finden Sie hier.

© Foto Anne Weber: Thorsten Greve

Mi 17.11. – 19 Uhr – DenkBar, Gallusstrasse 11, 9000 St. Gallen
Ostschweizer Literaturgespräch #6: Christine Fischer & Franziska Greising

Schreibend Älterwerden – was heisst das? Woher kommt es, wohin ist es unterwegs? «In all den Jahren», so das Leitmotiv des nächsten Ostschweizer Literaturgesprächs zwischen Franziska Greising (links) und Christine Fischer, die

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in den frühen Achtzigerjahren von Franziska Greisings «Kammerstille» gepackt, geschüttelt und bestärkt wurde. Aus Anlass des OLG #6 hat sie ihre massgeblichen Schreibhebamme und -göttin aus Luzern nach St. Gallen eingeladen, mit der sie bis heute vieles verbindet. Gerade auch das Weiterschreiben, diese Lust am Text, der entsteht.

Beide sind vor allem mit Romanen und Gedichten, aber auch mit Theatertexten präsent. Und sie haben eine besondere Affinität zum Experiment und zur umfassenden Gestaltung.

«Franziska Greising zieht eine eigenwillige Spur – gegen das Gewohnte, Bekömmliche der allgemeinen Mainstream Literatur.» schreibt Isolde Schaad. Denn «Die Welt ist nicht das, wonach sie den Anschein macht.», würde Christine Fischer vielleicht ergänzen.

Gesprächsleitung: Ruth Erath

Eintritt Fr. 20.- / Mitglieder Wyborada oder Kulturkreis DenkBar Fr. 15.- / Caritas Kulturlegi Fr. 5.- / Studierende Fr. 17.- / Mitglieder des A*dS gratis. Geflüchtete gratis.

Wir bitten, so möglich, um Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

**Schutzmassnahmen: Bei dieser Veranstaltung gilt die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet); bitte denken Sie an Ihr entsprechendes Covid-Zertifikat. Unser Schutzkonzept finden Sie hier.

Weitere Informationen und Publikationen der Autorinnen:

Christine Fischer: hier

Franziska Greising hier

– und selbstverständlich auch in unserer Bibliothek!

DAS AKTUELLE PROGRAMM
Der Herbst im Literaturhaus

Mit einem üppigen Programm starten wir in den literarischen Herbst. Eine Übersicht finden Sie per Klick auf «weiter» am Ende dieses Beitrags, alle näheren Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen veröffentlichen wir kontinuierlich aktualisiert auf unserer Homepage. Wir freuen uns aufs Wiedersehen!

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Sa 25.09.2021 — 18 Uhr — Raum für Literatur Hauptpost, St. Leonhard-Strasse 40, 9000 St. Gallen
«Mutter, mach dir keine Sorgen, das ist eine ganz andere Welt» (Buchvernissage)

Ostschweizer Asylorganisationen präsentieren ihr neustes Buch, das elf unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden (UMA) ein Gesicht gibt und sie erzählen lässt von ihren Fluchterfahrungen und ihrem Alltag in der Schweiz.

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«Mutter, mach dir keine Sorgen, das ist eine ganz andere Welt» ist ein Buch über die Hoffnung. Es ist aber auch ein zutiefst erschütterndes Portrait von unvorstellbaren Erlebnissen auf der Flucht und lässt die weit entfernten Schlagzeilen und Zahlen zu realen Menschen werden. Elf Jugendliche berichten von Fluchtgründen, von der Ankunft in der Schweiz, wo sie nach ihrer grossen Willensleistung auf der Flucht auf einmal warten müssen und nichts tun können.

Wir freuen uns ganz besonders, dass einige der Jugendlichen sich bereit erklärt haben, auch an diesem Abend von ihren Erlebnissen zu berichten. Der Abend wird moderiert von Prof. Dr. Christine Lötscher.

 

Zu den Herausgeber*innen: Im Solidaritätsnetz Ostschweiz haben sich seit 2004 über 1200 Personen zusammengeschlossen, weil sie mit der heutigen Asylpolitik nicht einverstanden sind. Die Beobachtungsstelle für Asyl- und Ausländerrecht Ostschweiz wurde 2008 infolge der Verschärfungen der Asyl- und Ausländergesetze im September 2006 gegründet. Die Aufgabe der Beobachtungsstelle ist es, die Umsetzung der Gesetze und deren negative Folgen für die betroffenen Asylsuchenden, Migrantinnen und Migranten zu dokumentieren und die Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Solidaritätsnetz Ostschweiz und Beobachtungsstelle für Asyl- und Ausländerrecht Ostschweiz.

 

Türöffnung 18 Uhr, Begin 18:30 Uhr.

Nach der Vernissage laden wir zu einem Apéro und Austausch mit den Referierenden ein.

Der Eintritt ist frei.

Begrenzte Platzzahl, wir bitten um Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

Mehr zum Buch finden Sie hier…

und natürlich auch in unserer Bibliothek!

Wir folgen bei allen Veranstaltungen den neuesten Corona-Bestimmungen. Unser Schutzkonzept finden Sie hier.

KLEINER RÜCKBLICK
Neulich im Grünen Pavillon

Genau «Mitte September» gewährte uns Peter Weber Einblick in die literarische Mystery Box der Imagination und las seinen grandiosen Text «Pilzbox».

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Begleitet von psychedelischem Maultrommelspiel und einem angeregten Austausch über das Schreiben und die wundersame Welt der Mykologie verwandelte dabei die Zeit des abnehmenden Lichts den Grünen Pavillon in eine ganz eigene produktive Dunkelkammer.

Wir danken dem Botanischen Garten St. Gallen für den schönen Ort, der Buchhandlung Comedia für die bereitgestellten Bücher – und Peter Weber fürs gemeinsame Abtauchen nach dort, wo die Stoffe schlummern.

(Die Anthologie «Dunkelkammern», in der Peter Webers Text erschien, ist aus unserer Sicht eine unbedingte Lese-Empfehlung. Mehr Infos dazu hier.)

 

19. bis 25.9.2021 — täglich — Tatti (Italien)
Schreibseminar in der Maremma

Ein Angebot für alle Schreibenden: fine stagione in den Bergen der Maremma, sechs Tage schreiben, diskutieren, Ruhe finden. Bringen Sie Texte mit, die Ihnen wichtig sind. Der Schweizer Schriftsteller Tom Kummer arbeitet mit Ihnen in kleiner Gruppe an Ihren Stoffen, Anya Schutzbach ergänzt das Schreibseminar um Blicke hinter die Kulissen der Verlegerei.

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Die herrliche Fattoria di Tatti, etwa 40 km. landein- nord- und bergwärts von Grosseto, liegt in erhöhter Lage mit sagenhafter Aussicht, die sich von den angrenzenden Olivenhainen und Wäldern bis zum Horizont des Meeres erstreckt. Organisiert von den schreibkomplizen, findet hier nach der Hauptsaison ein Schreibseminar statt, das in diesem Jahr der bekannte Autor Tom Kummer leitet. (Hier gehts zur Karte.)

Ergänzt wird die Arbeit am Text durch zwei Blöcke „Theorie“: Anya Schutzbach, langjährige Verlagsfrau, gibt Einblicke in das System Literarturbetrieb, erläutert den Weg vom Manuskript zur Veröffentlichung – und beantwortet auch ansonsten alle Fragen rund ums Buch.

Der Stundenplan lässt dennoch genügend Zeit für eigenes Schreiben in Ruhe, für Ausflüge ans Meer und den Genuss von Kulinarischem.

Kursgebühr pro Pers. 1.850,- Euro, inkl. Verpflegung und sechs Übernachtungen.

Bei Fragen schreiben Sie gern eine kurze Nachricht an literaturhaus@wyborada.ch, wir verabreden uns dann auf ein Telefonat. Sie können sich auch direkt an die schreibkomplizen wenden (Herrn Uwe Schneider) oder die Fattoria di Tatti:

Uwe Schneider, +49 (0)172 71 29 120, hallo@schreibkomplizen.net

Conny, Fattoria di Tatti, +39 0566 912001, fattoria@tattifattoria.it

Die fröhliche Frauengruppe, Lorella, Patricia, Cornelia, Sabrina und Alessia, freuen sich, Sie in der Fattoria di Tatti willkommen zu heissen. Das Bed&Breakfast entspringt einer Idee von Ruedi Gerber, Schweizer Filmemacher und Unternehmer, der sich vor vielen Jahren in die Maremma verliebt und das wenige Minuten vom Dorf Tatti entfernt liegende Landgut Sequerciani erworben hat.

Mi 15.9.2021 – 19.30 Uhr – Grüner Pavillon des Botanischen Gartens – Stephanshornstrasse 4, 9016 St. Gallen
Peter Weber öffnet eine poetische «Pilzbox»

Peter Weber? DER Peter Weber? Ja, der Peter Weber. Der Toggenburger Autor war eine ganze Weile nicht in der Region öffentlich zu erleben. Wir freuen uns daher sehr, dass er (und seine Maultrommel) bei uns zu Gast sind mit einem Text,

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der inspiriert von Friedrich Dürrenmatts «Stoffe-Projekt» die sichtbaren und unsichtbaren Prozesse des Schreibens ergründet.

