Über uns
Verein Wyborada
Der Verein Wyborada wurde im Mai 1986 von politisch und feministisch engagierten Frauen aus der Neuen Frauenbewegung in St.Gallen gegründet. Der Name «Wyborada» ist abgeleitet von der St.Galler Inklusin Wiborada, die 1047 als erste Frau heiliggesprochen wurde. Sie ist die Patronin der Bibliotheken und Bücherfreunde.
Die daraufhin eröffnete Frauenbibliothek und Dokumentationsstelle erfuhr grosse Akzeptanz und der Zulauf bestätigte den Bedarf nach einer solchen bildungspolitischen Initiative. 1990 wurde die Bibliothek um eine Fonothek ergänzt. Die Dokumentationsstelle wurde zum Frauenarchiv Ostschweiz überführt, das 1999 eröffnet wurde.
Bis 2003 war die Bibliotheksführung durch die Mitarbeit ehrenamtlich und basisdemokratisch organisierter Frauen abgedeckt. Regelmässige Unterstützungsbeiträge der Stadt St.Gallen seit den 1990er-Jahren gewährleisten die Kontinuität der Bibliothek für Frauenbildung. In den letzten Jahren wurde die Wyborada weiter von einem basisdemokratisch organisierten Vorstand und einer Bibliothekarin mit 40-prozentiger Anstellung geführt.
Die Notwendigkeit, Frauengeschichte(n) und weibliche Perspektiven auf die Welt sichtbar zu machen, besteht heute noch. Deshalb haben sich die Mitglieder des Vereins 2019 entschieden, die Bibliothek weiterzuführen und um ein Literaturhaus zu erweitern. Die Leitung obliegt den für die jeweiligen Bereiche verantwortlichen Geschäftsleiterinnen Karin K. Bühler (Bibliothek Wyborada) und Anya Schutzbach (Literaturhaus St. Gallen).
Das Literaturhaus St. Gallen richtet sich an ein breites Publikum und bietet ein genre- wie genderübergreifendes Programm, mit der Absicht, St. Gallen zum literarischen Zentrum der Ostschweiz zu machen, zu einer zukunftweisenden Buchstadt.
Herkunft Name «Wyborada»
Die Heilige Wiborada, Patronin der Bibliotheken und Bücher, ist Namensgeberin von Literaturhaus & Bibliothek Wyborada. Sie lebte etwa von 880 bis 926. Dank ihrer Vorahnung konnten die Bibliotheksschätze des Klosters St.Gallen vor dem bevorstehenden Überfall der Ungarn auf die Stadt St.Gallen im Jahr 926 rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Wiborada verlor bei diesem Angriff auf die Stadt ihr Leben. Etwa 120 Jahre später wurde sie 1047 als erste weibliche Heilige der Katholischen Kirche heiliggesprochen.
Wiborada war Wohltäterin der Armen und eine ernstzunehmende Autorität. Auch galt sie als radikal, eigensinnig und selbstbewusst. Bei der Gründung der Frauenbibliothek Wyborada 1986 wurde der klugen und mutigen Frau die Ehre erwiesen.
Vorstand (Stand HV 2025)
Iris Bernet, Ruth Erat, Sandra Meier, Marina Schütz, Marina Widmer
Statuten
Geschäftsstelle
Leitung Literaturhaus: Anya Schutzbach, Mitarbeit: Karsten Redmann
Leitung Bibliothek: Karin K. Bühler