Sinnbildlich begleiten uns dabei Pilze, die wir voll Genuss von unseren Tellern gabeln, denen wir im Wald mit neugieriger Vorsicht begegnen und die unter den Männlein im Walde versteckt die fruchtbaren Tiefen der Erde bewohnen – das rhizomatische Myzel als Gedankenlabyrinth.

Von den ungreifbaren Quellen der Imagination, fesselnden Zwängen und Verwandlungen der eigenen literarischen Dunkelkammer liest Peter Weber seinen Text «Pilzbox» im Grünen Pavillon des Botanischen Gartens St. Gallen.

(Die Anthologie mit dem Titel «Dunkelkammern. Geschichten vom Entstehen und Verschwinden», in der dieser Text enthalten ist, erschien 2020 bei Suhrkamp. Mehr zum Buch finden Sie hier.)

Bislang erschienen von Peter Weber vier Bücher: «Der Wettermacher» 1993, «Silber und Salbader» 1999 und «Die melodielosen Jahre», 2007.

Eintritt Fr. 20.- / Mitglieder Wyborada Fr. 15.-* / Caritas Kulturlegi Fr. 5.- / Studierende Fr. 17.- / Geflüchtete gratis

*** Da sich die Veranstaltung an unsere diesjährige Mitgliederversammlung anschliesst – gepuffert von einem kleinen Apéro zur Begrüssung des Autors – ist die Veranstaltung für die Teilnehmer der Mitgliederversammlung gratis.***

Begrenzte Platzzahl, wir bitten um Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

Zutritt nur mit gültigem Covid-Zertifikat. Wir folgen bei allen Veranstaltungen den neuesten Corona-Bestimmungen. Unser Schutzkonzept finden Sie hier.

Anfahrt:

mit ÖV:

Ab Hauptbahnhof St. Gallen mit Buslinie 1 (Richtung St. Gallen – Stephanshorn), 11 Stationen bis Naturmuseum, 3 Minuten zu Fuss bis zum Botanischen Garten 

oder: 

Buslinie 2 (Richtung Guggeien), 11 Stationen bis Lindenstrasse, 4 Minuten zu Fuss bis Botanischer Garten 

mit dem Auto:

Stephanshornstrasse 4, 9016 St. Gallen, Parkplätze ausserhalb des Botanischen Gartens vorhanden

Do 16.9.2021 — 19 Uhr — DenkBar, Gallusstrasse 11
«Meine Nacht schläft nicht». Ein Abend zu Annemarie von Matt mit Roger Perret

UND DIE NÄHTE MEINER STRÜMPFE ZIEHT MIR NIEMAND MEHR ZURECHT

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Die in Root im Kanton Luzern geborene Annemarie von Matt (1905-1967) lebte seit der Heirat mit dem Bildhauer Hans von Matt in Stans. Nach einer kunstgewerblichen Ausbildung schuf sie dort zuerst Arbeiten, die von der Volkskunst und von religiös-naiven Bildwelten beeinflusst sind. Mit ungewöhnlichen Objekten und Zeichnungen sprengte sie die Grenzen der Konvention.

Gleichzeitig entstand ein umfangreiches literarisches Werk aus zu Lebzeiten unveröffentlichten Aufzeichnungen, Gedichten und Briefen. Viele der Texte sind mit Bleistift auf kleinformatigen Zetteln notiert und der Moderne verpflichtet. Sie erinnern mit ihrer Sprachlust und -kritik zuweilen an die Erkundungen Robert Walsers im «Bleistiftgebiet».

 

Im Zentrum ihres literarischen Schaffens stehen die sprachmächtigen Schreiben an den geheimen Geliebten, den Luzerner Priester und Schriftsteller Josef Vital Kopp. Sie gehören zu den herausragenden Zeugnissen der Briefkunst in der Schweizer Literatur des 20. Jahrhunderts.

In den letzten Jahren ihres Lebens zog sich Annemarie von Matt aus der Öffentlichkeit zurück und verwahrloste zunehmend. Die Modernität ihres künstlerischen und literarischen Schaffens wird erst nach ihrem Tod erkannt.

Der Herausgeber Roger Perret stellt Leben und Werk der Stanser Künstlerin im Gespräch mit Ruth Erat vor und liest ausgewählte Texte und Briefe.

Das Buch «Meine Nacht schläft nicht» wurde übrigens von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung als Lyrik-Empfehlung 2020 ausgewählt. Mehr darüber auch über diesen Beitrag im Deutschlandfunk.

Foto Roger Perret: Erik Brühlmann

Eintritt Fr. 20.- / Mitglieder Wyborada und Kulturkreis DenkBar Fr. 15.- / Caritas Kulturlegi Fr. 5.- / Studierende Fr. 17.- / Geflüchtete gratis

Begrenzte Platzzahl, wir bitten um Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch.

In Kooperation mit der DenkBar im Zentrum von St. Gallen – wo man auch vorher das beliebte «Kulturplättli» essen kann.

Neulich im Studio Wyborada

Blut ist keines geflossen, als Isabel Rohner zur nächtlichen Stunde im schummrigen Studio Wyborada aus ihrem neusten Kicherkrimi «Gretchens Rache» las. Die ein oder andere Leiche im Keller blieb dabei dennoch nicht unbeobachtet…

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Gebannt haben wir Isabel Rohner bei ihrem erfreulich heiteren Einstieg in ihren Roman gelauscht. Zwischen dramaturgischem Figurenregister, dem einen oder anderen ostschweizerischen Ton und augenzwinkernden literarischen und persönlichen Querbezügen zeigte sich, wo die eigentlichen Leichen begraben liegen: in den Elfenbeintürmen eines kanonischen Patriarchats, die im Leben als Autor:in, Leser:in oder Romanfigur nicht nur den Literaturbetrieb vor die Herausforderungen architektonischer Dekonstruktionsarbeiten stellen.

Wen es schlussendlich in «Gretchens Rache» erwischt, wurde noch nicht verraten. Wir empfehlen daher sehr, einen eigenen Blick in das Buch zu werfen – selbstverständlich auch in unserer Bibliothek.

Wir danken dem Neustartfestival für die Kooperation und Freude an der Kultur, der Buchhandlung «Zur Rose» für die Bereitstellung der Bücher und natürlich Isabel Rohner für den wunderbaren Abend!

Das neue Schutzkonzept

Bitte halten Sie sich an die Abstands- und Hygieneempfehlungen des BAG und bleiben Sie zuhause, wenn Sie sich nicht wohl fühlen oder in den letzten Tagen mit Personen Kontakt hatten, die kürzlich Covid-19-positiv getestet wurden.

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Ab Montag, 20. Dezember 2021, wird in der Schweiz die Zertifikats- und Maskenpflicht ausgeweitet. Für Veranstaltungen wird der Zutritt auf 2G beschränkt.

Die Veranstaltungen von Literaturhaus & Bibliothek Wyborada finden daher unter der 2G-Regelung (geimpft / genesen) statt.

Für alle Veranstaltungen gilt demnach in Innenräumen

  • Covid-Zertifikatspflicht (GG) für Personen ab 16 Jahren und
  • das Tragen von Masken auch während der Veranstaltung in den Innenräumen
  • eine Sitzpflicht

 

Bringen Sie also bitte zur Teilnahme an unseren Veranstaltungen ein gültiges Ausweisdokument sowie ein gültiges Covid-Zertifikat mit, um eine Genesung oder Impfung (in ausgedruckter oder elektronischer Form) nachzuweisen.

Covid-Zertifikat

Das Covid-Zertifikat ist in Bezug auf das Cornavirus ein gültiger Nachweis über:

  • eine Genesung, die weniger als 180 Tage zurückliegend mittels PCR-Test nachgewiesen wurde
  • eine vollständige Impfung

 

Nach den aktuellen Bestimmungen des BAG befähigt der Nachweis einer negativen Testung nicht zur Teilnahme an Veranstaltungen.

Das Covid-Zertifikat können Sie sich an entsprechenden kantonalen Behörden, Impfstellen und Apotheken ausstellen lassen. Weitere Informationen über den Erhalt des Covid-Zertifikats finden Sie auf der Website des Kantons St. Gallen sowie des BAG.

Sie können das gültige Zertifikat entweder in Papierform oder elektronisch in der kostenlosen «Covid-Certificate»-App vorzeigen.

Für Kinder von 0-16 Jahren gilt keine Pflicht zum Vorzeigen eines Covid-Zertifikats.

Kontaktnachverfolgung

Über die Einlasskontrolle Ihres Covid-Zertifikats werden Ihre Kontaktdaten automatisch in unserer Liste zur Kontakt-Rückverfolgung erfasst. Diese Daten werden von uns vertraulich behandelt, nicht an Dritte weitergegeben und nach 14-tägiger Frist wieder aus unserem System gelöscht.

Im Fall eines Kontakts mit einer Covid-19-erkrankten Person können Sie von den befugten öffentlichen Stellen kontaktiert und über weitere Massnahmen zur Vorbeugung der Ausbreitung des Coronavirus informiert werden.

Hygiene

Kontaktflächen wie Türklinken und Ablageflächen werden vor und nach den Veranstaltungen desinfiziert. Ausserdem stehen Ihnen am Eingang und im Veranstaltungsraum Desinfektionsmittel-Spender zur Verfügung.

Lüftung

Die Veranstaltungsräume werden vor und nach den Veranstaltungen gelüftet. Wenn die Aussentemperaturen und -geräusche es erlauben, halten wir Fenster geöffnet oder sorgen auch während der Veranstaltung zwischendurch für Lüftung.

Apéros

Unter den Bedingungen des Zutritts unter 2G ist die Konsumation von Speisen und Getränken leider nicht möglich, es können daher während der Veranstaltungen leider bis auf weiteres keine Speisen und Getränke angeboten werden.

Das vorliegende Schutzkonzept gilt ab dem 20.Dezember 2021 für alle Veranstaltungen von Literaturhaus & Bibliothek Wyborada. Es folgt den aktuellen Bestimmungen des BAG und wird laufend den geltenden Weisungen und Empfehlungen der Behörden angepasst. Bei Fragen und Anmerkungen stehen Anya Schutzbach und Karin K. Bühler gerne zur Verfügung (Geschäftsleitung Literaturhaus und Bibliothek Wyborada).

Sa 11.09.2021 — Cocktails in der Bibliothek: 21:00 bis 23:00 Uhr — Treffpunkt Lesung: 23:00 Uhr
Isabel Rohner, «Gretchens Rache». Ein Krimi unterm Dach

Im Rahmen des Festivals Neustart Kultur laden wir im verlassenen Dachstock unserer Bibliothek zu einer schaurig-komischen Mitternachts-Krimi-Lesung ein. Die St. Galler Autorin Isabel Rohner wird uns aus ihrem neusten feministischen Kicherkrimi «Gretchens Rache» vorlesen.

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Gretchens Rache erzählt davon, wie in einem Tagungshotel im Spreewald AutorInnen und KritikerInnen zusammenkommen, um sich in gehobener Atmosphäre über Literatur zu unterhalten und noch wichtiger, diese zu Geld zu machen. Romanheldin ist Linn Kegel, eine feministische Krimiautorin, welche genau diesen Literaturbetrieb hasst, aber von ihrem Verleger gezwungen wird, mitzumachen. Was dann beim abendlichen Krimidinner geschieht ist wahrlich (nicht) zum Totlachen…

Der Roman ist humorvoll und anspielungsreich geschrieben, nimmt gängige Klischees aufs Korn und setzt sich kritisch mit dem männerdominierten Literaturmarkt auseinander.

Dr. Isabel Rohner ist Autorin, Herausgeberin, Demokratieerklärerin, Feministin und Hedwig-Dohm-Expertin. Sie wurde 1979 in St. Gallen geboren, studierte Germanistik, Philosophie und Romanistik und lebt heute in Berlin. Zu hören ist Rohner regelmässig in ihrem erfolgreichen Podcast «Die Podcastin» zusammen mit Regula Stämpfli. Ausserdem schreibt sie humoristische Kicher-Krimis und Bücher zum Frauenstimmrecht.

Wir laden ab 21 Uhr zu Cocktails in der Bibliothek Wyborada ein und werden uns dann ab um 23:00 Uhr gemeinsam in den Dachstock wagen.

Treffpunkt: Bibliothek Wyborada, 1. Stock, Davidstrasse 42, 9000 St. Gallen.

Begrenzte Platzzahl, wir bitten um Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

Aufgrund der Pandemie müssen gegen Vorweisen eines Zertifikats (3G: Getestet, Geimpft, Genesen) die Tickets/Bändel an folgenden Verkaufsstellen gekauft werden:

Freitag, 10. September 2021 (10.00 – 18.00 Uhr)

Samstag 11. September 2021 (10.00 – 20.00 Uhr)

  • Valiant Bank, Marktgasse 11 (nur Freitag, 8.30 – 18.30 Uhr)
  • St.Gallen-Bodensee-Tourismus, Bankgasse 9 (Samstag nur bis 15:00 Uhr offen)
  • Mint Event Bus (Bahnhofsplatz)
  • Naturmuseum, Rorschacher Strasse 263
  • Kunstmuseum, Museumstrasse 23

 

– Erwachsene: 20.– CHF
– mit KulturLegi: 10.– CHF
– Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre: Eintritt frei
– Personen mit Aufenthaltsbewilligung F und N: Eintritt frei

Der Festivalbändel wird an der Verkaufsstelle ans Handgelenk angebracht und dient als Nachweis, dass das Covid-Zertifikat kontrolliert wurde. Bei den Veranstaltungsorten wird der Bändel kontrolliert, bis dahin gilt Maskenpflicht. Nach dem Eingang gilt keine Maskenpflicht. Natürlich darf, wer will, die Maske anlassen.

Mehr Informationen zum Festival und zu den Covid-Massnahmen gibt’s auf der Website des Neustart-Festivals.

Mehr Informationen zum Buch finden Sie hier…und hier…

 

 

ANREGUNG FÜRS WOCHENENDE 03.-05.09.2021 – Literaturhaus Schaan (FL)
15. Liechtensteiner Literaturtage

[autor*in + verlag : ein gemischter satz] – unter diesem Motto finden am ersten Septemberwochenende die 15. Liechtensteiner Literaturtage im Literaturhaus Schaan statt.

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«gemischter satz»:

Die Klammer der Literaturtage bildet das weite Feld Betriebsververhältnis zwischen Verlag / Lektor*in & Autor*in. Sowohl der Eröffnungsvortrag am Freitagabend als auch die Matinée am Sonntag widmen sich diesem so eigenen galaktischen Beziehungskosmos.

Am Samstag und Sonntag sind eine ganzen Reihe wunderbarer Autorinnen und Autoren zu Gast, darunter Marcel Beyer, Róža Domašcyna, Christina Viragh oder Julia Weber.

Das ganze Programm finden Sie per Klick auf unten stehendes Motiv, das das Programmheft der Liechtensteiner Kolleg*innen ziert:

KLEINE RÜCKBLENDE
Letzten Donnerstag im Literaturhaus

«Das Schweigen der Tofuesser» (so titelte das St. Galler Tagblatt seinen Bericht über die Lesung): Am Donnerstag las der Frankfurter Journalist und Metzgerssohn Klaus Reichert im St. Galler Festsaal Katharinen, die Moderation übernahm Richi Küttel, auch er: Ein Metzgerssohn.

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Im wundervollen Katharinensaal der Stadt St. Gallen konnte endlich die bereits für März geplante und zwei Mal verschobene Veranstaltung zu einem Thema stattfinden, das unsere Gesellschaft polarisiert: Es geht um die Wurst. Und ein altes Handwerk.

So war diese Veranstaltung – ein Mix aus Gespräch, Debatte und Lesung – eine Art Auftakt für ein Veranstaltungsformat, das im Literaturhaus künftig einen festen Platz erhalten soll. Themen, die uns bewegen, auf der Basis gehaltvoller Sachbücher gemeinsam zu diskutieren.

 

 

Im Anschluss an eine Stunde, die wie im Flug verging, wurde im Kreuzgang des ehemaligen Klosters bei einem Becher Wein und sowohl veganen Würstchen als auch Moschtbröckli aus AR weiterdiskutiert.

noch bis zum 30.8.2021 — Studio Wyborada
Artist’s Choice #6: Claude Bühler
Claude Bühler

Im Rahmen der Feministischen Aktionstage gestaltete die St. Galler Künstlerin ihren interventionalen Blick auf den Bestand der Frauenbibliothek Wyborada – und bezauberte mit einer Sound-Performance zum Buch «Häutungen» von Verena Stefan. Das Audio-File liegt zum Hören bereit.

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Claude Bühler lebt und arbeitet als Künstlerin, Kuratorin und kulturelle Aktivistin in St.Gallen und Bonstetten ZH. An der Ostkreuzschule in Berlin studierte sie künstlerische und dokumentarische Fotografie. Seither setzt sie sich vermehrt auch mit Hilfe der experimentellen Klangproduktion mit gesellschaftskritischen und feministischen Themenbereichen auseinander. Seit 2019 gestaltet sie zusammen mit anderen Künstler:innen den salon vert als Ort für interdisziplinäre DIY-Musikproduktion.

Für Artist’s Choice setzte sich Claude Bühler mit dem Buch «Häutungen» von Verena Stefan auseinander, das übrigens im Studio aufliegt. Eine echte Wiederentdeckung!

Aus den Vorbereitungen für die Sound-Performance hat Bühler eine Radiosendung geschnitten, die auf Kanal K ausgestrahlt wurde. Die Sendung ist bis 30.8.2021 im Studio der Wyborada zu hören. Sie kann auch hier nachgehört werden: Salon vert

 

Claude Bühler an der Sound-Performance vom 12.6.2021 im Studio

claudiabuehler.ch

/// VERSCHOBEN AUF 2022 ///
Judith Hermann, «Daheim»

/// Die Lesung mit Judith Hermann muss leider krankheitsbedingt ausfallen und wird ins Frühjahr verschoben ///

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Sie hat ihr früheres Leben hinter sich gelassen, ist ans Meer gezogen, in ein Haus für sich. Ihrem Exmann schreibt sie kleine Briefe, in denen sie erzählt, wie es ihr geht, in diesem neuen Leben im Norden. Sie schliesst vorsichtige Freundschaften, versucht eine Affaire, fragt sich, ob sie heimisch werden könnte oder ob sie weiterziehen soll.

Judith Hermann erzählt von einer Frau, die vieles hinter sich lässt, Widerstandskraft entwickelt und in der intensiven Landschaft an der Küste eine andere wird. Sie erzählt von der Erinnerung. Und von der Geschichte des Augenblicks, in dem das Leben sich teilt, eine alte Welt verlorengeht und eine neue entsteht.

«Mit ihren spröden Figuren, schrägen Bildern und noch mehr Aussparungen ist Judith Hermann ein sehr poetischer und zugleich zeitdiagnostischer Roman gelungen.» (Anne-Sophie Scholl, NZZ am Sonntag)

>>Weitere Einblicke in den Roman finden Sie in diesem Beitrag des Deutschlandfunk, sowie auf der Website des Verlags.

Judith Hermann, 1970 in Berlin geboren, erhielt auf die Veröffentlichung ihrer Romane und Erzählungen ausserordentliche Resonanz und ist unter anderem mit dem Kleist-Preis und dem Friedrich-Hölderlin-Preis ausgezeichnet worden. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Mehr zur Autorin finden Sie hier.

Eintritt Fr. 20.- / Mitglieder Wyborada Fr. 15.- / Caritas Kulturlegi Fr. 5.- / Studierende Fr. 17.- / Geflüchtete gratis. Ebenfalls kostenloser Eintritt für Mitglieder des A*dS.

Begrenzte Platzzahl, wir bitten um Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

>>Schutzmassnahmen: Bei dieser Veranstaltung gilt die 3G-Regel, d.h. für die Teilnahme ist am Einlass der Nachweis einer vollständigen Impfung, einer Genesung oder eines negativen Testergebnisses in Form eines ausgedruckten oder elektronischen Covid-Zertifikats erforderlich. Unser aktuelles Schutzkonzept finden Sie hier.

(Foto Judith Hermann: Michael Witte)

Do 26.8.2021 — 19:30 Uhr — Festsaal Katharinen, Katharinengasse 11, 9000 St. Gallen
Klaus Reichert liest: «Fleisch ist mir nicht Wurst»

Die Lesetournee des Frankfurter Journalisten und Metzgerssohns Klaus Reichert führt ihn gegen Ende der Grillsaison auch nach St. Gallen. Sein Buch «Fleisch ist mir nicht Wurst» ist ein aufrüttelnd-humorvolles Plädoyer für Fleischkonsum mit Mass und Anspruch – und Respekt vor dem Tier auf dem Teller.

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Wollen wir Fleisch essen, müssen Tiere dafür sterben. Eine Tatsache, die seit Langem bekannt ist, aber immer mehr verdrängt wird. Statt beim Metzger, wo das Steak noch vor unseren Augen vom Stück geschnitten wird, kaufen die meisten Menschen es im Supermarkt – aufs Gramm genau portioniert und abgepackt, nur an den Etiketten wird noch erkennbar, um welches Tier es sich einmal gehandelt hat. Und plagt einen das schlechte Gewissen oder ekelt einen die Massentierhaltung an, wird zu veganen Bratlingen gegriffen, die Fleisch imitieren. Dabei wissen wir instinktiv: Kein Fleisch ist auch keine Lösung!

Wer isst eigentlich alles Fleisch und wenn ja, wie viel? Stellen wir uns die Frage des Tierwohls nur, weil unsere Bäuche voll sind? Ist am Ende unser Appetit größer als unser Mitleid? Und ist billig per se schlecht?

Es gibt viele Fragen, die wir, angesichts des grenzenlosen Überflusses in dem wir leben neu beantworten müssen.

Klaus Reichert wirbt für mehr Wertschätzung und Respekt für die Tiere, die für uns ihr Leben lassen müssen. Kann man Tiere lieben und sie trotzdem schlachten?  Klaus Reichert stammt aus einer Familie, die schon in der dritten Generation dafür sorgt, dass Fleisch etwas Besonderes ist und bleibt. Er ist hinter der Fleischtheke aufgewachsen, hat seinem Großvater und Vater über die Schulter geschaut und hautnah erlebt, mit welcher Leidenschaft sie einen Handwerksberufs ausübten, über den nicht selten die Nase gerümpft wird.

 

Klaus Reichert, geboren 1963 in Frankfurt-Höchst, wuchs in einer Metzgerfamilie auf. Er schreibt Drehbücher und Hörspiele und hat als Ghostwriter Sachbücher verfasst. Als freier Journalist moderiert er im Radio Talksendungen und aktuelle Magazine und war Anchor einer Bundesligashow. Klaus Reichert ist Kommunikationsberater eines Bestattungshauses und gehört zu den Gründern der Künstlergruppe Gotensieben, deren Ausstellung »Metzgerei Seele & Söhne« große Beachtung fand. Mit seinem Bruder Thomas, der den Familienbetrieb übernahm, verbindet ihn eine enge Beziehung, bei der es häufig um die Wurst geht. Beide leben im Frankfurter Raum.

Mehr zur Künstlergruppe finden Sie hier: www.gotensieben.de

Hier gelangen Sie zum Familienbetrieb: www.haxenreichert.de

Mehr zum Buch hier…

Moderation: Richi Küttel

Eintritt Fr. 20.- / Mitglieder Wyborada Fr. 15.- / Caritas Kulturlegi Fr. 5.- / Studierende Fr. 17.- / Geflüchtete gratis

Begrenzte Platzzahl, wir bitten um Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

Wir folgen bei allen Veranstaltungen den neuesten Corona-Bestimmungen. Unser Schutzkonzept finden Sie hier.

#wearewyborada, die Siebte

Literaturhaus & Bibliothek stellen sich vor. Heute: Karin K. Bühler. Sie leitet seit Herbst 2020 die Bibliothek Wyborada.

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«Die Bibliothek Wyborada ist eine überraschende, gesellschaftskritische, unterhaltsame Fundgrube an Medien zu diversen Aspekten von Frau* in der Gesellschaft. Neben den Fachbüchern zur historischen und aktuellen Frauengeschichte faszinieren mich im Moment gerade auch die Biografien. Endlich gibt es eine Wand voll Identifikationsfiguren – Vorbilder, die ich in meiner Jugend vermisst habe.»

Karin K. Bühler übernahm im Herbst 2019 zusammen mit Patricia Holder die Co-Leitung von Literaturhaus & Bibliothek Wyborada. Seit November 2020 bringt die Informationswissenschaftlerin und Bildende Künstlerin in der Funktion als Leiterin der Bibliothek frischen Wind in die 1986 gegründete Frauenbibliothek.

#wearewyborada #bibliothekwyborada #literaturhauswyborada #wyboradasanktgallen

#wearewyborada, die Sechste

Im Rahmen unserer Aktion #wearewyborada stellen wir an dieser Stelle all jene vor, die Bibliothek & Literaturhaus Wyborada (aus)machen. Daher begrüssen wir hier herzlich Jakob, der uns ab August als Hospitant begleitet.

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«Seit 23 Jahren bin ich von Sprache umgeben, habe sprechen, lesen und schreiben gelernt und bin selbst ein Teil von Sprache geworden. Mich fasziniert an Literatur, dass sie sich scheinbar nur in meinem Geist befindet und gleichzeitig ein ganz eigenes Netz gelebter Kultur spannt. So kann ein Buch nicht nur kalten Novemberregen vergessen machen, sondern auch Grund und Gegenstand für produktiven Austausch sein.

In meinem derzeitigen Literatur-Kunst-Medien Studium gehe ich kreativen Phänomenen vor allem theoretisch nach. Die Hospitanz bei Literaturhaus und Bibliothek Wyborada bedeutet für mich eine Möglichkeit, an kulturellen Verflechtungen aktiv beteiligt zu sein. Ich möchte durch aktuelle literarische Prozesse gründeln, Kultur erfahren und Texte lesen, schreiben und sprechen. Ich freue mich darauf, zu erleben und erlebbar zu machen, wie Wörter unsere Welt mitgestalten. 

Damit ein herzliches Hallo und ab die Post!»

#hospitanzwyborada #wyboradasanktgallen #literaturhauswyborada #bibliothekwyborada #wearewyborada

VERANSTALTUNGSHINWEIS — Do 19.8.2021 — 19:30 Uhr — Frauenarchiv, Florastrasse 6, 9000 St. Gallen
Esther Vorburger-Bossart: «Lebensgeschichten von religiösen Frauen» (Buchvernissage)

Zur Feier von 50 Jahren Frauenstimmrecht veranstaltet das Archiv für für Frauen-, Geschlechter- und Sozialgeschichte Ostschweiz verschiedene Lesungen und Podiumsdiskussionen. Am Donnerstag, 19. August liest Esther Vorburger-Bossard aus ihrem neuen Buch «Lebensgeschichten von religiösen Frauen».

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Dr. phil. Esther Vorburger-Bossart ist Historikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Kirchengeschichte der Theologischen Fakultät der Universität Luzern. Für ihr neustes Buch hat sie sich der Oral History angenommen und 50 Ordensschwestern aus acht religiösen Gemeinschaften befragt. Dadurch erforscht sie sowohl die Gestaltung von weiblichem Ordensleben als auch in die (individuelle) Identitätsgeschichte von Frauen.

Mehr Informationen gibts unter diesem Link.

Das Buch Lebensgeschichten von religiösen Frauen ist übrigens auch in unserer Bibliothek erhältlich.

AUSFLUGSTIPP — Sa 10.7.2021 — 9:00 bis 18:00 Uhr — Wangen im Allgäu
Literarisches Forum Oberschwaben 2021

Das Forum ist eine seit 1967 bestehende Veranstaltung, zu der sich ein Mal pro Jahr im Sommer SchriftstellerInnen aus der Region Oberschwaben / Bodensee / Vorarlberg und der Schweiz versammeln. Es ist so etwas wie ein „kleines Klagenfurt“,

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auch wenn nicht, wie beim Ingeborg-Bachmann Wettbewerb, Preise verliehen werden: Eine öffentliche Lese- und Debattierrunde für Autoren und Kritikerinnen. Öffentlich werden neue Texte gelesen und freundschaftlich zerpflückt, das Publikum ist eingeladen, sich an den Debatten zu beteiligen.

Von jungen Debütanten bis zu betagteren „Klassikerinnen“, von Autorinnen, die gerade ihr erstes Buch veröffentlicht haben bis zu arrivierten Kollegen, die auf ein umfangreiches Werk zurückblicken – viele nehmen auf Einladung der Jury mit grossem Gewinn an diesen Treffen teil. Auch das Spektrum der Genres ist breit: Es reicht von ambitionierter Lyrik über spannungsreiche Erzählungen verschiedenster Couleur bis hin zu literarischer Essayistik.

Am Vorabend des Forums wird am Freitag, dem 9. Juli um 20 Uhr der Autor, Kritiker und Verleger Peter Renz anlässlich seines 75. Geburtstags gewürdigt.

Wer ein Übernachtungsquartier sucht, kann sich ans Gästeamt Wangen (Telefon +49 (0)7522 74211, www.wangen.de, tourist@wangen.de) wenden.

Anreise ab St. Gallen per Bahn und wahl/teilweise auch per Schiff über den See möglich.

Wer mehr darüber wissen möchte und Interesse hat, kann sich per Mail mit Anya Schutzbach in Verbindung setzen, die (wie übrigens auch die Arboner Autorin Ruth Erat), selbst anwesend sein wird: literaturhaus@wyborada.ch.

Die Feier für Peter Renz und auch das Forum finden Corona-Schutzkonzeptbedingt nicht im Waaghaus der Stadt statt, sondern in der Stadthalle, Jahnstraße 21, 88239 Wangen im Allgäu (hier gehts zur Karte).

Parkplätze gibt es in ausreichender Zahl in der Nähe. Vom Bahnhof Wangen ist die Stadthalle zu Fuss in knapp zehn Minuten zu erreichen.

26.6. bis 4.7.2021
Literaturtage Arbon

Vom 26. bis 4. Juli finden im schönen Haus Max Burkhardt in Arbon die Literarischen Tage statt. Das Programm der diesjährigen Literarischen Tage steht unter dem Motto «Nachbarschaft». Wie immer, sind alle herzlich eingeladen, neben den Lesungen auch den Garten, das Haus und die darin enthaltenen, literarischen Schätze zu (be-)suchen und zu heben.

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Mi. 23.6.2021 — 18:00 Uhr — DenkBar, Gallusstrasse 11 — Vortrag
Simona Pfister: Über Weiblichkeit, Heiligkeit und Fasten

Die Veranstaltung mit Simona Pfister musste leider abgesagt werden. Wir bemühen uns um einen Nachholtermin im Herbst 2021.

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Über Weiblichkeit, Heiligkeit und Fasten

Sich der Nahrung zu verweigern – das scheint in der Geschichte des christlichen Westeuropas eine spezifisch weibliche Tugend zu sein. So häufen sich ab dem Spätmittelalter Berichte über weibliche Heilige, die wochen- oder gar monatelang gefastet haben sollen und damit ihre Wundertätigkeit und moralische Vorbildhaftigkeit bewiesen. Von männlichen Heiligen sind derartige Praktiken hingegen fast kaum überliefert.

In einem Vortrag mit anschliessendem Gespräch geht Simona Pfister diesem Ideal der nicht-essenden, geistig vorbildhaften Frau nach; von dessen Entstehung im Mittelalter, über die individuellen Geschichten der heiligen Frauen bis hin zur Frage, wie deren Fasten mit den Möglichkeiten des weiblichen Schreibens heute zusammenhängt.

Simona Pfister ist Autorin, Journalistin und Religionswissenschaftlerin. Sie lebt in Zürich und schreibt u.a. für „Das Magazin“ und die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“.

Eintritt Fr. 20.- / Mitglieder Wyborada und Kulturkreis DenkBar Fr. 15.- / Caritas Kulturlegi Fr. 5.- / Studierende Fr. 17.- / Geflüchtete gratis

Wegen begrenzter Platzanzahl Anmeldung unter literaturhaus@wyborada.ch

Di. 29.6.2021 — 20:00 Uhr — Rösslitor Orell Füssli, Marktgasse, St. Gallen
Monika Helfer liest

Nach ihrem Erfolgsbuch «Die Bagage» ist die vielfach ausgezeichnete Vorarlberger Autorin mit ihrem neuen Roman «Vati» bei uns zu Gast. Der Roman porträtiert die Nachkriegsgeneration und erzählt vom Aufwachsen in schwierigen Verhältnissen und der Suche nach der eigenen Herkunft.

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Ein Mann mit Beinprothese, ein Abwesender, ein Witwer, ein Pensionär, ein Literaturliebhaber. Monika Helfer umkreist das Leben ihres Vaters und erzählt von ihrer eigenen Kindheit und Jugend. Von dem vielen Platz und der Bibliothek im Kriegsopfer-Erholungsheim in den Bergen, von der Armut und den beengten Lebensverhältnissen. Von dem, was sie weiss über ihren Vater, was sie über ihn in Erfahrung bringen kann. Mit grosser Wahrhaftigkeit entsteht ein Roman über das Aufwachsen in schwierigen Verhältnissen, eine Suche nach der eigenen Herkunft. Ein Erinnerungsbuch, das sanft von Existenziellem berichtet und schmerzhaft im Erinnern bleibt. «Ja, alles ist gut geworden. Auf eine bösartige Weise ist alles gut geworden.»

Monika Helfer schreibt fort, was sie mit ihrem Bestseller «Die Bagage» begonnen hat: ihre eigene Familiengeschichte.

Monika Helfer, geboren 1947 in Au/Bregenzerwald, hat zahlreiche Romane, Erzählungen und Kinderbücher veröffentlicht. Für ihre Arbeiten wurde sie unter anderem mit dem Robert-Musil-Stipendium, dem Österreichischen Würdigungspreis für Literatur und dem Solothurner Literaturpreis ausgezeichnet. Für «Die Bagage» (2020) erhielt sie den Schubart-Literaturpreis 2021 der Stadt Aalen und den Solothurner Literaturpreis 2020 sowie den Bodensee-Literaturpreis für ihr Gesamtwerk.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Rösslitor Bücher Orell Füssli, Türöffnung 19.30 Uhr.

Eintritt Fr. 18.– / Mitglieder Wyborada oder Premium/Student Card Fr. 10.- 

Vorverkauf am Kundendienst-Schalter der Buchhandlung 2. UG, 071 227 47 35 oder per Mail an abholfach.roesslitor@orellfuessli.ch

Mehr zum Buch hier… . Sie finden es natürlich auch in unserer Bibliothek! Ausserdem von Monika Helfer in der Bibliothek: Die Bagage (Roman, 2020)

Wir folgen bei allen Veranstaltungen den neuesten Corona-Bestimmungen. Unser Schutzkonzept finden Sie hier.

Foto Monika Helfer: © Salvatore Vinci

#wearewyborada, die Fünfte

Seit dem 1. Juni haben wir eine neue Hospitantin, Olivia. Sie ist die Nachfolgerin von Viviane, der wir herzlich danken und hinterherwinken! Mehr von unserer dritten Hospitantin in der jungen Geschichte des Literaturhauses…

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«Ich habe soeben ein Germanistik- und Rechtsstudium an der Universität Zürich abgeschlossen. Weshalb ich lese? Ich geniesse die Einsamkeit, welche das Lesen mit sich bringt – gleichzeitig lernt man dabei so viele erstaunliche und besondere Welten und Figuren kennen. Im Studium durfte ich vor allem den literarischen Kanon wälzen und das sind vor allem Männer*. Aber es gibt unglaublich viele gute Bücher von Frauen*, wie z.B. den neuen Roman von Monika Helfer (am 29. Juni bei uns zu Gast). Umso mehr freue ich mich darauf, im Literaturhaus Wyborada St. Gallen daran mitzuwirken, Gegenwartsliteratur und insbesondere Literatur von Frauen sichtbarer zu machen.»

Neue Blog-Serie – jetzt online

«GEN V», die neue Blog-Serie von Emeli Glaser ist online! Die junge Berliner Journalistin widmet sich gleich einem kontroversen Thema: Männer.

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Hier geht’s zum Blog: Kaugummis und Karpfenbilder.

 

Illustration: Noon Selina Marrero Julian.

HEUTE Mi 12. Mai — 18:30 Uhr — Historisches und Völkerkundemuseum
#wyboradatipp: Buchvernissage zur Biografie von Susanne Steiner-Rost

VERANSTALTUNGS-TIPP: Im Rahmen der Ausstellung «klug & kühn – Frauen schreiben Geschichte» findet heute die Buchvernissage zur Biografie der religiös-sozialen Anwältin Susanne Steiner-Rost «Du bist wirklich souverän» mit der Autorin Marianne Jehle-Wildberger im HVM statt.

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Bitte anmelden unter www.info@hvmsg.ch oder 071 242 06 42.

Standort: Historisches und VölkerkundemuseumMuseumstrasse 50, St. Gallen; Öffnungszeiten: Di–So, 10–17 Uhr

Mehr Infos zur Veranstaltung finden Sie hier.

© Foto: Viviane Sonderegger

Mi 9.6.2021 — 19:30 Uhr — Festsaal Katharinen, Katharinengasse 11
Vortrag & Tipps: Annette Heizmann mit «Der Hildegard-Code»

Für Hildegard-Einsteiger*innen und Hildegard-Fans: Die Tübinger Theologin Annette Heizmann erschliesst in ihrem Buch «Der Hildegard-Code» die jahrhundertealte, verblüffend aktuelle Lebensweisheit der Hildegard von Bingen und gibt praktische Ratschläge. Mit musikalischer Begleitung durch die Singer-Songwriterin Elke Voltz.

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Körpererfahrung und gesunde Ernährung, Selbstannahme und
Leben im Einklang mit der Natur: Wer heute nach einer ganzheitlichen
Lebensweise fragt, findet jahrhundertelang bewährte und verblüffend aktuelle Antworten in Leben und Lehre der Hildegard von Bingen. Aus einer tiefen Kenntnis der Originalschriften Hildegards und in zeitgenössischer Sprache erschliesst die Theologin und Therapeutin Annette Heizmann die Lebensweisheit der Hildegard von Bingen für Menschen heute: Neun Wege, die Leib, Seele und Geist erneuern und stärken.

Annette Heizmann ist Theologin und Religionspädagogin, Autorin und lösungsorientierte systemische Familientherapeutin. Die Mutter von drei Kindern ist ausgewiesene Hildegard-Expertin mit zahlreichen Veranstaltungen. Sie lebt bei Tübingen.

Eintritt Fr. 20.- / Mitglieder Wyborada Fr. 15.- / Caritas Kulturlegi Fr. 5.- / Studierende Fr. 17.- / Geflüchtete gratis

Begrenzte Platzzahl, wir bitten um Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

Bei schönem Wetter wird es im Anschluss an die Veranstaltung im schönen Innenhof des ehemaligen Klosters und im Kreuzgang bei einem Apéro Gelegenheit zu einem Austausch mit der Autorin und der Musikerin geben.

Mehr Informationen zum Buch finden Sie hier. Sie finden es übrigens natürlich auch in unserer Bibliothek.

Wir folgen bei allen Veranstaltungen den neuesten Corona-Bestimmungen. Unser Schutzkonzept finden Sie hier.

HINWEIS

Für alle, die schreiben! Dieser Literatur-Förderpreis der renommierten Crespo Foundation ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert und will junge Autor*innen motivieren, gesellschaftspolitische Themen in den Fokus zu nehmen und literarische Positionen zu aktuellen Diskursen zu entwickeln. Bewerbungsschluss ist der 30. Juni 2021.

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Wortmeldungen gesucht: „Vom Unsichtbaren schreiben, die Gegenwart sehen. Wie tritt der Klimawandel in Erscheinung?“

Mehr erfahren Sie über diesen Link

ES GEHT WEITER
Die nächsten Termine

Finden Sie hier eine Übersicht der Termine bis Ende Juni.

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Für alle, die hungrig sind nach Text und Buch, nach Geist, Begegnung und Literatur: Anbei unser Frühsommerbuffet.

Die detaillierten Angaben für alle Veranstaltungen werden demnächst als Einzelbeiträge aufgeschaltet.

So., 30. Mai: Simona Pfister über Weiblichkeit, Heiligkeit und Fasten (Matinee, 11 Uhr) > wird verschoben auf 23. Juni, 18 Uhr

Mi., 2. Juni: Ostschweizer Literaturgespräch #5: Dorothee Elmiger & Christoph Keller

Mi., 9. Juni: Vortrag & Tipps: Annette Heizmann mit «Der Hildegard-Code»; Musik: Elke Voltz

Sa., 12. Juni: Artist’s Choice #6: Claude Bühler (im Rahmen der Feministischen Aktionstage)

Di., 29. Juni: Lesung: Monika Helfer, «Vati»

 

Wir bemühen uns, Sie hier immer über den letzten Stand informiert zu halten. In Zweifelsfragen schreiben Sie einfach eine Email an literaturhaus@wyborada.ch.

Denken Sie auch daran, sich bei Interesse auch über diese Mailadresse anzumelden; die Platzzahl ist auf 50 Personen begrenzt, in den Räumen des Studios auf 6 und in der DenkBar auf 20.

WETTBEWERB
And the WINNER is…

Bis zum 30. April bestand die Möglichkeit, unsere Programmplakate auf den Sankt Galler Kultursäulen zu entdecken und einzusenden. Unter allen Teilnehmenden verlosten wir ein Plakat und ein Gratis-Ticket für eine Veranstaltung eigener Wahl. Danke für die vielen Einsendungen. Jetzt steht die Gewinnerin fest!

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Wir gratulieren Désirée Weyermann zu ihrem Gewinn bei unserem Plakat-Wettbewerb!

FÄLLT AUS — MI 12.5.2021 — Ausflug Schweizerische Nationalbibliothek, Bern
«Fleisch – Eine Ausstellung zum Innenleben»

Der Ausflug in die Schweizerische Nationalbibliothek war gewissermassen gedacht als Vorbereitung zur Lesung «Fleisch ist mir nicht Wurst» von Klaus Reichert, die auf den 27. August verschoben werden musste. Die faszinierende Austellung «Fleisch – Eine Ausstellung zum Innenleben» endet leider am 30. Juni. Sehenswert ist sie aber auch ohne Gruppenreise:

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Angesiedelt zwischen Liedern von Stiller Has, Rezeptbüchern und Lebensratgebern sind u.a. zu sehen Dürrenmatts Metzgervisionen, Daniel Spoerris Esskunst und Wurstwerbungen von Bell.

Mehr Informationen zur Ausstellung hier.

©Foto: Nationalbibliothek 2021, Simon Schmid

Mi 2.6.2021 — 19:30 Uhr — DenkBar, Gallusstrasse 11
Ostschweizer Literaturgespräch #5: Dorothee Elmiger und Christoph Keller

Christoph Keller meets Dorothee Elmiger: In der fünften Ausgabe der beliebten Ostschweizer Literaturgespräche lädt der bekannte St. Galler Autor (und aktueller Träger des Alemannischen Literaturpreises) Dorothee Elmiger ein – die in Appezöll aufs Gymnasium ging und heute in Zürich lebt und arbeitet. Sie erhielt zahlreiche Literaturpreise, zuletzt war sie mit ihrem Roman «Aus der Zuckerfabrik» auf den Shortlist für den Schweizer und für den Deutschen Buchpreis 2020.

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Zwei Schreibende mit Bezug zur Ostschweiz und internationaler Ausrichtung, Preisträgerin und Preisträger, sind mit ihren neuen Büchern präsent: Es geht um welthaltige Bücher, grenzüberschreitende Texte und Formate und um denkende, recherchierende, erzählende, provozierende Schreibende. Das Wyborada-Format bringt ein Gespräch zwischen zwei Menschen, die etwas zu sagen und sich und uns zuhörend, lesend und diskutierend begegnen.

Dorothee Elmiger, die den Literaturbetrieb der konformen Romanprosa aufmischt – so dass wir von abgestiegenen Lottokönigen und psychisch Kranken ebenso lesen wie von Sklaverei und Kolonialismus  – und Christoph Keller, dessen Homepage uns warnt «Alles hier ist wirklich mit Ausnahme des Autors.» und zu dessen letztem Werk wir lesen: «… eine ebenso unorthodoxe wie provokative Befragung dessen, was es im 21. Jahrhundert bedeutet, ein Mensch mit körperlicher Behinderung zu sein. Was es bedeutet, den Alltag zu bewältigen, zu lieben, zu schreiben, zu reisen (oder eben nicht).»

 

Dorothee Elmiger, 1985 in Wetzikon geboren, studierte Geschichte, Philosophie und Literarisches Schreiben. Für ihr Debüt «Einladung an die Waghalsigen» wurde sie 2010 für den Schweizer Buchpreis nominiert, ihr zweites Werk «Schlafgänger» wurde 2014 mit dem Hermann-Hesse-Förderpreis ausgezeichnet und 2014 und 2020 erneut für den Schweizer Buchpreis nominiert. Zuletzt erschien ihr Buch «Aus der Zuckerfabrik» (Hanser).

 

Christoph Keller, 1963 in St. Gallen geboren, ist der Autor zahlreicher preisgekrönter Romane, unter anderem «Gulp», «Ich hätte das Land gern flach“ und «Der beste Tänzer». Seine Fantasie «Der Boden unter den Füssen» wurde mit dem Alemannischen Literaturpreis 2020 ausgezeichnet. Zuletzt erschien von ihm «Jeder Krüppel ein Superheld: Splitter aus dem Leben in der Exklusion» (Limmat Verlag) sowie als Herausgeber (mit Jan Heller Levi) «The Essential June Jordan» (Copper Canyon Press). Keller, der über zwanzig Jahre in New York gelebt hat, schreibt auf Deutsch und Englisch.

 

© Foto Dorothee Elmiger: Peter-Andreas Hassiepen

© Foto Christoph Keller: Ayşe Yavaş

 

Eintritt Fr. 20.- / Mitglieder Wyborada und Kulturkreis DenkBar Fr. 15.- / Caritas Kulturlegi Fr. 5.- / Studierende Fr. 17.- / Geflüchtete gratis

Begrenzte Platzzahl, wir bitten um Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch.

In Kooperation mit der DenkBar im Zentrum von St. Gallen – wo man auch vorher etwas Kleines essen kann.

Den Büchertisch zur Veranstaltung organisiert freundlicherweise die Buchhandlung zur Rose in St. Gallen. Dort erhalten Sie beide Bücher selbstverständlich auch schon vor dem 2. Juni. Von Dorothee Elmiger in unserer Bibliothek zu finden:

«Einladung an die Waghalsigen» (Roman, 2010) /«Schlafgänger» (Roman, 2014) / mehr zu den Büchern per Klick auf Titel

Literaturhaus & Bibliothek stellen sich vor:
#wearewyborada, die Vierte

Im Rahmen unserer Aktion #wearewyborada stellen wir an dieser Stelle all jene vor, die Bibliothek & Literaturhaus Wyborada St. Gallen (aus)machen. Unsere neue Bloggerin Emeli Glaser ist 24 Jahre alt und Journalistin aus Berlin. In deutschen Zeitungen schreibt sie über Dragqueens, Horrorfilme und

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Frauenhass im Internet. Für Wyborada durchkämmt sie ab jetzt alle zwei Monate Popkultur und soziale Medien nach den heißesten Phänomenen des Zoomer-Feminismus.

«Ich finde, Feminismus muss radikal sein. Wie soll man sonst das System Patriarchat stürzen? Dazu gehört, mich nicht mehr mit der literarischen oder anderweitigen «Kunst» von Typen zu langweilen, von der andere Typen gesagt haben, dass sie irgendwie wertvoll wäre. Alles, was gerade die Welt bereichert, ist queer, BIPoC, feminin. Und man findet es auf Social Media. In meinem Blog «Gen V» möchte ich ein paar der Trend-Schätze teilen, die ich so finde. Hier entlang, meine König:innen!»

Social Media: Twitter/Instagram

Foto: Annkathrin Weis

#hospitanzwyborada #wyboradasanktgallen #literaturhauswyborada #bibliothekwyborada #wearewyborada

GROSSE RÜCKBLENDE: So sahs im Frühjahrspogramm aus (eine Auswahl)
//// Neulich im Literaturhaus ////

Die erste live-Lesung vor Publikum nach dem Lockdown in diesem Jahr. Den Auftakt machte die Zürcher Autorin und Journalistin Simone Meier und las am 22. April aus ihrem jüngsten Roman «Reiz». Mit im Vortragssaal: Augusto Giacometti.

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Herzlichen Dank an unseren Kooperationspartner Kunstmuseum St. Gallen für diese schöne Geste – und der Buchhandlung Comedia für die Bereitstellung der Bücher. (Foto: Viviane Sonderegger)

 

Ostschweizer Literaturgespräch #4:

Andrea Gerster & Daniel Ammann

Nach dreimaligem Corona-bedingten Verschiebenmüssen war es am 28. April endlich soweit: Unter der Leitung von Ruth Erat (Mitte) konnte das Gespräch zwischen der Arboner Autorin und dem Publizisten aus Rorschach stattfinden. Ein lebendiger Austausch über das Leben und das Schreiben und wie beides zusammengeht. Wir danken der DenkBar für Gastfreundschaft und Partnerschaft. (Foto: Viviane Sonderegger)

 

Artist’s Choice #5:

Ines Marita Schärer & Lea Rüegg

(Foto: Karin Karinna Bühler)

 

Pia Solèr und Corin Curschellas

«Die Weite fühlen»

Am 2. Mai, dem Namenstag der Heiligen Wiborada, ein besonderer Anlass: Die Bündner Hirtin Pia Solèr verliess die Einsamkeit ihrer Welt im Lugnez, um für uns aus ihrem Buch «Die Weite fühlen» zu lesen. Mit auf der Bühne die bekannte Singer-Songwriterin Corin Curschellas.

Wir danken der Grabenhalle für die grosse, auch ton- und lichttechnische Unterstützung und der Buchhandlung Zur Rose. (Foto: CCBY, Patrik Eschle)

 

Autor/innen-Foyer

In Zeiten ohne Buchmessen, Lesungen, Festivals fehlt vielen Schreibenden der Austausch. Zusammen mit dem Aargauer Literaturhaus haben wir darum am 3. Mai einen virtuellen Think-and-Talk-Tank geöffnet, exklusiv für Autorinnen und Autoren.

Herzlichen Dank an die Inputs von Ruth Erat, Dana Grigorcea und Feridun Zaimoglu! (Fotos: Ruth Erat © Linda Bischof / Dana Grigorcea © Ayse Yavas / Feridun Zaimoglu © Melanie Grande)

 

Jessica Jurassica & special guest Kris Schneeberger

Buchpremiere! Am 6. Mai stellte die «Kunstfigur» Jessica Jurassica ihren Roman «Das Ideal des Kaputten» vor. Die Moderation übernahm Frau Schneeberger (deren alter ego heuer einen der Schweizer Literaturpreise erhielt). Die Location erwies sich als ideal auch ohne kaputt: Dank an den Jugendkulturraum flon (unsere Nachbarn in der Davidstrasse) – und die Kolleginnen von der Buchhandlung Comedia fürs Heranschleppen der Bücher. (Foto: Anya Schutzbach)

So 2.5.2021 — 16:00 Uhr — Grabenhalle, Unterer Graben 17, St. Gallen
Pia Solèr & Corin Curschellas

Eine kleine Sensation: Pia Solèr, Hirtin aus dem Lugnez, macht eine Lesung! Sie verlässt die Einsamkeit ihrer Welt nur selten. Zum Namenstag unserer Patronin Wyborada aber kommt sie nach Gallen, zusammen mit einer zweiten Legende aus ihrem Kanton: Corin Curschellas, der bekannten Singer & Songwriterin, einer «grossen Stimme Graubündens und der Weltmusik» (Südostschweiz).

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Vor genau zehn Jahren erschien Pia Solèrs Buch »Die Weite fühlen« und ist seither so etwas wie ein geheimer Bestseller. Einfach mal weg sein – eine der großen Sehnsüchte des zivilisierten Menschen. Doch wie fühlt es sich an, schon immer einfach weg zu sein, von Berufs wegen?

Pia Solèr lebt weit hinten im Val Lugnez. Ans Bücherschreiben hat sie nie gedacht. Bis sie einer danach fragte; »wer hätte zum Beispiel gedacht, dass ich etwas zu sagen habe?« Und dann erzählt sie. Vom Schnee-Einbruch im Oktober über Nacht. Oder davon, dass SMS nur verschickt werden können, wenn  der Wind aus einer bestimmten Richtung kommt. Davon, wenn der Hund stirbt; sie begräbt ihn allein.

Ihre Aufzeichnungen sind authentisch, alltäglich und einzigartig. Hier spricht keine Aussteigerin, auch kein mönchischer Eremit. Hier spricht eine Frau aus der Mitte Europas, sie erzählt von harter Arbeit und einsamen Stunden, vom Fortschritt und Zerfall unserer Tage, vor allem aber erzählt sie vom Leben in der Natur, auf 2000 Metern Höhe, in der sich Weite fühlen lässt.

Mit der Musikerin und Sängerin CORIN CURSCHELLAS verbindet sie eine über Jahre währende Freundschaft; die wenigen Male, die Pia Solèr überhaupt öffentlich las, traten die beiden meist gemeinsam auf; eine wunderbar bereichernde Symbiose. Corin Curschellas archaischer Ton, ihre so kraftvolle wie zarte Stimme und der Zauber einer Musik, die so jung und so alt zu sein scheint wie die Welt, begleitet Pia Solèrs leisen Bericht aus ihrem Universum.

Corin Curschellas ist eine singuläre Erscheinung in der Schweizer Musikszene. Auf ihrer Reise durch alle Zeiten und Stile der modernen Musik hat sie sich eine eigene Welt erschaffen. Die Sängerin, Musikerin, Komponistin, Texterin und Schauspielerin ist kosmopolitisch, selbstironisch, vielschichtig und aussergewöhnlich inspiriert.

 

Die Veranstaltung findet statt in der Grabenhalle, Unterer Graben 17, 9000 St. Gallen, Einlass ab 15:30 Uhr

Eintritt Fr. 28.- / Mitglieder Wyborada Fr. 23.- / Caritas Kulturlegi Fr. 5.- / Studierende Fr. 17.- / Geflüchtete gratis

Begrenzte Platzzahl, wir bitten unbedingt um Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

 

Mehr zum Buch hier… ; sie finden es übrigens natürlich auch in unserer Bibliothek!

Den Büchertisch zur Veranstaltung organisiert freundlicherweise die Buchhandlung zur Rose in St. Gallen. Dort erhalten Sie das Buch selbstverständlich auch schon vor dem 2. Mai.

Wir folgen bei allen Veranstaltungen den neuesten Corona-Bestimmungen. Unser Schutzkonzept finden Sie hier.

///// Exklusiv für Autor/innen ///// Mo 3.5.2021 — 19:00 Uhr — Digital, Zoom
Autor/innen-Foyer digital: Ideenaustausch & Diskussion

Feridun Zaimoglu copyright: Melanie Grande www.grande-fotografie.de

Viele Schreibende vermissen den Austausch. Das Literaturhaus Wyborada St. Gallen und das Aargauer Literaturhaus laden am Montag, dem 3. Mai 2021 abends zu einem (virtuellen) Autor/innen-Foyer per Zoom ein unter dem Motto: «Menschen mit einer neuen Idee gelten so lange als Spinner, bis sich die Sache durchgesetzt hat.» (Mark Twain)

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Die Situation der Autorinnen und Autoren ist mit der Pandemie zusätzlich prekär geworden. In unserem Autor/innenfoyer wollen wir konkrete Ideen, Visionen, aber auch Utopien entwickeln und diskutieren. Wie kann die Situation der Schreibenden kurz-, mittel- und langfristig verbessert werden, was braucht es jetzt? Kreative, überraschende, freche, utopische Vorschläge, Visionen und Ideen – im Kontext zur heutigen Situation.

Im Zentrum steht der Austausch, die Diskussion. Wir freuen uns, wenn Sie – unter der Voraussetzung, dass Sie Autor/in sind – an dieser Diskussion unter deutschsprachigen Kolleg/innen teilnehmen.

Mit drei kurzen Inputs von Ruth Erat, Dana Grigorcea und Feridun Zaimoglu steigen wir in die Diskussion ein.

Veranstaltungsform: Digital, Zoom / Gespräch in Deutsch

Moderation: Dr. Bettina Spoerri, Ltg. Aargauer Literaturhaus, Beginn der offiziellen Veranstaltung: 19.00 Uhr (Dauer bis ca. 20:30 / 21.00 Uhr).

Sichern Sie sich Ihren Platz/Ihre Plätze hier.

Frist: bis spätestens 3. Mai, 12h – der vertrauliche Zoomlink wird sodann vor dem Meeting per Mail verschickt. Zu spät eintreffende Anmeldungen können nicht mehr berücksichtigt werden.

Fotos: Ruth Erat © Linda Bischof / Dana Grigorcea © Ayse Yavas / Feridun Zaimoglu © Melanie Grande

ABGESAGT — So 25.4.2021, 11:00 Uhr
Lesung mit Anna Stern

Die für den 25. April angekündigte Veranstaltung von Anna Stern wird leider vorerst ausfallen. Doch auch wenn «das alles hier, jetzt» nicht stattfinden kann – wir setzen auf die Zukunft! Und wer den 25. April lesend verbringen möchte: Das Buch ist natürlich auch in unserer Bibliothek zu haben.

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Do 29.4.2021 — 18:00 bis 19.30 Uhr — Performative Edition — Wyborada
Artist’s Choice #5: Ines Marita Schärer
traum

«Ich bin so vielfach in den Nächten …»

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Die Künstlerin nimmt den Gedichtband «Ich bin so vielfach in den Nächten…» aus dem Bestand der Bibliothek als Anknüpfungspunkt und verwebt verschiedene lyrische Texte von Frauen* aus ihrer Umgebung zu einem vielstimmigen, mehrschichtigen Traumbild. Mit der Traumsammlung beabsichtigt sie eine Bestandesaufnahme von aktuellen Ängsten, Sehnsüchten und Vorstellungen.

In einem performativen Setting im Studio der Wyborada fügen sich Text und Klang zu einem frei begehbaren Stimmungsbild.

Sound: Lea Rüegg, Stimme: Ines Marita Schärer (inesmarita.ch)

zwischen 18:00 und 19:30 Uhr*

Studio, Bibliothek Wyborada, Davidstrasse 42, 9000 St.Gallen

*max. Anzahl sind 6 Personen im Raum, Mundschutz obligatorisch

 

Inspirationsquelle für die Performance: «Traumgedichte» von Magdalena Rüetschi

 

Do 6.5.2021 — 19:30 — Jugendkulturraum flon, Davidstrasse 42, St. Gallen — BUCHVERNISSAGE
Jessica Jurassica & special guest: Kris Schneeberger

Buchpremiere! Die Kunstfigur aus dem Appenzeller Hinterland bricht Tabus, provoziert, irritiert. Nun präsentiert sie ihr neues Buch, «Das Ideal des Kaputten». Mit auf der Bühne Kris Schneeberger (jüngst ausgezeichnet mit einem der Schweizer Literaturpreise).

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Das Buch »Das Ideal des Kaputten« schildert das Bild einer reflektierten, feministischen und feinfühligen Erzählerin auf der Suche nach ihrer Rolle, ihrem Platz und nach Liebe außerhalb von gängigen Abhängigkeitsverhältnissen. Jessica Jurassica erweist sich in ihrem Roman als sorgfältige und präzise Autorin. Das Spiel mit den Metaebenen und den Alter Egos beherrscht sie perfekt.

Bekannt und zu einer Art geheimen Star (nicht nur in den sozialen Netzwerken) wurde sie mit ihrer erotischen Fan-Fiction »Die verbotenste Frucht im Bundeshaus« mit dem Schweizer Bundesrat Alain Berset in der Hauptrolle. Ihr erster Roman ist nun eine überraschende, kluge, auch poetische Lektüre.

Jessica Jurassica wurde 1993 im Appenzeller Hinterland geboren und lebt seit 2013 in Bern, wo sie ein paar Jahre lustlos verschiedene geisteswissenschaftliche Fächer studiert hat, bis sie schließlich den Absprung in die Gastronomie schaffte: Heute arbeitet sie erfolgreich als Barkeeperin in einem Nachtclub. Sie ist außerdem Musikerin, Spoken-Word- Performerin, Künstlerin und schreibt als freie Autorin und Kolumnistin für verschiedene Schweizer Medien essayistische und politische Texte über Kunst, Musik, Drogen, Sex, Feminismus und darüber, wie sie als Kind im Appenzeller Hinterland einmal mit dem Fahrrad ein Huhn überfuhr. Jessica Jurassica hat das KSB Kulturmagazin, das Underground-Label die yungen huren dot hiv sowie das Euro-Dance-Duo CAPSLOCK SUPERSTAR mitgegründet.

Kris Schneeberger (*1976), Schriftsteller*in und Künstler*in, ausgebildet am Schweizerischen Literaturinstitut Biel/Bienne sowie in Contemporary Arts Practice an der HKB, liebt Bäume. Auch in seinem Romanerstling «Neon Pink & Blue» spielen Bäume eine wichtige Rolle als Begleiter und Behüter von Menschen. Kris Schneeberger «moderiert» den Abend mit Jessica Jurassica.

Die Veranstaltung findet statt im Jugendkulturraum flon, Davidstrasse 42, 9000 St. Gallen, Einlass ab 19 Uhr

Eintritt Fr. 20.- / Mitglieder Wyborada Fr. 15.- / Caritas Kulturlegi Fr. 5.- / Studierende Fr. 17.- / Geflüchtete gratis

Begrenzte Platzzahl, wir bitten unbedingt um Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

© Foto Jessica Jurassica: Oliva Talina Fosca / edit JJ

© Foto Kris Schneeberger: Julien Chavaillaz / edit Schneeberger

Mehr zum Buch von Jessica Jurassica hier…

Mehr zum Buch von Christoph Schneeberger hier…

Den Büchertisch zur Veranstaltung organisiert freundlicherweise die Buchhandlung Comedia in St. Gallen. Dort erhalten Sie beide Bücher selbstverständlich auch schon vor dem 6. Mai. »Das Ideal des Kaputten« ist natürlich auch in der Bibliothek vorrätig.

Wir folgen bei allen Veranstaltungen den neuesten Corona-Bestimmungen. Unser Schutzkonzept finden Sie hier.

WETTBEWERB
Plakate? Wo?

SpäherInnen aufgepasst! Schickt uns eure Fotos von diesem Plakat auf den Sankt Galler Kultursäulen, per E-Mail an literaturhaus@wyborada.ch. Unter allen Einsendungen verlosen wir ein Plakat und ein Gratis-Ticket für eine Veranstaltung eigener Wahl.

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Teilnahmebedingungen: Mit dem Einsenden erklärst du dich einverstanden, dass wir deine Mailadresse zur Kontaktaufnahme verwenden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Einsendeschluss ist der 29.4.21.

 

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